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am 1. November 2014
Erstaunlich spät wurde ich auf diesen Autor aufmerksam, als er sich dieses Jahr mit "Der Allesforscher" auf der Buchpreis-Shortlist befand. Irgendwie haben mir die Rezensensionen und Beschreibungen dieses Buches nicht so ganz gefallen; aber der Autor begann mich zu interessieren. Und so stieß ich auf die alte Cheng-Reihe. (Und habe mir die Bücher hier bei A. bestellt, obwohl sie in dem Verlags-Konflikt mit Piper tatsächlich sehr verzögert ausgeliefert wurden.)
Und was ich dann las, fand ich großartig! Natürlich ist die Story abwegig, eigentlich nicht tragfähig. Sie gibt auch nur das Gerüst für ein Feuerwerk von Einfällen und Gedanken. Sprachlich eine neuartige Stilkombination; ein wenig wortgeröll-artiges Schimpfen (vor allem auf Österreichisches und besonders Wienerisches), wie man es von Thomas Bernhard kennt (etwa Holzfällen), aber dann doch eine deutlich selbstironischere und insgesamt humorvollere, ja witzige Haltung, die die Lektüre erfreulich macht und einen gut gelaunten Leser hinterlässt. Die Arbeit mit Metaphern wird geradezu karikaturhaft überzeichnet; alles ist, klingt, sieht aus wie etwas anderes, und dieses Andere ist meistens überraschend, zynisch, gebildet.
Am Schluss - der Protagonist landet tatsächlich in seiner Nicht-Heimat China - ist die Story vielleicht ein wenig überzogen. Vor allem weiß man nicht, wie sich das dann wieder zu dem Markus Cheng zurückfinden soll, der im zweiten Band der Reihe plötzlich in Stuttgart lebt, so wie auch der Hund noch (oder reinkarniert) existiert. Harry Hole ist zurück, könnte man denken.
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am 20. September 2017
Ich habe schon meherer Bücher von Heinrich Steinfest gelesen. Immer mit wechselnder Begeisterung. Oft tolle Story, aber dann verwirrender Schluss, wie z.B. bei "Gewitter über Pluto", absolut prima, war "nervöse Fische". Heinrich Steinfest hat eine beeindruckende Wortwahl und Sinn für Details. Meiner Meinung nach übertreibt er da manchmal etwas und lässt sich zu sehr von der Geschichte abbringen. Wie hier, ich konnte nach ca. 50 Seiten nicht mehr feststellen, was er mir erzählen will, ich hatte den Faden verloren. Kann an mir liegen, aber die Meinung zu einem Buch ist ja immer subjektiv.
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TOP 1000 REZENSENTam 15. Dezember 2014
Heinrich Steinfest, den ich über seinen Roman »Der Allesforscher« kennenlernte, blickt in »Cheng« durch eine sarkastisch-schwarz gefärbte Brille auf die Gesellschaft, auf die Wiener Schickeria insbesondere, und dort auf den Klüngel, der das gesellschaftliche Leben unserer Tage diktiert: Politfuzzis, Geldsäcke, Kunstbanausen, Professoren, Würdenträger, Pfaffen, Spitzensportler und deren gelangweilte Gattinnen.

Um diesen Abschaum zu schmähen, lässt er seinen Protagonisten, einen Chinesen, der das Land der Mitte nie gesehen hat, kein Wort Mandarin spricht und ansonsten gebürtiger Österreicher ist, wie eine Comic-Figur durch die österreichische Landschaft taumeln.

Der erfolglose Detektiv Cheng wird von einem Mann beauftragt, der leider kurz darauf erschossen wird und einen Zettel mit einer unverständlichen Botschaft im Einschussloch hinterlässt. Offenbar steckt eine Frau hinter dem Mord, denn bald meldet sich eine weibliche Stimme bei Cheng, schickt ihm eine geheimnisvolle Katze mit einer mysteriösen Botschaft und kidnappt den Ermittler kurz darauf zu allem Überfluss. Der ist jedoch ein im Grundsatz humoriger Typ, und so nimmt es ihn nicht sonderlich mit, dass er die Entführung nur knapp überlebt, dafür einen Arm opfern muss und künftig humpelt. Für seine künftigen Fälle, denn Cheng ist Steinfests Serienheld, bleibt ihm deshalb nur noch sein rechter Arm. Dumm gelaufen!

All das hat wenig mit einem klassischen Kriminalroman zu tun, obwohl es natürlich vordergründig um irgendwelche Verbrechen geht und auch die Wiener Mordkommission bald auftritt, um ihre Unfähigkeit zu beweisen. Nein, es geht dem Autor in erster Linie darum, den Leser in gesellschaftliche Räume zu locken, in denen er in wundervoll gebauten Schachtelsätzen subtile Botschaften übermitteln kann. Und dies ist das sprachlich Großartige an dem Werk des Autors, der seine Geschichte ruhig und unaufgeregt erzählt, dabei aber im Kokon des Nebensatzes herrliche süßsaure Schweinereien verwebt, die die Lektüre zum Genuss machen. Steinfest präsentiert sich damit als der Meister der Hypotaxe, und seine herrlichen Schachtelkonstruktionen sowie der geschickt darin versteckte Schmäh sind der eigentliche Clou des Buches.
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am 12. März 2018
Ich muss gestehen, ich habe das Buch nicht zu Ende gelesen. Es wurde mir von einem Freund empfohlen. Aber ich mag die Schreibweise nicht. Die Sätze sind ewig lang und verschachtelt und so kann man es nicht mal eben „weglesen“. Die Story ist aber ganz nett.... zumindest der Teil, den ich noch gelesen habe...
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NR 1. REZENSENTNR. 1 HALL OF FAMEam 1. Februar 2007
CHENG ist, in Sachen österreichische Krimiliteratur eine exotische Mixtur. Dass hier ein Wiener Chinese namens Markus Cheng den Privatdetektiv gibt, ist natürlich a int'ressant's G'schichterl wert. Und zwar ein rabenschwarzes ..!

Dass das Buch über lange Zeit eine so teure Rarität war, ist mir ein wenig rätselhaft, denn Markus Chengs (mittlerweile sogenannter) "erster Fall" ist so berauschend dann doch wieder nicht. Für Liebhaber österreichischer Krimis aber wohl Pflichtlektüre. Was nicht abwertend gemeint ist. Mittlerweile gibt es eine Neuauflage!

Nach und nach gerät Markus Cheng bei Ermittlungen immer tiefer in die ominöse Suche nach St.Kilda". Bis dahin passieren rätselhafte Sachen. Auch Morde. Aber vor allem betrifft der Fall schließlich ihn selbst... Das Ende ist leider das größte HANDICAP (Höhö, das versteht erst, wer's Buch kennt.) des Falls Cheng.

Ich fand es leider von der Handlung her so flach, dass mir niemals in den Sinn kam, ein weiteres Buch mit diesem Protagonisten zu lesen. So witzig ist Markus Cheng nicht. Nur die Schreibe des Autors, die gefällt! Darum interessieren mich weitere Bücher dieses Autors, denn Heinrich Steinfest hat eine ausgesprochen sympathische Art das Wesen der Österreicher a klaan wen'g auf'd Schauf'l z'nehma. Sehr feine kleine Spitzen gegen Politik, Kultur und Zeitgeist. Jäger, Sportler ...

Wer auf so was steht, wird zumindest großen Lese-Spass haben.

PS. Der Humor von H.Steinfest kann alleine darum nicht 1a sein, weil 1a nur der Brenner! Da fährt der Zug drüber. Also nicht mehr über den Wolf Haas seinen Brenner, so mein ich das jetzt nicht. Der ist ja schon längst dings ... Leider. :-(
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am 24. Februar 2011
Bei "Cheng - Sein Erster Fall" von Heinrich Steinfest handelt es sich um einen Österreich Krimi der in der Hauptstadt Wien spielt.
Der Privat-Detektiv Markus Cheng wird in einen Fall gezogen, welcher ihm beinahe das Leben kostet, tatsächlich aber seinen linken Arm. Zur Aufklärung des Falles tragen weniger Cheng's kriminaltechnische Fähigkeiten bei, sondern vielmehr der Zufall. Auf Grund der Sympathie des Charakters ist mir das hier jedoch egal.
Die Hauptperson Cheng kommt sehr sympatisch rüber, die Geschichte ist gut und spannend erzählt, auch wenn der Autor beabsichtigter Weise des öfteren komplett von der Handlung abschweift um beispielsweise über die Ähnlichkeit Gottes mit dem österreichischen Jäger zu philosophieren. Witzig.
Irgendwie nicht ganz perfekt und teils auch etwas unrealistisch, aber ein einwandfreier Kriminalroman der äußerst gut zu lesen ist. Deshalb 4 von 5 Sternen.
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am 26. Dezember 2008
Dies war mein erstes Buch vom Autor und ich bin sehr positiv überrascht.Ein feines kleines Werk und ich werde auch die anderen folgen lassen. Der Autor ist spitzfindig und gesellschaftskritisch, sein Romanheld ein ganz besonders sturer Verlierer, die Geschichte keine klassische. Ich wundere mich ehrlich gesagt, das der Autor nicht verklagt wurde, bei Äusserungen wie derer, dass die Juden und die Nazis für die Wiener beides Strizzis seien von denen nur die einen zuerst zugeschlagen hätten. Es gibt viele solcher Sätze, bei denen einen das Lachen im Halse stecken bleibt, aber all das liest sich dennoch so herrlich subversiv, dass man unbedingt mehr will.
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am 23. August 2016
Steinfest polarisiert zumindest in meinem Leserbekanntenkreis. Ich liebe diese Bücher, sie sind witzig und sehr schlau geschrieben. Jedes Wort hat seinen durchdachten Platz. Es macht einfach Spaß, diese ungewöhnliche Krimiform zu lesen!
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am 25. Februar 2014
Schwarzer Humor in Reinform. Hier wird die österreichische Mentalität in bewusst geschraubt-überzogener Akademikersprache bis ins Detail karikiert. Cheng ist der Prototyp des Antihelden und dazu passen jede Menge Morde, die in derart beiläufig-unspektakulärer Weise geschildert werden, dass einem erst zwei Seiten später die Bissigkeit und Brutalität bewusst wird.
Wer also Columbo ohne Intellekt und Erfolg gepaart mit dem Humor der Adamsfamily mag - der liest hier richtig.
Ich liebe es und hab es schon weiter verschenkt
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am 31. August 2014
Heinrich Steinfest ist ein begnadeter Erzähler, der den Handlungsverlauf durch fantastische Ideen immer spannend gestaltet. Ich würde diesen Krimi für Leser empfehlen, die einen etwas anderen Krimi suchen. Bei Steinfest werden sie sicher fündig...
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