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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
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am 2. April 2017
Komplizierte Geschichte - es geht weniger um einen Hund 🐶 ... eher um das Große Ganze... wenn man wirklich etwas mit Hund sucht weniger empfehlenswert...
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am 30. November 2012
Pola ist schwanger und traut sich nicht zu, ihr Kind in der Außenwelt zu bekommen. Das sogenannte Detroit ist eine ungeregelte, wüste, abgeschriebene Gegend. Sie schleicht sich mit ihrem Hund in die Leben von Menschen des 4. Distrikts ein. Der 4. Distrikt ist Teil der Innenwelt einer Gesellschaft der Zukunft, die von einer Stiftung alimentiert und sediert wird, mit von heute aus gesehen nur leicht übersteigerten Auswüchsen: Gewinnspiele, Sülz-Fernsehn, Beigaben in Lebensmitteln, antiseptische Plastikwelten, Hygienewahn. Vanderbeke fallen da ganz griffige, unterhaltsame Beispiele ein. Noch nicht mal Küchen gibt es mehr, nur noch die Mikrowelle im Wohnzimmer. So wird heute schon in London von Architekten gebaut. Pola und ihr Hund geraten an einen, der sich mit dem paternalistischen System arrangiert hat, der sich aber noch erinnern kann. An den Geruch von Hunden, von Bratkartoffeln, geschnittenen Zwiebeln. Und Pola wird sein Medium. Er erobert für sich und sie einen minimalen Freiraum. Der Schluss wird nicht verraten.
Der Roman ist natürlich eine dystopische Veranstaltung, eine negative Utopie, aber wie in "Fahrenheit 451" bleibt Hoffnung. Vielleicht ist es diese sich durch das Buch ziehende Unentschiedenheit, die mich nicht zufrieden gestellt hat. Gut gelungen ist, dass man sich selbst hin und wieder ertappt fühlt, Mitglied der angepassten Schafherde der Stiftung zu sein und ja im Grunde das auch alles mitmacht, in dem Gefühl inklusiv, also zur Gesellschaft zugehörig, sein zu wollen, zu müssen. Ansonsten kann man Vanderbeke kritisieren für Figuren, deren Fährte man nicht wirklich erschnuppern kann, die uns im Grunde bekannt sind, aber nicht verwandt. Und wie immer muss man sie loben für ihre klare Sprache und die Ökonomie des Erzählten. Das walzt sich nie aus und liest sich in einem Rutsch.
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TOP 500 REZENSENTam 2. März 2013
Freedom lies in being bold. - Robert Frost
Ein Zitat, das wunderbar zu diesem neuen Buch von Birgit Vanderbeke passt. Es handelt von einer Zukunft, in welcher der eine Teil der Menschen in abgeschotteten Distrikten lebt, und der andere Teil jenseits des Zaunes, ums Überleben kämpft. Das Leben derer im Distrikt ist besonderen Regeln unterworfen. Dafür ist es aber auch ein Leben wie unter der Glasglocke. Abgesichert, vor den vermeintlichen Gefahren beschützt.

Haustiere gibt es nicht mehr. Im Laufe der Leptospirose-Epidemie wurden Hunde und Katzen in die Seuchenverordnung aufgenommen. Staphylokokken, Echinokokken, Ruhr und schließlich die Salmonellen, über welche die Hühner dann nicht mehr lachten. Damit die Menschen ihre gefiederten und gefellten Gefährten nicht vermissen, werden diese aus den Filmen herausgeschnitten. Frühstück bei Tiffany ohne den namenlosen Kater. Timon Abramowski hat immerhin noch eine der letzten Originalfassungen und das dazugehörige Filmplakat in seiner Wohnung. Audrey Hepburn mit endlos langer Zigarettenspitze. Auch die war irgendwann aus dem Film herausgeschnitten worden.

Die Welt befindet sich in einem schmutzigen Mikrobenkrieg. So haben es zumindest die Bewohner des Distriktes gelernt. Weswegen auch niemand daheim einen Kühschrank oder gar einen Herd hat. Selber kochen? Nie im Leben! Schließlich erfährt man in Grandma's Cooking Corner welche Gefahren Selbstzubereitetes innewohnen. Dann doch lieber die Fertigkost, welche es in vielfacher Ausführung gibt.

Jule Tenbrock ist eine unerbittliche Anhängerin des Systems. Als Mitarbeiterin einer Wäscherei hat sie die Hygienevorschriften zutiefst verinnerlicht. Das Haustierverbot ebenso wie die Seuchenverordnung. Man könnte sie gar als Kandidatin für die Position des Distrikt-Bürgermeisters betrachten oder als mögliche Empowerment-Heldin des Jahres. Ausgerechnet diese Jule Tenbrock entdeckt eines Abends in dem Treppenhaus vor ihrer Wohnung ein Bündel Mensch. Ein streng riechendes Bündel Mensch. Schlimmer noch, ein Bündel Mensch mit Hund! Immerhin erbarmt Jule sich und nimmt Pola Nogeira sowie den Vierbeiner mit in die Wohnung. Ihr Nachbar Timon Abramowski hat aufgrund des Geruches im Treppenhaus jedoch gemerkt, dass etwas Ungewöhnliches vor sich geht, und als Jule am nächsten Morgen Pola und ihren Hund vor die Tür setzt, nimmt er sich der Beiden an, und erkennt auf einen Blick, was Jule übersehen hat: Pola ist schwanger!

Freedom lies in being bold ... Freiheit funktioniert nicht so, dass man einfach mit den Fingern schnippt und schwups ist sie da. Für Timon bedeutet es zunächst, dass der Geruch des Hundes im Treppenhaus ihn an lang Vergangenes erinnert. Seinen eigenen Hund. Eltern, Nachbarn, Kameraden. Erkennen, in welcher Situation man ist. Das schmerzliche Bewusstsein, was man verloren hat. Andererseits findet er aber in seinem alten Bekanntenkreis jemanden, der bereit ist zu helfen. Gleichgesinnte. Zusammen tatkräftig und überlegt Schwierigkeiten überwinden, auch wenn dies bedeutet, dass man Risiken eingehen muss, die durchaus den Verlust der Existenz mit sich bringen können. Ein neues Gemeinschaftsgefühl. Ein Aufbruch. Und ausserdem eine wieder gefundene Freude am Leben.

Das Besondere an dieser Geschichte: Die Menschen darin sind allesamt liebenswert, und das gilt selbst für den überzeugten Hygienefachmann und Freund von Jule, der in seiner Präsentation von Großmutters Kochecke umwerfend komisch ist. Das Buch ist nicht vergleichbar mit Orwell's 1984 oder Huxley's Schöner neuer Welt. Natürlich ist es erschreckend, wie abgestumpft die Bewohner des Distriktes daher vegetieren und brav den Vorgaben der allmächtigen Stiftung folgen. Aber es gibt keinen miespetrigen Spielverderber. Keinen übel gelaunten Blockwart. Keine Staatsmacht, welche die Interessen der Stiftung unnachgiebig verfolgt. Die Darstellung des Systems scheint mehr eine Parodie zu sein. Humorvoll wird das Leben der Bewohner auf die Schippe genommen. Lachen ausdrücklich erwünscht. Es gibt nichts Furcheinflössendes. Pola und ihr Hund erscheinen, und mit ihnen kommt eine Veränderung. Nicht mehr, nicht weniger.

Der Gegenpol ist nicht die Staatsmacht sondern das Leben ausserhalb des Zaunes. Aber auch die dortigen Gefahren werden nur angerissen. Anstatt Gewalt ausführlich zu schildern, wird die Hilfsbereitschaft, die Gemeinschaft der Menschen vor dem Zaun betont.

Kurz und gut:
DIE FRAU MIT DEM HUND ist ein Wohlfühlbuch.
Eine positive, Mut machende Geschichte darüber was Leben wirklich bedeutet oder bedeuten kann.

Mein Lieblingszitat:
Willkommen auf dem Berg Karmel!
(Frei umformuliert nach Zwi Brenda auf Seite 121)

Alternativer Lesetipp: Lila K. von Blandine Le Callet
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am 23. Mai 2013
Mich hat die Geschichte sehr zum Nachdenken angeregt!
Vanderbekes „Die Frau mit dem Hund“ erscheint mir zeitgemäß; die Bewohner des siebten Distrikts sind damit beschäftigt, Bonuspunkte und -sterne sammeln, verschiedene Fernsehshows anzusehen, dabei Mikrowellenessen zu verzehren, und die heimischen vier Wände mit Duftspray einzuräuchern.
Der Hörer lernt Menschen kennen, die nur spärlichen echten Kontakt mit ihren Mitmenschen haben und sich eigentlich danach sehnen, eine mitfühlende Bindung zu ihrem Gegenüber aufzubauen. So auch Jule Tenbrock, die (anfänglich) einerseits nichts mit der aus-der-Reihe-tanzenden-Pola zu tun haben möchte, im Endeffekt aber tief beeindruckt und inspiriert von Polas Sinnlichkeit ist. Man erfährt zum Beispiel, dass Jule gerne tanzen gehen möchte, ihr Freund so etwas aber niemals mitmachen würde. Nachdem Jule Pola und ihren Hund richtig kennengelernt hat, beschließt sie, allein einen Tanzkurs zu machen. Pola ist Inspiration und steht für all das, was sich die Menschen in Distrikt 7 verwehren.

Dieses Hörbuch wird von der Autorin selbst gesprochen, was höchste Authentizität verspricht. Frau Vanderbekes Stimme ist sehr eindringlich und ich habe ihr sehr gerne zugehört! Ich werde mir deshalb auch noch weitere Hörbücher von ihr kaufen.
5 Sterne für diesen belletristische Hörgenuss, weil die Liebe und Sinnlichkeit hier im Grunde genommen das Hauptthema sind, und davon haben wir in dieser schnelllebig und zunehmend oberflächlich werdenden Welt manchmal viel zu wenig.
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am 7. April 2015
Wie von Vanderbeke gewohnt, ist auch diese Erzählung eine literarische Bereicherung. Allerdings an manchen Stellen arg konstruiert. Dennoch ein empfehlenswertes Buch.
Katharina aus Berlin
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am 19. Dezember 2013
Genial an diesem Plott ist, dass die erschreckenden ZukunftSzenarien z.B. verblödendes Entertainment in der Konsole für viele Otto Normalbürger schon längst Wirklichkeit sind.
Schalt uns nicht allen an allen Orten die Frage nach der PaybackKarte zum Punktesammeln ins Ohr und sind wir nicht überall zum Voten aufgefordert und das für nur 46 Cent pro Anruf.

Vanderbeke hält uns in Ihrer Brave New World den Spiegel vor.
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am 3. Oktober 2014
Das Buch habe ich von einem Hunde-Liebhaber empfohlen bekommen. Meine anfängliche Sorge, dass es sich hauptsächlich um den Hund dreht, hat sich zum Glück nicht bestätigt. Die Geschichte ist eine Utopie und wie alle Utopien hat sie etwas Gruseliges. Man liest gefesselt. Zum einen, weil man diese seltsame Welt kennenlernen will, in der die Figuren leben (müssen). Zum anderen, weil man immer Sorge hat, dass die Außenseiterin in dieser behüteten aber völlig bevormundenen Gesellschaft irgendwann doch auffliegt. Bezeichnend für die dargestellte Gesellschaft ist die übertriebene Angst vor Bakterien und Infektionen, die schließlich die Hygiene über die Lebensqualität stellt. Es ist interessant, wie Vanderbeke das Thema im Roman umsetzt. Am Ende ist der Ausstieg für die Figuren aus dem System aber etwas zu leicht und gefahrlos...
Werde das Buch auf jeden Fall weiterverschenken.
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am 21. August 2013
Wenn man wie ich Birgit Vanderbeke noch nie gelesen (bzw. in meinem Fall als Audiobook gehört) hat, wartet man am Anfang darauf, dass es mal richtig losgeht, in der Mitte, dass wirklich was passiert und am Ende auf die Pointe. Das, was man als einfacher Leser erwartet, findet so nicht statt. Die Autorin startet ohne lange Erklärungen zum Wo und Wie mit ihrer Erzählung, nämlich dass in einer (clever aus heute schon erkennbaren Ansätzen entwickelten) Zukunftswelt eine Frau mit Hund auftaucht, die da nicht hineinpasst. Die Sache entwickelt sich ziemlich linear weiter, indem geschildert wird, wie diese Frau sich in dieser Welt durchschlängelt und vorübergehend eine Nische findet. Eine Lösung des Konflikts findet nicht statt, denn die Geschichte endet damit, dass die Frau geht, wenn auch in Begleitung eines wahrscheinlichen Aussteigers aus der Zukunftswelt. Die andere Zukunftsbürgerin bleibt in der höchst sterilen Wohnung zurück. Nicht wirklich entdecken konnte ich die von vielen Seiten hoch gelobte Sinnlichkeit, die wesentlich darin zu bestehen scheint, dass jemand beim Zwiebelschälen weinen (und lachen) muss und dass es öfter mal nach etwas anderem als nach Hygienespray riecht, z.B. nach Hund oder nach normalen Lebensmitteln, die in der Geschichte eigentlich nur noch Reminiszenzen sind.
Damit will ich nicht sagen, dass die kleine Geschichte öde oder dumm wäre. Im Gegenteil. Sie ist originell und hübsch einfach und geradlinig erzählt und man kann sie gut in einem Rutsch herunterhören bzw. -lesen. Der Ansatz, dem Leser/Hörer auf diese Weise eine nett ausgedachte Zukunftswelt zu beschreiben, ist originell. Die Story gleitet auch nicht ins Lächerliche oder Kitschige ab. Mir kommt sie vor wie ein Miniatur in der bildenden Kunst, eine kleine Randbeobachtung, eine kleine Momentaufnahme (auch wenn die Erzählzeit über ca. ein Jahr reicht). Man nimmt wahr, hält kurz inne, und geht dann weiter. Nett - aber auch nicht mehr.
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am 29. Juni 2013
.. die Welt von Morgen mal mit Phantasie und dem Blick fürs Heute betrachtet.
Viel interessante Anregungen und die Beschreibung von Menschen, die doch wieder gegen den Strom schwimmen.
Man bekommt eine Idee, wohin die verblödende Medienwelt führen kann und wie gerne Menschen dumm sind.

Ein Buch, das ich sehr empfehlen kann.
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am 12. August 2016
Ich habe mich stellenweise gewundert, dass so ein Hype um die Autorin gemacht wird. Sprachlich - na ja. Aber - Manche Ansätze sind gut beobachtet. Wir sind mittendrin in dieser Entwicklung. Es wird einem schon bange...
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