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am 10. September 2017
handelt eher wenig zum reisen in bus und bahn sondern von Storys von diversen Frauen die er unterwegs rumgekriegt hat
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am 21. Januar 2012
NETZKARTE ist sicherlich höhere Literatur, der Autor arbeitet mit zahlreichen Rhetorischen Figuren, angefangen mit der tieferen Bedeutung der Netzkarte für seine Hauptfigur, mit Symbolen, Metaphern und seine bilderreiche Sprache gefällt mir gut, aber das alleine genügte nicht, um mich für diesen Roman zu erwärmen. Zwar ist die Stimme von Andreas Fröhlich perfekt in ihrer Intonation und er bringt es wahrlich fertig aus eigentlich bedeutungslosen Feststellungen der Hauptfigur Ole Reuters noch ein Quäntchen Interessantes heraus zu quetschen, leider musste ich aber beim Hören dieses Romans des Öfteren an ein Zitat, ich glaube es ist von Voltaire, denken, welches da lautet: Jede Art des Schreibens ist erlaubt, nur nicht die langweilige.
Die Idee, Ole auf einen Selbsterfahrungstrip, ausgestattet mit einer Netzkarte für ganz Deutschland, zu schicken und ihn dabei alles aufschreiben zu lassen, was ihm begegnet, gibt zwar die Möglichkeit, den Protagonisten als arbeitsscheuen, sich selbst bemitleidenden und an seinen zumeist weiblichen Mitreisenden interessierten angehenden Lehrer charakterlich näher
kennen zu lernen, ist aber recht bald ausgelutscht und langweilt, da alles, was erzählt wird, immer wieder die gleichen Schwächen von Ole zeigt mit den immer gleich bleibenden, den
Leser nervenden Handlungsweisen. Sich mit den psychopathisch wirkenden Absonderlichkeiten von Ole zu identifizieren fällt schwer, er wirkt eigentlich nie sympathisch, am ehesten verspürt man ein Gefühl von Mitleid.
Ich habe es tatsächlich vier CDs lang ausgehalten, war dann aber am Ende sicher, dass ich nichts verpasst hätte, wenn ich nach dem ersten Viertel meinem ersten Impuls nachgegeben und das Hörbuch beiseite gelegt hätte. Schade um die Zeit.
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am 3. Dezember 2015
Das Interrail-Ticket der damals noch Deutschen Bundesbahn gibt es so wohl nicht mehr.
Trotzdem hat Nadolny's Roman nichts von seiner Aktualität verloren.
Sich selbst zu suchen und vielleicht auch zu finden ist heute so aktuell wie in den 70ern.
Die Reise des "Helden" ist voller amüsanter und witziger Details, und scheint lange Zeit
eher jugendlich-oberflächlich zu bleiben (wobei aber hunderte interessante Gedanken aufblitzen).
Das Ende aber hat mich dann sehr aufgerüttelt.
Hier geht es - ganz unerwartet und plötzlich - ganz tief bis in unser Innerstes. Sehr berührend!
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am 6. März 2011
Andreas Fröhlich liest auf vier CDs seiner Edition "handverlesen" die Geschichte des Ole Reuter. Das macht er, wie immer, sehr gut. Mit leicht ironischem Ton gibt er die Beobachtungen wider, die Ole Reuter während seiner vielen Zugfahrten durch Deutschland macht. Dadurch trifft er genau die richtige Stimmung, in der Reuter sich befindet: etwas verloren, auf der Suche, etwas über den Dingen stehend, erkundend, dem Nichtstun nicht abgeneigt. 2x verbringt Reuter viele Wochen im Zug: das erste Mal 1976 als junger Referendar, der der Schule und dem Tod seines Vaters entflohen ist. Ruhelos reist er mit seiner Netzkarte von einem Ort zum anderen, völlig ziellos, beobachtet die Welt und besonders die Frauen, fühlt sich zu allen hingezogen, lässt sich aber auf nichts Bindendes ein, philosophiert über das Leben, bis er Judith kennenlernt. Auch ihr versucht er zu entfliehen, merkt aber, dass das Leben keine Netzkarte ist, und bleibt bei ihr hängen. Dann die Erzählung seiner zweiten Reise 1980. Judith hat ihn verlassen und er muss wieder los. Aber die Netzkarte scheint ihren Reiz verloren zu haben. Reuter fühlt sich nicht mehr als Beziehungsloser, für den Freiheit ein Absolutum ist. Nun fängt er an, Bekannte zu besuchen und findet langsam Frieden mit sich selbst, seiner Vergangenheit und dem Leben an sich.
Eine nette Geschichte, wenn auch völlig unspektakulär und bar jeder Spannung. Ich weiß nicht, ob ich durch das Buch gekommen wäre. Die Hörbuchfassung gibt den Beobachtungen aber Leben. So skurril sie auch manchmal sind, so liebenswürdig sind sie gleichzeitig. Reuter wächst einen durch die Interpretation von Andreas Fröhlich irgendwie ans Herz. Und Deutschland lernt man bis in seine hintersten Ecken kennen.
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am 8. März 2011
ein witziger start und ein überraschendes ende, das macht dieses buch aus. zwischendurch wird es etwas langweilig zu lesen, denn namen von städten über städtchennamen und dorfnamen, vermengt mit recht wenig handlung macht einem den lesefluss doch recht schwer.
nichtsdestotrotz ist es ein lesenswertes buch, es wirft interessante fragen auf, beantwortet auch die oder andere und nimmt ein einigermassen versöhnliches ende.
die angekündigten pointen liessen sich nicht immer geniessen, das lag vor allem an der schreibweise des autors; ob man es dem stil oder dem beginn seiner schreiberei zuordnen muß, kann ich leider nicht beantworten.
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am 13. September 2012
Ein Studentenleben hinter sich, ein Lehrerleben vor sich, dazwischen befindet sich Ole Reuter. Nur noch einen Schritt zu jener Metamorphose, die ihn paralysiert, weil er keinen Begriff davon hat, was nach dem Tod des Jungseins kommt. In diese Zwischenzeit geraten kauft er sich eine Netzkarte der Bahn und reist ziellos umher. Er fährt. Erfahrung zu machen, ist es jdoch nicht was ihn treibt, kreuz und quer, landauf und landab, lässt sich zufallen, was der Zufall an ihm vorbeirauschen lässt. Nadolny zeichnet anspielungsreiche Metaphern in diesem scheinbar sinnlosen Umherirren, versucht durch eine tagebuchartige Aufzeichnung Struktur in Ole Reuters Durchreise zu bringen. Schöne kleine Wortgebilde entstehen dabei, z.B. beim "tabaukeln" von Schmetterlingen, den flüchtigen Begegnungen, den vielen vorbeirauschenden Ortsnamen und Eindrücken. Ole Reuter sammelt Zugverbindungen, Bahnhöfe, Ortsnamen, Ortschaften, Städte, kleine und große, um sie wieder abzuschütteln. Abschiedslos. Auf der Durchreise begegnet ihm bei einem dieser zum Umsteigen eingelegten Zwischenaufenthalte in Köln die Schülerin Judith. Ein Mädchen, in das er sich verliebt, die ihn begleitet, bis er sich bald wieder von ihr entbindet. Wie könnte es anders sein, beide verabschieden sich auf einem Bahnhof und wählen verschiedene Zugverbindungen. Er reist hinter ihr her, findet sie wieder, die Reise scheint zu Ende, er nimmt Judith mit zu sich nach Berlin, nimmt einen Job an als Regieassistent beim Film. Vorübergehend. Denn wieder kauft er sich eine Netzkarte und tabaukelt. Beim Durchblättern des Kursbuches entdeckt er im Zug eine Frau, die sich ebenfalls mit einem Kursbuch befasst. Ist es die Bäckerstochter aus Jerxheim, die er sich unterwegs erträumt hatte?
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VINE-PRODUKTTESTERam 15. August 2010
Ein nicht mehr ganz junger Mann (29, wenn ich richtig gerechnet habe) macht Ende der 70iger eine Fahrt mit der deutschen Bahn kreuz und quer durch Deutschland und irgendwie macht man als Leser die Reise mit. Er soll eigentlich Lehrer werden, hat dazu aber eigentlich keine Lust. Er kauft sich eine Netzkarte und erhofft sich vor allem Abenteuer mit dem weiblichen Geschlecht. Tatsächlich findet er bereitwillige Damen. Mit einer, der Judith, wird es mehr und sie folgt ihm später nach Berlin.
Nach dem Ende dieser Beziehung macht er sich Anfang der 80iger Jahre nochmals mit Netzkarte auf die Reise. Nun versucht er aber vor allem, Judith zu vergessen. Da dies mit einer Karte nicht gelingt, verlängert er mit einer zweiten.
Als Einschub zwischen beiden Reisen steht etwas verloren in der Buchmitte ein "Tagebuchanfang" aus dem Sommer 78. Ole ist beim Film gelandet.

Als Vormerkung steht, dass der Autor das Manuskript von Ole Reuter, dem Bahnreisenden, selbst bekommen und es dann zu einem Buch geformt hat. Ob es sich dabei um fiktionale oder tatsächlich Tatsache handelt wird nicht geklärt.

Das Buch ist erstmals 1981 erschienen. Es versprüht einen gewissen nostalgischen Charme. Damals gab es ja noch die altbewährte D-Mark, die innerdeutsche Grenze musste von Berlin aus erst einmal bewältigt werden und die Eilzüge waren noch keine IC. Ole beschreibt seine Reise, die Städte, kleine und große, bekannte, weniger bekannte und völlige unbekannte, die am Zugfenster vorbeiziehen oder deren Bahnhof, Hotel oder Fußgängerzone er kennen lernt. Er schreibt über seine Begegnungen, auf der ersten Reise eher mit Fremden, auf der zweiten besucht er Freunde. Man lernt ein Stück der alten Republik aus seiner Sicht kennen.

Es gibt tatsächlich eine Fortsetzung: "Er oder ich". 20 Jahre später macht sich Ole Reuter nochmals auf den Weg auf der Suche nach der hübschen Bäckertochter aus Jerxheim und dem weißhaarigen Revolutionär aus Treuchtlingen. (Habe ich bisher aber noch nicht gelesen.)
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am 17. August 2013
Es hat mit viel Spaß gemacht, das Büchlein während meiner eigenen täglichen Bahnfahrten durchzulesen, spannend bis zum Schluss.Inspirierend, ähnliches zu tun. Maren Gruner
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am 9. Mai 2008
"Netzkarte" spielt zunächst in den 70er Jahren der alten BRD und handelt von dem kurz vor dem Examen stehenden Pädagogikstudenten Reuter, der mittels Netzkarte relativ wahllos durch das Bundesbahnland fährt. Das passt zu ihm, der sich "nicht festlegen" kann und auch die Entscheidung einer Berufswahl scheut. Auch Bekanntschaften bleiben nur flüchtig, er lässt sich auf nichts ein.
Einige Jahre später, Reuter hat sein Studium nicht beendet und pendelt unentschlossen zwischen einer Beschäftigung beim Film und einem Job als Taxifahrer hin und her, fährt er abermals mittels Netzkarte und Kursbuch durchs Land, wobei er bereits feststellt, dass sich entweder seine Wahrnehmung oder die Welt geändert hat - oder beides. Der Vorsatz, sich diesmal auch mit Menschen auseinanderzusetzen, wird zumindest teilweise verwirklicht und der Autor begreift schließlich auch den persönlichen Hintergrund seiner Reise: der Fortschrittsglaube seiner Vorväter kann so nicht weitergehen, "die Enkel und Urenkel müssen sehen, dass einiges wieder langsamer wird und anderes gerechter, das ist viel Arbeit". Auf der Fahrt zurück nach Hause - und evtl. auch zu sich selbst - fühlt sich Reuter immerhin "glücklich" und macht "allerlei Pläne".
Nadolnys späteres Thema 'Langsamkeit' schimmert hier bereits deutlich durch; das Buch ist unspektakulär, bietet aber aufmerksame Betrachtungen und Beobachtungen aus einer Zeit, die es so nicht mehr gibt: die der früheren, im Nachhinein fast heimelig anmutenden BRD mit ihren (zu heute / 2008) vergleichsweise harmlosen Problemen.
Fazit: Ein schönes kleines Buch, das zum Beobachten und Kontemplieren anregt - nicht nur im Zugabteil.
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am 26. Juli 2002
Wer "Er oder ich" von Nadolny gelesen hat weiß, daß "Netkarte" der spirituelle Vorgänger jenen Buches ist. "Netzkarte" bleibt aber weit hinter dem hohen, ironisch zugespitzten Niveau des späteren Werkes zurück, wohl weil sich der Autor damals noch im Stadium der ersten literarischen Gehversuche befand. Nach etwa der Hälfte des Buches habe ich aufgehört zu lesen, das Ende interessierte einfach nicht mehr.
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