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am 8. Februar 2015
Das vorliegende Buch ist eine spannende Rekonstruktion der Franklin-Expedition, die im Jahr 1845 startete, um die Nordwestpassage zu erforschen und in deren Verlauf alle 129 Teilnehmer ums Leben kamen. Auf den ersten ca. 50 Seiten wird die Planung und der Start der Expedition sehr detailliert beschrieben, ebenso wie alle Rettungsexpeditionen, die nach dem mysteriösen Verschwinden der gesamten Mannschaft durchgeführt wurden, um die Gründe für diese Tragödie zu untersuchen. Zwar konnten im Verlauf der ersten Jahrzehnte die wesentlichen Etappen und Ereignisse rekonstruiert werden, doch blieben einige Fragen weiterhin ungeklärt.

Genau bei der Klärung dieser offenen Fragen setzt der zweite, wissenschaftliche Teil an. Der Anthropologe Owen Beattie startete in den 1980er Jahren umfangreiche Untersuchungen in der kanadischen Arktis, um den letzten Rätseln dieser gewaltigen Tragödie auf die Spur zu kommen. Kernstück dieser Forschungen waren die Exhumierung und Untersuchung von drei verstorbenen Expeditionsteilnehmern, deren Leichen im Permafrost gefunden wurden.
Die Ausführungen der Autoren ziehen sich jedoch oftmals doch merklich in die Länge und eine etwas zielgerichtetere Schreibweise wäre wünschenswert gewesen, das sich die Schilderungen in vielen kleinen Details verlieren, die für die offenen Fragen und Rätsel wenig bis keine Relevanz haben.

Dennoch ist dieses Buch eine wirklich interessante und spannende Lektüre – vor dem Hintergrund des tragischen Todes von 129 Menschen.
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am 7. März 2010
Das Schicksal der rätselhaften Franklin-Expedition, die 1845 in See stach, um die letzten, noch nicht kartographierten Abschnitte der vermuteten Nordwestpassage zu entdecken, und die schließlich mit knapp 130 Mann Besatzung in den Weiten der kanadischen Arktis verschollen ist, galt jahrzehntelang als weitgehend ungelöst.
In den 1980er Jahren macht sich schließlich ein Trupp kanadischer Wissenschaftler auf den Weg in den hohen Norden, um zuerst die Gegend um King-William-Island, die als tragischer Schlusspunkt der Odyssee gilt, zu erforschen. Die entscheidenden Entdeckungen werden jedoch erst bei der Exhumierung der drei früh verstorbenen Seeleute gemacht, die auf Beechey Island beerdigt wurden.

Nach fast 140 Jahre wird also "des Rätsels Lösung" erbracht und manch ein Mythos der vergangenen Jahrzehnte zum Märchen degradiert. Aus Helden werden Kannibalen und als Ursprung allen Übels muss eine simple technische Fehlkonstruktion bzw. Schlamperei herhalten.
Auch ich gehöre zu den Lesern, deren Interesse an der Franklin-Expedition erst durch Dan Simmons' "Terror" geweckt wurde. Nach dem in vielerlei Hinsicht phantastischen Roman sorgt die wissenschaftliche Herangehensweise von Owen Beattie und seinen Kollegen schnell für Ernüchterung. Jedoch ist diese keinesfalls mit Enttäuschung verbunden. Der Schreibstil ist besonders bei den Berichten über die Exhumierungen der durch den Permafrost außerordentlich gut erhaltenen Leichen dementsprechend emotional. Hinzu kommt das Wissen über die eigene Abgeschiedenheit in einer lebensfeindlichen Umgebung sowie die Tragik der längst vergangenen Geschehnisse, die die Teilnehmer nie aus den Augen verlieren. Zum Glück wird meist auf Fachbegriffe verzichtet, das Buch ist auch für Nicht-Anthropologen und sonstige Laien einfach und verständlich geschrieben.
Fraglich dürfte lediglich sein, wie lange wohl bei allen technischen Fortschritten die aufgestellten Thesen ihre Gültigkeit bewahren können.
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am 19. April 2018
Sehr gut geschriebenes Buch von Owen Beattie. Ausführliche Beschreibungen, mit vielen Abbildungen.
Die Toten noch sehr gut erhalten für 138 Jahre im Eisgrab. Vielleicht ein wenig gruselig, aber auch sehr interessant.
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am 26. November 2010
Ich habe zwar nicht den Roman "Terror" gelesen, sondern als Hörbuch verschlungen. Selten hat mich ein so langes Hörbuch so gefesselt. Ich mußte also mehr darüber erfahren und bin dadurch auf "Den eisige Schlaf" gekommen.

Das Buch ist nicht nur spannend, sondern auch wissenschaftlich/sachlich geschrieben, dennoch aber keine schwere Kost. Ein Muss für jeden, der etwas oder mehr über jene Franklin-Expedition erfahren möchte.

Ich habe im Nachhinein mehr über die Protagonisten aus dem Buch erfahren, als ich vorher annahm, da in dem Buch ja Zeitgeschichte und Fiktion vermischt worden sind.

Vor allem die Bilder der im ewigen Eis bestatten Seeleute und deren Autopsie-Berichte zur Ursache ihres Todes fand ich beeindruckend. Durch die Untersuchungen wurde bewiesen, dass diese großartige Expedition aus heutiger Sicht an behebbaren Unzulänglichkeiten scheiterte, die mit dem Wissensstand der damaligen Zeit aber einfach nicht erkannt wurden bzw. auch nicht erkannt werden konnten.
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am 16. November 2015
Megaspannend und wirklich in guter Sprache geschrieben. Das Cover ist etwas gruselig, musste ich wg der Kinder entfernen. X X
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am 29. Mai 2014
Das Buch beschreibt mehrere Expeditionen um die Ursache der gescheiterten Shakelton Expedition zu ergründen. Leist sich leicht und schnell, furchteinflössende Bilder. Ich fand es hoch interessant.
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am 15. September 2002
Wer Sachbücher mag & wem diese aber oft zu langatmig und trocken sind, dem kann geholfen werden!
Spannung von Anfang bis Ende, trotzdem Information en masse,
da muß man sich eigentlich für das Thema gar nicht interessieren!
Schlicht & einfach: Jeden der fünf Punkte voll verdient
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TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 22. Februar 2006
Dieses Buch über das Scheitern der Franklin Expedition, Mitte des 19. Jahrhunderts, ist nicht so spannend wie erwartet - und auf dem Klappentext angekündigt wird. Das liegt zum einen daran, dass das sogenannte Geheimnis (der Grund des Scheitern) sehr früh zwischen den Zeilen herauszulesen ist, und zum anderen, der Stil des Textes zu "amerikanisch" naiv ist. Interessant ist dieses Buch trotzdem.
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TOP 500 REZENSENTam 19. Oktober 2017
...sollte Sir John Franklin finden und so fuhr er mit 120 Mann in die kanadische Arktis. Er kehrte nie zurück und sein Schicksal beschäftigt seitdem die Nachwelt.
Nun haben Forscher ein Schiffswrack gefunden und sind Erzählungen der Eskimos nachgegangen, die von Überlebenden erzählen, die sich über Eis geschleppt haben. In dieser spannenden Dokumentationen kann man nachlesen, was vor 150 Jahren in der Arktis geschehen ist.
Rüdiger Opelt, Autor von " Wasser und Eis: Alpen-Klima-Krimi"
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am 17. August 2010
Das sehr kurzweilige Taschenbuch habe ich innerhalb von drei Tagen gelesen. Es umfasst 160 Seiten (inklusive Anhang und Register 174 Seiten) und erscheint im klassischen Cover-Design der Piper-Taschenbücher, welche ich sehr mag, mit einem beeindruckenden Bild einer der mumifizierten Eis-Leichen. Im Mittelteil wartet es mit 40 Farbfotos der Expeditionen des Autors auf, welche die Landschaft aber auch die eindrucksvollen Fotos der sehr gut erhaltenen/konservierten Leichen zeigen. Es überläuft einem ein regelrechter Schauer, wenn man in die Gesichter der armen Seelen schaut, welche aussehen, als seien sie erst vor kurzem verstorben. Weitere 19 schwarz-weiß Fotos und Skizzen befinden sich auf den Buchseiten. Zwei obligatorische Karten-Seiten zu Beginn des Buches vervollständigen dieses Sachbuch.

Nach einem kurzen Vorwort von Sten Nadolny (Die Entdeckung der Langsamkeit) beschreibt der Autor in den ersten Kapiteln sowohl die Franklin-Expedition selbst, als auch die vielen Suchexpeditionen, die im 19. Jahrhundert stattgefunden haben. Anschließend widmet er sich seiner eigenen Forschung in einem sehr bildhaften Schreibstil, der sich flüssig liest. Auch die Exhumierung und medizine Untersuchung der Eis-Leichen wird präzise aber dennoch leicht verständlich geschildert. Das Buch endet mit der Auflösung des Rätsels der unvermeidbaren Katastrophe der Expedition.

Meint Fazit ist, dass den Autoren ein spannendes Sachbuch über das Schicksal der Franklin-Expedition gelungen ist und mit einigen wirklich faszinierenden und beeindruckenden Fotos gespickt ist. Einer der möglichen Gründe für das Scheitern der Expedition wird hier in meinen Augen wissenschaftlich schlüssig geführt. Ich für mein Teil kann dieses Buch wärmstens empfehlen...
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