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am 18. April 2017
Ein wunderbares Buch! Spannend, aber auch wahre Literatur. Man muss einfach mit Johann mitfuehlen! Koennte ein Blockbuster werden... Unbedingt lesen!
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am 22. November 2006
Den Roman kann man nicht mehr zur Seite legen, so packend ist er geschrieben. Die Spannung kommt vor allem dadurch zustande, dass zwei Handlungsstränge recht gekonnt miteinander verbunden werden, so dass man regelrecht der Lösung am Ende entgegenfiebert, was auch durch die gut eingebauten Vorausdeutungen erreicht wird. Mitunter stößt man bei aller Spannung auch auf ein paar humorvolle Stellen, gerade bei der ersten Hamburger Episode. Die abenteuerlichen Unternehmungen der kretischen Partisanen sind vielleicht manchmal etwas zu ausufernd, die Naturbeschreibungen manchmal etwas zu bemüht-poetisch und die Liebespassagen manchmal etwas zu zuckrig und vielleicht hätte man noch eine mythologische Ebene einfügen können, wenn man schon mal auf Kreta ist. Aber das alles tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch, und dass man dabei auch noch geschichtliches Wissen und viel Mittelmeersonne abbekommt, rechtfertigt fünf Sterne.
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am 9. Mai 2017
Mit das beste Buch, das ich über meine Wahlheimat Kreta bisher (mehrfach!) gelesen habe. Historisch sehr fundiert paaren sich zwei zeitlich verschobene Handlungsstränge, um sich am Ende miteinander zu vereinen und einen wundervollen Sinn zu ergeben. Klaus Modick erzählt in fesselnder und ergreifender Weise Geschichten von "damals" (2. Weltkrieg - die Deutschen auf Kreta) und "heute" (ein junger Student der 1970-er Jahre auf Erlebnis-Tour auf Kreta) - und beide drehen sich nicht nur um besagten Weltkrieg, sondern auch und vor allem um Liebe und Freundschaft. Und zwar um wahre Liebe und wahre Freundschaft. Und um all die Zweifel und Ängste, die beide mit sich bringen. Ein Buch das ich - seit vielen Jahren auf Kreta lebend - bereits oft verschenkt und noch öfter empfohlen habe. Nicht zuletzt, weil ich/wir den Autor Klaus Modick auch persönlich kennengelernt haben. Warum gibt es hier eigentlich nur 5 Sterne zur Beurteilung?
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am 25. Juli 2017
Spannenden, ergreifend, aber auch trauriges Kriegsgebaren
Kreta, wie man es auch schon gesehen hat - geographisch -,
Sehr gut vorstellbare Ortsbescreibungen
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am 1. Dezember 2006
Die Geschichte beginnt 1943. Mit dem Auftrag, Kunstschätze für eine mögliche Raubaktion der Nazis zu katalogisieren, kommt Martens auf die besetzte Insel Kreta. Der Einberufung und dem Verheizen im Osten entgangen, findet sich Martens wieder auf Hitlers "Flugzeugträger" im Mittelmeer. Jedoch ist dieser nach der vernichtenden Niederlage des

Afrika-Korps und der Seehoheit der Allierten im Wortsinn isoliert. Zudem setzen die kretischen Partisanen - die Andarten - mit englischer Hilfe den deutschen Besatzern schwer zu. Die Folge sind Straf- und Vergeltungsaktionen der Deutschen. Martens durchschaut schnell die Infamie seines Auftrages. Aus Interesse und Sympathie zum Griechischen wird Liebe zur Insel und ihren Bewohnern. Und so wechselt Martens die

Seiten, wird zum Chronisten deutscher Untaten und zum Widerstandskämpfer. Aus Johannes wird Yannis.

30 Jahre später kommt ein junger Deutscher auf die Insel - im Gepäck einige Fotos, alt und geheimnisvoll. Und auf der Suche nach den Ursprüngen dieser Schnappschüsse findet er die Geschichte des Johannes Martens und dessen Liebe zur Insel Kreta. Und er findet dabei auch seine eigene Geschichte.

Klaus Modick erzählt dies alles dicht und spannend in einer wortreichen, routinierten Sprache. Eine Sprache, die mir bisweilen etwas zu routiniert daherkommt. Modick war in seinem 1. Leben Texter in einer Werbeagentur, weiss also um die Kraft seiner Worte. Es gibt auch so manche Stereotype.

Die Kreter als Lichtgestalten. Die Deutschen mehrheitlich Nazischweine.

Allein überraschend ist die Darstellung der Engländer als zynische Befreier.

Gleichwohl ist die Geschichte - bedingt durch die beiden Erzählstränge - gekonnt konstruiert. Nicht nur deshalb ist dieses Buch absolut lesens- und empfehlenswert und macht Lust auf mehr Klaus Modick.
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am 28. August 2003
Ausgebrannte Dörfer, Partisanenkämpfe, bewaffneter Widerstand gegen Besatzer, Versorgungsknappheit, eingeschleuste Agenten - diese Szenerie spielt nicht etwa in Afghanistan oder dem Irak. Sie ist aus dem neuen Roman des norddeutschen Autors Klaus Modick «Der kretische Gast», der während der deutschen Besetzung Kretas im Zweiten Weltkrieg spielt. Modick hat sich damit ein weniger bekanntes Kapitel der Kriegsjahre ausgesucht. Die grausamen Ereignisse auf der griechischen Insel zwischen 1940 und 1945, die heute eine Touristenhochburg ist, kennen nur wenige.Auch beschreibt er die Flucht über die Weissen Berge durch die Imbrosschlucht bis Frangokastello so eindrucksvoll, als sein man sie gerade selbst gegangen. Doch viele Passagen in dem Roman könnten auch aus Krisengebieten der heutigen Zeit stammen. «Xenos», das griechische Wort für Modicks Titel «Gast», kann auch mit «Fremder» übersetzt werden. Um diese Doppeldeutigkeit rankt sich das Geschehen des Romans. Modick erzählt das Schicksal des Kunsthistorikers Johann Martens, der vom Naziregime 1943 nach Kreta geschickt wird, um dort Kunstgegenstände zu suchen, die sich als Raubgut für Hitlers germanisches Museum eignen.
Mit seinem kretischen Führer verbindet ihn jedoch bald mehr als ein sachliches Verhältnis. Es gibt kein Schwarz oder Weiß mehr, nur noch Grautöne. Man hat keine Heimat mehr. Man weiß nicht, wessen Freund man ist. Man weiß auch nicht mehr, wessen Feind man ist. Ich weiß nicht einmal mehr genau, wer ich überhaupt bin. Raffiniert hat Modick jedoch einen zweiten Erzählstrang in seinen Roman eingeflochten: Dieser beschreibt, wie der Sohn von Johanns Auftraggeber Hollbach per Zufall auf das dunkle Kapitel in der Vergangenheit seines Vater stößt und sich auf eine Reise in dessen Vergangenheit begibt. Zunächst planlos reist er 1975 nach Kreta und findet schließlich immer mehr erschütternde Details heraus. Vielleicht ist es ein wenig zu kitschig konstruiert, dass sich Hollbachs Sohn ausgerechnet in Johanns Tochter verliebt.
Gewohnt einfühlsam und bildhaft, fast im Stil eines Polit-Krimis, beschreibt der 1951 in Oldenburg geborene Schriftsteller («September Song») die Sinnlosigkeit des Krieges. Die nationalen Interessen der Kriegsparteien verbünden sich unheilvoll mit übersteigerten und zum Teil naiven Erwartungen der Partisanenkämpfer. Und in all diesen Wirren versuchen die Beteiligten auch noch ihr persönliches Glück zu retten. Dem Leser erscheinen alle diese Szenen beklemmend aktuell.
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am 31. Mai 2005
Eigentlich erzählt Klaus Modick zwei Geschichten. Die eine während des zweiten Weltkrieges ab 1943, die andere über dreissig Jahre später, nämlich im 1975. Und doch haben sie etwas Gemeinsames.
1943 wied der Achäologe Johann Martens im Auftrag des Hitlers-Regime auf die von Deutschen besetze Insel Kreta geschickt. Seine Aufgabe ist es, die dortigen Kunstschätze aufzuspüren und zu katalogisieren. Dabei hilft ihm der Einheimische Andreas. Mit ihr zusammen erkundigt er die ganze Insel und lernt so Land und Leute sehr gut kennen. Mehr und Mehr wird Johann von der griechischen Lebensart und vor allem von Andreas Tochter Eleni angezogen. Auf einer der todbringenden Razzia-Tour, die Johann als Dolmetscher zusammen mit Leutnant Hollbach begleiten muss, kommen sie immer näher zu dem Dorf, in welchem Elenis Familie lebt. Da Johann auch ein begeisteter Fotograf ist, fotografiert er unter Schock Situationen, die er besser nicht gemacht hätte. Hollbach wird immer misstrauischer, da er nie richtig weiss, auf welcher Seite Johann steht. Johann sieht sich immer mehr gezwungen, sich für eine Seite zu entscheiden.
1975 in Hamburg. Lukas Hollbach hat gerade sein Studium beendet. Wieder einmal stöbert er auf dem Flohmarkt, da er etwas ganz Spezielles sucht. Ein Mädchen und ein June zeigen ihm zwei alte Fotos, von den Lukas sofort angetan ist. Das eine zeigt einen Mann mittleren Alters, der sehr speziell gekleidet ist. Das andere ist vom Meer aufgenommen worden und zeigt einen kleinen Hafen und darüber einkleines Dorf. Likas fragt wo diese Fotos augenommen worden sind. Die beiden Kinder meinen, das eine zeige einen Grossonkel ihrer Familie und das andere ein Dorf auf der Insel Kreta, wo er gelebt habe. Zudem ist Lukas überzeugt, die Fotos schon einmal gesehen zu haben, nämlich vor vielen Jahren, kurz bevor sein Vater diese im Garten verbrannt hatte. Sein Vater hat Lukas Fragen wo dieser im zweiten Weltkrieg stationiert gewesen wäre, nie genau beantwortet. Alles was er erfährt, er wäre in Athen gewesen, habe aber keine Lust ihm weitere Auskunft über diese Zeit zu geben.
So beschliesst Lukas nach Kreta zu fahren. Auf der Insel lernt er die in England lebende Sophia kennen, die gerade bei ihrer kreitschen Familie zu besuch weilt. Sie kommen sich immer näher. Sophia erzählt ihm von ihrer Familie usw. Und dabei erfahren sie, welche Rollen ihre Familien während des zweiten Weltkrieges gespielt haben.
Klaus Modick ist es super gelungen, zwei wunderbare Schicksale im Wechsel zu erzählen. Dabei ist man sehr gespannt, welche Zusammenhänge zwischen diesen beiden Geschichten bestehen. Auch über die Insel Kreta erfährt man so einiges (historisch wie geschichtliches). Der Roman ist ziemlich anspruchsvoll, doch sehr flüssig und leicht verständlich geschrieben. Im empfehle dieses Buch gerne weiter.
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am 10. Dezember 2005
Johann Martens hat Glück. Denn während seine Arbeitskollegen an der Ostfront
sterben wird er Ende 1943 nach Kreta abkommandiert. Dort soll er Kunstwerke ausfindig machen und katalogisieren,
Beutestücke für die Parteibonzen. Als Fahrer wird ihm der Grieche Andreas zur Seite gestellt. Mit dem Seitenwagen-Motorrad
geht es quer über die Insel. Johann und Andreas, der vom Alter sein Vater sein könnte, freunden sich an. Er ist überwältig
von der Gastfreundschaft der Insulaner, und bei einem Familienfest verguckt er sich zudem noch in Eleni, Andreas Tochter.
Johann, der vor kurzem seine Eltern und Frau bei einem Bombenangriff verloren hat, erfährt Zuneigung mitten im Krieg.
Das Inselidyll ist jedoch getrübt. Die deutschen Besatzer führen ein hartes Regime, starten immer wieder Strafaktionen
gegen Dörfer, erschiessen jeden der verdächtig ist, mit den Andarten, Freiheitskämpfern, zu kooperieren. Als Johann mitbekommt,
dass Oberstleutnant Hollbachs Truppen Andreas Heimatdorf ausheben wollen, weil sie dort eine Versammlung der Partisanen vermuten,
trifft er eine folgenschwere Entscheidung.
30 Jahre später. Lukas Hollbach schlendert über einen Flohmarkt und stößt per Zufall auf zwei alte Schwarzweissfotos. Ein Foto
zeigt einen Mann in Landestracht vor der Taverne an einem Hafen. Auf der Rückseite des Bildes steht auf Griechisch eine kryptisch
anmutende Nachricht. Lukas Neugier ist geweckt, denn er erinnert sich wieder an seine Kindheit, wo er eines Tages seinen Vater,
der angeblich seine gesamte Wehrmachtszeit auf einem ruhigen Verwaltungsposten in Athen verbracht hat, im Garten genau
diese Art von Fotos verbrennen gesehen hat. Er zeigt ihm die Fotos, und stößt nur gegen eine Mauer des barrschen Schweigens.
Also macht er sich auf Spurensuche nach Kreta und was er dort erlebt, ist mit der Vergangenheit verknüpft und wird sein Leben
für immer verändern.
Der Roman hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Die spannende Handlung trieb über die Seiten, das Hoffen
und Bangen mit dem Hauptprotagonisten hielt mich in Atem.
Modick erzählt mit Leichtigkeit schwere deutsche Zeitgeschichte entlang einer belasteten Vater-Sohn-
Beziehung und regt den Leser zum zeitlosen Nachdenken über Zivilcourage unter persönlicher Bedrohung und Vergangenheits-
bewältigung an. Unbedingt lesen. Sollte auch in keinem Koffer eines Kretaurlaubers fehlen.
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am 9. Juli 2003
Der erfahrene Modick-Leser kennt das bereits aus dem Roman VIERUNDZWANZIG TÜREN: Zwei parallel verlaufende Handlungsstränge, die zu unterschiedlichen Zeiten und an verschiedenen Orten stattfinden . Dieses Mal sind es Hamburg und Kreta. Nicht dass ein Missverständnis entsteht: Es ist nicht so, dass Modick nichts eingefallen wäre ... weit gefehlt! Er hat ein tolles und vor allem hervorragend recherchiertes Buch über Kreta geschrieben. Sein Sprachstil ist locker und leicht (in Amerika nennt man das wohl "readable") und zieht einen in Bann und in die Handlung. Dass dabei auch ein tieferer Sinn (Was bedeutet Schuld für kommende Generationen? Warum darf man sich bei Konflikten nicht raushalten?) dahinter steckt, macht diese Veröffentlichung zu einem grossen Buch.
Im Sommer herausgekommen, eignet es sich hervorragend zur Urlaubslektüre ... wenn man auf anspruchsvolle Unterhaltung mit Hintersinn steht.
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am 25. Mai 2017
Klaus Modick besetzt erfolgreich eine Nische, die in Deutschland mit der strengen Einteilung von Literatur in E und U schwach besetzt ist: Er schreibt erfolgreich gehobenen Kitsch für den gebildeten Leser bzw. den gebildeten Mann. So auch hier. Das liest sich geschmeidig und amüsant, teilweise spannend, geht aber auch gelegentlich auf die Nerven, wenn die schöne Sophia sich zum gefühlten 1000sten Mal die silberne Haarsträhne aus dem schwarzen Haar streicht:-). Ansonsten lebt in diesem Roman, der die Befindlichkeiten junger Menschen anno 1975 mit dem Treiben von Deutschen und Engländern auf Kreta während des zweiten Weltkriegs mit jeweils einer deutsch-griechischen Love Story etwas sehr konstruiert verknüpft, eher der Geist der 70er Jahre als der von heute. Der Autor ist halt Jahrgang 1951 und das merkt man dem Buch deutlich an. Er betreibt kräftig Nabelschau und lässt in seinem Buch die Blütezeit seiner Generation, die 70er Jahre bis ca. 1975, Revue passieren.

Sehr klischeehaft wird natürlich Käfer gefahren und in politisierenden WGs gelebt, neben dem Studium (natürlich Englisch und Geschichte "auf Lehramt") in Kneipen gejobbt, wobei Weißherbst und Bier in Strömen fließen und die Sexualmoral eine lockere ist (Aids war noch kein Thema). Die stramm linken Studenten reisen dann halt nach Jugoslawien ("Eurokommunismus"), die Träumer und Sinnsucher, deren Geld bis nach Indien nicht reicht, schaffen es wie unser Held bis nach Griechenland. Hier nimmt dann die Geschichte ihren sehr dramatischen, tränenreichen und zunehmend kolportagehafter werdenden Verlauf. Und unser Held erfährt neben viel Folklore wie aus dem Reisehandbuch auch, dass ein Retsinarausch ebenso gefährlich sein kann wie ein Kokainrausch.......Dabei springt das Buch kapitelweise regelmäßig zurück in das Kriegsjahr 1943, wobei auch der Vater von Lukas eine Rolle spielt. Letztendlich ist der Roman eine Abrechnung der heute ü60jährigen mit dem Treiben ihrer Väter während der Nazi-Zeit. In diesem Fall in Griechenland. Und ein "guter" Deutscher und ein "guter" Engländer kommen natürlich, damit es schön rund und versöhnlich wird, auch vor. Die Griechen wirken wie Statisten in Folklore-Kulissen. Mit den wirklichen historischen Geschehnissen in Griechenland während der deutschen Besatzung oder dem Kreta von 1975 hat das wenig bis nichts zu tun.

Es ist unterm Strich Polit-Kitsch, was wir hier zu lesen bekommen. Die deutsch-griechische Freundschaft wird mir doch ein wenig zu gekünstelt und angestrengt heraufbeschworen. Gut lesbar und flüssig geschrieben ist der Roman. Da ich mich streckenweise gut amüsiert habe, gebe ich gnädige 3 Sterne. Romantik für ältere Herren um 65 auf Schmusekurs mit der Vergangenheit, würde ich sagen. Jüngere Leser werden da weniger mit anfangen können, fürchte ich. Frauen eher auch nicht, bei den gönnerhaft, etwas hausbacken gebotenen Damenporträts in diesem Buch, natürlich immer aus männlich-machohafter Perspektive.. Viel Wunschdenken, viel guter Wille in Richtung "Aussöhnung" und wenig Realität. Und sehr viel Kreta-Romantik. Wer das mag, ist gut bedient. Was wohl griechische Leser zu dem Schmonzes sagen? Darauf einen Ouzo!
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