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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
39
4,3 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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Die Welt der Quantenmechanik ist so merkwürdig, dass Albert Einstein, einer der Wegbereiter dieser Theorie, sich Zeit seines Lebens weigerte, sämtliche Implikationen der Theorie als gültige Beschreibung der realen Welt anzuerkennen. Die u.a. von Heisenberg und Schrödinger ausformulierte und logisch begründete Quantenmechanik hat im Laufe der Jahrzehnte zahlreiche Falsifikationsversuche unbeschadet überstanden. Viele praktische Anwendungen (Computertechnologie, Gentechnologie, Laser u.a.m.) beruhen auf den Grundlagen der Quantenphysik. Was ist das besondere an dieser physikalischen Theorie?

Die Objekte, deren Verhalten untersucht wird, entziehen sich einer exakten Beschreibung. Sie sind so klein, dass sie durch den Vorgang der Beobachtung beeinflusst werden. Es gibt, wie Heisenberg es zum Ausdruck gebracht hat, so etwas wie ein Elektron, das sowohl einen präzisen Impuls als auch einen präzisen Ort besitzt, überhaupt nicht. Es existiert eine große Diskrepanz zwischen der ingenieurtechnischen Anwendung und der Deutung der Quantentheorie in philosophischer Hinsicht. Sie funktioniert, auch wenn wir sie nicht wirklich verstehen. Wir verstehen sie nicht wirklich, weil sie den Gesetzen der klassischen Physik widerspricht.

John Gribbin, englischer Physiker und Publizist, erläutert ausführlich die Entwicklungsgeschichte der Physik von Newtons Bewegungsgesetzen bis zur Viele-Welten-Theorie. Es handelt sich zwar um ein populärwissenschaftliches Buch, aber auch da gilt: Interesse an und Wissen über Grundlagen der Physik und Chemie sollten vorhanden sein, will man vom Inhalt des Buches profitieren. Der Fokus liegt auf der Darstellung der historischen Entwicklung der Physik. Gribbin verzichtet weitgehend auf Formeln.

Gibt es etwas zu kritisieren? Die Verbindung zwischen Quantenphysik und Gentechnologie hätte deutlicher beschrieben werden können. Hier überwiegt - wie auch insgesamt im Buch - die historische Darstellung. Bei der Erläuterung des Doppelspaltexperiments stützt sich Gribbin wesentlich auf Feynman. Hierzu empfehle ich, direkt bei Feynman in "Vom Wesen physikalischer Gesetze" nachzulesen. Aber dies sind nur Randnotizen, die den Wert des Buches nicht mindern. Gribbin hat große Qualitäten, wenn es darum geht, komplizierte Sachverhalte für ein breites Publikum verständlich aufzubereiten. Das hat er in anderen Werken schon hinreichend bewiesen. Das Buch kann ich sehr empfehlen.
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am 16. Juni 2017
Ein sehr angenehmer Schreibstil, mit dem der Autor die komplexen Probleme wunderbar anschaulich darstellt, ohne die biografischen Hintergründe und sonstige Aspekte zu kurz oder zu lang kommen zu lassen.
Es wird alles vom Atommodell über die Quantenmechanik bis hin zu deren technischen und philosophischen Folgen aufgebaut, ohne es, auch für bereits etwas bewanderte Leser, langweilig werden zu lassen.
Äußerst empfehlenswert für alle, welche sich für dieses Thema begeistern können.
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am 7. Januar 2016
Gut verständlich erklärt, viele Ansätze auch drinnen, die mir neu waren. Man muss sich konzentrieren, aber man wird auch belohnt. Am Schluß ein Geständnis des Alle-Möglichkeiten-Glaubens des Autors, aber warum nicht, wer weiß schon, was wirklich ist...... Er sagt was er denkt und steht dazu !
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am 30. September 2012
Ich kann mich der guten Bewertungen leider nicht anschliessen. Ich habe das Buch mit viel Vorfreude gekauft, wurde aber bald enttaeuscht.

Ich halte den Inhalt nur fuer eine nette Historie der Quantenphysik und nicht viel mehr.

Der Aufmachung ist schulbuchmaessig, die Sprache systematisch und ueber 80% des Inhaltes behandelt Themen von vor 1925. Ich empfand das Buch als schwerfaellig.

Die Interpretation des Autors macht vielleicht Sinn, wird aber nicht sehr interessant ruebergebracht.

Es gibt bessere Buecher zum Thema.
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am 20. Januar 2013
Also ich war enttäuscht von diesem Buch - wobei das natürlich nur mit meinen Erwartungen an dieses Buch zu tun hat und nicht mit dem Buch selbst!

Ich habe ein Buch erwartet, in dem ich die Grundzüge der Quantenphysik nachlesen kann, möglichst einfach und ohne komplizierte Formeln. Dieses Buch ist jedoch tatsächlich zum überwiegenden Teil ein Geschichtsbuch darüber, wann und von wem die Quantenphysik nach und nach “erarbeitet” bzw. “entdeckt” wurde, und wer wann welchen Nobelpreis wofür bekommen hat - das scheint dem Autor übrigens sehr wichtig zu sein, denn auf fast jeder zweiten Seite ist irgendein Nobelpreis erwähnt. Dabei geht der Autor nicht eimal chronologisch vor, so dass ich ziemlich bald den Überblick über die Historie der Entdeckung der Quantenphysik verloren habe.

In den ersten beiden Teilen, die etwa 150 Seiten einnehmen, geht es also nur am Rande um die Quantenphysik. Das war wohl das, was Herr Weiß, ein anderer Rezensent, meinte als er geschrieben hat, dass der Autor wie (Schrödingers?) Katze um den heissen Brei herumredet. Ich habe das Buch zu dem Zeitpunkt schon *fast* aus der Hand gelegt, habe mich dann aber doch bis zum 3. Teil durchgequält, wo es dann endlich doch (für mich) interessant wurde, weil dort die Implikationen der Quantenphysik (… und was darüber hinausgeht) auf unser Weltbild zur Sprache kommt.

Lange Rede kurzer Sinn: Das Buch ist das, was tatsächlich sein Titel besagt: es ist ein Buch über die “Suche nach Schrödingers Katze” - also ein Geschichtsbuch über die Entdeckung der Quantenphysik. Wer etwas über die Quantenphysik selber lesen will, sollte sich besser an andere Bücher halten (ich weiss allerdings noch nicht, an welche - ich suche noch).

Ich gebe dem Buch dennoch 4 Punkte, weil es exzellent erarbeitet und auch sehr flüssig geschrieben ist.
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am 29. Januar 2010
Der Titel ist gut gewählt. Hieße das Buch "Über den aktuellen Strand der Forschung in der Quantenphysik", würden sicher die Meisten ohne einen zweiten Blick an dem Buch vorüber laufen, und es würde mit einer Hand voll anderen technisch-mathematischen Werke in einem Winkel verstauben.

Kaum ein Zweig der Wissenschaft ist exotischer und weniger vorstellbar als die Quantenphysik. Das eigenartige Verhalten von Materie und Raum auf diesen kleinsten Maßstäben ist so bizarr, dass sich der "normale Menschenverstand" dagegen sträubt und es wie Zauberei anmutet. Diese Saite bringt der Autor mit seinem Werk auch zum Schwingen. Er versteht es meisterhaft, die trockenen Fakten dem Leser als aufregende Reise durch eine schier unglaubliche Welt zu vermitteln, in der Materie Teilchen auf geisterhafte Weise von Manipulationen an ihrem Zwilling "wissen", ein Elektron gleichzeitg zwei verschiedene Wege fliegt - es sei denn, man möchte herausfinden welchen, und jede Entscheidung eine parallele Wirklichkeit erzeugt.

Hier wird man nicht mit Formeln beworfen, sondern jede Erkenntnis wird anhand nachvollziehbarer Beispiele und Gedankenmodellen vermittelt. Obwohl die Eigenschaften und Regeln der Quantenphysik gut verstanden und allgemein akzeptiert sind, herrscht über das "warum" oder die sich daraus ergebenden Konsequenzen keine solche Einigkeit. Der Autor beschreibt die verschiedenen, konkurrierenden Vorstellungen und deren Bedeutung für unser Verständnis vom Universum sehr anschaulich.

Auch wenn das Buch mittlerweile über 20 Jahre alt ist, hat es bislang noch niemand anderer zuwege gebracht, dieses Thema so spannend und leicht verständlich auch dem interessierten Laien näher zu bringen - außer vielleicht sein eigenes Nachfolgewerk: Schrödingers Kätzchen und die Suche nach der Wirklichkeit

Natürlich sind in den letzten 20 Jahren neue Erkenntnisse hinzugekommen, an den grundlegenden Problemen hat sich aber nichts geändert. Es lohnt in jedem Fall, zuerst dieses Buch zu lesen, da dem Leser hier gut näher gebracht wird, wie selbst Titanen der theoretischen Physik wie Albert Einstein Probleme damit hatten, die seltsamen Gesetzmäßigkeiten und die möglichen Konsequenzen daraus für real zu halten. Diese waren ja, wie auch viele der Leser zum ersten mal mit diesen bizarren Ideen konfrontiert, die sich so sehr von der erlebten und als "real" empfundenen Wirklichkeit unterscheiden.

Stück für Stück wird dem Leser nahe gebracht, wie alle Versuche, die Quantenphysik ale esoterische Spinnerei zu entlarven fehl geschlagen sind und im Gegenteil, zu immer neuen und unerwarteten Bestätigungen derselben und letztendlich zu so profanen Alltagsgegenständen wie CD-Spielern geführt haben.

Nach der Lektüre dieses Buches hat man eine gute Vorstellung davon, wie die uns vertraute Welt in ihrem Inneren nach sehr merkwürdigen Regeln funktioniert.
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am 11. Juli 2008
Das Buch ist zwar eine ausgezeichnete Zusammenfassung der Quantumphysik, aber keine Einführung für Laien - ohne etwas Vorwissen wird es sehr schwierig, den Text zu verstehen. Ausserdem verfehlt das Buch die Titel-Aufgabe (die Katze wird zwar gesucht, aber nicht wirklich gefunden).
Die aktuelle Ausgabe wurde zwar 2007 verlegt, aber man soll wissen, dass die darin enthaltene Übersetzung schon über 20 Jahre alt ist (das Original ist aus dem Jahr 1984). Deswegen wird wiederholt auf "Three Mile Island" hingewiesen, aber nichts von Tschernobyl gesagt, außerdem gibt es kein Wort über viele neue Entwicklungen (wie Quantumkryptografie, usw.) Eine Überarbeitung und Auffrischung ist dringend notwendig (und sei es nur darum, um die wiederholte Verwechselungen zwischen "elektrischen" und "elektromagnetischen" Kräften zu beseitigen).
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am 27. August 2006
John Gribbin schafft es, ausgehend von der historischen Entwicklung, eine wirklich klare und und sachlich absolut korrekte Einführung in die Quantenphysik zu geben .
Es liegt in der Natur der Sache, dass das Buch sich nicht so leicht wie ein Roman lesen lässt . Aber es gelingt Gribbin, ohne Verwendung von Formeln die wesentlichen Aspekte auch für den Laien herauszuarbeiten .
Ich ( studierter Naturwissenschaftler, aber kein Physiker ) habe durch Gribbin "Blut geleckt" . Erst nachdem ich durch dieses Buch einen Begriff von den Grundlagen bekommen habe, konnte ich mich schwierigeren und tiefgreifenderen Darstellungen wie dem "eleganten Universum" von Greene zuwenden .
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am 7. Juni 2009
Der auf dem Cover hochgelobte Gribbin nimmt für sich in Anspruch, endlich eine allgemeinverständliche Zusammenstellung der Quantenphysik zu geben. Zugegeben, er ist umfassend und mit dem Schulwissen der 70er Jahre des vergangenen (d.h. des 20sten) Jahrhunderts kann man ihm recht gut folgen. Die Originalität eines Feynman erreicht er allerdings nicht, sein Bemühen um Vollständigkeit bringt es mit sich, dass er weniger pointiert als das große Genie dann leider auch ermüdend wirkt.
Und dann wird da plötzlich eine Gehässigkeit deutlich, die ich in einem solchen Buch nicht erwartet hätte: Nahezu jeder Meilenstein der Physik wird nicht nur mit dem Namen seines Wegbereiters verbunden sondern auch mit seiner Nationalität, wir begegnen (ganz betont!) vielen großen englischen, französischen, italienischen Physikern und Chemikern. Und dann gibt es auch Heinrich Hertz, Albert Einstein und Wilhelm Röntgen. Anscheinend gehörten sie keiner Nation an oder einer Nation, die Gribbin und seine Protektoren nicht kennen wollen. Röntgens Entdeckung der Radioaktivität 'war ein glücklicher Zufall', und dass Albert Einstein einen bahnbrechenden Aufsatz auf deutsch veröffentlichte 'wirkt wie Ironie'.
Lieber Herr Gribbin, die wirklich Großen sind frei von derlei Eifersüchteleien! - Das Buch kann man trotzdem mit Gewinn lesen.
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am 2. Juni 2011
Vor einigen Tagen kam bei mir das Buch ,,Auf der Suche nach Schrödingers Katze:Quantenphysik und die Wirklichkei'' an. Ich fing an dieses Buch zu Lesen und war sofort begeistert. Für mich als Realschüler der 9. Klasse ist dieses Buch zwar normal nicht geeignet aber ich fing früh an ein bestimmtes Interesse für die Physik zu entwickeln mit allein den Anlesen des Buches(Ich bin noch nicht fertig)wuchs dieses Interesse extrem. Echt toll alles erklärt an Hand der bilderhaften Darstellung und man erfährt nebenbei auch viel Geschichtliches über die ,,Großen Leute'' der Physik. Ich bin einfach nur begeistert.
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