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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen
30
Das Weltgeheimnis
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:12,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

am 26. Mai 2015
Dies ist mein erstes Buch des Autors, aber ganz sicher nicht mein Letztes: die Nachfolger 'Leibniz, Newton und die Erfindung der Zeit' (2013) und 'Allein gegen die Schwerkraft: Einstein' (2015) stehen schon fest auf meiner To-Do-Liste. Der in Berlin lebende Autor hat Physik und Astronomie studiert.

Zum Inhalt: Dieses Buch (Info an LovelyBooks: dies ist mehr als ein Sachbuch, es ist eine Doppel-Biografie!) beleuchtet das Leben der beiden Wissenschaftler Galileo Galilei (1564-1642) und Johannes Kepler (1571-1630): der Italiener in Pisa geboren und in Florenz lebend, Philosoph, Astronom, Mathematiker und Physiker; der Deutsche in Weil der Stadt geboren und in Prag lebend, Philosoph, Astronom, Mathematiker, Astrologe, und Theologe. Bei den detaillierten Biografien liegt der Fokus ganz klar auf den Briefkontakten zwischen 1609 und 1612 (obwohl der erste Briefwechsel bereits 1597 bzgl. Keplers Erstlingswerk „Weltgeheimnis“ erfolgte).

'Die bisher wenig beachtete Korrespondenz wirft auf beide Forscher ein neues Licht: Im Spiegel des jeweils anderen zeigen sich ihre Weitsicht und Engstirnigkeit, ihre gedankliche Stärke und Ignoranz.'

Meine Meinung: Diese Biografie habe ich regelrecht verschlungen. Ich habe mich zwar schon immer für Astronomie, Planeten und das Universum interessiert, aber ich bin überzeugt, dass mich dieses Buch auch ohne diese Interessen völlig in den Bann gezogen hätte. Es ist leicht verständlich geschrieben, selbst für Menschen wie mich, die mit Mathematik und Physik leider nicht viel anfangen können. Besonders gut gefiel mir dabei der Bezug zur heutigen Zeit, d.h. die Gedankenmodelle der Wissenschaftler werden dem Leser genau aufgezeigt, aber es wird auch immer nachgereicht, wie sich die Sachlage in Wirklichkeit verhält, also nach heutigem Erkenntnisstand.

Ein weiterer Grund für meine Begeisterung liegt wohl an dem psychologischen Aspekt: dem Gegenüberstellen der sehr konträren Charaktere der beiden Protagonisten und der sich daraus ergebenden unterschiedlichen Denkmodelle und Vorgehensweisen. Dabei musste ich v.a. bei Galilei staunen (über Kepler hatte ich bisher leider kein Vorwissen) und sehe ihn nun mit anderen Augen. Ich will hier nicht zu viel verraten, nur erwähnen, dass ich einfach bis jetzt zu sehr von legendären Sätzen wie „Und sie dreht sich doch“ geblendet war. Ich sah Galilei als jemanden, der sich gegen die Kirche auflehnte und ihr trotzte, dabei war er tiefgläubig und ihr ergeben.

Obwohl beide Anhänger des kopernikanischen Weltbilds (bei der sich die Planeten um die Sonne drehen = Heliozentrik) waren, unterschieden sich ihre Vorstellungen dennoch in Vielem: Kepler berechnete die Mars-Bahn als Ellipse ' 'Tatsächlich sind die Ellipsen Keplers viel revolutionärer für die Geschichte der Astronomie gewesen als die Heliozentrik des Kopernikus.' ', während Galilei weiter von den Kreisbahnen überzeugt war.

Kepler glaubte an die Sonne als treibende Kraft und an Anziehungskräfte zwischen Erde und Mond als Begründung für die Gezeiten, während Galilei Ebbe und Flut auf die Rotation der Erde zurückführte und versuchte, das Naturschauspiel als Beweis für die kopernikanische Weltsicht zu verwenden. Die Pointe dabei: gerade die Kirche bewahrte ihn vor einer Peinlichkeit, indem sie ihm verbot, seinen „Dialog über die beiden hauptsächlichen Weltsysteme“ mit „Dialog über Ebbe und Flut“ zu betiteln. Und dennoch war Galilei ein größerer Ruhm beschieden, obwohl Kepler mit seinen Ideen (Ellipsen, Anziehungskräfte) unserer Wirklichkeit eigentlich näher kam.

'Beide stehen für eine neue Weltsicht. Während Kepler sich Galilei genau deshalb so verbunden fühlt, betont dieser ausschließlich ihre Differenzen. Seinem Resümee zufolge liegen ihre Auffassungen so weit auseinander, dass sein eigener physikalischer Unterbau und Keplers Himmelsdach an keiner Stelle richtig zusammenpassen.'

Kepler war offen für neue Ideen und suchte den Austausch, während Galilei sich weigerte, andere Ideen anzunehmen oder darüber zu diskutieren, er wollte alle Erkenntnisse selbst gewinnen und dabei der Erste sein. Während Kepler kein Problem hatte, Fehler zuzugeben, verfiel Galilei in Schweigen.

'Ein Wissenschaftler ist eine Mimose, wenn er selbst einen Fehler gemacht hat, und ein brüllender Löwe, wenn er bei anderen einen entdeckt.' (A. Einstein)

'Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, dass ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern dadurch, dass die Gegner allmählich aussterben und dass die heranwachsende Generation von vorneherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist.' (Max Planck)

Die Biografie enthält einige interessante Abbildungen und im Anhang drei Zeittafeln (zu den beiden Männern und eine zum Weltgeschehen), Bilder und einen ' wunderbar kommentierten! ' Literaturnachweis nach Kapiteln sortiert.

Fazit: Eine der besten Biografien, die ich bis jetzt gelesen habe! Ich kann sie jedem bedenkenlos empfehlen, unabhängig von Interessen und Vorwissen.
14 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 13. Oktober 2017
Ein spannendes, unterhaltsames Buch, welches nicht nur Kepler und Gallilei treffend zeichnet, sondern auch die Lebensumstaende der damaligen Zeit. Kepler als giver (wie Grant es in seinen Buechern bezeichnen wuerde), Galilei als Nehmer. Kepler mit ein bisschen Pech, Galilei mit Glueck. Und beide als brilliante Koepfe auf der Suche nach Wahrheit, nicht davor gefeit, Fehler zu machen und auf Irrwegen zu gehen. Klare Kaufempfehlung.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 1. Mai 2016
Galileo Galilei und Johannes Kepler werden hier hervorragend porträtiert. Beider wissenschaftliches Arbeiten mit kurzweiligen Abstechern in deren Lebenslauf und Schicksal.
Bestens erzählt in einer Art und Weise, das man gerne lernt und Schulwissen wieder auffrischt. Nie langweilig, man ist immer interessiert, was da noch kommt.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 10. Juni 2013
Thomas de Padova hat einen unterhaltsamen und zugleich informativen Schreibstil. Er findet die angemessene Ausgewogenheit in der Schilderung der handelnden und forschenden Personen (Kepler, Galilei, Brahe u.a.) einerseits und ihrem Umfeld (Kirche, Politik, Macht) andererseits. Man erwischt sich beim Lesen immer wieder dabei, den Bezug zum heutigen Forschungsprozess herzustellen und entdeckt, dass doch schon damals vieles so war, wie es auch heute anzutreffen ist. Neben Erkenntnisgewinn geht es den Forschern zunächst um die Sicherung ihrer Existzenz, dann aber auch um Ruhm, Anerkennung und (bei Galilei besonders) um materielle Vorteile. Trotz allem ist bemerkenswert, mit welcher Hartnäckigkeit diese Forscher den Fragen nachgingen, die sie sich gestellt haben. Alles in allem ein unterhaltsames und zugleich lehrreiches Buch, dessen Lektüre kurzweilig ist und vieles von dem in Erinnerung ruft, was der Laie von der Astronomie mal gehört, aber doch nicht so gut verstanden hat.
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am 2. September 2016
Absolut gut zu lesendes Buch. Im Prinzip eine chronologische Verflechtung der Biografien der beiden Kapazitäten mittels ihres Schriftverkehrs und Entdeckungen. Was mir besonders gut gefällt sind die Beispiele aus heutiger Zeit zu Problemen, die sich damals schon gestellt haben und sei es beim Veröffentlichen eine wissenschaftlichen Arbeit. Auch die historischen Background Informationen sind immer wieder gut und lebendig in den Leitfaden eingebaut.
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am 26. September 2013
Das Buch versetzt den Leser in die Zeit des Übergangs vom 16. ins 17. Jahrhundert. Eine Zeit der Umbrüche. Politisch und auch wissenschaftlich. Es ist die Zeit von Kepler und Galileo. Der Autor versteht es, die Beziehung dieser beiden astronomischen Superstars, der eine in Deutschland, der andere im Italien, zu einer spannenden Doppelbiografie zu verknüpfen. Zwei Männer, die unterschiedlicher nicht sein konnten, und die doch vieles verband.
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am 9. Juni 2014
Auch für nicht naturwissenschaftlich Interessierte sehr spannende Lektüre, die die Personen Kepler und Galilei in ihrem Charakter näher zeichnet, vor allem aber auch die schwierigen Umstände ihrer Arbeit aufzeigt (Religion, Großmachtpolitik, Inquisition, Hexenprozesse). Sehr lesenswert, weil flüssig geschrieben und gut nachvollziehbar.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 9. April 2018
Wer etwas über das Leben Keplers sowie Galileis wissen will
ist hier genau richtig. Das Leben der beiden Wissenschaftler könnte nicht verschiedener sein.
Ich will nicht zu viel verraten, deshalb lesen!
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am 27. Januar 2014
Thomas de Padovo gelingt es sehr gut, die beiden Leben der „Giganten der Wissenschaft“ eng zu verweben, obschon im realen Leben die beiden nur wenig und schon gar nicht direkten Kontakt miteinander hatten. Auf für Leser, die bereits sehr viel über Kepler und Galileo wissen, ist das Buch sehr lesenswert. Persönlich hätte ich es geschätzt mehr Details zu den wissenschaftlichen Methoden zu erfahren – de Padova ist ja schliesslich auch Physiker! Von Optik jedenfalls scheint er wenig zu verstehen: Eine Blende bei der Hauptlinse engt das Gesichtsfeld nicht ein, wie mehrfach behauptet wird. Doch das dürfte nur Physiker stören …
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 16. Februar 2014
Auch für Nicht-Fachleute ist dieses Buch sehr lesenswert. Thomas de Padova verliert sich nicht in mathematischem Fachchinesisch, sondern beschreibt die zur damaligen Zeit herrschenden Gegebenheiten anschaulich und bildhaft. Jeder Laie hat nach der Lektüre dieses Buches mehr Einblick in die Entwicklung des Teleskops und die Erforschung des Weltraums. Ich kann es nur weiterempfehlen.
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