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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
44
4,3 von 5 Sternen
Der nackte Berg: Nanga Parbat - Bruder, Tod und Einsamkeit
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:12,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 18. Dezember 2003
Es scheint, dass jeder, der dieses Buch in die Hand nimmt, es schaffen will, zwischen den Zeilen, die Jahrzehnte nach den Ereignissen niedergeschrieben wurden, den "wahren" Verlauf der Ereignisse erkennen oder interpretieren will. Deshalb möchte ich die Rezension nach dem Inhalt und dem Schreibstil und abschliessend auch zum Thema Günther Messner unterteilen.
Inhalt und Schreibstil sind durchgängig sehr gut lesbar. Das Buch erzählt, auch wenn man es bei den Diskussionen um die Thematik des Abstiegs kaum für möglich halten sollte, die gesamte Geschichte der Besteigungen und gescheiterten Versuche des Nanga Parbat. Angefangen bei den ersten Fehlversuchen, über den Erstbezwinger Buhl und schließlich auch den Messners.
Das Buch ist durchweg bebildert, weitgehend jedoch schwarz-weiß. Die eindrucksvollen Schilderungen werden dennoch gut durch Bilddokumente untermalt.
Einziges Manko hier m.E.: Als nicht Profi-Bergsteiger fällt es sicher manchmal schwer, alleine an den Bildunterschriften die einzelnen Merkmale des Bildes zu erkennen. Der ein oder andere Hinweispfeil im/am Bild wäre hier eine gute Hilfe gewesen.
Die Schilderung ist insgesamt sachlich. Es kommt zu keinen Verunglimpfungen'o.ä. ! Das Buch ist -trotz des bekannten tragischen Endes- durchweg spannend und sehr gut zu lesen, auch für die "Nicht-Bergsteiger" unter uns.
Jetzt (ich hoffe ich schaffe es in kurzen Worten) zur Tragödie:
1. Warum nach 30 Jahren dieses Buch?
Ein reines Problem der Rechteverwertung! Herrligkoffer besaß die Rechte, kein anderer als der Expeditionsleiter durfte berichten! Erst nach dessen Tod waren die Bücher zum Thema Besteigung Nanga Parbat möglich!
2. Wer hat recht?
Ich weiß es nicht, DU lieber Leser weißt es nicht, von Kienlin weiß es wahrscheinlich nicht, und Saler genausowenig. Günther ist leider tot, Kuehn und SCholz (die rufenden, aufsteigenden Bergsteiger) sind ebenfalls verstorben. Fazit der einzige Überlebende und einzige der das Ende wirklich erlebt hat/erleben mußte, ist und bleibt Reinhold Messner! Ganz alleine ER trägt möglicherweise die Zweifel und die Bürde an seinem eigenen Verhalten. Das ist, so denke ich, schwer genug! Jegliche Unterstellung läßt sich letztlich nicht beweisen und ist indiskutabel. -
Das es zu dieser Eskalation der Diskussionen kommt, liegt möglicherweise auch an den Charakteren der Beteiligten. Etwas "extrem" muß man schon sein, bei so einem Vorhaben! Messner selbst ist, soweit mir bekannt, heute mit nahezu allen ex-Bergkameraden hoffnungslos entzweit! Aber: Solange man nicht zweifelsfreie Beweise vorlegen kann, kann und will ich nicht daran glauben, dass Reinhold seinen geliebteb Bruder und Seilkameraden einer persönlichen Herausforderung geopfert hat. Und ich finde, in einem Rechtsstaat ist das selbstverständlich!
Fazit:
Gut lesbares Buch, welches grundsätzlich jedoch die Frage aufwirft, ob nicht alle Beteiligten besser daran getan hätten, diese unlösbare Diskussion einfach ruhen zu lassen. Günther wird nicht mehr lebendig!
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VINE-PRODUKTTESTERam 29. Januar 2010
Ich habe schone einige "Bergbücher" (auch von Messner) gelesen, aber abgesehen von "In eisige Höhen" hat mich noch keines so gepackt wie dieses hier. Die beiden Brüder steigen gemeinsam auf, aber nur einer kommt zurück und keiner weiß genau, was hier wirklich passiert ist. Wahrscheinlich weiß es nicht einmal Reinhold Messner genau.
Aber er schildert hier seine Sicht der damaligen Ereignisse. Der einzige der dabei wirklich schlecht wegkommt, ist Herrligkofer (der Expeditionsleiter). Schuldzuweisungen, wie sie schon öfter in Interviews zu hören waren, gibt es in diesem Buch nicht. Wahrscheinlich gibt es auch keinen Schuldigen im Sinne des Wortes. Wer auf einen 8000er steigt, muss damit rechnen (und rechnet in der Regel auch damit) nicht mehr herunterzukommen. Günter Messner hatte wohl einfach Pech.

Warum kann Reinhold Messner dieses ganze Geschehen niemal hinter sich lassen? Wahrscheinlich, weil er sich selbst den Tod des Bruders nicht verzeihen kann. Das ist wohl das Drama seines Lebens, welches er - trotz aller Erfolge - niemals überwinden wird.
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am 6. Januar 2011
Leider hat mir das Buch, trotz einiger guter Rezensionen, nicht gefallen. Falls es wir auf dem Cover angepriesen, Messners bestes Buch sein soll, frage ich mich wie mäßig dann noch seine anderen sind? (da ich nur dies eine von ihm bis jetzt gelesen habe)

Zum Buch: Zu Beginn muss sich der Leser erst durch gut ein Drittel Nanga-Historie, die Messener in einem angestaubten, fast kolonial anmutenden Stil seinem teuren Leser präsentiert, mühsam durchackern. Ist er endlich zur eignentlichen Expedition mit den Messnerbrüdern vorgedrungen, bekommt man lediglich Auszüge aus den jeweiligen Tagebüchern von Günther + Reinhold in wenig moderierter Fassung vorgelegt. Auch hier hangelt sich der Leser mehr schlecht als recht durch die Seiten. Erst im letzten Viertel des Buches wird auf den tragischen Verlauf der Besteigung eingegangen. Aber auch hier wirkt das ganze seltsam distanziert auf den Leser!? Erst als Reinhold alleine nach dem Abstieg ums Überleben kämpft, scheint sich der Schreibstil zu ändern und intensiver auf den Leser zu wirken. Positv anzumerken ist die gute Bebilderung, die das ganze dann doch greifbarer für den Leser machen.

Das Buch macht für mich einen eher antiquierten Gesamteindruck. Das Quellenregister weist, obwohl "Der nackte Berg" als 1.Auflage 2003 erschienen ist, zum allergrößten Teil nur alte Quellen auf bzw einige wenige Quellenangaben direkt nach der Expedition. In wie weit direkt aus ihnen zitiert wird, wurde vom Autor nicht angegeben. Über Fragwürdiges des gesamten Geschehens, wird insgesamt über volle sechs Seiten eingegangen.
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am 26. Oktober 2011
Ich habe dieses Buch sehr zwiespältig gelesen, was auch daran lag, dass zwei große Themen Messners Bericht durchziehen, die unterschiedliche Intentionen verfolgen.

Da ist einerseits der sehr packende Reisebericht über die Bezwingung der Rupalwand durch die Herrligkoffer-Expedition im Jahr 1970. Messner berichtet mitreißend und authentisch, wobei er sich glücklicherweise nicht in der Schilderung der Auf- und Abstiege des Jojo-Expeditionsstils verliert. Vorangestellt wird dem Buch neben vielen Farbphotos auch eine gelungene Zusammenfassung der vorigen (z.T. nicht erfolgreichen) Besteigungen des Nanga Parbat, etwa durch Mummery, Merkl und Buhl. Aufgewertet wird dieser Bericht durch viele weitere Schwarz-Weiß-Photos im Text, die auch den Verlauf der Route zumindest erahnen lassen und die Imagination unterstützen. Das ist gerade deshalb sehr angenehm, weil Messner (wie ich finde, leider) nur an wenigen Stellen Atmosphäre durch umfangreichere Schilderungen der ihn umgebenden Bergwelt, der Ausrüstung und der Kameraden aufbauen kann.

Manchmal kommt es zu merkwürdigen Brüchen im Text, wobei dieser Effekt auch durch merklich aus dem Kontext gerissene Zitate anderer Teilnehmer (Herrligkoffer, Kuen) verstärkt wird. Ein gründlicheres Endlektorat hätte dem Buch in dieser Hinsicht sicher geholfen - wie auch bspw. in der Frage, ob das Brot der Hochtalbewohner nun "Capati" oder "Tschapati" geschrieben werden soll. Trotzdem für diesen Teil des Buches alles in allem 4 Sterne: ****

Andererseits ist da aber die Auseinandersetzung mit der Expeditionsleitung und den anderen Teilnehmern. Messner vermischt diese beiden Ebenen ständig miteinander: Berichterstattung des Geschehens am Berg und nachträgliche Bewertung gehen ineinander über, was beiden Teilen nicht gut tut; aus meiner Sicht wäre eine deutliche Trennung besser lesbar und verständlicher gewesen. Dazu kommt (natürlich) auch, dass es Messner eben nicht um die Findung einer quasi-objektiven Beschreibung der Vorfälle geht, sondern ausschließlich um seine Sicht der Dinge. Dazu instrumentalisiert er die Zitate aus den Werken anderer Autoren meines Empfindens nach merklich, was in mir als Leser ein eher ungutes Gefühl betreffs des Wahrheitsgehalts erzeugt hat. Eine sauberere Dokumentation wäre mir lieber gewesen, die ist aber durch einen Protagonisten wohl letztlich nicht leistbar (vgl. auch Krakauers "In eisige Höhen"). Für diesen Part, insbesondere wegen der problematischen Vermischung von Schilderung und Bewertung, nur 2 Sterne: **

Insgesamt also 3 Sterne für einen packenden Expeditionsbericht, in den eine vielleicht notwendig Abrechnung leider ziemlich ungünstig eingewoben wurde.
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am 19. Januar 2011
mein erstes buch von messner, ich muß sagen, es hat mich nicht losgelassen. der stil gefällt mir ganz gut, schnörkellos, eher nüchtern, kein larifari, irgendwelche ausschweifende ausschmückungen findet man nicht.
es ist der bericht eines interessanten mannes aus der riege des eigenwilligen volkes der extrembergsteiger aus dem letzten jahrhundert, denen es noch um die herausforderung ging und nicht um irgendwelche preise oder lobende erwähnungen in dubiösen rekordlisten. es sit die geschichte einer bergbezwingung, über der eine besondere tragik liegt. es ist ein spannendes abenteuerbuch, gut illustriert, mit ausflügen in die geschichte des ringens um den nanga parbat.

was letztlich für eine wahrheit noch nicht erzählt ist, darüber mögen sich andere streiten oder den kopf zerbrechen. das buch gibt eine antwort: über allem liegt ein großer schatten, der schatten des toten günther messner, und über allem liegt auch die verzweiflung des reinhold messner, der die wahrheit als einziger kennt, aber entweder kann er sie nicht sagen,oder er will es nicht, oder er sagt die wahrheit und verhält sich so, dass ihm keiner glauben kann, der es sowieso nicht glauben will.(messner wird immer ein in die enge getriebener sein, was wohl ursachen in seiner biografie hat.) eine tragödie für alle beteiligten, auch wenn sie überlebten.
punktabzug für die ständig versteckten anschuldigungen gegen andere mitglieder der klettergruppe. logisch, dass man sich da keine freunde macht, und dass sich da widerstand regt. aber das buch ist eine gut erzählte geschichte.
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am 19. April 2008
... finde ich das Buch sehr gelungen und mitreissend.
Reinhold Messner gewährt aus seiner Sicht einen tiefen Einblick in die Geschehnisse von damals, als er seinen Bruder verlor. Kann man überhaupt von Schuld sprechen? Jeder ist für sich selbst verantwortlich, keiner wird gezwungen, auf den Berg zu steigen. Es sind leider auch noch viele andere Seil- und Bergpartner abgestürzt. Wenn es eine Schuld gibt, ist es dann nicht letztendlich die eigene Abenteuer- und Bergsucht, die einen bewegt, trotz aller offensichtlichen Risiken, sich auf ein gefährliches Spiel mit dem Tod einzulassen?
Es war das erste Buch von R. Messner, welches ich gelesen habe. Danach folgten noch etliche andere von ihm und anderen Autoren. Kammerlander, Krakauer, Kienlin, Diemberger.... jeder hat eine eigene, zum Teil tragische Geschichte zu erzählen.
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am 28. Oktober 2007
Dieses Rätsel war der Grund zum Kauf dieses Buches. Ein Gesamtbild sämtlicher Berichte über dieses rätselhafte Verschwinden zieht seit Jahren durch die Bergsteigerwelt.
Reinhold Messner beschreibt hier seine Darstellung - unverblümt und mit einem wundervollen Schreibstil.

Allerdings stellen sich auch viele neue Fragen ein....

Wer sich mit dem Thema des Verschwundenen Günther Messner auseinandersetzt, sollte auch diese Buch unbedingt lesen.
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am 22. Februar 2006
Nach John Krakauers Buch "In eisige Höhen" ist dies das zweite Buch dieser Art, das ich gelesen habe und zwar - zugegeben - mit großem Interesse und manchmal feuchten Händen. Dokumentationen über Bergexpeditionen - zumal in solche Höhen und über solche fast unirdischen Bergwände - zeigen Extremsituationen für den menschlichen Körper und die menschliche Psyche. Es ist ein Mikrokosmos, in dem sich das Gute und Schlechte der zwischenmenschlichen Beziehungen zeigt und bewerten läßt. Immer vorausgesetzt, dass das Geschriebene objektiv und wahr ist. Uns bleibt nichts anderes übrig als zu glauben, was Reinhold Messner schreibt über das Geschehen am Nanga Parbat 1970. Und er schreibt nachvollziehbar und spannend darüber!
An den Yeti allerdings, Reinhold, glaube ich nicht ;-)).
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am 19. Juli 2012
Was wirklich 1970 am Nanga Parbat geschah, wird wohl auch trotz der unterschiedlichen Berichte der Expeditionsteilnehmer immer im Reich der Spekulationen bleiben. Der Bericht Messners ist eines der vielen subjektiven Puzzle-Teile, die sich in das Bild der Geschichte fügen.
Wie immer man nun Messners Bericht werten möchte, eines muss man ihm lassen: Er vermag durchaus zu schreiben und das Buch wird nicht zuletzt durch die einleitenden Kapitel, die die Eroberungsgeschichte des Nanga Parbat kurz darlegen, interessant und lesenswert.
Wer sich ernsthaft für die Geschichte der Siegi-Löw-Gedächtnisexpedition im Allgemeinen und das Schicksal von Günther Messner im Besonderen interessiert, wird um dieses Buch nicht drum herum kommen.
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am 20. November 2015
Ich bin nur Leser und kein Literaturkritiker. Vor den Leistungen von Reinhold Messner habe ich einen Riesenrespekt. Was er geleistet hat, ist schon fast außerirdisch. Rein vom Lesen her ist es eher sperrig zu lesen, ist halt kein Roman und Reinhold Messner ist auch Bergsteiger und kein reiner Schriftsteller. Da gibt es wesentlich besser geschriebene Bücher zu Bergunglücken. Was mir aber gefallen hat ist, dass er versucht zu erklären, warum es zu dem Unglück kam und er selbst am meisten darunter gelitten hat - unter unmenschlichen Bedingungen. Außerdem ist es ein Zeitdokument des Bergsteigens, so wie wir es uns heute unter modernen Bedingungen wie GPS und Handy gar nicht mehr vorstellen können.
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