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Kundenrezensionen

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am 13. September 1999
Was wäre, wenn ein antiker griechischer Gott einen Zeitsprung in die 1990er Jahre machen würde? Der Gott, dem dies in Sten Nadolnys Roman passiert, ist Hermes, Götterbote, Sohn des Zeus, Gott der Kaufleute, der Diebe und der geraubten Küsse, Spötter, Schelm und Schürzenjäger. Nach zweitausend Jahren, die er angeschmiedet in einem Vulkankrater verbracht hat (wobei er etwas angekokelt wurde, weshalb seine Hautfarbe nun dunkel ist), endlich befreit, muß sich Hermes in der Welt der Gegenwart zurechtfinden - und ist empört. Kaum ein Mensch erinnert sich an den fröhlichen Quertreiber, weil alle viel zu sehr mit Arbeiten, Geldverdienen und technischem Fortschritt beschäftigt sind. In einer Welt der Terminkalender hat der Gott der Ausschweifung und des Müßiggangs nicht viel zu lachen. Wo in Talkshows Toleranz und Verständnis für jede Peinlichkeit und Perversität geheuchelt wird, kann der Verteidiger der Amoral nicht provozieren. Dennoch tut Hermes, Schamloser und Unberechenbarer, sein Bestes, um sich bei den Menschen wieder in Erinnerung zu bringen und ihnen 'hermetische' Eigenschaften wie Neugier, Mut, Frechheit und die Lust an der Veränderung wieder näher zu bringen. Nadolny haucht mit viel Erzählfreude und Laune den alten Götter und Göttinnen neues Leben ein. Mit des frechen Hermes Augen sehen wir unsere Welt - und sie gefällt uns gar nicht. „Ein Gott der Frechheit" knüpft an alte Sagen und Mythologien an und spinnt sie weiter. All die großartigen Gestalten, von denen wir höchstens noch die Namen, nicht aber die Geschichten kennen, werden mühelos in die Gegenwart verfrachtet. Apollo, Gott der Künste, jobbt als Medienberater, Donnergott Thor ist Profitennisspieler, Göttervater Zeus ist Freizeitgolfer wohnhaft in New Athens, Illinois, und Schmiedegott Hephäst regiert die technisierte Welt. Nadolnys Göttermärchen ist kurzweilig und überaus amüsant und überdies eine gelungene Satire auf den (post-)modernen Zeitgeist. Ein wahrhaft göttliches Lesevergnügen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 26. August 2002
Witzig und temporeich erweckt Sten Nadolny den Olymp wieder zum Leben, wobei die antiken Götter im wahrsten Sinne des Wortes in moderner Gewandung auftreten und ihr nur allzu menschliches Gesicht zeigen. Wie in der antiken Mythologie spielen amouröse Begegnungen zwischen Menschen und Göttern eine Rolle - genauso witzig wie erotisch werden diese geschildert. Nicht nur, wer an Anspielungen auf klassische Sagen Freude hat, wird viel Spaß dabei haben, den Spuren Hermes', dem Gott der Händler und Diebe, dem Vulkangott Hephäst, der die Weltverschwörung plant, und ihren Kollegen zu folgen.
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am 9. August 2003
Als ich mit diesem Buch angefangen habe, stöhnte ich zunächst innerlich auf. Antike Götter in die Neuzeit transplantieren? Das schien mir zu absurd um daraus eine stimmige Erzählung zu stricken. Glücklicherweise habe ich das Buch dennoch nicht zur Seite gelegt, sonst wäre mir viel Witz entgangen. Ein Gott, der keine Kleidung kaufen will, weil das für den Gott der Diebe nicht angemessen ist und der in Italien selbst bestohlen wird. Trotz der Diebstähle kann man diesem Hermes nicht böse sein, ganz einfach weil er Stil hat. Er steht zu dem was er tut und macht aus seinen Aktionen keinen Hehl. Es kommt einfach unglaublich cool rüber wenn einer auf die Bemerkung, 'Ich wusste gar nicht, dass sie so ein Auto haben', antwortet 'Tue ich auch nicht, ich bin gerade dabei es zu stehlen' (Man möge mir eventuelle Fehler im Zitat verzeihen). Von diesem Stilgefühl, das Nadolny seinem Hermes andichtet, könnten sich die coolen Helden aus anderen Büchern und fast allen Filmen eine große Scheibe abschneiden, daher alle fünf Sterne
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am 19. Juli 2006
Nadolny schreibt in seinem Buch "Ein Gott der Frechheit" die griechische Mythologie weiter, indem er davon ausgeht, dass die unsterblichen Götter auch heute noch exitsieren.

Der Roman handelt davon, dass Hermes auf einer griechischen Insel von Hephäst, seinem Gegenspieler, angekettet worden ist und nach über 2000 Jahren, in unserer Zeit, freigelassen wird. Hermes versucht sich auf amüsante und humorvolle Art und Weise die technischen Erneuerungen aus seiner antiken Sicht zu erklären.

Er lernt, Helge, eine junge Deutsche, mit der er um die Welt reist, um letztendlich die Menschheit vor Hephäst, dem jetzigen Herrscher der Welt, der sehr Technik versiert ist, zu retten. Hephäst versucht nämlich, da er steben möchte, die Menschheit zu vernichten, da er nur so seinem deprimierten und langweiligen Leben ein Ende setzen kann.

Nadolny kritisiert in seinem Roman nahe zu alle Bereiche unserer Gesellschaft und Politik auf eine recht amüsante, satirische Weise; vor allem richtet er sich gegen die zunehmende Vertechnisierung.

Der Roman ist manchmal verwirrden zu lesen, da Nadolny sowohl viele zeitliche als auch örtliche Sprünge eingebaut hat. Dennoch begeistert er mit seiner abwechslungsreichen, harmonischen Sprache und ist packend zu lesen.
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am 5. August 2015
Stephan Nadolny ist ein wundervoller Schreiberling. Gut recherchiert und voll Phantasie liest man das Buch in einem Zug mit vielen Überraschungen und jede Menge schmunzeln. Gut für die Erinnerung an die alten griechischen Götter und als unterhaltsame Lektüre für den Urlaub.
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am 19. Juli 2006
Der griechische Gott Hermes wird nach 2187 Jahren befreit. Ein Erdbeben reisst ihn von seinen Fesseln los, die ihn an einem Vulkan festhielten. Klischeehaft benutzt er die göttlichen Fähigkeiten, wie Gedankenkontrolle durch ins Ohr springen, um Helga, einer jungen Touristin quer durch die Welt zu Folgen.

Dabei lernt er die ihm fremde Welt immer besser kennen, da er Informationen aus Gegenständen "lesen" kann: Hephäst hat Zeus gestürtzt und regiert jetzt mit Technologie, Massenproduktion und Multiplikation die Welt, während sein Vorgänger sein Dasein als alkoholabhängiger Golfer in Amerika fristet.

Das Buch beruht zum Grossteil auf Mythen und Sagen bzw. vom Autor weitergedachte Mythen und Sagen, und somit ist der Gott Hermes der perfekte Held der Geschichte.

...und so schafft es der Gott der Frechheit natürlich auch die alte Weltordung der Antike mit Zeus auf dem Thron wieder herzustellen.

Hauptaussage des Buches ist eine zentral ans System gerichtete Gesellschaftskritik und eine Kritik an der aktuellen Situation auf der Welt. Dargestellt wird dies durch den Unterschied zwischen den Widersachern Hermes und Hephäst:

Hephäst steht für Multiplikation, Massenproduktion, Gleichheit, den rechten Winkel, Perfektionismus.... Hermes hingegen steht im Buch für die Addition ( ??? ), Individualität und freies Denken; er hält überhaupt nichts von Hephästs "lemnischem" System.

Abschliessend möchte ich sagen. dass das Buch trotz sehr guter Abschnitte nicht mein Fall ist, da es über viele Seiten hinweg viel zu stumpfsinnig und vorrausschaubar ist.
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am 19. Juli 2006
Was ist die logische Folge davon, dass die greichischen Götter unsterblich sind? Richtig! Sie leben immernoch und taten dies demnach auch in den 90ern.

In dieser Zeit handelt der Roman von Sten Nadolny, bei dem der Götterbote und Gott der Kaufleute, der Diebe und der geraubten Küsse Hermes nach 2000 Jahren Gefangenschaft wieder befreit wird. Er bringt mit seiner frechen Art Spannung und Humor in die etwas komplizierten Beziehungen der Götter und versucht sich die Errungenschaften der Technik durch sich bereits bekannte Dinge zu erklären. Seine Suche nach Helga, einer Touristin aus Ostdeutschland, die ihn bei seiner Befreiung beobachtet hat, gestaltet sich anfangs noch recht unterhaltsdam, zieht sich gegen später aber in die Länge.

Humorvoll und gut überlegte Geschichte, aber etwas verwirrend aufgebaut. Der Zusammenhang einzelner Szenen ist nicht unbedingt klar erkennbar. Insbesondere ist die Trennung zwischen Helle und Helga nicht deutlich herauszulesen, was den Anschein erweckt, dass Nadolny immer an seinem Roman Stück für Stück weitergeschrieben hat, wenn er etwas neues erlebt hat. Eine klarere Strukturierung der Zusammenhänge zwischen den einzelnen Protagonisten wäre sinnvoller gewesen. Dennoch lesenswert.
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am 12. Oktober 2004
Gemessen an ' Die Entdeckung der Langsamkeit ' ist ' Ein Gott der Frechheit ' nicht so prickelnd. Ich kategorisiere den Roman eher in die sehr leichte Literatur, ohne große Tiefe, ohne dem Verlangen, es nicht mehr aus der Hand zu legen. Ein paar schöne Passagen, ansonsten wirklich etwas für die U-Bahn - zum lesen in der ... versteht sich
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am 10. Februar 2005
Ein Gott der Frechheit? Ein Gott war es wohl weniger, was uns da aufgetischt wurde, wohl eher eine Frechheit, dieses Werk der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Dieses Werk brilliert durch eine plumpe, wenn teilweise auch "geschickt" wirkend umschriebene Thematik. Hermes, der Götterbote, ist nach jahrelanger Gefangenschaft wieder auf freiem Fuß und weiß nichts Besseres zu tun als seinem früheren Treiben nachzugehen: Er stellt Helga, einer jungen Frau, nach. Auch das Einfließen griechischer Göttersagen kann Nadolnys Roman von seiner Einfachheit nichts nehmen. Leicht zu lesende Kost, die auch dem "Bild am Sonntag"-Abonnenten gefallen könnte.
Der Leser wird "verzaubert" durch eine teilweise vulgäre Sprache bezüglich des ausgeübten Geschlechtsverkehrs der beiden Protagonisten. Und das ist somit das Einzige, was das Buch an Handlung hergibt: das nervenaufreibende und weitgehend uninteressante Wechselspiel von Hermes und seiner Gespielin.
Ansonsten ist kein roter Faden zu erkennen, der hat sich wohl schon mit sich selbst erhängt. Denn es überkommt einen stark das Gefühl, dass der Autor die ganze Zeit über während seines kreativen Outputs selbst nicht wusste, wie die Geschichte enden oder überhaupt verlaufen sollte. Dadurch verliert sich das sowieso schon geringe Interesse ins Nirwana.
Man erfährt beispielsweise, dass Götter nicht lügen können und zum Schluss lügen sich doch alle die Hucke voll. Oder das Ende: viel zu simpel lösen sich sämtliche "Probleme", die während der Handlung, die unnötig in die Länge gezogen wird, entstanden.
Ein weiterer Kritikpunkt: Da der Plot dermaßen an den Haaren herbeigezogen ist, fällt es schwer, sich in die Akteure hineinzufühlen oder nachzuvollziehen, was der Antrieb der Persönlichkeiten ist.
Doch der Grundgedanke ist durchaus anzuerkennen: interessant ist die Neuentdeckung der Welt durch den seit Jahrhunderten eingeschlossenen Hermes. Dies gleicht einer Zeitreise, in der Nadolny Zeitkritik übt, die aber einfach an der Schwerfälligkeit seiner Worte erstickt. Der Leitgedanke ist also zu loben, die Umsetzung dagegen ist mangelhaft.
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am 23. März 2015
Wer sich nur ein wenig mit dem befasst, was es über die Haupt"person" des Romans in dieser Welt an Information zu finden gibt, der wird dieses oberflächliche Buch nicht gut ertragen. Ich jedenfalls bin nicht über die ersten Seiten hinweg gekommen.

Dass Schulklassen damit befeuert werden, wie ich den anderen Rezensionen entnehme, grenzt an schiere Unglaublichkeit - programmiert es doch in die betreffenden Köpfe ein 08/15-Bild von Hermes, das ich persönlich einfach nur traurig finde. Natürlich verkauft sich bestens, was sich um nackte Körper dreht ... Von mir gibt es nur einen Stern, eigentlich würde ich lieber keinen vergeben.
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