Learn More Sommerschlussverkauf Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16 Fashion Sale Hier klicken reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 4. März 2007
Das Buch führt kurz in die aktuellen Finanzmodelle ein, um deren Unzulänglichkeiten im Anschluss aufzuzeigen. Inhaltlich ist die Kritik an den Modellen grechtfertigt - die Art und Weise der Argumentation ist dabei leider sehr Oberflächlich und mit wenig Mathematik unterlegt.

Der Beweis erfolgt oft grafisch in Diagrammen - die fast Ausnahmslos keine Achsenbeschriftung haben. Alternativ werden kleinen Episödchen aus dem Leben Mandelbrots erzählt und diese Einzelfälle werden im Anschluss als Beweis gefeiert.

Leider gelingt insgesamt der Spagat ins populärwissenschaftliche nicht. Für Wissenschaftler ist die Beweisführung zu schlampig und unmathematisch, für das normale Volk der Inhalt zu trocken.

Mandelbrot ist sicher ein Meilenstein in der Geschichte. Dieses Buch ist es nicht.
0Kommentar| 18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Dezember 2013
Ein typischer Mandelbrot: Ausgehend vom Gebiet der Fraktale klärt uns Mandelbrot hier darüber auf, was aus seiner Sicht in der Finanzwelt schief lief (das Buch hat seine Ursprünge in den 70igern) und bis heute schief läuft.

Als Mathematiker (ich bin auch einer) ist es natürlich lustig und einfach, sich über Wirtschaftsmathematiker und BWLer mit ihren einfachen, wenig korrekten Modellen lustig zu machen. Der heilige Gral der Normalverteilung, der der gesamten Finanzmathematik zu Grunde lag/liegt, ist wohl eine zu starke Vereinfachung der Genauigkeit.

Grob gesagt beschreibt es Mandelbrot wie folgt: Egal, welche Normalverteilung ich einem Aktienkurs etc. zu Grunde lege, die extremen Ereignisse an den Rändern werden niemals stark genug berücksichtigt. Das heißt, dass Risiko eines Extrems bzw. extremer Schwankungen wird unterschätzt.
Anhand der Theorie der Fraktale, deren Entwickler Mandelbrot ist, kann man zumindest die Verläufe von Aktienkursen etc. besser beschreiben und auch die Extreme korrekter darstellen.

Hier setzt aber auch meine Kritik an: Mandelbrot lehnt die Verwendung der Normalverteilung zur Modellierung von Aktienkursen zwar ab, die Theorie der Fraktale liefert aber keineswegs ein Modell der Vorhersage. Sie ist dementsprechend auch kein Allheilmittel - ganz im Gegenteil, heute steht nach meinen Informationen die Finanzmathematik auf dem Standpunkt, dass man Aktienkurse über langfristige Zeiträume überhaupt nicht gut modellieren kann.

Die Theorie der Fraktale ist heutzutage eine mathematische Theorie zur Modellierung vieler Dinger (z. B. natürlicher Prozesse wie das Ausbilden von Schneeflocken), die ihren festen Platz hat und in vielen Gebieten Anwendung findet.
In der Finanzmathematik in den Bürotürmen Frankfurts, Londons, etc. spielt sie meines Wissens bis heute keine bleibende Rolle, zumindest nicht in ihrer theoretischen Tiefe

Übrigens, das Buch seines Schülers Taleb "The Black Swan" ist zu einem Bestseller geworden und auch lesenswert, wenn auch teils extrem kontrovers und arrogant.
22 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Juli 2007
Die Grundaussage dieses Buchs geht dahin, daß die moderne Finanztheorie mit ihren Spielarten nicht korrekt ist und die Annahme einer Brownschen Bewegung im Finanzmarkt nicht stimmt.

Vom Inhaltlichen ist das Werk wohl ok; man kann durchaus einige angesprochene Aspekte im weiteren selbst verfolgen.

Die permanente Selbstbeweihräucherung von Mandelbrot - in diesem Werk -ist nicht zu übersehen. Desweiteren ist es in einem derartigen Buch - m.E. - vollkommen irrelevant, ob irgendwelche relevanten Zeitgenossen oder Vorgänger von Mandelbrot in ihrer persönlichen Art etwas seltsam gewesen sind, erst spät eine Professur erhalten haben oder sonstwelchen persönlichen Schicksalschlägen ausgesetzt waren.
In dieser Hinsicht ist viel Speck vorhanden.

Mathematisch wäre etwas mehr nicht ohne Wohlwollen vermerkt worden.

Alles in allem, für dieses doch interessante Thema
(mit Abschlägen): 3 von 5
0Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Januar 2007
Wer bei dem Titel "Fraktale und Finanzen" an die Darstellung schwieriger Mathematik denkt, der irrt. Viel mehr wird diese in die "Anmerkungen" nach hinten verbannt. Was auch eine Schwachstelle dieses Buches darstellt, denn man muß die Fußnoten immer unbequem hinten nachblättern. Das Buch liest sich ansonsten flüssig, unkompliziert und spannend.

Ansonsten wird eine interessante Reise in die Geschichte der Finanztheorie und ihrer Begründer, wie Bachelier, Markowitz, Sharpe, Black & Scholes (deshalb auch für Einsteiger sehr interessant) geboten.

Konkret setzt der Autor die gängigen Finanzinstrumente ad absurdum, was auch sehr anschaulich gelingt. Kurse sind keine Brownsche Bewegung, sie sind
nicht normalverteilt, sondern exponentialverteilt/paretoverteilt. Dies ist nicht neu. Mandelbrot erläutert mit seiner Forschung warum dies so ist.

FAZIT: Wer generell etwas über Fraktale Geometrie, der Person Mandelbrots, Theorien der Finanzmärkte, Kursschwankungen wissen möchte ist mit diesem Buch bestens bedient. Wer nach präziser Anleitung für den optimalen Aufbau seines Portfolios sucht, wird hier nicht fündig, sondern muß sich zusätzlich anderer Quellen bedienen. Aber wie erwähnt der Autor öfters in diesem Werk: "die Fraktale Geometrie ist in bezug zur Finanzwissenschaft noch nicht vollständig ausgereift" (sinngemäß).
0Kommentar| 16 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Juni 2015
Hinten raus etwas mager. Offenbar weiß er da selbst noch nicht, wohin die Reise geht. Manchmal etwas zu aktienmarktlastig. Da wird es etwas zu substanzlos. Aber bis ca. 2/3 ein Top Buch mit sehr interessanten, verständlichen Erklärungen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. November 2010
Wer kennt es nicht, das berühmte Apfelmännchen des französisch-amerikanischen Ausnahmematematikers Benoît Mandelbrot. Fraktale sind natürliche oder künstliche Gebilde oder geometrische Muster, die einen hohen Grad von Selbstähnlichkeit aufweisen, z.B. Objekt die aus mehreren verkleinerten Kopien ihrer selbst bestehen. Neben der Natur finden sich diese Strukturen auch in menschlichem Handeln, etwa in der Wirtschaft und hier konkret in Börsenkursen. "Fraktale und Finanzen. Märkte zwischen Risiko, Rendite und Ruin" ist informativ und mit etwas Vorwissen relativ einfach zu lesen und zu verstehen.
Fazit: Für jeden der sich aus beruflichen Gründen oder interessehalber für Mathematik und/oder Wirtschaft interessiert ist dieses Buch sehr zu empfehlen.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Dezember 2007
Mandelbrot schafft es in dem Buch auf verständliche Weise den Zusammenhang zwischen fraktaler Geometrie und Finanzmärkten herzustellen.
Er erklärt z.B. warum es zu einem Börsencrash kommen kann, obwohl es statistisch gesehen nicht von einem Tag auf den anderen zu starken Kursschwankungen kommen dürfte.
Es handelt sich nicht um ein Fachbuch, sondern um ein populärwissenschaftliches Buch. D.h. man wird nicht mit Formeln zugeschüttet, sondern unterhalten. Mandelbrot streut immer mal wieder nette Geschichten zur Auflockerung ein, die nicht unbedingt notwendig wären, aber doch interessant sind.
Wer also einfach unterhalten werden möchte und nebenbei etwas über Finanzmärkte und Fraktale lernen will, ist mit dem Buch bestimmt gut bedient.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. April 2009
Wie man schon an den Rezensionen sieht, bleibt Mandelbrot's Kritik an den Erben der Glockenkurve auch heute noch ein umstrittenes Thema. In der Tat ist das Buch durchsetzt von biographischen Erinnerung, es zeigt jedoch gleichzeitig neben vielen anderen interessanten Themen auch die Entstehung der fraktalen Geometrie. Das Buch lässt sich gut lesen und kann in der Tat einfach zusammengefasst werden, wer sich den aktuellen Finanzmarkttheorien jedoch umfassend und kritisch nähern möchte, dem sei dieses Buch sehr empfohlen (dazu empfiehlt sich auch im Anschluss die Lektüre von "Der Schwarze Schwan", da der Autor dieses Buches viel auf Mandelbrot zurückgreift)
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Dezember 2006
(30. Dezember 2006)
Ja, das Buch ist zu lang, aber einfach u. schnell zu lesen. Außerdem erhält man faszinierende Einblicke in die Wissenschaftsgeschichte u. den Wissenschaftsbetrieb.
Die Erkenntnisse des Buches bzw. die dort referierten Forschungsergebnisse aus 4 Jahrzehnten entziehen, wie hier in einer anderen Rezension schon dargelegt, immer noch gängigen Standardmodellen der Finanzmärkte die Grundlage. Damit sollte man Praktikern (Bankern, Geldanlageberatern) noch weniger trauen als vorher schon.
Mandelbrot hätte den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften verdient, den schließlich die Modelle bekommen haben, die er widerlegt.

Nachtrag (16.8.2011):
Mark Buchanan referiert in "Ubiquity" (dt.: "Das Sandkorn, das die Erde zum Beben bringt") neuere Ergebnisse aus der Physik instabiler Zustände, die den fraktalen Charakter der Aktienkurse (Pareto-Verteilung, also skaleninvariant, Potenzgesetz), den Mandelbrot nur beobachten konnte, erklären bzw. in einfachem Modellen nachahmen können.
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Dezember 2010
Das Buch "Fraktale und Finanzen" diskutiert Fehler in den bisherigen (?) Finanzmodellen. Ein Schwerpunkt dabei ist das Risiko, das laut Mandelbrot aufgrund der fehlerhaften Finanzmodellen als zu klein angenommen wird. Als Verbesserung werden die multi-fraktale Modelle des Autors vorgeschlagen.

Die Beschreibungen und Grafiken sind anschaulich und verständlich. Der Autor hat nicht versucht, mit Formeln und Beweise seine Theorien darzustellen oder zu untermauern. Persönlich wäre mit einen stärkere mathematische Basis lieber gewesen. Anstelle dessen wird in den Anmerkungen auf die entsprechenden Publikationen verwiesen.

Das Buch fand ich kurzweilig und es hat mir gut gefallen. Es richtet sich an Nicht-Mathematiker und ich lege es deshalb ganz besonders allen professionellen und weniger professionellen Anlegern und Anlageberater und auch den Wirtschaftswissenschaftler ans Herz. ;-)

Ich stimme aber auch den anderen Kritiken zu: Inhaltliche Wiederholungen und insbesondere die Passagen mit "ich habe euch das doch schon immer in den letzten Jahren gesagt - aber ihr wolltet nicht mit mir spielen" gibt diesem an sich netten Buch "ein Gschmäckle".
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden