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am 7. Juli 2016
Ich verstehe die guten Rezensionen und die Anpreisung des Feuilletons überhaupt nicht. Ja, es wird erstmal Spannung aufgebaut durch die Frage: wer ist hier gegen wen, und warum? Was dann passiert, soll ein ungewöhnlicher Plot sein, wirkt aber beliebig. Die Figuren sind abwechselnd schemenhaft oder überzeichnet. Die Auflösung wird ziemlich unvermittelt in allen Details heruntergerattert. Spätestens dann merkt der Leser, dass nur die Frage nach der Auflösung ihn hat durchhalten lassen. Ja, durchhalten. Denn Steinfest strapaziert bis dahin immer wieder mit seinen eingefügten Betrachtungen der Welt und des Lebens im Allgemeinen die Geduld und das Interesse des Lesers. Die sollen philosophisch, lustig und makaber sein, das ist schon klar. Nur leider findet sich der Autor selbst viel lustiger und schlauer als er schreibt.
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am 31. Mai 2017
Ich lese die Steinfests gerne, aber dieser hat mich nicht so gepackt - kein Grund damit aufzuhören, lese schon den nächsten. Wieder einer mit Grün ;-)
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am 29. Juni 2009
Der Österreicher Szirba ist Architekt in Stuttgart, aber eigentlich malt er nur Linien. Seine Frau ist eine erfolgreiche Fernsehmoderatorin, die die eigene Ehe verleugnet, auch in der Zweisamkeit. Zum Ausgleich für all das Ungemach pflegt Szirba einen Tick: Er ist quasi ein Negativ-Dieb, denn er wandert durch Läden und fügt Dinge hinzu. Meistens auf ironische Weise, wenn er etwa einen Maßanzug zwischen Konfektionsware hängt.

Aber er scheint nicht der einzige mit diesem Tick zu sein. Mehrfach beobachtet er einen älteren Herren, der einer ähnlichen Tätigkeit nachzugehen scheint und Bücher "hinzufügt". In einer Bahnhofsbuchhandlung bemerkt Szirba, wie ein Halbwüchsiger auf diesen Herren zu schießen versucht, und wirft sich beherzt in die Flugbahn der Kugel. Das Geschoss verletzt seine Hand, Szirba rettet den vermeintlich Seelenverwandten, und dass durch die Ablenkung des Projektils ein anderer stirbt, ist eigentlich nur eine Randnotiz wert. Der verletzte Hinzufüger wacht im Krankenhaus auf, und hier beginnt das eigentliche Abenteuer. Denn man ist nun hinter Szirbas Leben her. Die nachfolgende Odysee führt in die Psychiatrie, Hurenwohnungen, unentdeckte Kellergeschosse der Haftanstalt Stammheim und noble Stuttgarter Vorortvillen.

Und dann ist da noch Jooß, der siebenundfünfzig Jahre alte, eher gemütliche Killer, der in Südafrika lebt, niemals zweimal in derselben Stadt tätig wird und als Tarnung Bibeln verkauft. Im zweiten Teil wechselt das Buch in seine Perspektive, denn der aktuelle Auftrag des Berufstöters ist eng mit Szirbas Heldentum verbunden.

Eigentlich ist nicht so schrecklich wichtig, warum all das passiert, was in diesem Buch passiert. Ja, es hat eine Auflösung, führt alle verschlungenen Pfade zu einem Ziel, aber wie immer bei Steinfest steht weniger das Geschehen im Vordergrund, als vielmehr die Art, wie Steinfest erzählt. Ironisch, sprachverliebt, genau beobachtend, gerne wertend, irgendwie nostalgisch-rasant - und insgesamt äußerst eigenartig. Steinfest muss man mit Wolf Haas vergleichen, wenn ihm auch Haas' Schnoddrigkeit fehlt, die er durch Klugheit ersetzt. Und die Fähigkeit, den Provinzmief anschaulich darzustellen, ihn dabei gleichzeitig abstoßend und behaglich erscheinen zu lassen.

Nicht der größte Wurf des Kriminalromanautors, der meiner Meinung nach ein großer Romancier ist, der eher nebenbei auch von Kriminalfällen erzählt. Aber ein guter, unterhaltsamer, durchaus spannender Roman, der einen gewissen Siebziger-Jahre-Flair verströmt. Und übrigens taucht Steinfests berühmteste Figur, der einarmige Ermittler Cheng, in einer kleinen Szene auf.
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am 11. Februar 2010
Steinfest verbindet skurile Charaktere in einem Plot der reich an verrückten Wendungen und unverhofften Wandlungen ist. Wie bei vielen seiner anderen Roman kann man Steinfest dann am besten genießen, wenn man Abstand vom bekannten Alltäglichen nehmen kann und bereit ist Steinfests zuweilen schonungsloser Sicht auf eben jene Dinge und Gegebenheiten zu folgen. Dann kann man auch ein Auflachen beim Lesen kaum vermeiden. Steinfest erzieht auch dazu, ein vielleicht nicht vorhersehbar perfektes Ende zu akzeptieren. Sehr empfehlenswert.
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am 14. Februar 2009
Endlich ein deutscher Krimi, der eine Geschichte erzählt, ohne vor Moral zu tropfen. Die ersten Seiten erfordern etwas Durchhaltevermögen,
das Folgende wird eine kohärente, spannende Geschichte.
Erfreulich.
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am 27. Dezember 2012
Top Roman , wie man ihn von Steinfest erwartet.
Einer seiner Besten , neben Gewitter über Pluto und
den Cheng Büchern.
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am 22. Oktober 2016
"Der Mann, der den Flug einer Kugel kreuzte" ist ein lustig geschriebener Kriminalroman mit einigen Elementen eines Thrillers. Das Lesen des Buches strengt nicht an: es lässt sich gut abends im Bett oder generell zum Abschalten lesen. Die Storyline ist interessant und man durchschaut als Leser nicht von Anfang an, wer genau "die Bösen" sind.
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am 16. Juli 2016
Also ich bin steinfestsüchtig. Ausufernder Spannungsaufbau, unglaubliche Plots, sprachliche Glanzlichter auf an sich schon hoch glänzender Prosa.
Die Frau, die den Flug der Fantasie kreuzte.
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TOP 500 REZENSENTam 14. August 2013
Gerade aufgrund der vielen guten Bewertungen, wurde ich auf diesen Krimi aufmerksam. Ich kannte den Autor bisher nicht und so habe ich mir "Der Mann, der den Flug der Kugel kreuzte" bestellt. Die Story ist zwar etwas hanebüchen aber handwerklich recht gut geschrieben. Auch der Aufbau mit zwei verschiedenen Personen, jeweils aus der Ich-Perspektive, ist innovativ und gelungen. Warum also nur zwei Punkte von mir? Nun, dies liegt daran, das ich ständig das Gefühl hatte, hier passt grundsätzlich etwas nicht zusammen.
Ein Krimi schildert ja normalerweise Menschen in Ausnahmesituationen. Jemand wird verletzt oder gar getötet, es gibt Blut und Gewalt, durchschnittliche Menschen geraten in schwierige Situationen und müssen versuchen, damit zurecht zu kommen. In diesem Buch aber ist der Schreibstil so unpersönlich, so nüchtern, so distanziert und fast kühl-intellektuell gehalten, das sich keinerlei Identifikation mit den handelnden Charakteren einstellen mag. Ich hatte zunehmend das Gefühl, der Autor würde sich zu Höherem berufen fühlen und schreibt Krimis nur, um seine Miete bezahlen zu können. Zwei Textbeispiele aus dem Buch:

Der Protagonist wurde vollkommen überraschend angeschossen (!), liegt nun verletzt im Krankenhaus und erwacht in seinem Krankenbett. Ein sicherlich für die meisten Menschen sehr traumatisches Erlebnis. Was ist nun der erste Gedanke dieser Person, direkt nach dem Aufwachen:

""Mit dem Erwachen zog der Schmerz auch wieder in die übrigen Körperteile ein, was mir zumindest ein Gefühl der Vollständigkeit bescherte."

Ach ja. Genau so etwas denkt man sicherlich in dieser Situation.....

Oder so richtig abgehoben:

"Man zittert durchs Leben, auch wenn man um Haltung bemüht ist, man spricht von erledigten Arbeiten, aber in Wirklichkeit ist bloß das erledigt, was innerhalb unseres Zitterrahmens Platz findet. Außerhalb dieses Rahmens stehen die nicht einmal vergebenen Möglichkeiten, da stehen die Worte, die, längst geformt, Besoffenheit vorspielen, um nicht aus dem Mund herausfinden zu müssen, da waren jede Menge Wut und ein paar Kilo Knoblauchzehen. Gerade in Deutschland werden im Jahr Abermillionen von Knoblauchzehen nicht gegessen, die eigentlich gegessen gehören, da ja der entsprechende millionenfache Appetit durchaus besteht. Doch man fürchtet sich vor dem eigenen Atem. Der eigene Atem ist der Abgrund, dem wir auszuweichen versuchen.

Ach was. So ist das also.

Ich finde es auch äußerst unwahrscheinlich, das ein Profikiller keine eigene Waffe besitzt.

Zitat: "Ich habe nie im Leben auch nur einen Revolver besessen."

Gerade bei Aufträgen mit einem Präzisionsgewehr über weite Distanzen bestätigt jeder Sportschütze oder Jäger, das ohne das "Einschiessen" eines Gewehres die Genauigkeit nicht gewährleistet ist. Auch die Munition spielt eine wichtige Rolle. Kurz gesagt - das ein Profikiller eine fremde Waffe benutzt ohne sich vorher eingehend damit zu beschäftigen, ist einfach Unfug.

Auch kommen Schlampigkeitsfehler vor, wie zb. auf Seite 86, als der Protagonist seinen schmerzenden Arm in der Manteltasche vergräbt, nur um selbigen dann zwei Absätze weiter in der Manteltasche verschwinden zu lassen. Oder die Welt "unter Stammheim" - dieses Bild würde für mich besser zu Douglas Adams passen als zu einem "seriösen" Krimi.

So las ich dieses Buch eher wie die Gebrauchsanweisung für ein kompliziert zu bedienendes Gerät. Der Mann kann schreiben, aber Emotion oder gar Spannung haben sich bei mir nicht eingestellt. Schade.
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am 19. Februar 2018
Der 1961 in Australien geborene, aber in Wien aufgewachsene österreichische Autor veröffentlichte 1995 seine ersten Romane – meist Krimis, Sci-Fi-Erzählungen oder Surreales. Bis Ende der 90er Jahre lebte er in Wien als freischaffender Autor, heute in Stuttgart als Maler und Schriftsteller. Für seine Romane erhielt er mehrmals den dt. Krimipreis (2./3. Platz) und landete 2014 mit „Der Allesforscher“ auf der Longlist des Dt. Buchpreises. Nach dem ersten Roman von ihm „Das Leben und Sterben der Flugzeuge“ (2016) – der Autor landete mit diesem Meisterwerk gleich auf meiner Liste der Lieblingsautoren! – beschloss ich nun, weitere Werke in chronologischer Reihenfolge zu lesen. Die ist nach „Tortengräber“ der zweite Krimi auf meiner Liste.

Inhalt (Klappentext): Eigentlich wollte Szirba, ein Auslandswiener in Stuttgart, nur seiner unschuldigen Obsession nachgehen, doch er hat die Rechnung am falschen Ort gemacht. Denn Stuttgart ist weitaus gefährlicher als vermutet: Szirba wird angeschossen und als leicht verletzter Zeuge eines Verbrechens ins Spital eingeliefert. Und muss bald feststellen, dass man ihn lieber tot sehen möchte. Seine Flucht entwickelt sich zum tragisch-komischen Parforceritt durch eine unwirkliche Stadt. Der andere Mann heißt Jooß. Er ist der Killer …

Meine Meinung: Auch in dem für mich zweiten Krimi überzeugt der Autor durch einen unterhaltsamen Plot. Das Buch ist in zwei Teile geteilt, der jeweils aus der Ich-Perspektive der beiden Hauptprotagonisten Szirba und Jooß erzählt. Ein paar Anmerkungen des Autors runden das Ganze ab.
„Ich halte alles Schriftliche für überflüssig. Die Dinge werden nicht wirklicher, indem man sie beschreibt, im Gegenteil, sie verlieren an Würde, werden platt, durch Sprache eingeebnet. Literatur ist eine Krankheit. Schwerkranke schreiben für die Leichtverletzten, die Bücher für eine Medizin halten. Schlucken sie sie lang genug, werden sie ebenfalls schwer krank. Manche beginnen dann leider Gottes selbst zu schreiben, zumeist Autobiografisches. Dramatisierung von Banalitäten, woraus sich schwere Infektionen ergeben. Ein Teufelskreis.“

Was mir bei Steinfest besonders gefällt ist, dass er seine Figuren meist mit einer ganz ausgefallenen Besonderheit ausstattet. Hier leidet z.B. Szirba unter seiner „Obsession des Hinzufügens“. Und auch Jooß ist keiner von den Killern, die man sich als Leser so vorstellen mag. Dennoch konnte mich die Auflösung hier leider nicht gänzlich überzeugen.

Fazit: Ein weiterer, sehr unterhaltsamer Krimi, dessen Auflösung mich aber nicht gänzlich überzeugen kann. Dennoch herrlich skurril, humorvoll und sprachlich überzeugend. Ich vergebe 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
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