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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
40
3,8 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 16. November 2012
Andrew ist geschieden, aber er verzehrt sich nach seiner Tochter Delia. Als sie im Rahmen des elterlichen Besuchsrechts bei ihm war, entführte er die Vierjährige. Er nahm ihr ein Leben weg, um ihr das zu geben, das sie verdiente. Seit achtundzwanzig Jahren lebt er nun mit ihr unter falschem Namen und unter Vorspiegelung falscher Tatsachen ein Leben, das er für sie geschaffen hat. Er hat sein Leben für sie aufgegeben, ihr dadurch jedoch die Zeit mit ihrer Mutter genommen. Seither glaubt er so sehr an das Märchen, welches er sich und Delia so überzeugend erzählt, dass er sich nicht mehr an die Wahrheit erinnern kann und sich vor ihr fürchtet. Ihr Leben ist eine Lüge, die Andrew nicht mehr erkennt. Dennoch verbrachte Delia eine unbeschwerte Kindheit mit einem Vater, der sie auf Händen trug. Achtundzwanzig Jahre später wird Andrew wegen Kindesentführung angeklagt. Als dabei die Polizei ein schreckliches Geheimnis über Delias Familie offenbart, zerfällt die Welt vor ihren Augen, denn eine Vergangenheit holt sie ein, von der sie nicht einmal wusste, dass sie existierte. Zwar liebt sie ihren Vater, hasst nun aber seine Entscheidung von damals und will wissen, aus welchem Grund er sie aus ihrem früheren Leben gerissen hat. Die Suche nach ihrer wahren Identität führt sie in schmerzhafte Ernüchterungen und schwere Gewissenskonflikte. Schliesslich findet sie eine Wahrheit, die sie vielleicht gar nicht kennen wollte.

Fazit: Es geht Picoult in ihrem Roman um die Liebe, die uns in Menschen verwandelt, die wir nicht sind. Behutsam wird der Leser dabei durch ihre Gedanken über die Universalität von Liebe, Begehren, Grausamkeit, Schmerz und Verlust geführt. Die Autorin webt aus geheimen Gefühlen und verdrängten Erinnerungen ein dichtes Netz fragwürdiger Entscheidungen und lässt sie durch steten Perspektivenwechsel ihrer fünf Hauptfiguren dennoch plausibel und konsequent erscheinen. Picoult suggeriert damit, dass es – um gerecht sein zu können, keine absolute Wahrheit gibt. Sie erzählt nicht nur die Geschichte einer jungen Frau, die sich ihrer Vergangenheit beraubt fühlt, sondern auch die eines Mannes, der nie wieder zu dem zurückkehren kann, was er einmal war – und die Geschichte einer Mutter, die über lange Jahre nichts über den Verbleib ihrer geliebten Tochter wusste. Daneben greift Picoult Lebensthemen auf, die beim Leser Zwiespälte hervorrufen. So z.B. jenes nach der Beeinflussbarkeit und dem Gleichgewicht der Liebe. Oder die Frage, ob moralische Gründe Gesetzesübertretungen rechtfertigen können. Mit anderen Worten: wie kann falsch sein, was sich richtig anfühlt?
Neben Delias Suche nach ihrem wahren Ich spielt Andrews Aufenthalt in der Haftanstalt für Picoults eine wichtige Rolle. Picoult schildert den Gefängnisalltag so eindringlich und schonungslos detailliert, dass es noch intensiver wirkt als die eigentliche Geschichte um Delias Herkunft. Das trägt ausser dem Volumen des Buches nichts zur Handlung bei. Auch mit dem mit Mystik überladenen Mittelteil weiss man nichts anzufangen. Er hemmt leider den bis dahin guten Fluss der Geschichte.
Was den Roman vor allem lesenswert macht, ist die grosse Wortgewalt, mit der Picoult ihn illustriert. Ihre Worte werden zu lebendigen Bildern, die zeitweise wie eine Symphonie klingen. Ihr Stil ist so tiefschürfend, facettenreich, einfühlsam und eindringlich, dass er unweigerlich Gefühle weckt. Erwähnt sei vor allem die ungemein sensible Darstellung der Beziehung Delias zu ihrem Vater. Aber auch unscheinbare, alltägliche Szenen beschreibt die Autorin mit durchdringender Stärke. Das schafft eine Nähe zum Geschehen, der man sich kaum zu entziehen vermag.
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am 3. April 2017
Das Buch fängt relativ harmlos aber das steigert sich dann doch mit jeder Seite mehr und ehe man sich versieht, findet man sich in solch einem Geschehen wieder, das man kaum das Buch aus der Hand legen möchte.
Eine kleine Erinnerung, die Delia nicht mehr loslässt (Ein Zitronenbaum und ein Mann der sie Grilla nennt und durch die Luft wirbelt) verändert von heute auf morgen ihr Leben.

Auf einmal sieht sich der Leser selbst mit der Frage konfrontiert, wie weit er für sein eigenes Kind bzw. dessen Wohl gehen würde? Zu sagen "Ich würde alles für jemanden tun" ist sehr leicht ausgesprochen aber doch schwieriger umzusetzen als man denkt.
Es ist wirklich sehr tiefgründig, man bekommt Einblick in insgesamt fünf verschiedene Personen, was offen gesagt auch ein bisschen viel ist. Hier hätte man dann doch vielleicht ein zwei streichen und die anderen ein wenig genauer bzw. ausführlicher machen können.

Nichtsdestotrotz hat es sich zwischenzeitlich unglaublich gezogen. Vor allem weil einige Themen immer wieder aufgerollt worden sind. Delia war mir offen gestanden mehr als nur einmal unsympathisch und in Anbetracht dessen, dass sie zu den Hauptcharakteren gehört, war das schon ein wenig anstrengend.
Dennoch ein schönes Buch.
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am 20. November 2007
Delia Hopkins hatte eine glückliche Kindheit, obwohl sie ohne Mutter aufgewachsen ist - ihr Vater hat sie nach deren Tod mit Liebe überhäuft und den Verlust mehr als wettgemacht. Heute hat Delia selbst eine vierjährige Tochter und steht kurz vor der Hochzeit mit ihrem Jugendfreund Eric, einem Rechtsanwalt. Auch beruflich ist sie sehr erfolgreich: mit ihrer Hündin Greta ist sie Expertin darin, verschwundene Personen aufzuspüren, insbesondere Kinder.

Ein Besuch der Polizei legt ihre heile Welt in Scherben. Ihr Vater hat sie angeblich nach der Scheidung von ihrer Mutter als vierjähriges Kind entführt und mit ihr unter neuen Namen ans andere Ende der USA gebracht. Andrew Hopkins wird verhaftet und nach Arizona überführt, wo sich die Tat damals ereignet haben soll.

Delia kann es kaum glauben, dass ihr Vater sie so lange belogen haben soll und vor allem, dass ihre Mutter, nach der sie sich immer so gesehnt hat, am Leben ist. Mit ihrer ganzen Familie reist sie ihrem Vater nach. Eric fungiert auf Andrews Bitte hin als sein Verteidiger, und als Journalist ist auch Fitz, der dritte im Freundschaftsbunde neben Eric und Delia, mit von der Partie.

Andrew muss sich im harten Gefängnisalltag zurechtfinden, Eric hat Angst, mangels Erfahrung den Prozess in den Sand zu setzen, Fitz ein schlechtes Gewissen, weil er für seine Zeitung über das Verfahren berichten soll, und Delia selbst weiß nicht, wem sie noch vertrauen kann und wie sie ihrer Mutter gegenübertreten soll.

Spannend ist das Buch, keine Frage. Auch die bei Picoult bewährte Erzählweise aus den Blickwinkeln verschiedener Hauptpersonen lässt ein farbiges, vielschichtiges Gesamtbild entstehen, und die Hauptfrage des Buches, ob es moralisch vertretbar ist, das Gesetz zum Wohle eines anderen Menschen, eines Kindes, zu übertreten, hat mich während des Lesens genauso beschäftigt wie Delia und ihr Umfeld.

Allerdings fand ich das Buch gerade zum Ende hin etwas überfrachtet. Die übersinnliche Geschichte um die Hopi-Indianerin Ruthann, die Delia in Arizona kennenlernt, die Schilderungen des brutalen Gefängnisalltages und Andrews Anpassungsversuche, die Alkoholikerproblematik und ein weiteres Tabuthema, das ich hier nicht erwähnen möchte, um nicht zu spoilern, war mir ein bisschen zuviel für ein Buch. Möglicherweise hätte in diesem Fall etwas "weniger" gutgetan.
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am 8. Juli 2010
Ich habe dieses Buch nun schon vor einiger Zeit gelesen, doch genau wie viele andere Bücher von Jodi Picoult, geht es einem nach dem Lesen nicht direkt aus dem Kopf. Es handelt über einen Vater der mehr als 20Jahre später für eine Tat bestraft wird die nicht nur sein Leben sondern auch das seiner Tochter grundlegend verändert hat. Doch war diese Veränderung wirklich zum Nachteil des Kindes?

Ich will nicht zu viel vorweg nehmen. Nur soviel, dank der verschiedenen Perspektiven der Erzähler - einmal der Vater, dann wieder die Tochter und zwischendurch der alkoholsüchtige Schwiegersohn - bekommt man einen Einblick in fast jeden Charakter. Dies hat zur Folge, dass man auch nicht mehr objektiv zwischen richtig und falsch entscheiden kann. War die Tat des Vaters gerechtfertigt? War das Verhalten der Tochter im Gerichtssaal zu hart? All diese Fragen kann man im ersten Moment einfach und doch mit voller Überzeugung beantworten, doch nur ein Kapitel später verliert man diese Überzeugung ganz schnell.

Als Leser wird man in ein regelrechtes Gefühlschaos gestoßen. Es werden viele verschiedene Handlungsstränge so gekonnt mit einander verknüpft, dass man sich wie ein Protagonist in diesem Buch vorkommt. Doch leider wechselt man immer wieder die Blickrichtung und auch die Zeit - genau dieses emotionale Durcheinander finde ich so toll an den Jodi Picoult Büchern. Denn das Leben ist nicht immer nur eindeutig schwarz oder weiß. Nein es besitz viele verschiedene Nuancen von Grau, welche sich im Laufe der Zeit auch verändern können.

Ich finde in diesem Buch zeigt Jodi Picoult wieder einmal den Konflikt zwischen Moral, Rechts- und Gerechtigkeitsgefühl mit der teilweise vorschnellen Verurteilung verschiedener Taten durch die Gesellschaft.
Dieses Werk ist mal wieder ein gefühlsbetonter und gesellschaftskritischer Roman zugleich, den es sich definitiv lohnt zu lesen.
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Nach J.P. Roman "Beim Leben meiner Schwester" erwartete ich wieder eine fesselnde Lektüre, doch leider wusste ich bereits nach 30 Seiten welche Geschichte sich hinter dem Titel verbirgt.
Die Idee hinter der Story ist von Grund her eine sehr, sehr gute nur leider so ungeschickt und langatmig verpackt. Langatmig aus dem Grund, weil sich hinter der Ursprungshandlung noch eine völlig unwichtige ethnisch angehauchte Erzählung einschleicht. Die dort aufgeführten Personen sind meiner Meinung nach total überflüssig und dienen wohl nur dem Füllen der einzelnen Seiten.
Eine drei gibt es lediglich dafür, dass die Geschichte immer wieder aus anderen Perspektiven erzählt wird. Dadurch kehrt etwas Spannung zurück.
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am 3. November 2010
Kurzbeschreibung:
Delia Hopkins verbrachte eine glückliche Kindheit, daran bestand bisher nie ein Zweifel. Doch als eines Tages die Polizei ein schreckliches Geheimnis über ihre Familie offenbart, holt eine Vergangenheit Delia ein, von der sie nicht einmal wusste, dass es sie gab...

Eine nervenaufreibende Suche nach dem eigenen Ich...

Delia wird der Boden unter den Füßen genommen, als ihr ein lang gehütetes Familiengeheimnis offenbart wird. Sie wird mit einer Vergangenheit konfrontiert, die sie sich so wohl nie ausgemalt hätte.
Sie muss sich den Geistern dieser Vergangenheit stellen und Frieden schließen, sonst wird sie nie zur Ruhe kommen.
Doch ist es zu schaffen, sich einer so schweren Veränderung zu stellen, ohne Schaden zu nehmen?
Delia muss allen Mut aufbringen, um Vorurteile und Kritik gegenüber ihrem Vater aus dem Weg zu räumen.

Ein weiterer Roman von Jodi Picoult, der mich tief bewegt hat.
Das Grundgestein der Handlung dürfte nicht neu erfunden sein, doch die Umsetzung ist sehr wahrscheinlich neu.
Die Wahrheit, unscheinbar, aber dennoch in der Lage, ein ganzes Leben umzukrempeln - das muss Delia erfahren.
Der Leser begleitet sie in einer schweren Zeit. Er wird dabei mit Delias und auch mit seiner eigenen Seele konfrontiert - mit grundlegenden Fragen. Fragen, die für einen Menschen viel bedeuten können, über die wir uns im Alltag aber keine Gedanken zu machen wagen.
Nun sind wir diesen Gedanken ausgeliefert und wer Jodi Picoult kennt, der wird wissen, dass sie kein Blatt vor den Mund nimmt.

Eine Gerichtsverhandlung nimmt in der Geschichte einen großen Raum ein. Sie ist enorm wichtig und von der Autorin mit treffsicherer Feder beschrieben.
Man fühlt sich, als wäre man mitten im Geschehen und würde selbst über Grundfragen des Lebens philosophieren und versuchen, die Geschworenen von seiner Meinung zu überzeugen.

Es ist vielleicht ein wenig überladen mit wichtigen Themen. Ob es Sucht, Gewalt oder Indianermagie" ist, Picoult hat von allem ein bisschen in ihrem Roman.

Eine spannende, bewegende Geschichte, gerne weiterempfohlen an alle Picoult-Fans, oder die, die es noch werden wollen.
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Ich habe das Buch soeben beendet. Wow. Es fängt harmlos an und bis man bei der letzten Seite angelangt ist, muss man so manche Überraschung verdauen. Das Buch wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt und man folgt den Personen durch ihre Seite der Geschichte.

Delia, Mutter einer 4jährigen Tochter und Verlobt mit einem Anwalt, hat immer wieder dieselbe Erinnerung: ein Zitronenbaum und ein Mann der Grilla zu ihr sagt und sie dann durch die Luft wirbelt. Sie erzählt einem Freund davon und von heute auf morgen ist ihr Leben nicht mehr dasselbe. Sie muss erfahren, das ihr Vater sie entführt hat und ihre Mutter gar nicht tot ist, wie er sie 28 Jahre hat glauben lassen. Wem kann sie noch trauen? Was ist Erinnerung und was nicht?

Ein spannendes Buch, bis zur letzten Seite. Allerdings ist hier Spannung anders gemeint: es ist kein blutiger Thriller oder skandaleifernd. Ein Familiendrama in ruhigen Tönen mit interessanten Charakteren, das interessant und fesselnd bis zum Schluß ist. Kann ich jedem empfehlen.

Übrigens kann ich nur hoffen, das ich nie ein Gefängnis von innen sehen werde.
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am 2. Dezember 2012
Die Wahrheit meines Vaters ist mein Lieblingsbuch von Jodi Picoult.
Neben der eigentlichen Geschichte enthält es einige wunderschöne Passagen (besonders über das Muttersein, aber auch andere philosphische Themen) Mein Lieblingszitat: Solange ich schwanger war, dachte ich immerzu, dass ihc meinen Körper wieder für mich haben wollte; doch sobald ich mein Kind zur Welt gebracht hatte, erkannte ich, dass der wichtigste Teil von mir sich jetzt außerhalb meines Körpers befand.

Würde ich das Buch mit einem Thema ganz allgemein beschreiben müssen, das Thema würde lauten: Es geht darum, wie man einen Menschen lieben kann.

Ich finde das Buch spannend und fesselnd. Zugegeben, die Wahrscheinlichkeit, dass die Geschichte so passieren würde ist relativ gering, aber man braucht auch immer ein bisschen Phantasie.

Für mich zählt das Buch zu meiner Reihe der "magischen Büchern". Nicht, weil es um Magie geht, sondern weil es für mich in irgendeiner Weise Magie ausstrahlt. Und Liebe. Irgendwie.
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Delia Hopkins, ihr Verlobter Eric sowie deren bester Freund Fitz verbindet seit ihrer Kinderheit eine tiefe Freundschaft. So ist es für die beiden Männer selbstverständlich, dass sie auch jetzt für sie da sind, als Delia eine erschreckende Wahrheit erfährt: ihr Vater hat sie als kleines Kind entführt und sie seither darüber belogen, bis er nun deswegen verhaftet wird.
Delia und Eric sind inzwischen selbst Eltern und können deswegen wenig Verständnis für das Verhalten des Vaters aufbringen, trotzdem wollen sie natürlich ihre Liebe für ihn nicht auf einmal leugnen. Es beginnt für die Freunde eine Reise in die Vergangenheit, die gemischte Gefühle aufwirft und ihr Leben für immer ändern soll....
Jodie Picoult hat immer sehr gute Grundideen für ihre Romane, so auch hier. Ein Mädchen wird als Kind von ihrem Vater einfach mitgenommen und erfährt erst ein Vierteljahrhundert später davon - dies bringt eine Menge Probleme und eigentlich eine gute Geschichte mit sich, die aus der Sicht aller handelnden Personen abwechselnd erzählt wird. Allerdings ergeben sich so zuviele Handlungsstränge auf einmal und es wird im Lauf des Romans immer kitschiger, zuviele Gefühle gehen auf die Dauer ein bisschen auf die Nerven, mehr Probleme hätte die Autorin hier wohl nicht mehr in einen Roman einbauen können. Schade, weniger wäre hier mehr gewesen, an Seiten und an Emotionen!
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ZUM INHALT:
Delia Hopkins steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Eric, liebt ihre kleine Tochter Sophie und kann trotz des frühes Todes ihrer Mutter auf eine tolle und unbeschwerte Kindheit zurückblicken. Seit sie jedoch die vergilbten Hochzeitsbilder ihrer Eltern gesehen hat, spuken Erinnerungen durch ihren Kopf, mit denen sie nichts anzufangen weiß (z.B. von einem Zitronenbäumchen). Bevor sie mit ihrem Vater Andrew, dem Leiter eines Altenheimes, darüber sprechen kann, steht die Polizei vor der Tür und offenbart ein schreckliches Geheimnis über ihn. Delias Welt zerfällt vor ihren Augen, denn offenbar ist sie nicht die, für die sie sich gehalten hat...

Und da stellt sich Delia und den Lesern die Frage nach dem "Warum" - weshalb hatte ihr Vater sie der Mutter weggenommen und warum war das laut Andrew die beste Entscheidung für Delia (die eigentlich Bethany heißt)?!?

MEINE MEINUNG: "Die Wahrheit meines Vaters" war ganz sicher nicht das letzte Buch von Frau Picoult. Jodi Picoult hat wirklich einen besonderen Schreibstil.

Dieser ist geradlinig, klar, ohne ein überflüssiges Wort & spannend bis zum Schluß. Das Thema in diesem Roman ist vorwiegend Alkoholismus.

Die Protagonisten und die Handlung wurden glaubhaft und gefühlvoll (aber nicht kitschig) beschrieben und ich liebe diesen Schreibstil. Die Geschichte wird abwechselnd von Delia, Eric, Fitz (dem Jugendfreund von Delia und Eric), Andrew und Elise (Delias Mutter) geschildert.

Für dieses wunderbare Werk vergebe ich hiermit 5 STERNE!
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