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Kundenrezensionen

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am 8. Oktober 2014
Verstehe nicht, warum dieses Buch so hoch angepriesen wird. Das mehr verklemmte und biedere Leben, das beschrieben wird, passt absolut nicht zu den beschriebenen sexuellen Aktivitäten. Sehr unrealistisch.
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am 6. August 2012
Ich bin hin und wieder mal so ein bisschen voyeuristisch veranlagt, ich lese gerne Ekliges, auch gerne mal was über ganz schlimme Schicksale. Allerdings habe ich mich an "Feuchtgebiete" nie herangetraut, da reichten mir die in der Presse zu findenden Zitate völlig aus. Das war mir eine Spur zu heftig, und ich möchte bei aller Sensationsgier und gewisser Freude am Ekel nicht brechen müssen, während ich lese.
Schoßgebiete sollte ja nun angeblich irgendwie anspruchsvoller sein als "Feuchtgebiete", und zudem hatte mich der furchtbare Unfall, bei dem Charlotte Roche ihre drei Brüder verloren hatte, bewegt, mir tat das einfach sehr leid, und außerdem wollte ich genau wissen, was da passiert war - da zeigt sich dann auch wieder ein bisschen die Sensationslust bei mir.
Ich muss sagen, dass mir ganz und gar klar ist, wie die Protagonistin tickt, was das Drama ihres Leben in ihr ausgelöst hat. Das ist Charlotte schon recht gut gelungen, ich finde es hierbei auch nicht schlimm, dass sie sich einer meist sehr einfachen Sprache bedient. Diesen schrecklichen Verlust und dessen Folgen zu beschreiben, ist quasi unmöglich. Es ist ihr aber gelungen, den Irrsinn, der mit einem solchen Schlag in das Leben tritt, recht anschaulich zu schildern und auch die Gefühle darzustellen, die verwirrend und ambivalent sind. Dafür gibt es 2 Sterne.
Was mich aber nicht sonderlich für den Roman einnimmt, ist die gewisse Nicht-Handlung, die bei mir - da schriftstellerisch hier nicht viel geboten wird - zu Nicht-Interesse führt. Nur der wirklich gute Autor ist in der Lage, mit Banalem, Alltäglichem wirklich zu fesseln und nicht nur mit Drama und großen Gefühlen. Ein Stuart O`Nan z.B. kann das, Roche jedoch nicht.
Außerdem fand ich die Sexszenen abstoßend, aber nicht in dem Sinne "Freude am Ekeln", sondern richtig übel. Allein die mangelnde Hygiene der Eheleute - es sei denn, man macht sich für den Puffbesuch fein - und die Beschreibung des Ehemannes, ja , da schüttelt es mich. Da lieber keinen Sex....
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Mit Sex verdient man Geld. Der Film hat dieses Kredo längst verinnerlicht und auch am Buchmarkt ist dieser Umstand nicht vorbeigegangen. Erst jüngst gewann ein junger Autor auf der Leipziger Buchmesse mit einer Kurzgeschichtensammlung, die Sex, Obsession, Gewalt als Themen verband, den Messe-Preis. Bereits vor ein paar Jahren wurde das Feuilleton und die breite Lesergemeinde Deutschlands auf Charlotte Roche aufmerksam. Ich habe mich ebenfalls an ihrem "Feuchtgebiet" probiert, aber enerviert das Buch der Leihgeberin zurückgebracht.

Auch "Schoßgebete" beackert thematisch das gleiche Land: Sex, Körperausscheidungen und eine perfide Form von Liebe. Mit dem Vorgängerbuch hatte ich meine Schwierigkeiten: zu eintönig und vorhersehbar war der Ekel und zu unsympathisch die Hauptfigur. Mit Elizabeth Kiehl instruiert Mrs. Roche erneut einen Charakter, der mit seiner ungeschönten, direkten Sprache überzeugen soll.

Erzählt wird aus dem Leben besagter Protagonistin, die in einer Patchworkfamilie lebend, Probleme mit sich, dem Kind, dem neuen Mann und - natürlich - der Sexualität bewältigen muss. Punkt. Darüber schreibt Charlotte Roche knappe 300 Seiten lang. Hinzu kommen jedoch diverse, mehr oder weniger aktuelle Themen: sei es der Einfluss der Eltern auf die Entwicklung der Kinder, die verschiedenen Ansichten von einer gesunden Sexualität und der Verlust geliebter Menschen. Wie bereits in der Presse kommuniziert, wollte die Autorin mit diesem Machwerk ihre eigene schicksalshafte Geschichte um den Tod ihrer Brüder, die auf dem Weg zu ihrer Hochzeit verstarben, verarbeiten. Ambitioniert. Tragisch. Könnte man meinen.
Die Umsetzung aller genannten Aspekte ist jedoch so dilettantisch und stümperhaft, dass das Lesen ein einziger Krampf wurde. Die Roche nutzt zwar schriftstellerische Kniffe wie das Andeuten von Ereignissen, die Erzählweise zerstört aber auch diesen gutgemeinten Umstand. Die titelgebenden Schoßgebete, die sich als Dialoge mit der Therapeutin entpuppen, sind so hölzern und gestelzt, dass von Raffinesse und Leichtfüßigkeit nicht die Rede sein kann.

Das Buch beginnt mit einer längeren, detailverliebten Sexszene, die an den Ekelfaktor und an die Rotzigkeit von kaum einer Sequenz aus "Feuchtgebiete" anknüpft. Mich persönlich störte diese genaue Beschreibung der Sex-Praktiken nicht - weswegen ich aus diesem Grund auch keine Sterne abziehe. Der Grund für meine 1-Sterne-Wertung ist der misslungene Versuch eines Frauengemäldes, das schlecht skizziert, gezeichnet und gerahmt wurde. Die Protagonistin bleibt durchweg unsympathisch, die Charakterisierung ist gekünstelt und mit einem abgewetzten Malpinsel gepantscht, dass der Eindruck entsteht, dass sich die Autorin absolut keine Mühe gegeben hat. Die Fixierung auf unterschiedliche Frauen im Umwelt Elizabeths ist unlogisch sowie schlecht begründet. Der Schreibstil Roches tut sein Übriges. Sätze wie "Sie ist auf meiner Seite. Das ist schön." (S. 44) ziehen sich durch das gesamte Buch. Kurz: Charlotte Roche sabbelt und sabbelt, sagt aber rein gar nichts. Die eingeschobenen englischen Sätze, die Esprit oder Intellekt versprühen sollen, nerven nach einiger Zeit und der Leser fragt sich: "Why?"
Die Andeutungen auf die Sein-Krise von Elizabeth, die das Leben und das Sein als anstrengend empfindet, sind unnachvollziehbar und stellenweise sogar lächerlich.

"Schoßgebete" versucht, intelligenter als Feuchtgebiete zu sein, wodurch ein verkrampftes Buch entstand. Dankenswerter Weise ist Charlotte Roche dabei nicht so altklug und selbstverliebt wie ihre Ziehtochter Helene Hegemann. Natürlich benötigt auch im zweiten Buch der Autorin der Leser einen guten Magen, denn die seitenlange Beschreibung (und Behandlung) von weißen Würmern, die sich im Darmausgang einnisten, zerrt an der Standfestigkeit des Verdauungsapparates.

Was bleibt ist ein ernüchterter Leser, der ein viel zu dickes, sinnloses Buch beendet hat, das eine dumpfe Protagonisten zu Wort hat kommen lassen, die nichts zu sagen hat, sich im Laufe des Geschehens nicht weiterentwickelt und mit ihrer Meckerei gegen alles und jeden flott auf den Geist geht. Durch die Marketing-Maschinerie wird sich auch dieses Buch wieder wunderbar verkaufen - schlimm genug.
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am 30. Januar 2012
Konnte Feuchtgebiete noch durch seine derben Provokationen, und nur deshalb mochte ich dieses Buch, von Frau Roches schriftstellerischen Defiziten ablenken, so verschleiert Schoßgebete diesen holprigen Schreibstil nicht mehr, da die Story einem einzigen Haufen Langeweile gleichkommt. Etliche Dinge werden so langweilig detailiert und teilweise auch noch wiederkehrend beschrieben, dass man das Gefühl bekommt, dass Fr. R. nur ein bestimmtes Kontingent an Seiten befüllen wollte/musste.

Da ich beruflich mit dem Auto sehr viel unterwegs bin, habe ich mir zu allem Unglück das Hörbuch angehört: Hätte ich dem Buch vielleicht noch einen zweiten Stern abringen können, würde ich dem Hörbuch eher gar keinen Stern geben wollen.

FRAU ROCHE KANN NICHT VORLESEN!!! Keine Intonation, keine Emotionen, keinen Witz: NULL!
Wer bitte ist da anderer Meinung und setzt diese Dame immer wieder mal vors Mikrofon? Ich war schon zutiefst enttäuscht, dass sie damals eines meiner Lieblingsbücher "Zwölf" von Nick McDonell so versaut hat...
Jetzt habe ich mich durch alle 8 CDs gequält und werde noch mit einer solch faden Geschichte bestraft.

DAS war nichts!
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am 17. November 2014
Dieses Buch ist mit Abstand das Langweiligste was ich jemals gelesen habe.
Ich dachte wirklich, dass es so spannend wie "Feuchtgebiete" ist, aber leider wird man enttäuscht.
Würde ich auf keinen Fall weiterempfehlen
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am 10. August 2011
Die gute Nachricht zuerst: Den Duden muss man für dieses simpel gestrickte Werk nicht bemühen. Mit einem rudimentären Wortschatz, der etwa dem einer sexvernebelten Amöbe gleichkommt, kann man sich ohne Probleme über die gesamte Distanz durch dieses Pamphlet hangeln. Aber immerhin: Subjekt, Prädikat, Objekt - der Satzbau stimmt, dem Lektorenteam sei gedankt. Dafür einen Stern.

Zum eigentlichen "Inhalt": Dieser offenbart sich als Fahrt durch den Enddarm und triefendes Pseudogesülze rund um Seelenschmerz; angereichert mit einem Hauch von Story. Elizabeth, Anfang 30, modern, aufgeschlossen, abenteuerlustig, reibt sich gedanklich wie körperlich zwischen Feminismus und Fellatio auf. Ihr Sex mit dem Freund ist abwechslungsreich, inklusive Clubbesuch und in-alle-Löcher-rein. Zwischendurch wird der Nachwuchs aus Beziehung I aufgepäppelt und über den Sinn des Lebens nachgedacht - sowie darüber, wie sich "Frau von heute" denn in ihrer Rolle zu verstehen hat.

Tja, das war`s schon. Medienfrau Charlotte Roche bleibt sich auch im zweiten Teil ihrer Expedition unter die Gürtellinie treu und tut das, was sie am besten kann: sich über Genitalien äußern, sich von quotengeilen Erfüllungsgehilfen in Verlagen und Sendern vermarkten lassen, sich als intimes Sprach- und Abflussrohr aufschwingen. Nur tut sie dies in "Schoßgebete" als Wolf im Schafspelz, weil sie sich angeblich was "Privates" von der Seele schreiben muss (ihr Alter Ego "Elizabeth" übernimmt im "Roman" diese Rolle und langweilt stellenweise über Dutzende Seiten. Kochrezepte kommen allerdings nicht im Roman vor ...).

Ihre Frauenversteherrolle hält sich Roche in alle gesellschaftlichen Richtungen offen, schließlich gilt es alle möglichen weiblichen Zielgruppen zu erreichen. Und siehe da: Während sich derweil ein paar ehemalige Emma-Leserinnen in Hintertupfingen zu einer Spontan-Demo gegen ein paar echauffierte ehrenamtliche Kirchenhelferinnen aufraffen, sind ruckizucki 500.000 und mehr Exemplare verhökert. Nur Frauen Schuhe zu verkaufen scheint einfacher zu sein ...

Fazit: In 2-3 Stunden ist man durch mit diesem verlagsinitiierten Skandälchen von Büchlein. Was nach der Lektüre bleibt, ist nicht etwa der Wunsch, endlich mal wieder mit Mama, Manni oder der besten Freundin über Sex reden zu können, sondern die ehrliche Sehnsucht nach einem verdammt guten Buch zwischen den Fingern. Und da "Schoßgebete" kein solches ist - ebenso wenig, wie das Privileg des Vorablesens kein solches war - bleibt nur die Hoffnung. Und diese stirbt bekanntlich zuletzt.
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am 20. Dezember 2012
Nach kurzem Anlesen kann man nicht mehr davon lassen, und das nicht primär wegen der häufigen, leicht pornographischen Schilderungen des Ehelebens der Romanhelden: Nein, es sind die Details die stimmen ( wie in Werner Beinhart, denn es geht ums Prinzip ), die -wenn man denn ehrlich und selbstkritisch zu sich ist-jedem aus der Seele sprechen. Einziger Unterschied zu uns: die Autorin spricht ( schreibt ) das aus was alle denken, wünschen,wissen, praktizieren.Geradlinige ,Langweiler und Prüde werden freilich nicht viel damit anzufangen wissen. Die große Aufklärung gab es bisher auch noch nicht, 68 iger? alles Unfug! Es findet alles noch statt, wenn genug Leute darüber geschrieben, geredet , gelesen und zugehört haben. Ich habe mich jedenfalls köstlich unterhalten und teilweise wiedergefunden bei dieser Lektüre. Bin ja auch schon sehr alt und habe so einiges erlebt. ... Irgendein Trauma hat fast jeder, gut das jetzt zu wissen ... Und man sollte nicht alles immer total ernst nehmen was man liest, sieht und hört.

Jerrycotten
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am 3. Dezember 2015
Ich lebe im Ausland und der angebliche Hype um Charlotte Roches Bücher war an mir weitestgehend vorbeigezogen. Nun dachte ich mit einiger Verspätung, dass ich endlich einmal ein Buch von Ms Roche lesen sollte. Und was für ein Buch "Schoßgebete" ist!

Der Teil der Leserschaft, der um des "Ekelfaktors" willen das Buch gekauft hat, um sich hinterher darüber auslassen zu können, wie schlecht es um diese unsere Gesellschaft bestellt ist, kommt schon zu Beginn auf seine Kosten. Ein sexueller Akt wird beschrieben. Bis ins kleinste Detail. Ohgottogott. Das ist ganz sicher nicht pornographisch, denn sexuell anregend ist diese lange Passage nicht. Warum gleich am Anfang? Wenn man bedenkt, dass die Protagonistin Elizabeth Kiehl nur beim Sex plötzlich freilassen kann, wie es auf dem Buchumschlag steht, ist es nur folgerichtig, dass dem Sex hier eine so exponierte Stelle eingeräumt wird. Sex als Lustmittel, als Zeichen der Dynamik in einer Beziehung und als Kleister, der eine Bindung zusammenhält ' wer da nur denken kann "Pfui, wie eklig", begreift Charlotte Roches Buch nicht.

Das Seelenleben einer Mittdreißigerin, deren Welt durch einen schweren Schicksalsschlag sieben Jahre zuvor aus den Fugen gehoben wurde, wird in einem packenden Bewusstseinsstrom-Stil beschrieben. Die Protagonistin erzählt schonungslos offen, wie der schwere Autounfall auf dem Weg zu ihrer Hochzeit, bei dem ihre drei Brüder ums Leben kamen und ihre Mutter schwer verletzt überlebte, bis in die Gegenwart auf jeden Augenblick ihres Lebens einwirkt. Elizabeth hat das ständige Gefühl, das Leben hinge an einem seidenen Faden und befindet sich immer auf der Lauer, um sich vor den irrealen und realen Bedrohungen schützen zu können. Die autobiographische Begebenheit, auf der die Geschichte beruht, macht diese Lektüre umso eindringlicher, und es kommt nicht häufig vor, dass mir beim Lesen eines Buchs die Worte "wie schrecklich" durch den Kopf gehen. Es ist verstörend, zu lesen, wie Elizabeth sich nach dem Autounfall in einem Horrorfilm zu befinden scheint, der dennoch bittere Realität ist. Ihre erste Begegnung mit ihrer verletzten, unter starken Psychopharmaka stehenden Mutter im Krankenhaus ist erschütternd. Und als sei dieser Albtraum nicht schlimm genug, schlachtet Deutschlands größte Tageszeitung den Unfall sensationsgierig aus und ein Boulevardmagazin verschafft sich ohne jeglichen Respekt und Anstand illegal Zutritt in das Krankenzimmer von Elizabeths Mutter.

Charlotte Roche erzählt gekonnt und mit einer Prise schwarzen Humor das Leben aus der Sicht einer Frau, die versucht, nach diesem traumatischen Ereignis nicht nur mit dem Leben klarzukommen, sondern es auch besser zu machen, ihrer Tochter eine perfekte Familie und den Halt zu bieten, den sie nicht erfahren hatte, was im Hinblick auf ihren Mann bis zur Selbstverleugnung ihrer eigenen Bedürfnisse geht. Charlotte Roche sagte selbst, sie sei viel feministischer eingestellt als ihre Hauptfigur und das ist der Punkt: Obwohl viele Aussagen im Roman deckungsgleich mit der Meinung der Autorin sein dürften, und trotz des autobiographischen Hintergrunds handelt es sich eben doch um einen Roman, nicht um eine Gebrauchsanleitung. Ein Roman, über den man sich noch lange nach dem Lesen Gedanken macht.

Woher kommt also die harsche Kritik, die auf Autorin und Roman so gern niederprasselt? Ich nehme an, es liegt daran, dass Roche kein Blatt vor den Mund nimmt und sich mit ihrer berechtigten, offenen Kritik an den respektlosen Boulevardmedien mächtige Feinde gemacht hat. Man lässt sich halt nicht gern das Lesen von Deutschlands größter Tageszeitung mit den fetten Buchstaben und kurzen Sätzen miesmachen. Man rast halt in Deutschland gern mit Tempo 200 über die Autobahn, und ist dann beleidigt, wenn jemand schreibt, dass man das Leben anderer gefährdet. Man hat halt ein Problem damit, dass insbesondere eine Frau es wagt, offen über Sex und andere Körperfunktionen zu schreiben. Wo kommen wir denn da hin.

Die Aufarbeitung eines persönlichen Traumas in einem Roman - darf die das? Ja, sie darf. Die meisten Menschen werden das Glück haben, nie einen Schicksalschlag diesen Ausmaßes zu erleben, und daher würde ich mir persönlich nie anmaßen, hier ein Urteil zu fällen, wie anscheinend jeder Außenstehende denkt, es tun zu müssen. Ein bisschen Toleranz und Empathie wären bei einigen Pfui-Sagern angebracht.

Was immer Leute über den Roman denken ' und ich denke, er ist hervorragend - Charlotte Roches Mut, eine dermaßen schwierige Situation schreibend zu bewältigen, verdient eine Menge Respekt. Charlotte, ich danke dir.
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am 29. Dezember 2014
Zu Anfang fand ich es super, dann schwächte es während der Story ab. Wirkte fast so, als sei der Autorin zum Ende hin nicht mehr wirklich was eingefallen. Wobei ich finde, dass man die Geschichte noch hätte ausschmücken können. Diese fand ich nämlich im Grunde sehr gut.
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am 12. März 2013
Ich habe mir dieses Buch zusammen mit dem ersten Werk von Charlotte Roche gekauft, da es ebenfalls nicht auszuleihen war. Es ist nicht ganz so ....unappetitlich wie "Feuchtgebiete" aber trotzdem...
Muß ich nicht haben, das Geld für diese Bücher hätte ich besser gespendet!
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