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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
93
4,5 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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VINE-PRODUKTTESTERam 29. Dezember 2004
Ein Abend in den 40er Jahren in einem ungarischen Schloss. Der Besitzer Henrik, ein alternder General, erwartet seinen Jugendfreund Konrad, der ihn vor 41 Jahren nach einem Ereignis verliess, das bis heute ungeklärt ist. Der General fühlt, dass weder er noch Konrad in Ruhe sterben können, ehe nicht alles bereinigt ist, und ehe er nicht erfahren hat, was seine vor einigen Jahren verstorbene Frau Kryztina mit der Sache zu tun hat.
Zwischen den wenigen Einführungskapiteln und einem kleinen Schlußteil entspannt sich das Gespräch zwischen den ehemaligen Freunden, wobei aus dem Dialog ein Monolog wird. Der General nimmt die Vergangenheit zum Anlass, um über sein persönliches Leben zu reden und über das Leben im allgemeinen zu philosophieren. Seine wichtigsten Themen dabei sind Freundschaft, Treue, Freiheit, Toleranz, bleibend wichtige und existenzielle Themen nicht nur in Bezug auf die Entstehungszeit des Buches.
Es ist vor allem eine Szene, die im Gedächtnis haftet. Neugierde und Voyeurismus des Lesers werden zwar enttäuscht, aber im Nachhinein bleibt Hochachtung vor einem Menschen, der das Geheimnis eines anderen als dessen Eigentum würdigt: Freiheit und Vertrauen gründen nicht auf grenzenloser gegenseitiger Offenheit, sondern in der Größe des Menschen, der sie gibt.
Ein zeitloses Buch, nicht einfach und kurzweilig zu lesen, aber eines, das lange nachhallt.
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am 12. Dezember 2004
In wunderbarer Sprache bringt uns Marai dem Sinn des Lebens näher. Es ist nicht die Freundschaft, es ist nicht die Treue. Der einzig wahre Sinn des Lebens steckt in der Leidenschaft. Sie hält Menschen am Leben, die sonst nichts mehr haben. Sie lässt Menschen töten und sterben. Ein Verdacht bleibt jedoch: vielleicht kann die Liebe die Leidenschaft überdauern. Denn "was sind die Arten der Liebe wert, die mit Treue rechnen"!
Ein Buch voll kluger Gedanken über die Freundschaft, die Liebe, die Leidenschaft und den Hass! Gleichzeitig ein Sittenbild der Monarchie. Ein wunderbarer, stimmiger Monolog eines weise gewordenen alten Mannes.
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am 3. April 2013
Inhaltlich ein gutes Buch. Ich persönlich habe aber nicht so recht in einen befriedigenden Lesefluss gefunden. Eine gute Bekannte, die mir das Buch empfohlen hat, ist jedoch ganz begeistert.
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Nach 41 Jahren triff ein ehemaliger General seinen Freund wieder, der aus zunächst scheinbar unerfindlichen Gründen aus seinem Leben in die Tropen entschwunden ist. Beide befinden sich am Ende ihres irdischen Weges und kommen noch einmal zusammen, um einen Versuch zu unternehmen, ihre lebensgeschichtlichen Verknüpfungen ein wenig zu entflechten.
In einem monologartigen Erguss (etwa das halbe Buch), versucht aber vor allem der General die Sicht der Geschehnisse aus seiner Warte zu deuten und zu verstehen. In Rückblicken wird die Zeit aus den Anfängen der Freundschaft und deren Fortlauf wiederbelebt und auch der bittere Beigeschmack, der sich ab einem bestimmten Zeitpunkt der Geschichte beigemischt hat.

Das Buch von Márai lebt durch seine exakte Sprache. Es spielt in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhundert, im Rahmen des im Verlauf des Handlungsstranges untergegangenen österreichisch-ungarischen Königreiches. Ob es deshalb in die Kategorie 'historischer Roman' einzuordnen ist, bin ich mir unsicher, da im Fordergrund einige zeitlose Themen, wie Freundschaft, Vertrauen, Verrat und Rache stehen. Márai ist sprachlich sicherlich eine Entdeckung. Inhaltlich war ich nicht ganz zu überzeugen, deshalb "nur" 4 Sterne.
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am 31. Januar 2000
Zwei ungleiche Freunde, der reiche General Henrik und der aus verarmten, polnischen Adel stammende Konrad treffen sich nach über 4 Jahrzehnten in Henriks altem Schloss in den Karpaten wieder - genauer, in demselben Zimmer, wo sie vor 41 Jahren zuletzt zu dritt zusammengesessen waren. Nichts hat sich hier verändert, die Einrichtung ist dieselbe und steht so, wie man sie vor langer Zeit verlassen hat. Sogar dieselben Speisen und derselbe Wein werden serviert wie damals. Hier also sollen nochmals die Ereignisse vorüberziehn, die Konrad vor 41 Jahren veranlassten, ihn und seine Frau Krisztina fluchtartig zu verlassen. Doch der Abend und die Nacht werden immer mehr zu einem inneren Monolog Henriks. In einer sich gesellschaftlich und politisch veränderten Zeit werden längst nicht mehr aktuelle Wertvorstellungen analysiert. Werte, die für die beiden jungen Kadettenschüler noch zu wesentlichen Charaktereigenschaften wurden oder werden sollten. So beschäftigt zum Beispiel den alten General die Selbstlosigkeit und Einmaligkeit der Freundschaft. Treue, Ehre, Demut und das zum Ideal stilisierte Ritual der Jagd und des Tötens werden zu wichtigen Überlegungen des alten Mannes. Die Nacht schaffte zwar keine endgültige Klarheit, doch konnte der General seine bedrückende Fülle von Gedanken und Reflektionen aussprechen und aufarbeiten und sieht nun seinem Tod beruhigter entgegen. Die wunderschöne klare Sprache aus der die melancholische Poesie einer untergegangenen Epoche strömt, macht dieses Buch zu einem wunderbaren Leseerlebnis.
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am 17. April 2007
Marai besitzt eine ungewöhnliche erzählerische Kraft. Er versteht es Szenarien und Stimmungsbilder zu entwerfen, die fesseln. Darin versteckt sind viele Ansichten des Autors, die den Anspruch auf Allgemeingültigkeit erheben könnten ( z.B. über die "Jagd" ). Ein Buch langsam zu lesen, der flüssige Erzählstil verleidet zum schnellen schmökern, dabei verpaßt man zuviel. Eine der stärksten Erzählungen, die in den letzten Jahren zu haben war.
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am 15. Oktober 2010
Nach einem Erlebnis, das die Begriffe Freundschaft, Liebe und Treue völlig umwirft, warten zwei gealterte Jugendfreunde 41 Jahre und 43 Tage sehnsuchtsvoll auf den Tag, da sie die Vergangenheit aufleben lassen und so ihrem Sein einen Sinn verleihen können. Der Schauplatz des Ganzen ist ein Herrschaftssitz in den Karpaten, umringt von der Puszta, die mit ihrer schier nie zu enden wollenden, vertrockneten Landschaft eine Atmosphäre aus Einsamkeit und Wildheit schafft.
Von Beginn des Romans, als Henrik, der Herr des Jagdschlosses einen Brief erhält und dessen Inhalt erst nach und nach geklärt wird, bis hin zum Ende, vergeht kaum mehr als ein ganzer Tag. Und doch versucht Henrik in dieser kurzen Zeit die Fragen, welche ihm allein sein weither gereister Gast Konrád zu beantworten vermag, zu klären und die ganze Wahrheit über den unbegreiflichen Verrat seines Freundes aufzudecken. Die Geschichte beginnt mit einem Rückblick in die Jugendjahre zweier Kadettenschüler, die trotz der Unterschiede ihrer sozialen Herkunft Freunde werden und von da an zusammen leben, wie eineiige Zwillinge im Mutterleib" (S.37). Was als ein Bedürfnis nach Kameradschaft beginnt, entwickelt sich immer mehr zu einer verhängnisvollen und schicksalhaften Verbindung. Dessen sind sich auch die beiden Freunde bewusst, die zwar ihr Leben und später sogar eine Wohnung teilen, aber die dennoch etwas grundlegend unterscheidet. Henriks Vater drückt den Unterschied als Anderssein" aus, das er damit erklärt, dass es besondere Menschen gibt, die über Musik kommunizieren können. Diese Gabe vermag Menschen in Wesen, Temperament, Lebensrhythmus und Charakter zu vereinen. Der Begriff taucht gegen Ende des Romans wieder auf, als Henrik erkennen muss, dass diese Andersartigkeit ihn ein Leben lang davor abhielt, die wichtigsten Menschen in seinem Leben wirklich zu verstehen. So auch seine junge Frau Krisztina, die Tochter eines Komponisten, die er trotz aller Umstände noch im Alter als seine große Liebe bezeichnet. Obgleich sie durch ihre schillernde, unruhige Seele" (S.166) unergründlich und unnahbar für ihren Mann bleibt, ist seine Bewunderung und Liebe für sie auch nach ihrem Tod grenzenlos. Das Drama einer Dreiecksbeziehung nimmt schließlich seinen Lauf als Henrik nach einem traumatischem Ereignis entdeckt, dass er sowohl von seinem langjährigem, schicksalhaften Freund und seiner geliebten Ehefrau betrogen und verraten wurde. In einer kalten Nacht am Kaminfeuer des Jagdschlosses, 41 Jahre nachdem dieses Ereignis Henrik, Konrád und Krisztina für immer trennte, sieht der nun 75 jährige Henrik seine Chance auf Vergeltung und Gerechtigkeit gekommen. Im Verlauf des reflektierenden Monologes, mit dem sich Henrik zwar an seinen Gast richtet, diesen jedoch kaum zu Wort kommen lässt, stellt sich heraus, dass er die Wahrheit über den Betrug und seine versuchte Ermordung in den Jahren der Einsamkeit schon für sich beantwortet hat. Sein eigentliches Ziel, nämlich Konrád dabei zuhören zu lassen, wie er über die Werte von Freundschaft und Liebe philosophiert, erreicht er durch quälende und unverherrlichende Rückblicke in ihre gemeinsame Vergangenheit. Die gemeinsam erlebte Vergangenheit führte dazu, dass alle Beteiligten ihr Leben in Isolation verbrachten und Krisztina, die Ehebrecherin, sogar an den Folgen ihres Kummers zu sterben beschloss. Nun möchte Henrik seine Art der Vergeltung zelebrieren. Er wartet 41 Jahre lang auf die Rückkehr seines Freundes" Konrád, um diesen dann seinen unglaublichen Verrat vor Augen zu führen. Trotz aller Vorfälle, dem Verrat, Betrug und dem Mordversuch erachtet er Konrád noch immer als einen Freund, denn Henrik glaubt an die Endgültigkeit und Unausweichlichkeit einer geschlossenen Freundschaft. Obwohl er ihn während dem Gespräch mehrmals auffordert auf seine anklagenden Fragen zu antworten, beantwortet er diese wie selbstverständlich selbst. Nicht so bei seinen zwei letzten Fragen, in denen er zum einen Klarheit darüber fordert, ob sein Freund gemeinsam mit seiner Frau einen Mord an ihm begehen wollte oder ob Krisztina unwissend war über jenen Vorfall im Wald, als Konrád sein Jagdgewähr auf ihn richtete. Zum anderen stellt er Konrád eine Sinnfrage über die geheimnisvolle Kraft, die die beiden so lange am Leben gelassen hatte. Die wichtigste Antwort verweigert der Gast. Während die beiden alten Männer, wohl wissend dass sie einander niemals wiedersehen würden, im Stillen schon Abschied voneinander und ihrer schicksalhaften Verbindung nehmen, beantwortet Henrik nun auch die zweite Frage selbst. Eine undefinierbare, imaginäre, aber doch aufopfernde Sehnsucht nach Krisztina, der zu Staub Verfallenen, war es, was sie beiden trotz aller Gefahren der Welt so lange hatte leben lassen. Obgleich das Anderssein alle drei spaltete, vermochte es die Sehnsucht, sie bis in den Tod zu vereinen. Aber nicht nur eine geschlossene Freundschaft ist schicksalhaft und endgültig, auch die Liebe ist es. Neben der Freundschaft der beiden Männer ist es die Liebe, welche unaufhörlich und unweigerlich in beiden Männern weiterlebt, ohne jemals wieder Erfüllung zu finden. Ohne jemals in Frage gestellt worden zu sein, existiert die Liebe zu Krisztina bei beiden Männern weiter. Auch in dieser Hinsicht sind die beiden Freunde" nicht anders, sondern teilen dieselben Gefühle, Ängste und Sehnsüchte. Die Fragen, die ihnen weder die Zeit noch diese eine Nacht beantworten konnte, ließen sich alleine durch die Gesamtheit ihres Lebens beantworten. Denn die wichtigsten Fragen beantwortet man letztlich immer mit seinem ganzen Leben...Am Ende, am Ende von allem, beantwortet man mit den Tatsachen seines Lebens die Fragen, die einem die Welt so hartnäckig gestellt hat." (S.121)
Der Titel des Romans, die Glut, deutet auf vielerlei Hinsicht auf das Schicksal der Hauptfiguren und jedes einzelnen Menschen hin. Deutlich wird dies anhand des ungarischen Originaltitels, der etwa folgendes bedeutet: `Die Kerzen brennen bis zum EndeŽ. Die Kerze erlischt, sobald ihr Ende gekommen ist. Die Glut wiederrum erlischt erst, wenn sie ihren Sinn erfüllt hat. Die Antriebskraft eines jeden Menschen ist ein unsichtbares, aber doch loderndes und starkes Feuer, das so lange brennt, bis die Lebensaufgabe erfüllt ist. Bis alle Intentionen am Leben zu bleiben, sich in eine schwache und ruhige Flamme wandeln, der Glut, die schlussendlich nur noch Alter und Tod bedeutet.
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am 9. Januar 2002
Als der Rummel um Marai einsetzte dachte ich nicht, dass er an Klassiker wie Mann, Dostojewski etc. herankommen koennte. Nach rauschhaften 4 Stunden, in denen ich dieses Werk verschlungen hatte, stelle ich jedoch zumindest "Die Glut" auf eine Stufe mit den ganz grossen Werken des 19. und 20. Jh.: Sprache, atmosphaerische Dichte, Aussage - alles passt hier zusammen. Das Leben in der spaeten kuk Zeit kann man durch die Seiten foermlich riechen und es fuehrt folgerichtig zu den Handlungen dieser 3 Menschen, als ob es keinen anderen Weg gegeben haette. Natuerlich kann keine der grossen Daseinsfragen abschliessend beantwortet werden, aber dieser Roman belebt ihre Behandlung mit neuer Wuerze! Gluecklich die, die das Vergnuegen dieses Buches noch vor sich haben...
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am 4. Februar 2013
Ich habe das Buch auf Empfehlung einer Kollegin gekauft. Die Schreibart war mir zu veraltet. Einfach nicht modern genug. Der Inhalt war einfach nicht mein Geschmack.
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TOP 500 REZENSENTam 1. November 2004
Marais Thema ist die einmalige, die große Liebe und alles, was damit zusammen hängt. In „Die Nacht vor der Scheidung" geht es um eine Frau, die eben den Richtigen nicht geheiratet hat und deswegen an der Seite des Falschen frigide wird. In „Wandlungen einer Ehe" dreht sich die Geschichte um einen Ehemann, der seine Frau verlässt, um seine große Liebe zu heiraten, die ihn aber betrügt, bestiehlt und belügt. Man sieht, die große Liebe hat ihre Tücken - vor allem wenn sie einseitig ist. Das ist auch der Plot des wohl derzeit berühmtesten Buches von Sandor Marai „Die Glut". Christine, eine Frau aus einfachen Verhältnissen, wird von Hendrik, einem adeligen und wohlhabenden Offizier der k.u.k. Armee, geheiratet, eine Liebesheirat wie es schient, aber die Frau „war nicht verliebt sie war nur dankbar". Aber auf Dauer reicht Dankbarkeit für eine Ehe nicht aus - eines Tages kommt es zu einer Liaison zwischen der Ehefrau Christine und Konrad, dem besten Freund des Adeligen, in deren Verlauf die beiden offenbar ein gemeinsames Leben und die Ermordung Hendriks planen, ein Vorhaben, dass Konrad, der „Feigling" aber in der entscheidenden Sekunde einer Jagd nicht übers Herz bringt, woraufhin er vor allen Verschlingungen auf Nimmerwiedersehen einfach verschwindet. Unmittelbar nach Konrads Abreise entdeckt der bis dahin vollkommen ahnungslose und gutgläubige Hendrik die Beziehung seiner Frau mit seinem besten Freund. Ohne dass die Eheleute auch nur noch ein Wort miteinander sprechen, vergehen acht Jahre, ehe Christina an Blutarmut stirbt. Soweit die Geschichte, die vor 41 Jahren geschehen ist. Nach 41 Jahren aber meldet sich plötzlich wieder Konrad bei Hendrik, die beiden 75jährigen treffen sich noch einmal bei Tisch, der dritte Stuhl bleibt leer und sprechen über die Vergangenheit Wie die geplante Ermordung Hendriks dabei für den Leser Stück für Stück auftaucht, ist geradezu meisterlich komponiert. Wie viele Themen der Autor gleichsam nebenbei in einer unnachahmlichen Sprache behandelt, ist erstaunlich: Freundschaft, Ehe Liebe Treue, Dankbarkeit, die moderne Welt, der Untergang der Vergangenheit und der Tradition - alles blitzt auf, bildet gleichsam als Bühnenbild für das Gespräch der beiden Freunde, die sich am Ende ihres Lebens noch einmal treffen und die „Glut", den lange verborgenen Hass Konrads gegen den so wohlhabenden Henrik, wiederbeleben. Auch wenn es sich bei dem ganzen Buch vorwiegend um einen Monolog handelt und sich die Handlung fast ausschließlich in der Einzählung des Generals entwickelt, ist es meisterhaftes Werk, bestechend durch seine Sprache, seine Einsichten und spannend bis zum Schluss.
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