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am 16. November 2017
Die Originalausgabe erschien 1996 und begeistert bis heute eine Vielzahl von Lesern. So auch mich!

Auf minimalistische und poetische Weise zeigt der Autor den Kern von Liebe. Sie ist nicht rational, nicht erklärbar, verwirrend aber auch vergebend. Sie kann ein Leben durcheinander bringen, es verwüsten und zum schönsten Ziel machen, dem ein Herz entgegenstreben möchte.

Die Geschichte ist so einfach, so schlicht und so ruhig erzählt. Genau das Gegenteil von dem, was die Liebe ist und was sie mit dem Protagonisten gemacht hat. Sie traf ihn ins Herz, in die Seele und trieb in zur Unruhe, der er nur durch die wiederkehrende und anstrengende Reise nach Japan einigermaßen Herr werden konnte.

Bis dahin lebte Hervé ein kinderloses aber angenehmes Leben mit seiner schönen und ihn liebenden Frau Helene. Er war zufrieden, doch leidenschaftslos.

"Er war übrigens einer jener Menschen, die dem eigenen Leben gern beiwohnen, während sie jegliches Bestreben, es zu leben, für unangebracht halten."

Die Leidenschaft entfachte in ihm erst eine für ihn unerreichbare Frau, mit der er nie mehr austauschen würde, als die Berührung seiner Lippen von derselben Stelle einer Teetasse, die vorher ihre berührt hatten.

Das Ende könnte passender nicht sein! Ich bin begeistert über den wundervollen Kniff, der die Geschichte so abrundet, wie sie es verdient hat.

Zum Hörbuch:
Wundervoll eingelesen von Christian Brückner, der mit seiner Stimme und der Art des Sprechens, die Melancholie, die die Geschichte stets begleitet, genau getroffen hat. Am besten lässt man sich an einem ungemütlichen Herbst- oder Wintertag von der Stimme des Sprechers für etwas mehr als zwei Stunden, bei einer Tasse Tee oder Kaffee, auf eine sinnliche Reise entführen. Entspannung und Ruhe werden sich von selbst einstellen.

Fazit:
Die Geschichte ist so bezaubernd, sodass ich sie gelesen und gehört habe. Das ganze Buch ist ein literarisches Prickeln! Liebe zur Literatur, zur Sprache und zur Liebe selbst, Ein kleines Büchlein, ein großer Schatz!
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VINE-PRODUKTTESTERam 28. Juli 2017
Frankreich 1861 - Hervé Joncour bricht nach Japan auf um dort Seidenraupeneier einzukaufen. Nach langer Reise gelangt er dort an und trifft auf einen Dorfmagnaten, der Eier zu verkaufen hat. Bei den Verhandlungen trifft er auf dessen - ja, was ist sie eigentlich? - Geliebte, Konkubine oder Ehefrau. Sie weckt in ihm starke Gefühle. Obwohl er nicht ein Wort mit ihr wechselt, geht sie ihm nicht mehr aus dem Kopf.
Auch als er wieder in Frankreich ist, kann er sie nicht vergessen. Auf seiner nächste Reise trifft er wieder auf sie. Doch dann bricht der Krieg in Japan aus und seine letzte Reise dorthin nimmt einen tragischen Verlauf.
Alessandro Baricco schreibt wunderbar einfühlsam. Die Kapitel sind kurz, teils nur ein und einer halben Seite. Und doch erzählt er Alles, was notwendig ist, in einfachen Worten. Obwohl zwischen dem Protagonisten und der Unbekannten kein Kontakt entsteht ist es dennoch eine schöne Liebesgeschichte.
Wer es einfühlsam mag, dem sei dieser Roman sehr ans Herz gelegt.
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am 11. Mai 2017
Der französische Händler Hervé Joncour reist in das ferne Asien, um Seidenraupeneier zu kaufen. Er trifft auf ein geheimnisvolles, wunderschönes Mädchen, das nur kurz sein Leben streift die der zarte Hauch des Windes. Jedoch nicht ohne bleibende Wirkung auf Hervé und seine Zukunft. Es gibt Geschichten, die einen ohne spektakulär zu wirken, besonnen, tief im Herzen erreichen. Alessandro Baricco ist so ein Meisterwerk gelungen. Es zeigt wie Sehnsucht das Leben eines Menschen beeinflussen kann. Und wie herrschende Liebe zerstört und bedingungslose Liebe verzeihen kann. Vor allem aber zeigt es die wundersame Wirkung ohne viel Worte, doch sehr viel sagen zu können. Wie ein Seidentuch streift die Geschichte den aufmerksamen Leser, und hinterlässt das Gefühl, den Zauber eines Augenblicks für immmer festhalten zu können. Ein sehr lesenswertes Buch.
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am 16. November 2017
Ein Seidenraupenhändler liebt über Jahre hinweg eine "rätselhafte Schönheit", ohne je mit ihr gesprochen zu haben. Er ist ihr mit unerwiderter Sehnsucht hoffnungslos verfallen.
Ist das die große Liebe?
Ist die wahre Liebe nur möglich und beständig, wenn sie nicht alltägliche Realität wird?
Oder ist die Handlung der Ehefrau am Schluss des Romans die wirkliche Liebe?
Warum ist der Roman so erfolgreich? Wollen wir etwas über unser Wunsch- und Traumdenken lesen?

Identifizieren kann ich mich mit diesen Personen nicht.
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am 27. September 2006
Alessandro Baricco "Seide"

Inhalt:

1861: Der französische Seidenhändler Hervé Joncour ist glücklich mit Hélène verheiratet und in wenigen Monaten des Jahres damit beschäftigt in der Welt herumzureisen und gesunde Seidenraupeneier nach Frankreich zu bringen. Da die Nosemaseuche auch nach Afrika gelangt ist, ist er gezwungen sich auf eine waghalsige Reise nach Japan zu begeben. Die Geschäfte mit dem reichen japanischen Händler Hara Kei laufen, trotz anfänglicher Skepsis und Misstrauen, gut. Und dann passiert, was die Geschichte und das Leben des Hervé Joncour fortan bestimmen soll: er blickt in die Augen einer jungen Frau, die zuvor zu Füßen Hara Keis lag. Hervé Joncour muss zurückreisen, um die Raupeneier heil nach Lavilledieu zu bringen, einen Teil seines Herzens lässt er jedoch in Japan. Zwar liebt er seine Frau, doch ist die Sehnsucht nach der Unbekannten (nie hat er ihre Stimme hören können) so groß, dass er wieder und wieder nach Japan aufbricht....

Zwar finde ich, dass die Bezeichnung Roman für dieses Büchlein nicht die richtige ist, jedoch ist dies für mich kein Bewertungskriterium, wenn ich solch einen, feinen Inhalt vor mir habe. Man liest nicht gerade lange (etwas über eine Stunde) in und an diesem Büchlein, aber doch eine längere Zeit noch in sich selbst. Das ist das Schöne an Parabeln. Und an Liebesgeschichten. Die Gedankenbilder- verharzenden und zerstörenden Kitsch habe ich für mich nicht entdecken können. Ich empfand die Geschichte als sehr tiefgreifend, harmonisch, feinklingend, etwas traurig und sehr schön. In keiner Weise habe ich durch die Lektüre etwas verloren wie z.B. Zeit
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am 11. Juli 2009
"Seide" ist ein Kunstwerk!!!

Ein einzigartiger literarischer Hochgenuss: zart, melancholisch, rätselhaft. Ich habe "Seide" vor vier Jahren entdeckt und seither immer wieder gelsen. Stets aufs Neue gerate ich in den Sog dieser wunderschönen Erzählung, staune ich über die schlichte und doch so kunstvolle Sprache, über einzelne unergründliche Szenen, über die Geschichte an sich. Nach "Seide" hat mich kein Buch mehr richtig befriedigt.

Das Buch ist wie ein Musikstück, jeder Satz stimmt. Da Baricco vieles offen lässt und das Buch voller Andeutungen ist, kann man nach der Lektüre noch lange seinen Gedanken nachhängen - "Seide" ist zwar schnell gelesen, lässt einen aber nicht so schnell wieder los - das Werk ist viel mehr als nur eine Liebesgeschichte!
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am 15. Juni 2004
Die Hauptfigur Hervé Joncour lebt im Jahr 1861, in einem Ort Lavilledieu zusammmen mit seiner Frau Hélène irrgendwo in Südfrankreich. Er kauft und verkauft Seidenraupen. Einmal im Jahr fährt er für mehrere Monate nach Syrien und Ägypten um die Eier zu erwerben, den Rest des Jahres ruht er sich aus.
Hervé Jouncour gehört eher zu den Menschen die dem Leben lieber beiwohnen, während sie jegliches Bestreben, es zu leben, für ungebracht halten. Und hätte man ihn gefragt, so hätte er geantwortet das sein Leben immer so weitergehen würde.
Nachdem sich jedoch sämtliche Eier über Europa bis nach Afrika und Indien mit einem Virus infizierten, wurde es immer schwieriger an gute Ware zu kommen.
Zur selben Zeit öffnete sich die Insel Japan für Ausländer und es gab Gerüchte das dort die schönste Seide der Welt hergestellt wird. Noch im selben Jahr reist er in dieses fremde Land und trifft Hara Kei, dem uneinnehmbarsten Mann Japans und Besitzer all dessen, was die Welt von dieser Insel fortragen konnte. Und er trifft eine Frau an Hara Keis Seite, die er seit dieser ersten Begegnung nicht mehr vergessen kann. Von nun an reist Hervé Joncour mindestens einmal im Jahr nach Japan um Seidenraupen zu kaufen, Hara Kei zu treffen und das geheimnisvolle Mädchen wiederzusehen.
Doch am Ende kommt alles anders, als man es denken würde.
Alessandro Baricco ist in Italien schon seit Jahren ein gefeierter Literaturstar. Sein Schreibstil ist witzig, direkt und poetisch.
Dieses Buch ist ein kleines Kunstwerk über die Senhsucht und die Liebe. Wirklich wunderschön und sehr zu empfehlen.
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am 1. Februar 2011
Eine sehr gefühlvolle Geschichte, allerdings auch eine sehr kurze. Ich hatte manchmal das Gefühl, ein Gedicht in Prosaform vor mir zu haben, mit sich fast wortgleich wiederholenden Refrain am Anfang vieler der sehr kurzen Kapitel. Das Buch liest sich leicht, ist aber trotzdem keine leichte Lektüre. Man muss sich gefühlsmaßig öffnen können, die Dinge hinter den Worten ahnen können, dann kann man trotz verhaltener Traurigkeit, mannigfacher Geheimnisse und seltsamer Symbole viel Freude mit "Seide" haben - ein echtes Kleinod!
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am 27. September 2006
Alessandro Baricco "Seide" dtv 127 Seiten

Inhalt: 1861: Eine Epidemie in der Seidenraupenzucht bedroht die Existenz vieler Seidenhändler (Die Nosemaseuche macht Seidenraupeneier unbrauchbar). Auch im französischen Lavilledieu macht man sich Gedanken, wie man die Seuche überstehen kann. Der Seidenhändler Hervé Joncour, glücklich mit Hélène verheiratet, wird auserkoren sich auf eine waghalsige Reise nach Japan (weil derat abgelegen von den Erregern) zu begeben. Die Geschäfte mit dem reichen japanischen Händler Hara Kei laufen, trotz anfänglicher Skepsis und Misstrauen, gut. Und dann passiert, was die Geschichte und das Leben des Hervé Joncour fortan bestimmen soll: er blickt in die Augen einer jungen Frau, die zuvor zu Füßen Hara Keis lag. Hervé Joncour muss zurückreisen, um die Raupeneier heil nach Lavilledieu zu bringen, einen Teil seines Herzens lässt er jedoch in Japan. Zwar liebt er seine Frau, doch ist die Sehnsucht nach der Unbekannten (nie hat er ihre Stimme hören können) so groß, dass er wieder und wieder nach Japan aufbricht....

Zwar finde auch ich, dass die Bezeichnung Roman für dieses Büchlein nicht die richtige ist, jedoch ist dies für mich kein Bewertungskriterium, wenn ich solch einen feinen Inhalt vor mir habe. Man liest nicht gerade lange (etwas über eine Stunde) in und an diesem Büchlein, aber doch eine längere Zeit noch in sich selbst. Das ist das Schöne an Parabeln. Und an Liebesgeschichten. Die Gedankenbilder- verharzenden und zerstörenden Kitsch habe ich für mich nicht entdecken können. Ich empfand die Geschichte als sehr tiefgreifend, harmonisch, feinklingend, etwas traurig und sehr schön. In keiner Weise habe ich durch die Lektüre etwas verloren wie z.B. Zeit.
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TOP 1000 REZENSENTam 21. Februar 2010
1861, Hervé Joncour, verheiratet mit Helène, reist zum ersten Mal nach Japan um dort Seidenraupeneier zu kaufen. Dort verfällt er regelrecht der Gefährtin seines Geschäftspartners Hara Kei, einer jungen ätherischen Erscheinung, ohne jedoch ein Wort mit ihr zu wechseln. Bei seiner zweiten Reise wird er am letzten Abend von ihr gewaschen, doch ohne dass er sie zu Gesicht bekommt und ein Wort gewechselt wird. Auf einem Stück Papier das sie ihm zusteckt, steht: 'Kommen Sie zurück oder ich sterbe'. Als er ein drittes Mal nach Japan aufbricht, lässt sie ihm eine Geliebte zukommen als wäre diese eine Art Ersatz. Statt, wie man meinen könnte, dass all diese Erlebnisse ihn von seiner Frau entfernen, tritt das Gegenteil ein: Ihre Stimme macht ihn glücklich, er macht zum ersten Mal gemeinsam mit ihr eine Reise, gesteht ihr seine Liebe.

Man könnte es nur als eine schlichte, jedoch wunderschöne und poetische Liebesgeschichte lesen. Doch zuviel im Text weist daraufhin, dass hier auch beschrieben wird, wie zum einen eines der größten Hindernisse in der buddhistischen Lehre überwunden wird: das Verlangen, Begehren. Und wie zum andern die fortgesetzte, vollständige und bewusste Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments erreicht wird, eines der Ziele im Zen-Buddhismus.
- Beispielsweise die immerwiederkehrenden fast wortwörtlichen Wiederholungen seiner An- und Abreise, das sich Anblicken der Beiden - Wiederholungen sind eine Übungsweise der Zen-Meditation um den Kopf freizubekommen. Den Kopf, der stets denkt und ein neues Ziel im Blick hat, dass es zu erlangen gilt und dabei das Wesentliche übersieht.
- Auch der Kauf der 30 Morgen Land und die anschließende Umwandlung in einen Park ist ein Weg des Zen: Zengarten, die Kunst der Gartengestaltung.
- Als Hervé seiner Frau Helène erklärt, was eine Volière ist - Vögel hineinzusetzen um sie anschließend fliegen zu lassen: das Aufgeben des Begehrens.
- Die Langsamkeit, die Aufmerksamkeit, die Stille, von denen seine Aufenthalte in Japan stets geprägt sind. All dies sind Merkmale der Zen-Praxis.

Ein kleines Buch, das neben einer wunderschönen Liebesgeschichte noch einiges mehr zu bieten hat.
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