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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
13
3,9 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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(frei nach dem De'-Medici-Schlachtruf "Palle, Palle")

Mögen Sie ein Buch,
- das gerne ohne Begründung scharfe Urteile wetzt,
- sich suhlend über das Privatleben der beschriebenen Familie auslässt (Homosexualität scheint Cleugh dabei irgendwie besonders zu faszinieren),
- gerne andere Geschichtsschreiber einfach zusammenfassend nacherzählt (genau dreimal löst sich Cleugh von diesen erzählenden Quellen),
- sich Archive, Quellen etc. weitgehend erspart zu haben scheint,
- die beiden berühmten Köpfe Cosimo und Lorenzo stark beleuchtet und die anderen auf seine spezielle Weise (s.o.) durchzieht?

Ich jetzt weniger. Doch falls, dann kaufen Sie das Buch. Sonst eher nicht.

Jetzt noch einmal ausführlicher:
James Cleughs Buch stammt von 1975, doch schon damals war sein Ansatz fragwürdig. _Kein_ Standardwerk. Als wäre noch das 19. Jahrhundert, hangelt sich Cleugh an "großen Menschen" entlang, nutzt Mentalitäts-, Wirtschafts-, Sozialgeschichte schon einmal so gut wie gar _nicht. So gut wie _keine erkennbaren Quellenstudien, es wirkt eher wie aus den Bibliografie-Büchern und den einschlägigen Florentiner Geschichtsschreibern beflissen gesammelt. Dabei versucht Cleugh den Eindruck zu erwecken, er wäre dabei gewesen ... Beispiel gefällig? S. 43: "[...] Aufstand. Schreie und Flüche, flüchtende Schritte [!], das Klingen [!] von Stahl, und donnernde Hufe hallten in den hitzebrütenden Straßen wider [...]"

Er urteilt geschwätzig und leichter Hand - als positive Ausnahme möchte ich vermerken, dass Cleugh einmal Katarina de' Medici aus dem Spucknapf von Heinrich Manns Heinrich IV. herausholt. Auch hier ein Beispiel, S. 115: "Die Mädchen [Tscherkessinnen wie Cosimos Magdalena] waren allerdings keine guten Dienerinnen, sie neigten zur Faulheit und zum Widerspruch. Die Käufer mußten sich meist mit den - oft hinreißenden - dekorativen Eigenschaften ihrer Erwerbung zufrieden geben. Carlo sah sehr slawisch aus und glich damit seiner Mutter, während er von seinem Vater anscheinend etwas von dessen Fleiß geerbt hatte" ... ???

Der Gelehrte Alberti war u.a. nützlich, weil er außerdem (S. 143f.) "1.80 m"(!) hochsprang???

Kurzum, ich habe das Buch fertiggelesen, doch nur, weil es ein Geschenk war.

Ausstattung: Taschenbuch, schwarzweiße Bilder, die leider auch nicht immer zum Text passen oder notwendig wären.
11 Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. Oktober 2002
Schon beim Blick auf das Inhaltsverzeichnis wurde ich stuzig: (mehr als) 200 Jahre Untergang einer großen Familie! Da haben sie sich aber Zeit gelassen. Erhebung in den Herzogstand, zwei Königinnen von Frankreich und zwei Päpste gestellt, all das gilt für den Autor als Untergang. Für ihn gab es nur zwei große Männer in der Medici-Familie: Cosimo den älteren und Lorenzo "Il Magnifico". Ihnen widmet er den größten Teil seines Buches (und den besten, weil detailreichsten), der Rest der Familie versinkt in Dekadenz, Dummheit, sexueller Ausschweifung bis hin zur Pädophilie. Ab Lorenzo dem Prächtigen werden Personen schnell (moralisch) abgeurteilt, auch wenn der Autor sein jeweiliges Urteil zwei Seiten weiter wieder in Frage stellt. Desweiteren ist das Buch gespickt mit schlecht übersetzten Passagen und Tippfehlern (Achtung bei Jahreszahlen). Ich gebe dem Buch trotzdem zwei Sterne, weil der erste Teil interessant zu lesen ist. Ab 1500 etwa wird man leider nur noch mit aneinandergereihten Fakten und moralischen Urteilen erschlagen.
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am 2. September 2007
Diese Buch hat trotz einiger Mängel meiner Meinung nach durchaus fast die volle Punktzahl verdient. Zum einen, weil es wirklich umfassend die Familie de' Medici beschreibt und damit meine ich, dass die meisten Autoren sich bisher zumeist nur auf Cosimo den Älteren und Lorenzo den Prächtigen gestürzt haben oder aber, sollten doch mehr Mitglieder der Familie beschrieben werden, wie es zum Beispiel Volker Reinhardt getan hat, dann sind die Bücher doch eher dünn und mehr als ein Anriss der Biographien ist es nicht. James Cleugh allerdings beginnt bereits im Jahre 1291 mit der Geschichte der Medici und spannt dann den Bogen bis ins Jahr 1737, in dem der letzte Medici starb. Natürlich muss man auch hier sagen, dass Lorenzo der Prächtige den grössten Platz einnimmt ( ca. 120 Seiten ), aber das sei dem Autor verziehen, denn Lorenzo hat nunmal am meisten hergegeben. Aber wie dem auch sei, Cleugh erzählt relativ locker und macht es dem Leser damit leicht den Aufstieg der rein bürgerlichen Familie (bürgerlich zumindest bis ein Medici Papst wurde), das Leben in Florenz vor, während und nach der Renaissance und natürlich den Untergang der Medici nachzuvollziehen. Man wird mit der kompromisslosen Politik der damaligen Zeit konfrontiert, in der Mord, Intrigen und Opportunismus fast alltägliche Mittel zur Willensdurchsetzung waren. Aber genau hier ergibt sich auch schon ein kleiner Schwachpunkt: Der Autor ist zum einen sehr parteiisch, soll heissen, vor allem Lorenzo war für ihn ein toller Typ, der so gut wie alles immer richtig gemacht hat und zum zweiten driftet Cleugh manchmal ein wenig ab und stellt Thesen auf die unwissenschaftlich und schwer nachzuvollziehen sind. Die Stellen lesen sich dann zwar sehr gut, fast schon wie ein Roman, klingen aber einfach übertrieben gewollt, was wiederrum auf die eben erwähnte Parteilichkeit zurückzuführen sein könnte. Außerdem sind manche Passagen in dem Buch etwas wirr, da sich der Autor, zwar selten, aber immerhin, ab und zu selbst zu widersprechen scheint.
Auch würde dem Buch mal eine Durchsicht von offizieller Hand ganz gut tun, da zum einen das Wort "gonfaloniere" (Bannerträger) durchweg nur als "gonfalonier" abgedruckt ist (auf diesen Fehler wird zwar hingewiesen, aber erst am Ende zwischen den Bildnachweisen und dem Personenregister) und zum zweiten bereits bekannt ist, das die Medici nicht an Gicht, sondern an Athrose erkrankt waren. Das gibt natürlich keinen Abzug in der Gesamtnote, aber ich finde bei einem Buch, welches noch frei erhältlich ist, sollte man bei Neuauflagen vielleicht auch auf Aktualität achten.
Fazit: Ein gut zu lesendes, umfassendes Buch über eine interessante Familie, wohl die interessanteste Familie der Renaissance, welches aber mit Vorsicht zu genießen ist. Leser, die sich erstmalig mit den Medici befassen wollen, sei das Buch natürlich ans Herz gelegt, sie sollten aber nach der Lektüre noch auf weitere Bücher Zugriff nehmen. Das schon alleine aufgrund der nicht zu verhehlenden Pro-Lorenzo Stimmung des Autors. Für alle anderen, und dazu zähle ich auch, die schon Medici-Bücher hinter sich haben, kann es auch nicht falsch sein dieses hier zu lesen, da ja vielleicht auch hier noch das ein oder andere unbekannte Detail verborgen sein kann.
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am 17. September 2005
Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil ich nach "Wir sind das Salz von Florenz" von Tilman Röhrig, mehr über die Medici erfahren wollte.
Das Buch zeigt gut den Aufstieg und dann auch den Fall der Familie Medici und geht dabei besonders auf die beiden wichtigsten Vertreter und Begründer der Macht, auf Cosimo, den Alten und auf Lorenzo, Il Magnifico, ein.
Die restlichen Mitglieder der Familie sind hin und wieder etwas zu kurz gekommen, trotzdem fand ich das Buch sehr gut. Der Schwerpunkt liegt auf der Beschreibung der politischen Taten der einzelnen Personen, nebenbei wird aber auch immer auf die Entwicklung von Florenz eingegangen und auf das Mäzenatentum der Medici.
Das Buch ist sehr leicht und flüssig zu lesen.
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am 25. Februar 2004
Die Renesaince ist eine absolut faszinierende Zeit, und dieses Buch behandelt wohl eine der wichtigsten und treibensten Familien dieser Epoche.
Gefesselt haben mich die verschiedenen Sichtweisen auf die einzelnen Familienmitglieder und ihr Milieu.
So erhält man neben höchst interessanten und stellenweise auch komplexen Characterstudien Einblicke in das politische, das kulturelle und das soziale Leben des mediceischen Florenz, Italiens, ja sogar Europas.
Angenehm fand ich, dass die ökonomischen Zusammenhänge der Bankgeschäfte, die z.B. bei Oggers "Kauf dir einen Kaiser" im Vordergrund stehen, fast garnicht behandelt werden. Die beiden Bücher ergänzen sich insofern übrigens perfekt.
Allerdings ist ein gewisses Geschichtsinteresse wohl Voraussetzung für dieses doch umfangreichere Werk. Gerade die Beschreibung der komplizierten Struktur des politischen Systems der italienischen Stadtstaaten lässt einen arg mit den ersten Seiten kämpfen. Aber es lohnt sich! 5 Sterne!
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am 9. Januar 2013
Das Buch ist teils sehr interessant, teils ist es zu differenziert. Es ist daher etwas anstrengend zu lesen. Doch insgesamt gefllt es mir.
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am 3. August 2006
Dieses Buch ist sehr parteilich geschrieben. Schnell werden Urteile gefällt, mitunter auch welche, bei denen man sich fragt, ob es dazu überhaupt belegbare historische Quellen gibt (Fußnoten sucht man in diesem Buch leider vergeblich).

Ich bringe ein paar Beispiele, die zeigen, dass man dieses Buch nur zur Unterhaltung, nicht aber unbedingt als Studiumslektüre lesen sollte:

"Seine Bedingungen (gemeint ist ein Waffenstillstand) fand Sixtus, der ein paar Wochen ernstlich krank gewesen war, derart ungünstig, dass er am nächsten Tag an einem Wutanfall starb." S. 191.

"Lorenzos Frau Clarice Orsini war ihm bei seinen Plänen kaum eine Stütze, sie war einfach eine eingebildete und bigotte Person, verdrossen und zänkisch." S. 197.

"Aber das Klima in Rom bekam ihr nicht, und so starb sie dort im Juli des folgenden Jahres." S. 197.

...

Der Autor ist außerdem pro Cosimo und pro Lorenzo. Man sollte aber nicht allzu überrascht sein, wenn man andere Bewertungen über die beiden Medici liest, die nicht ganz so positiv ausfallen.

Zwei Sterne, weil es kaum deutsche Alternativen zu diesem Buch gibt.
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am 2. Dezember 2001
Sehr detaillierte Darstellung der Familie Medici von den Anfängen bis zum traurigen Ende. Da das Buch unübersichtlich geschrieben ist und sich nicht gut einprägt, nur drei Sterne.
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am 22. April 2013
gute Beschreibung der Republik von Florenz, der Entwicklung der Medici-Dynastie und die geschichlichen Zeitereignisse.
Vorallem der Renaissance: Politik, Humanität und Kunst unter den Medici.
Sehr interessantes Buch!
Empfehlung!
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am 31. März 2013
Sehr wissenschaftlich aber trotzdem spannend. Das Buch geht in die Tiefe und erfordert manchmal große Konzentration. Es lässt dafür keine Fragen offen
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