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am 12. Juni 2010
Heinrich Steinfest hat mit "Nervöse Fische" einen turbulenten Krimi geschrieben, in dem von Seite zu Seite die Handlung immer spannend und unbemüht zielsicher voran getrieben wird. Niemals entsteht Langeweile, niemals fragt man sich, warum nun dieses oder jenes auch noch erzählt wird.

Aber dieser Fall, um den es hier geht, lässt den Leser kurz bis zum Schluss verwundert zurück. Was hier geschah ist sonderbar und verblüffend. Es wird ein Toter in einem Swimmingpool auf einem Wiener Hochhaus gefunden, offenbar zu Tode gemartert durch einen Haiangriff. Alles spricht dafür, dass die Tat in Wien geschehen sein muss ' oder doch nicht? Und so bleibt es fast bis zum Schluss offen, wie und warum in Wien ein Angriff von Haien auf Menschen möglich ist, einer zu Tode gekommen sein muss.

Steinfests Buch fesselt einen bis zum Schluss, weil die ganze Zeit offen bleibt, wie der Autor dieses Rätsel auflösen wird. Ich las das Buch mit dieser Verwunderung und war verblüfft, was am Schluss bei all dem herauskam. Es hatte für mich etwas Surreales und irgendwie doch tiefgründig Österreichisches geschaffen. Und so war ich amüsiert, dass ein Autor solch eine Geschichte in einen Krimi packt, also nicht verärgert oder verwundert, was der Autor aus einem unglaublichen Anfang am Schluss gemacht hatte. Man nehme es also, wie man es mag. Man erwarte jedenfalls kein tiviales Krimiende.

Meine Bewertung generell lautet: 5 Sterne = absolut herausragend (Weltliteratur oder Tendenz zu Weltliteratur); 4 Sterne = sehr gut, sehr zu empfehlen; 3 Sterne = wirklich gut, zu empfehlen; 2 Sterne = lesenswert, aber nicht ganz überzeugend; 1 Stern = abzuraten.
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 1. April 2015
Ich liebe den Autor Heinrich Steinfest ausserordentlich und das gegenständliche Buch (ebook) besonders.
Ich lebe in Sri Lanka und ich kann mir - Gott sei Dank - auch hier meine Lieblingsbücher problemlos auf meinen Kindle 'runterladen.
Dieser Krimi ist nicht nur sehr spannend, er lebt besonders auch von Steinfests manchmal auch skurrilen Ein- und Ansichten sowie philosophischen Bonmots, die mehr als häufig unerwartet, überraschend und sehr amüsant dem Leser Vergnügen bereiten.
Die ganze Story ist ein grosser, spannender Spass und besonders ich als Wiener, der die meisten der Schauplätze gut kennt, fühle mich bei dieser Lektüre sehr wohl.
Ich kann nur jedem empfehlen selbst zu erfahren, wie eine von einem Haifisch zerfleischte Leiche in das Schwimmbecken im letzten Stockwerk eines bekannten Wiener Hochhauskomplexes kommen kann,
DIESE Idee muss einer einmal haben......
PS: Werde mich nun auch endlich einmal mit dem Österreichischen Philosophen Ludwig Wittgenstein befassen!
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am 14. Oktober 2015
Das ist mein dritter Steinfest, nachdem ich sehr zufällig wegen der verrückten Titel drauf gestoßen bin. Ich muss sagen....noch besser als die beiden anderen. Wieder sehr gut und wohl überlegte Wortwahl mit toll entwickelten Figuren, von denen eine interessanter als die andere ist. Wie kann man auf so Themen kommen ;)
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am 28. Januar 2011
Ein Todesfall durch einen Haiunfall. Eigentlich nichts so ungewöhnliches, wenn die Leiche nicht gerade in einem Swimmingpool auf dem Dach eines Hochhauses in Wien gefunden worden wäre.

Die Ermittlung führt zunächst zwei Mitarbeiter der Polizei, dann auch Inspektor Lukastik selber in die Provinz, an eine Tank- & Raststätte, deren Skurrilität schon wieder eine Metapher für den Rest der Handlung darstellt. Lukastiks Ermittlungsmethoden sind ungewöhnlich, aber durchaus zielführend, was ihn auch wieder nach Wien, beinahe direkt an den Fundort der Leiche, und auch Inspektor Lukastik gerät in Gefahr: Bei einem ungewöhnlichen Begräbnisritual kommt er in den Kontakt mit den Haien.

Die Handlung ist mehr oder weniger gradlinig, wobei der Autor immer wieder in Erörterungen abschweift, insbesondere Lukastik geht gerne mit den Gedanken spazieren, was ihn sehr menschlich erscheinen lässt. Gleichzeitig stellt er auf diese Weise immer wieder die Eigenheiten der wienerischen oder österreichischen Gesellschaft dar.

Aufgrund des stark geschachtelten Satzbaus und des ebenso gestaffelten Inhaltes ist das Buch nicht immer einfach zu lesen, aber jeglicher Fortgang wird mit Spannung erwartet, egal ob in den Gedanken von Lukastik oder in der Haupthandlung.

Insgesamt hatte ich viel Spaß mit dem Buch, auch wenn ich mich über das Ende ein wenig geärgert habe.
Insgesamt ist das Buch mehr als nur skurril, sowohl die handelnden Personen als auch das Setting. Lediglich das Ende ist ein wenig enttäuschend, da es zu fantastisch ist.

Der Autor hat sich dankenswerterweise recht gut biologisch informiert, es gibt sehr wenige Fehler in dieser Hinsicht, lediglich das übliche Problem der deutschen Sprache, Rasse, Art, Familie etc. auseinander zu halten, zieht sich auch hier durch das Buch.
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am 28. September 2015
Hat mich echt positiv überrascht. Gut zu lesen, voller witziger und intelligenter Details mit Charakteren, sie im Kopf bleiben.
Werde mit von dem Autor noch ein anderes Buch kaufen.
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am 13. Mai 2013
Forellelanger Zeit bin ich auf Steinfest gestoßen. Jetzt bin ich platt wie ne Flunder. Witzig, spritzig, gehaltvoll.
Erste Wa(h)l ohne Qual(lle).
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am 31. August 2014
Heinrich Steinfest beherrscht die Kunst den Leser mit seiner bemerkenswerten Erzählweise zu fesseln. Mir hat das Buch äußerst gut gefallen.
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am 29. April 2014
Ein sehr guter Krimi. Intelligent und wunderbar formuliert. Absolut keine Massenware. Lohnt sich als Urlaubslektüre für den nächsten Wien-Besuch oder Österreich-Urlaub.
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am 17. Februar 2012
Ein sehr guter und unkonventioneller Krimi. Er besticht durch einen subtilen Humor und durch eine wirklich gelungene Bildersprache. Unbedingt empfehlenswert.
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am 24. April 2006
Schade, daß "Kriminalroman" auf der Titelseite steht, denn "Nervöse Fische" ist keiner. Okay, da gibt es diesen merkwürdigen Mordfall: Ein Mann wird im Pool auf dem Dach eines Wiener Hochhauses gefunden, und er ist offenbar von einem Hai getötet worden. Vom Raubfisch fehlt jede Spur, stattdessen findet sich ein Hörgerät, dessen Spur zu einem Friseur führt, der in einer seltsamen Bar-Tankstelle irgendwo im österreichischen Waldviertel praktiziert. Chefinspektor Lukastik, der noch bei seinen Eltern wohnt und mal ein sexuelles Verhältnis zu seiner Schwester hatte, nimmt die Ermittlungen auf, aber das ist ein Euphemismus. Die sehr angestrengt wirkende, anstrengend gezeichnete und mit Eigenarten nachgerade übersäte Figur verhält sich so ganz und gar ermittleruntypisch. Nicht nur, daß er ständig in Wittgensteins "Tractatus" blättert, er trifft auch pausenlos unterirdisch dumme und so gut wie nie nachvollziehbare Entscheidungen, hat eigentlich keine Ahnung davon, warum er gerade tut, was er tut, aber dafür lamentiert er - oder der Erzähler - über alles mögliche, beschreibt seitenlang Nebensächlichkeiten, nähert sich aber nichts an. Gelegentlich gibt es obskure Perspektivwechsel, wenn Steinfest etwa davon erzählt, warum ein Ort von ihm (dem Autor) "Nullpunkt" genannt wurde. Sinn macht das alles nicht, und im - faden - Abgang hat es auch keinen.

"Nervöse Fische" liest sich zäh, als würde man im fünften Gang einen steilen Berg hochzufahren versuchen. Aufgesetzte und zuweilen hanebüchene Betrachtungen durchziehen dieses überdehnte und häufig schmerzhaft langweilige Buch, das ziellos wirkt und unspannend ist. An der Konstruktion seiner Hauptfigur hat sich der Autor schlicht verhoben, es mag aber auch sein, daß das Buch als Satire gedacht war, aber nicht als solche vollendet wurde. Steinfests schlechtester Roman.
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