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Eiland: Roman
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:12,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 8. Juni 2011
Ich bin ein Fan von Aldous Huxley. Deshalb habe ich dieses Buch gelesen.

Wie man es beurteilt hängt jedoch davon ab, was man sich von dessen Lektüre verspricht. Ich kann all die Leser gut verstehen, die diese Geschichte ziemlich fad oder gar langweilig finden. In der Tat kommt zu keinem Zeitpunkt richtig Spannung auf.
Auch die Art wie die Bewohner Palas ihre Lebensweise erklären wirkt oft recht "verkopft" und daher unrealistisch. Wer also einfach nur mitreißende Unterhaltungsliteratur sucht sollte sich ein anderes Buch kaufen...

Macht man aber die im Buch beschriebene Utopie zur Grundlage einer Bewertung, dann fällt mein Urteil schon deutlich besser aus! Offensichtlich wollte Huxley seiner Dystopie der "schönen neuen Welt" eine Alternative gegenüberstellen. Dass dann bei der Schilderung einer Welt des kollektiven "Friede, Freude, Eierkuchen" keine nervenzerfetzende Spannung aufkommen kann, liegt in der Natur der Sache. Immerhin war er doch noch so realistisch, diese heile Welt ganz am Ende des Buches an ihrer Wehrlosigkeit scheitern zu lassen. Denn nicht nur der paradiesische Endzustand der utopischen Weltordnung muss funktionieren können, auch der Weg dorthin muss die Bedingung der Machbarkeit erfüllen. Und das bedeutet eben Durchsetzungsfähigkeit gegenüber anderen Gesellschaftsmodellen oder zumindest eine gewisse Wehrhaftigkeit zum Zwecke der Selbsterhaltung.
Huxleys Utopie erhält daher von mir die volle Punktzahl!

Es bleibt jedoch der Makel der Langeweile! Wer statt einer philosophischen Abhandlung für Interessierte einen Roman für die breite Masse schreiben will, der braucht den Lesespaß wie der Koch das Salz für die Suppe. Sorry Aldous, die Suppe schmeckt nicht! Deswegen insgesamt nur 3 von 5 Sternen.

Ein Schmankerl gibt es dann aber doch zu entdecken: Will Farnabys Pilztrip gegen Ende der Geschichte. Dinge, die sich mit Worten nicht beschreiben lassen, eben doch mit Worten auszudrücken oder zumindest verstehbar zu umschreiben, ist eine Stärke Huxleys. Danke Aldous, für die Gelegenheit sich zu erinnern! (!!!)
4 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 10. April 2018
Die kindle Version ist voller Fehler. Es ist eine Frechheit des piper Verlags ein solches Buch zu veröffentlichen. Definitiv nicht zu empfehlen.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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VINE-PRODUKTTESTERam 7. August 2007
Ich habe diesen Roman mit Genuss gelesen. Vorsichtshalber möchte ich aber darauf hinweisen, dass er praktisch keine Handlung enthält. Ein englischer Schiffbrüchiger ist zu Gast auf einer Insel, auf der es das höchste politische Gut ist, das Wohlergehen der Bürger zu sichern und zu mehren - und das kann natürlich nicht mit den Mitteln des materialistischen Westens und auch nicht des anti-spirituellen (marxistischen) Ostens verwirklicht werden. Vielmehr wird allen Menschen von Kindesbeinen an das Leben im Augenblick, der Gegenwärtigkeit, ans Herz gelegt. Glück, so Huxleys These, offenbart sich im Hier und Jetzt, in harmonischer Übereinstimmung mit dem, was gerade, eben jetzt, geschieht. Das hört sich nach Zen-Philosophie an und ist auch entsprechend gemeint. All das kann der Schiffbrüchige natürlich nicht innerhalb weniger Tage selbst ergründen - vielmehr bekommt er es von den verschiedensten Einwohnern Palas erklärt; Vielleicht macht das die Lektüre für einige etwas zu trocken. Außerdem webt Huxley in die Organisationsform des "Zen-Staates" Pala noch einige westliche Ideen ein, die nicht immer wirklich mit der Kultur des Ostens harmonieren. Aber immerhin, es gibt bereits einen Staat (in der realen Welt), dessen Herrscher sich die Mehrung des "Brutto-Glücks-Produktes" (Statt des Bruttoinlandsproduktes) zum Ziel gesetzt hat. Ich rede vom Königreich Bhutan, dass sich solchen Zielen verschrieben hat.

Am Ende bleibt natürlich alles reine Theorie. Ein Staat kann seinen Bürgern das Glück nicht als Bürgerpflicht auferelegen. Zur spirituellen Erkenntnis kommt man stets aus eigenem Antrieb. Eine utopische Gesellschaft könnte vermutlich erst dann gelingen, wenn es eine kritische Masse von Menschen gäbe, die sich ein neues Lebensziel jenseits des Materialismus gesteckt haben.
14 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 27. Juni 2012
Das Buch habe ich gekauft, weil ein Querverweis von Eckard Tolle in "Jetzt" dazu gegeben wurde.
Die Geschichte wurde 1962 geschrieben und ist, gerade in den heutigen Zeiten der Bewußtseinserweiterung, hoch aktuell. "Wach bleiben - hier und jetzt!". Aufwachen, all ihr Schläfer, die ihr nur konsumiert. Hoffentlich wacht die Menschheit bald mal auf. :-)
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 14. November 2016
Ich bin sehr zufrieden, alles war so, wie ich es mir vorstellte. Da werde ich bald wieder bestellen, wenn ich es brauche.
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am 15. Oktober 2015
Meisterhaft versteht Huxley, den mystischen Faden mit dem der Wirklichkeit und den teils psychedelischen Erlebnissen, Empfindungen und Bildern zu einer geschlossenen Ganzheit zu verweben, zu einem faszinierenden Gobelin, zu einem Kunstwerk brillanter Vergleiche und Dialoge, die den dafür geeigneten Leser, das Gefühl völligen Aufgehens in einer Materie vermittelt, die sich wie eine Mischwirklichkeit zeigt, in der das Mystische und Geheimnisvolle, das kaum mit Worten Artikulierbare, zu einem Feuerwerk des Absurden wird; das die Rätselhaftigkeit der menschlichen Existenz in der sie eingrenzenden Bedingtheit ausleuchtet.

Huxleys Buch „Eiland“ ist keins für Einsteiger, keins für die, die anspruchslose Zerstreuung suchen, sondern nur für solche, die die Fähigkeit zur Kontemplation haben, und die mit diesem Werkzeug imstande sind, sich gefühlsmäßig jenem Bereich zu nähern, also jenem Übergang, in dem die Transzendenz mit ihrer bild-u. wortlosen „Begrifflichkeit“ beginnt.

Fazit:
"Eiland" ist keine Lektüre für Vielleser! Huxley hat es (meiner Meinung nach) für die geschrieben, die nach dem literarischen Stein der Weisen suchen. Also nach jenem an der Grenze zum Unwirklichen angesiedelten So-Sein, bei dem der Horizont des Mystischen mit dem Ozean des Sinnenerfahrbaren verschmilzt.

Meine Bewunderung gilt auch der Übersetzerin Marlys Herlitschka, der es gelungen ist, das in Huxleys Sprache Innewohnende virtuos auf die unsere zu übertragen.
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 3. Juli 2013
Lesen Sie bitte nicht den Klappentext! Dieser nimmt das Ende des Romans vorweg. Das ist zwar nicht so schlimm wie bei einem Krimi a la "Der Gärtner ist der Mörder", doch bleibt die Geschichte interessanter, wenn man nicht weiß wohin sie führt.

Für Journalisten ist es eine allgemeine Tatsache: Nur mit schlechten Nachrichten macht man Auflage. Positive Nachrichten ziehen den Leser wenig an. Das gilt anscheinend auch für große Literatur. "Schöne neue Welt" wurde ein großer, häufig gelesener Klassiker, "Eiland" dagegen blieb eher unbekannt. "Schöne neue Welt" als negative Zukunftsvision (Dystopie), die zeigt was man möglichst verhindern sollte. "Eiland" als positive Zukunftsvision (Utopie) die zeigt wie eine ideale Gesellschaft funktionieren könnte.
Dabei wurde "Eiland" 30 Jahre später geschrieben. Es war Huxleys letztes Buch und bietet daher so viel mehr Lebenserfahrung.

Rahmenhandlung
Der Journalist Will Farnaby erleidet mit seinem Segelboot einen Unfall und strandet auf der Insel Pala. Dieses Land ist zwar allgemein bekannt, aber weitgehend von der restlichen Welt abgeschottet. Während ihn die Einwohner wieder aufpäppeln, bietet sich die seltene Gelegenheit einen Einblick in diese besondere Form der Gesellschaft zu erhalten.

Sie kennen "Schöne neue Welt"? Der Stil ist hier sehr ähnlich. Hohes sprachliches Niveau mit großem Wortschatz. Hier wird keine unglaublich spannende Geschichte erzählt. Vielmehr wird in eine Geschichte eingebettet eine Gesellschaftsform bis hin zu kleinen Details beschrieben.
Manches ist aus heutiger Sicht nichts Besonderes, wie die Gleichstellung von Homosexuellen oder das eine 15- und ein 17-Jähriger eine Beziehung eingehen. Damals sah das aber noch ganz anders aus. Das meiste ist aber sogar aus heutiger Sicht ungemein progressiv. Teilweise kaum vorstell- oder umsetzbar. Unreflektiert sollte man diese Ideen nicht aufnehmen. Sicher ist nicht jede der große Wurf. Aber vieles hat Hand und Fuß.

Fazit
Huxley bewies in "Schöne neue Welt" fast hellseherische Fähigkeiten bezüglich gesellschaftlicher Entwicklungen und Probleme. Auch hier ist er wieder der große Visionär, dieses mal im größtenteils positiven Sinne. Es lohnt sich kritisch daran teilzuhaben.
Er schafft es wieder das Gehirn am Arbeiten zu halten und zwar lange nachdem man das Buch weggelegt hat. Die neuen Erkenntnisse oder Ansichten können unter Umständen soweit gehen, dass man für sein eigenes Leben Änderungen vornimmt. Welches Buch schafft so etwas schon!
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 31. März 2016
Aldous Huxley erschafft in seinem Buch Eiland eine wunderbare man möchte meinen perfekte Gesellschaft, in der die Menschen in Frieden miteinander Leben. Es erscheint, als wären alle Bewohner dieser Insel Heilige, weil sie einfach Glückseligkeit ausstrahlen. Jeder einzelne Aspekt des Lebens ob Familie, Schule, Beruf, Liebe, oder Religion, ist so Grundverschieden zu unseren "idealen", aber doch so höchst ansprechend, wenn man den Sinn dahinter versteht und sich darauf einlässt. Beim Lesen wünscht man sich oft teil dieser "perfekten" Gesellschaft zu sein, welche in diesem Buch beschrieben wird.
Inhaltlich passiert nur sehr wenig, die ganze Geschichte spielt sich innerhalb weniger Tage ab. Es geht aber auch nicht darum irgendeine Handlung voranzutreiben, sondern darum die Gesellschaft kennen zu lernen. So wird ein Englischer Schiffsbrüchiger als Gast in die Gesellschaft eingeführt. Er lernt verschiedene Orte und Rituale kennen und wird dabei ständig von Begleitern aufgeklärt wozu die Orte dienen, welche Werte hier vermittelt werden soll und was für ein Sinn alles macht. Und glaubt mir auf dieser Insel hat wirklich alles einen tieferen Sinn, einen Psychologischen Hintergrund der deutlich macht, warum alles genauso wie es dort läuft, auch bei uns laufen sollte.
Es wird die Aufmerksamkeit der Menschen gefördert und sie werden dazu angehalten ihr leben bewusst zu leben. Nicht in den Automatismus des Alltags zu verfallen, in welchem die meisten Menschen in unserer Kultur gefangen sind. Sie sind Glücklich, weil sie selbst die kleinsten Dinge in ihrer Umgebung zu schätzen wissen und dankbar dafür sind.
Ich weiß nicht ob ich mein Leben und meine anerzogenen Etiketten hinter mir lassen könnte, um für immer auf dieser Insel zu leben. Es hört sich traumhaft an und ich würde, wenn es diese Insel denn wirklich geben würde, sehr gern dort wohnen. Aber es wäre wohl schwer auf ein paar bestimmte Jahrelang vermittelte Werte zu verzichten, auch wenn es sich laut der im Buch gegebenen Beschreibung sehr Sinnhaft anhört auf diese verzichten.

Alles in allem ist dieses Buch wirklich eine Offenbarung. Es verleitet zum Träumen von einer besseren Welt, welche so, wenigstens theoretisch, existieren könnte. Außerdem regt es an über die Realität nachzudenken und einige Dinge kann man sogar in seinen Alltag übernehmen und mit einbringen, wie das bewusstere Erleben des Alltags.
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am 5. Oktober 2017
Habe mehrere seiner Buecher gelesen & sie regen auch heute durchaus noch zum Nachdenken an. In diesem Werk entwirft Huxley eine Gemeinschaft, die die Prinzipien des Guten und der Freiheit konsequent vertritt und anwendet.
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am 31. Januar 2001
und im Gegensatz zur Utopie, sind Träume machbar. So war es auch von Huxley selbst gedacht. Er sah in dem von ihm entworfenen Gesellschaftsbild eine der Möglichkeiten (denn es ist sicher nicht die einzige) für ein Weiterbestehen der Menschheit. Und er legt, wie auch schon bei "Brave New World", eine nahezu visionäres Bild dar: wenn die Menschheit so weitermacht wie bisher, so wird sie sich selbst bzw. sich gegenseitig vernichten. Man kann nur hoffen, dass es Menschen gibt, die dieses Buch nicht als Utopie ansehen. PS: Wer ein kleinwenig mehr über die Entstehung erfahren will, der sollte mal in "Moksha" reinschauen, auch wenn es zum überwiegenden Teil von den Erfahrungen Huxleys mit Halluzinogenen handelt.
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