Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos Inspiration Shop Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen
18
3,5 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 16. Mai 2015
Ich hab mir diesen Roman gekauft, da ich in einer Zeitschrift darauf aufmerksam wurde. Dort wurde er relativ gut bewertet und es war von "schwarzen Humor" die Rede. Auch der der Titel sagt schon aus "Ein rabenschwarzer Roman". Also dachte ich, dass dieses Buch genau das Richtige für mich ist.

Die Geschichte beginnt mit Vavra, der eine seltsame Eigenart hat: Er ruft Frauen an und schweigt sie an.
Als er eines Morgens bei seinem täglichen Croissant-Kauf in der Bäckerei Lukas einen 20-Schilling-Schein bekommt, auf welchen eine Telefonnummer gekritzelt ist, ruft er sofort dort an.
Die Nummer gehört der reichen Unternehmerfamilie Hafner, deren Tochter zu diesem Zeitpunkt entführt wurde. Aufgrund dieses unglücklichen Zufalls gerät Vavra in Verdacht, die Tochter Sarah entführt zu haben und wird eines Nachts von der Polizei aus seiner Wohnung abgeholt.
Während des Romanverlaufs werden noch einige andere Personen ermordet aufgefunden.
Abschließend findet die Story ein bizarres Ende, denn es ereignet sich eine Explosion mitten in Wien, die einige Opfer fordert. U.a. auch Vavra.

Der Text ist überwiegend hyotaktisch, d.h. äußerst verschachtelt geschrieben. So geht ein Nebensatz in einen nächsten Nebensatz über, was die ganze Story langatmig erscheinen lässt. Einige Passagen musste ich öfters lesen, um sie überhaupt verstehen zu können.
Der Roman war schon etwas anstrengend, wenn ich ehrlich bin.

Nichtsdestotrotz musste ich gelegentlich auch schmunzeln aufgrund des schwarzen Humors.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. November 2000
Nach dem "Ein-Mann-Komplott", dem "Nachmittag des Pornographen" und "Cheng" nun der vierte Wien-Krimi von Heinrich Steinfest, zu dessen (immer noch kleiner?) Stammleserschaft zu gehören mir immer mehr Spaß und Freude bereitet. Wie seine drei vorherigen Romane ist auch der "Tortengräber" wieder ein besonders gelungenes Beispiel dafür, wie man die mittlerweile nicht mehr gar so exotische Mischung aus beißender, polemischer Gesellschaftskritik, Satire, surrealer Imagination und Sex and Crime (bei Steinfest eher Crime, vom "Pornographen" mal abgesehen) zu einem unterhaltsamen, schrägen Krimi-Plot gerinnen läßt.
Steinfest bleibt im "Tortengräber" seiner Tradition treu: Die Figuren schäbig, schrill, skurril, korrupt, oder wie Vavra, einer der bedauernswerten Protagonisten, plötzlich herausgerissen aus einem stillen Ozean alltäglicher Langeweile und jäh hineingespült in einen Strudel fataler Verstrickungen, die er nicht zu durchschauen vermag. Wie immer ordentliche Hiebe auf das, was sich als bessere Gesellschaft versteht, wenn auch nicht mehr so polternd und direkt wie noch in den Romanen zuvor, was der Sache aber keinen Abbruch tut, ätzend bleibt der Autor allemal.
Diesmal sind es Psychiater, Gerichtsgutachter, honorige Professoren, arrivierte bildende Künstler, die von Steinfest gnadenlos ins Visier genommen werden und eine deutsche Industriellenfamilie, deren Machenschaften in den durch und durch korrupten, morbiden, dekadenten und nepotistischen Niederungen der österreichischen - und vor allem Wiener - Gesellschaft einen gedeihlichen Nährboden finden. Ausbaldovert werden diese Machenschaften im kleinen, der Bäckerei Lukas angeschlossenem Kaffehaus, einem konspirativen Augiasstall, in dem sich die wahrlich verkommensten und niederträchtigsten Elemente der Wiener Society tummeln.
Diesen Stall auszumisten schicken sich Resele und Cerny an, erstere exzentrische Lebedame, letzterer ein neurotischer Kriminalbeamter, beide durch die Untiefen und Wirrnisse der Ermittlungen untrennbar und schicksalshaft bis zum Finale furioso aneinandergekettet. Ein kriminalistisches Wiener Traumpaar, das mit Schirm, Charme und Melange beharrlich danach trachtet, den fiesen Mehlspeisenfreunden der Lukas-Runde auf die Schliche zu kommen. Die beiden sind einen Fortsetzungsroman, wenn nicht gar eine ganze Serie wert, wäre da nur nicht dieser Brief und Frau Hafners verhängnisvolle Neugier gewesen ...
Der langen Rede kurzer Sinn: Diese Torte ist es wert, vernascht zu werden, absolut lesenswert für die Freunde von Mord, Fiebermessern, der Stadt Wien und ihrer köstlichen Süßspeisen. Und überhaupt, Herr Steinfest, poltern Sie doch mal wieder so richtig drauf los und schreiben Sie vielleicht mal ein Drehbuch für den Wiener Tatort, auf das er einmal ausnahmsweise nicht als Schlaftablettensubstitut wirken möge.
0Kommentar| 28 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Klaus Vavra ist ein total biederer Wiener - abgesehen davon, dass er gerne Frauen anruft und sie "anschweigt". Er hält das für gar nicht so schlimm und auch für ungefährlich. Doch eines Tages erhält er bei seinem täglichen Croissant-Kauf in seiner Lieblingsbäckerei als Wechselgeld einen Schein, auf dem eine Telefonnummer notiert ist. Warum nicht diese Nummer anrufen? Gesagt, getan. Wenig später stürmt eine Spezialeinheit der Wiener Polizei seine Wohnung; das Verhängnis nimmt seinen Lauf...
Wer Heinrich Steinfest kennt, weiß von vornherein, was ihn erwartet: ein unheimlich schwarzer und schräger Kriminalroman. Alle und jede Institution "kriegen ihr Fett ab"; ganz Wien wird, wie es so schön heißt, kräftigst "durch den Kakao gezogen". Man amüsiert sich beim Lesen köstlich über die diversen Skurrilitäten und entdeckt, dass da einiges an Tiefgang vorhanden ist.
Summa summarum: höchstes Lesevergnügen, nicht nur für Krimifreunde!
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Angefangen habe ich mit Steinfests "Cheng". Seine skurrile, in Teilen oft sinnlose Handlung fand ich im "Tortengräber" sogar griffiger. Doch die Handlung ist wohl auch nicht das Ziel von Steinfest, sondern lediglich eine Art Gerüst für seine ständigen, wunderbar zynisch-ironischen Seitenhiebe auf die scheinheilige Gesellschaft. Er hat ein sehr gesellschaftskritisches Weltbild, das man gut finden muss. Vielen ist das zu bitter, zu zynisch, und viele sehen oder empfinden die Zerstörungskraft der Politik und des Klüngels vielleicht nicht so - dann würde ich von Steinfest generell abraten.
Im "Tortengräber" verliert er zum Schluss leider etwas diesen zynischen Witz, und die 40 Seiten Epilog sind auch völlig überflüssig. Dafür ist der Start umso besser: der spießbürgerliche Klaus Vavra, Spezialist für Croissants, findet auf einem Geldschein eine Telefonnummer und ruft aus Interesse mal an. Am anderen Ende hebt eine erschrockene Millionärin ab: sie hält ihn für den Entführer ihres gerade vermissten Kindes. Klaus legt auf, aber eine Stunde später stürmt ein SEK seine Wohnung und er verfängt sich unschuldig - aber gnadenlos - in den Fängen der Wiener Justiz. Sein Ruf, sein Leben werden in kürzester Zeit zerstört. Immerhin hat er als dann Arbeitsloser Zeit für eigene, erstaunliche Ermittlungen, während der den Medien und der Öffentlichkeit immer neue Konstruktionen vorgelegt werden.
Eine Szenerie, wie geschaffen für einen Kritiker wie Steinfest. Zuweilen wird es sehr abstrus, doch andererseits gibt es diese Fälle wie gerade aktuell die erste Festnahme im schwedischen Mordfall der Politikern Anna Lindh. Als dieser Mann unschuldig wieder entlassen wurde, hatten ihn die Medien bereits zerrissen. Die komischsten Geschichten schreibt oft die Realität, weshalb Steinfest vielleicht gar nicht so weit daneben liegt. Auch die "Loge", in der sich alle treffen, und vieles mehr hat durchaus Realitätsbezug. Eingepackt ist das Ganze in Steinfests bildhafte Sprache, die viele Details effektiv veranschaulicht wie z.B. der sonderbare Kommissar, der beim Essen 'kranichartig schluckt', der nette Abgeordnete, der 'Hilfe anbietet, so wie man einen Schlag in den Magen anbietet' oder die lethargische, 'im Nagellack erstarrte' Politikergattin. Wer auf solche Sprüche Lust hat, kann es probieren - und danach auch mal bei den politischen Skandal-Aufdeckungsplanern von "Cheng" vorbeischauen :-)
0Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Juli 2008
Im Prinzip bin ich ein großer Fan von Steinfest: Seine stilsichere, bildreiche Erzählweise gefällt mir genauso wie seine schrulligen Charaktere und die zynische Skizzierung der Wiener Haute Volée.

In Tortengräber bringt Steinfest einige seiner Begabungen zu absoluter Meisterschaft: Der absurde Beginn, wo ein voyeuristischer Loser plötzlich in einem Kriminalfall steckt, fesselt und amüsiert zugleich. Die danach folgende Mördersuche wirft immer wieder böse Blicke auf die führenden politischen und finanziellen Schichten Wiens. In der Bäckerei Lukas wird nicht weniger als die Zukunft der ganzen Stadt verhandelt.

Soweit, so herrlich zu lesen. Leider wird das Buch zum Ende hin unglaubwürdig und wirkt - für Steinfests Verhältnisse - fast hingeschludert. Einem absurden Zufall (eine vom tragischen Helden willkürlich gewählte Straßenadresse wird tatsächlich zur heißen Spur!!!) verdankt sich zum Großteil der Fortgang des Falles, dann kommt es zum großen Showdown im Mietshaus, der wie eine Karikatur auf Pulp Fiction wirkt und auch wohlwollende Lesern nicht überzeugen kann. In den 40 Seiten Epilog, die danach folgen, arbeitet Steinfest mühsam die noch losen Fäden der Geschichte ab.

Schade, sehr schade! So gerne ich für die ersten 2/3 des Buches 5 Sterne geben würde - der letzte Teil ist unter aller Kanone. Warum ist mir leider unerklärlich.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Dezember 2012
zuviel wiener schmäh, zuviele tote, keine eigentliche krimi-handlung, alles etwas überzogen, musste an kreißler denken (wie schön wäre wien ohne wiener). nach "wo die löwen weinen" und "ein sturer hund",von denen ich begeistert war, für mich eine enttäuschung.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. August 2013
Steinfest breitet in "Tortengräber" eine skurrile Geschichte aus Wien aus. Eigentlich schildert er die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und tischt so den Lesern verschiedene Varianten von den Vorkommnissen auf. Das ist etwas verwirrend für den Leser, da die überraschenden Wendungen ihn im Unklaren lassen, was wirklich passiert ist. Es geht somit um die Frage nach Schein und Sein. Was ist die wirkliche Wahrheit? Gibt es eine solche überhaupt?
Die Bewertung von Steinfests Romanen empfinde ich als schwierig. Steinfests Art zu schreiben und seine skurrilen Welten sind einfach grossartig. Meist fehlt der Geschichte jedoch etwas der rote Faden, Steinfest mäandriert herum, was die Lektüre etwas mühsam macht. Im Detail toll, aber im Grossen und Ganzen etwas uneinheitlich. Eigentlich müsste man das Buch sofort nochmals lesen, um alle Feinheiten von Steinfests Textkonstruktion verstehen zu können. Deshalb schwanke ich zwischen 3 und 4 Sternen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. November 2002
Ich fand den Tortengräber ganz unterhaltsam und interessant zum einmaligen Lesen, aber einmal genügt auch. Die Handlung ist zwischendurch ziemlich verwirrend, die Skurrilität der Personen wird meines Erachtens nicht genügend ausgereizt, hätte durchaus mehr hergeben können.
Mein Fazit: unterhaltsame und einigermaßen spannende (Urlaubs-) Lektüre, aber mehr als einmal werd ich's bestimmt nicht lesen (und bei wirklich guten Büchern kommt es schon mal vor, daß ich sie auch 3 oder 4 mal oder sogar noch öfter lese).
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. April 2002
Habe soeben das Buch zugeklappt und kann nur sagen, dass ich es nicht weiterempfehle. Nach einem durchaus gelungenen Start verflachen die Charaktere, vielleicht weil es zu viele Skurrilitäten zu verarbeiten gibt. Die Absurdität der Handlung, die durchaus mehr hergeben könnte, wird dadurch in den Hintergrund gedrängt. Das Verhältnis Cerny und Resele das anfangs sehr wohl vielversprechend war verliert sich in der Fülle der Nebenstränge. Diese Geschichte stellt bei weitem keine Abrechnung mit Wien und seiner Gesellschaft dar, dafür kratzt sie zu sehr nur an der Oberfläche.
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Mai 2011
Kann österreichischer Humor englisch sein? Heinrich Steinfest kommt dem ziemlich nahe und im Detail musste ich über seine skurrilen Ideen häufig grinsen. Der Plot selbst ist soweit auch ganz in Ordnung, aber der Epilog wäre für mich nicht nötig gewesen. Im Ganzen also kein schlechtes Buch, aber man muss es auch nicht unbedingt gelesen haben.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

10,99 €
11,00 €