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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen
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am 18. Juni 2008
Dieses Buch des Chemikers und Nobelpreisträgers Manfred Eigen und seiner Mitarbeiterin Ruthild Winkler beschäftigt sich einerseits mit grundlegenden Fragen der Spieltheorie, andererseits nimmt die Interpretation der Resultate auf Prozesse im Mikro- und Makrokosmos einen breiten Raum ein.

Im Mittelpunkt des Ganzen stehen Spielregeln und Zufall, oder wie wir ihn beim Spielen je nach eigener Lage benennen "Glück" und "Pech".

Durch die Definition des Spiels als Regelwerk aus Strategie und Zufall tut sich sofort die Parallele zur Evolution auf, oder wie die Autoren schreiben: "Das Spielprinzip der Evolution ist Naturgesetz". Sie widmen sich aber nicht nur in anschaulicher weise den Grundlagen der Spieltheorie und den Gesetzen der Naturwissenschaften wie Biologie und Chemie, sondern spannen den Bogen bis hin zu wirtschaftlicher Zusammenhängen und Regeln von Sprache und Musik.

Die Komplexität der Sachverhalte wird an Beispielen aus der Spieltheorie erläutert und damit für denjenigen, der sich die Zeit nimmt, diesen Beispielen in die Tiefe zu folgen, sehr gut verständlich aufbereitet.
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TOP 1000 REZENSENTam 22. Oktober 2008
Das Buch ist an vielen Stellen sehr weitschweifig formuliert. Den meisten Abschnitten fehlt es an einer klaren Aussage oder wenigstens einer Zusammenfassung der erzielten Ergebnisse.

Die verschiedenen Spiele werden zum Teil sehr ausführlich dargestellt, ohne dass dabei ausreichend herausgestellt wird, was sie genau demonstrieren sollen. Dies machte die Lektüre ausgesprochen ermüdend.

Mitunter schienen mir manche Aussagen auch problematisch zu sein. Beispielsweise behaupten die beiden Autoren, dass die natürliche Selektion experimentell bewiesen worden wäre. Andere Autoren stellen demgegenüber klar, dass die dabei verwendeten Populationen über einen integrierten Automatismus zur Selbstreproduktion verfügen. Davon kann aber in der Natur nicht generell ausgegangen werden, bei höheren Tierarten wie dem Menschen sowieso nicht.

Das Buch ist unter anderem eine Auseinandersetzung mit den Thesen Jacques Monods, der in Zufall und Notwendigkeit. Philosophische Fragen der modernen Biologie. die Menschheit als reines Zufallsprodukt in der Weite des Universums sah. Diese Teile sind durchaus lesenswert. Angenehm ist auch, dass sich Eigen und Winkler auf keine religiösen Auseinandersetzungen einlassen, sondern davon ausgehen, dass die Gott- und Glaubensfrage von den Naturwissenschaften nicht entschieden werden kann.

Schließlich äußern sich die Autoren zu allerlei gesellschaftlichen Problemen, z. B. der zukünftigen Energieversorgung. Hier erfolgt ein klares Plädoyer für den Ausbau der Kernenergie und Investitionen in die Kernfusionstechnik. Da sie sich in ihrem Buch generell mit Wachstumsproblematiken auseinandersetzen, folgen noch diverse Überlegungen zu den Grenzen des Wachstums. Dabei erkennen die Autoren sehr richtig, dass das wichtigste globale Problem überhaupt die "Populationskontrolle" ist und schreiben: "Sie enthält den Schlüssel zur Lösung all der anderen Probleme. Das sollten wir klar erkennen."

Interessanterweise hat Mersch in Evolution, Zivilisation und Verschwendung: Über den Ursprung von Allem und in einigen seiner anderen Büchern ein funktionables Modell für eine "Populationskontrolle", die nicht in Persönlichkeitsrechte eingreift, vorgestellt. Allerdings funktioniert dies nur in gleichberechtigten, nicht aber patriarchalischen Gesellschaften. Da die meisten Gesellschaften noch patriarchalisch organisiert sind, könnte es somit zurzeit nicht überall implementiert werden.
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am 13. Oktober 2006
Wie Unzählige vor ihm spricht der Autor und Nobelpreisträger hier aus der Sicht der Molekularbiologie eine der Grundfragen allen Seins überhaupt an: ob es nämlich dem Zufall oder der Notwendigkeit entsprungen sei. Nachdem die Menschheit spätestens seit Darwin die Rolle des Zufalls in die Beschreibung und Darstellung ihrer eigenen Entstehungs-und Entwicklungsbedingungen hat integrieren müssen, wird in diesem sehr anschaulich geschriebenen Buch das Weltbild eines großen Naturwissenschaftlers sichtbar, dem es im Kern um den Nachweis der unabänderlichen Koexistenz von Zufall und Notwendigkeit im Weltgeschehen geht. Hochkomplexe Sachverhalte werden über weite Strecken "spielerisch" anhand von manchmal etwas zu ausgedehnten Beispielen aus der Spieltheorie verständlich erläutert und im Interesse eines grundsätzlich offenen undogmatischen Weltbildes dargestellt. Dies zeigt auch die von großem Respekt getragene Auseinandersetzung mit den Thesen Jacques Monods, der in "Zufall und Notwendigkeit" die Menschheit als reines Zufallsprodukt in ihrer totalen Verlassenheit an den "Rand des Universums" gestellt hatte. Vor diesem Hintergrund überrascht es dann auch nicht, wenn Eigen äußerst bescheiden in der Tradition der wirklich großen Naturwissenschaftler und im Bewußtsein der schnell erreichten Grenzen menschlicher Erkenntnis eher beiläufig einfließen lässt, dass von der Naturwissenschaft weder Gottesbeweise noch Plädoyers für die Verabschiedung des Glaubens erwartet werden dürften.

Fraglich und nicht nur von naturwissenschaftlichem Interesse bleibt hingegen am Ende etwas völlig anderes: Inwieweit beeinflusst die "Bändigung des Zufalls" durch Naturgesetze und Mechanismen der Selektion auf der makroskopischen Ebene der Evolution das unter einer metaphysischen Leere leidende Selbstverständnis des postmodernen Menschen? Eines dürfte klar sein: Statistisch ausgemittelte Notwendigkeit kann niemals ein Surrogat für Sinn sein, wenn Menschen Antworten auf letzte Fragen suchen. Dies zu suggerieren dürfte allerdings auch nicht die Absicht des Autors gewesen sein. Ein Buch, das in jede naturwissenschaftliche Bibliothek gehört.
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It's necessary to be opposite the side of the error in thought that macroscopic law can arise statistically, via the law of large numbers, from total microscopic lawlessness. As an example, one cannot obtain a Gaussian as approximation to data without assuming equal probabilities for basic step sizes in an underlying discrete random walk. The constant equal probabilites describe, crudely, an underlying dynamic invariance that permits one to apply the notion of randomness. Given other probabilities for step sizes, one does not obtain a Gaussian at all, as in market data for stocks, bonds and foreign exchange. There, position-dependent step probabilities give rise macroscopically to an exponential distribution, which in no way violates the law of large numbers because the underlying dynamic invariance is different. Another point: the idea of equlibrium, or near-equilibrium, cannot be used to describe real market data correctly.
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