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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
52
4,5 von 5 Sternen
Theorie der Unbildung: Die Irrtümer der Wissensgesellschaft
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:10,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 29. Juni 2017
Konrad P. Liessmann liefert mit diesem Werk eine Streitschrift wider den Ungeist der Zeit.

Alle reden von der „Wissensgesellschaft“, aber wie steht es tatsächlich um unsere „Bildung“?
Gewinnt bei „Wer wird Millionär“ tatsächlich der, der am meisten weiß?
Was weiß die Wissensgesellschaft und lässt sich Wissen so einfach der Marktfähigkeit unterwerfen?

Nach Liessmann lässt sich Wissen nicht managen.
Nivellierung und Evaluationswahn erhöhen nicht per se das intellektuelle Niveau.
Die Gleichschaltung von Studienplänen schafft nicht automatisch neue Erkenntnis.
Reformen um der Reformen willen sind einer Verschwendung von Ressourcen gleich zu setzten.

Liessmann versucht Fehlentwicklungen der gegenwärtigen Bildungslandschaft aufzuzeigen und trifft damit sehr oft ins Schwarze.
Er liefert eine provokante Analyse, welche nicht immer einfach zu lesen ist.

Man muss nicht allen seinen Thesen zustimmen, aber man sollte das Buch gelesen haben.

Ein Muss für alle die mit „Bildung“ zu tun haben oder sich dafür interessieren.
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am 27. Dezember 2016
Witzig-spritzig setzt das Buch mit der Analyse zweier Fernsehsendungen ein, in denen es um Wissen geht. Was Liessmann hier schreibt, besticht durch Treffsicherheit und Humor. Aber schon bald fällt der Makel in der Diktion auf: Der Autor benutzt die Sprache jener, gegen die er sich wendet. Was auf die flotte Ouvertüre des ersten Kapitels folgt, ist tranig und schwerfällig. Zeitgeistige Ausdrücke werden aufeinander gehäuft und konterkarieren das Anliegen einer klassischen, sprachlich orientierten Bildung. Unnötige Wortwiederholungen (z.B. "emphatisch") tun das Ihre, die Lektüre zu verleiden. Nietzsche-Zitate zucken auf und schenken Lichtblicke, ansonsten müht man sich durch Liessmanns richtige, aber uninspiriert vorgetragene Ausführungen hindurch. Das Buch gibt Nicolás Gómez Dávila Recht mit seiner Aussage, ein Autor, der nicht seine Sätze quäle, quäle den Leser. Schade drum.
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TOP 1000 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 29. März 2009
Der Inhalt in aller Kürze: tiefgründige Forschung und "Bildung" - im ursprünglichen Wortsinne - drohen verloren zu gehen, weil die moderne Bildungspolitik ein altes Bildungskonzept zu verbessern strebt, dessen Grundlagen sie nicht mehr kennt, da sie selbst die grundlegenden Texte des Humanismus und des deutschen Idealismus nicht mehr gelesen hat und deshalb, bar jeder echten Bildung und in Unkenntnis des zu Verbessernden, das Gute am Alten nicht bewahren kann, und - aus mangelnder eigener philosophischer Tiefe und Sorgfalt auch kein gleichwertiges oder besseres Bildungkonzept zu entwerfen vermag.
Eine solche Verschlimmbesserei und Pfusch an den Grundlagen unserer Gesellschaft muss gerade einen Denker wie Liessmann zur Verzweiflung treiben, der eben, anders als die Mehrheit unserer Gesellschaft, die unserem alten Bildungskonzept zugrundeliegende Philosophie noch kennt und gründlich studiert hat. Sein in der Verzweiflung oft ohnmächtig wirkender Zorn entlädt sich auf 175 Seiten dieser Streitschrift, die weniger die "Irrtümer der Wissensgesellschaft" aufzeigt als in bisweilen wie gelähmtem Entsetzen bloß noch zu konstatieren, dass die Fundamente unseres Bildungsideals bereits so erodiert sind, dass selbst unsere in den universitären Verwaltungen tätigen Hochschullehrer sich von den bunt schillernden Sprechblasen der "Globalen Wissensgesellschaft" ohne jede kritische Gegenwehr mesmerisieren lassen.
Liessmanns Streitschrift kommt leider zwei oder drei (oder vier?) Jahrzehnte zu spät, wird ohnehin nicht viel zur "öffentlichen" "Debatte" (wo gibt es noch "öffentliche Debatten" - in der Leserbriefsparte des "Spiegel" oder in einem von eintausenddickmilch Blogs?) beitragen, eignet sich aber hervorragend, um sich von ihr ausgehend in das einzulesen, was mal das humanistische Bildungsideal war - die Fussnoten geben da die eine oder andere Anregung.
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am 21. Januar 2008
Liessmann klärt vor allem die Phrasen, die einer echten Revison der Bildungspolitik den Weg verstellen, weiß dabei jedoch, dass eine Rückbesinnung auf Qualität, Inhalte und Substanz nahezu unmöglich erscheint, da sie der angestrebten Vermarktlichung, Nivellierung und Enteuropäisierung von Bildung, Schule, Universität und Wissenschaft entgegenarbeiten müsste. Wer auf die humanistischen und Humboldtschen Ideale rekurriert, der gilt mittlerweile fatalerweise schon als reaktionär. Insofern stehen seine absolut richtigen Positionen leider auf geschichtspessimistisch verlorenem Posten. Um so dankbarer ist man für die Polemik, mit der analytisch genau und im Wortsinne aufgeklärt gezeigt wird, dass der Kaiser eben nackt ist, den Wirtschaft und Politik als Fortschrittsgröße verkaufen wollen. Nirgendwo fand ich das Desaster so treffend beschrieben.
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am 17. September 2016
Ein sehr empfehlenswertes Buch. Liessman kritisiert einiges an der heutigen "Bildung". '

Ich hoffe die Rezension war hilfreich, wenn ja bitte bewerten.
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am 11. April 2007
Liessmann brachte auch in diesem Schriftstück wieder zustande, was mich an seiner Art zu Denken und zu Schreiben immer aufs Neue fasziniert: Er bringt Zusammenhänge ans Licht die zumeist mit einem Aha-Erlebnis verbunden sind, da man/frau den Kontext noch nicht betrachtet hatte. Dies noch gewürzt mit einer stilistisch hervorragenden Handhabung der deutschen Sprache läßt das Lesen zu einem waren Genuß werden, obwohl die Aussagen des Geschriebenen alles andere als zum "Frohlocken" Anlaß geben.

Sicher mögen einige Prognosen etwas überspitzt dargestellt sein und zuweilen der "missionarische Eifer" etwas zu glühend anmuten, doch gab es keinen Argumentationsstrang in dieser Streitschrift, dem ich nicht voll inhaltlich beipflichten und folgend konnte.

Wenn (m)ein Credo der Bildungsarbeit, nämlich das Bildung immer verändern muß (!) - nicht nur kann, darf oder soll - zutrifft, wovon ich zutiefst überzeugt bin, so bleibt nur zu hoffen das möglichst viele Bildungsträger dieses Buch lesen und eine rege Diskussion über den Inhalt entsteht.
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TOP 500 REZENSENTam 15. April 2010
Konrad Paul Liessmann setzt sich kritisch mit der Wissensgesellschaft und dem Reformeifer im Bildungsbereich auseinander. Er provoziert mit der Aussage, dass Unbildung die notwendige Konsequenz der Kapitalisierung des Geistes sei. Wie ist es heute um die Bildung bestellt? Findet der Wechsel von der Industriegesellschaft zur Wissensgesellschaft statt?

Im ersten Kapitel verdeutlicht der Autor den Unterschied zwischen lexikalischem Wissen und einem tiefgehenden Wissen um Zusammenhänge. Wenn es um Sinn, Bedeutung oder Zusammenhänge geht, so seine Erkenntnis, wird lexikalisches Wissen nicht weiterhelfen. Ist im Zeitalter einfacher Internetabfragen tiefgehendes Wissen noch erforderlich, um gesellschaftliche Anerkennung und wirtschaftlichen Erfolg verbuchen zu können?

Was hartnäckig Bildung genannt wird, orientiert sich an knallharten Wirtschaftsfaktoren, die jene Standards definieren, die der "Gebildete" erreichen soll. Unter dieser Prämisse erscheinen Allgemein- und Persönlichkeitsbildung verzichtbar. In einer sich rasch wandelnden Welt scheint der Verzicht auf verbindliche geistige Traditionen zu einer Tugend geworden zu sein.

Die Konkurrenz zwischen Bildungseinrichtungen spielte sich bislang zwischen unterschiedlichen Weltdeutungen, Methoden und Modellen ab und zwar als Konkurrenz um Zugänge zur Wahrheit. Im Gegensatz dazu führt das betriebswirtschaftliche Ranglistendenken zu einer Gleichschaltung der Strukturen und letztlich der Kulturen.

Das Wissensmanagement agiert wie ein Betrieb und der Wissensmanager versucht, unabhängig von Wahrheits- und Geltungsfragen, herauszufinden, welche Art von Wissen sein Unternehmen zur Lösung seiner Probleme benötigt. Dass Universitäten, die über eine tausendjährige Erfahrung im Umgang mit Wissen verfügen, sich in ihrer Umstrukturierung an solchen Unternehmensideologien orientieren, hält der Autor für Dummheit.

Es ist Liessmann gelungen, gezielt zu provozieren. Das Buch enthält zahlreiche Thesen gegen den allgemeinen Trend, es liefert aber keine Antworten. Ich vermisse konstruktive Antworten auf die Zukunftsfragen der Bildungssysteme.
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am 5. April 2015
Wenn man die Entwicklung von Bildung mit Liessmann nochmal Revue passieren lässt, wird schon verständlich, dass sie bei den Reformen der 60er und 70er nicht stehen bleiben konnte, und dass dies an sich kein Schaden ist. Das Problem ist nicht dies, sondern die Richtung, die sie von da an nahm. Aber wohin wäre sie besser gegangen, was sollen wir wünschen? Wie kommen wir um das Dilemma herum, dass Bildung für viele letztlich zur Abwesenheit von Bildung führt? Ist nicht die viel beschworene Individualisierung des Lernens womöglich, richtig angewandt, hilfreich? Wir können ja aus demokratischen, nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen nicht ernsthaft fordern, dass Bildung wieder Elitenthema sein soll, wogegen sich ja auch Liessmann wendet. Der Autor selbst scheint schon jede Hoffnung aufgegeben zu haben, andererseits kann das nicht sein, denn dann würde er resigniert schweigen.

Hilfreich ist das Buch für jeden, der es sich als Defizit ausgelegt hatte, wenn die eigene Marktförmigkeit nicht so gelungen schien wie allseitig als wünschenswert gespiegelt. Mit Liessmann wäre das dann eher kreative und revolutionäre Verweigerung und nicht persönliche Unfähigkeit. Mehr Mut zur Nachfrage, wo gar niemand Frage und Redebedarf zu sehen scheint.

Dies darf dann auch in der universitären Lehrerausbildung gelten, wo vollkommen unkritisch beispielsweise Anleitungen zu mehr Methodenkompetenz bei Schülern - Stichwort das Lernen lernen - als Basiswissen jeden angehenden Lehrers zur Pflichtlektüre gemacht werden und Schulen, die sich speziell diesem von Inhalten befreiten Programm verschrieben haben, als Modellschulen für Praktika an empfohlen und ausgesucht werden. Diskussion darüber im Seminar: Fehlanzeige, denn was soll falsch daran sein, Schülern nur noch das Lernen selbst beizubringen, wo man a) eh nicht wissen kann, was sie später können sollen - Stichwort Halbwertszeit des Wissens - und b) auch keine Kriterien vorliegen, Schülerwissen nach richtig oder falsch zu beurteilen, weil ja jede Meinung und Einschätzung zu allem gleichberechtigt nebeneinander stehen und absolut nichts als abwegig zurück gewiesen werden darf; nicht mal mehr beliebige Schreibweisen von Grundschülern, so lange sich noch irgendwie ein Wort darin erahnen lässt. Spätestens, wenn es dann heißt, die universelle Methodenkompetenz komme gerade den Schwächeren zugute, ist sowieso das Totschlagargument gefallen, nach dem man die Vorgaben nur noch ausführen kann. Genauso verhält es sich ja eben mit der Beurteilung und Einschätzung von Schülermeinungen: diese zurückzuweisen, wäre undemokratisch, schließlich erlebt jede Schülerseele die Dinge unterschiedlich, Individualisierung heißt dann nur noch: alles nebeneinander gelten lassen, außer es lässt sich als unsozial oder -demokratisch erkennen, das ist praktisch das einzige, was man dann noch zurück weisen darf. Anders legitimierte Wahrheiten gibt es in den Geisteswissenschaften, um die es Liessmann geht, nicht mehr.

Im PISA-Teil dieses Buches stellte sich mir kurz die Frage, weshalb Liessmann nicht auch den vorteilhaften Effekt, den er ja sieht, stärker heraus stellt; wenn es sich bei der PISA-bedingten Aufwertung ehemaliger Grundfertigkeiten auch eher um einen Kollateralschäden handelt, nicht um Intention. So ähnlich ist das auch mit der Exzellenzforschung - Stichwort. List der Vernunft. Aber das ist sein Punkt: er will nicht mit falschen Mitteln zufällig zum richtigen (Teil-)Ergebnis gelangen, das würde seine Denk- und Argumentationsweise untergraben. Eigentlich will es zur Universität alten Zuschnitts zurück, aber in der Form der Massen-Uni.
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am 9. Dezember 2010
oh da ist einer aber wirklich mächtig zornig - sowas mag ich ! Süffisant ironisch, ohnmächtig wütend prangert der Autor den Niedergang des Bildungssystems durch "Bologna-isierung" und Pisawahn an. Er bringt in spritzigem Ton die Dinge auf den Punkt, die eigentlich jedem der über etwas gesunden Menschenverstand verfügt klar sein müßte:

Bildung läßt sich nicht mit dem ökonomischen Werkzeugkoffer vermessen und berechnen und Bildung ist auch in Zeiten von Wikipedia mehr als nur das Wissen darüber wo man im Zweifelsfall nachschlagen kann.

Ich kann seinen Zorn auf die brutale Ökonomisierung der Bildung sehr gut nachvollziehen. Mir fehlt auch ein wenig der Ausblick in die Zukunft. Weil zwischen dem Humboldt'schen Ideal und den Ikea-Modul-Bachelor/Master-Programmen, muß es uns möglich sein angemessene und auf unterschiedliche Lerntypen zugeschnittene Bidlungsprogramme zu finden.

Ich mag an dieser Stelle auch mal Ken Robinson's Thesen erwähnen, die mir gut gefallen und die unseren krampfigen Bildungs-Diskussionen gut tun würden.

Bildet die Massen und laßt die deren Herz und Verstand sich mit Forschung + Lehre beschäftigen will genau das tun, ohne sie zu Tode zu ökonomisieren und jeglichen Forschungsdrang schon im Keim zu ersticken.

Mir gefiel dieser Absatz hier besonders: "Hätte man noch heutigen Kriterien die Uni Königsberg evaluiert, wäre es Kant wohl nicht erspart geblieben, sich wegen mangelnden Fleißes und ineffizienter Forschungsleistung zu verantworten".

Das sollte doch schon zu Denken geben.
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am 1. November 2006
Endlich ein intelligenter Nachfolger Adornos in der Bildungstheorie. Liessmann hat eines der seltenen Bücher geschrieben, denen ich von der ersten bis zur letzten Seite zustimmen kann, ein Vademecum im täglichen Kampf mit der Bildungsbürokratie und mit den Auswirkungen der medialen Dominanz des Ideologems der Wissensgesellschaft.Sehr interessant erscheint mir der Nachweis der Fortschrittlichkeit Humboldts auch (oder gerade) im 21. Jahrhundert im Vergleich mit dem mathematisch fundierten Effizienzdenken der gegenwärtig Entscheidenden. Erhellend der Nachweis der verheerenden Folgen des scheinwissenschaftlichen ökonomischen Denkens n den unterschiedlichen Bereichen des Bildungs(un)wesens.Faszinierend der Beleg der Wirksamkeit klug eingesetzter philosophischer Ideen. Kurz: ein im besten Sinne aufklärerisches Werk. Umso mehr stellt sich nach der Theorie die Frage nach der Praxis.
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