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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
20
4,1 von 5 Sternen
Was ich glaube
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:7,95 €+ 3,00 € Versandkosten


am 17. Februar 2011
Ein kluges, höchst anregendes Buch, ein hilfreiches Kompendium christlichen Glaubens und Denkens heute, eine umfassendes persönliches Glaubensbekenntnis - das sind die begeisternden Seiten dieses Buches. Trotz seiner relativen Kürze behandelt Küng absolut kompetent und mit zahlreichen wunderbaren Verknüpfungen in alle (und vor allem die glamourösen) Gebiete menschlichen Bemühens um Fortschritt und Humanität die wichtigsten Fragen des humanen und christlichen Selbst- und Weltverständnisses. Nicht zuletzt hat er sein Buch sprachlich schön und eingängig ausformuliert - man liest das Buch mit Vergnügen und Gewinn.

Trotzdem sehe ich zwei schwerwiegende Kritikpunkte: Erstens fällt am Stil schon der sehr häufige Bezug auf das eigene Leben, Denken und Wirken auf, das Buch wirkt doch ziemlich selbstbeweihräuchernd.

Und dann stören mich noch die verächtlichen Worte, mit denen er die evangelische Kirche abtut. Dass sich Küng mit seinen Erfahrungen mit kirchlichen Institutionen nicht wieder gern in die Zumutungen einer religiösen Verfasstheit begeben mag, kann man ja noch verstehen. Andererseits deckt sich seine Sicht der Dinge sehr weitgehend mit zahlreichen offiziellen Verlautbarungen der evangelischen Kirche, seine "Stiftung Weltethos" findet Platz in evangelischen Religionsbüchern und vieles mehr, er könnte sehr wohl der evangelischen Kirche gegenüber aufgeschlossener sein, dem stehen keine gravierenden Meinungsunterschiede oder Vorbehalte entgegen. Vor allem offenbart diese Verachtung jedoch letztlich eine Missachtung all derjenigen Menschen, die ihm eben nicht auf seinen geistigen Höhenflügen mit ihren klugen Begründungen und umfassenden Bezugsnetzen folgen können, die jedoch dennoch an ihrem Platz ihren wichtigen Beitrag zur Fortsetzung christlicher Gemeinschaftlichkeit und Ermutigung leisten. Sie verwalten und renovieren Jugendfreizeitheime, pflegen treu behinderte und sterbende Angehörige, oft über Jahrzehnte, tragen in vielfältigster Weise zur Aufrechterhaltung der von ihm immer wieder eingeforderten Humanität bei und finden Trost, Unterstützung, verlässliche Strukturen in der evangelischen Kirche. Sie verwirklichen erst die Menschlichkeit, ohne sie wären Küngs Bemühungen Schall und Rauch und leere Worte. Auch wenn die "Mühen der Ebene" nicht den Glanz internationaler Konferenzen und Kulturveranstaltungen beinhalten, auch wenn natürlich all diese ANstrengung manchmal eine gewisse zum Überdruß geronnene Alltäglichkeit und kleinliche Begrenztheit nicht immer ausschließt. Aber Küng tut all dies ab: "die evangelische Kirche überzeugt nicht". Das finde ich schon sehr arrogant und an der Grenze zur Unverschämtheit. Immerhin gibt es noch ein paar mehr Mitglieder in der evangelischen Kirche als Küng-Leser. Wie kann er diesen Menschen gegenüber so verächtlich auftreten? Schade, dass Küng an diesem Punkt, am Segen einer institutionellen Struktur für religiöses Leben und Bemühung um Humanität, so blind ist.
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am 4. April 2011
das ist sehr plausibel geschrieben, sehr gut lesbar, sicher für manchen eine Hilfe der auf der Suche ist. Allerdings bleibt Hans kÜng mit seiner Buch anesprochenen Kritik an der Kath. Kirche doch sehr "systemimmanent", in dem er bespielsweise das Unfehlbarkeitsdogma kritisiert, dabei bleibt es - er ist weit davon entfernt zu schreiben, daß man diesen Papst und alles drum und dran am Pomp der kath. Kirche abschaffen sollte.
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am 3. November 2010
Das Buch von Hans Küng hat mir sehr geholfen , Gott und die Welt besser zu verstehen.
Ich bin auch ein religiöser Mensch und das heißt nicht automatisch das ich mit Scheuklappen durchs Leben gehe.
Das ist eines der vielen Sterotype religionskritischer Menschen.
Sich einfach mal objektiv mit Religion beschäftigen,das ist mein Rat.
Fortschritt und Religion schließen sich nicht aus.
Im Koran heißt es z.b. " Das Wissen ist das Licht und Unwissen die Dunkelheit ".
Es wird dazu aufgerufen sich mit sich und seiner Umgebung zu beschäftigen und nicht alles stumpf zuglauben.

Religion gibt mir Halt in Zeiten wenn es mal stürmisch wird.
Beten und Meditieren sind Balsam für meine Seele.
Dadurch bin ich sehr ausgeglichen geworden.

Okay ! Zurück zum Buch .
Ich habe das Buch von Hans Küng regelrecht verschlungen.
Es hat meinen Horizont, mein Verständnis für Menschen ( egal ob religiös oder nicht ) enorm erweitert.
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am 11. August 2011
Im Grunde, könnte man scherzhaft sagen, ist es piepegal, was Hans Küng glaubt, schließlich ist er nicht der Papst! Aber immerhin ein bedeutender Theologe, der hier eine auch für den Laien verständliche »Summa theologiae« abliefert, ein Buch, das, auch für Nichtchristen, interessant und lehrreich ist. Für Christen lädt sein persönliches Credo ein zu einer Auseinandersetzung und, wie in meinem Fall, Abgrenzung. Unübersehbar ist: Der Theologe hat sich in Abkehr von der katholischen Orthodoxie eine Art Privatreligion zusammengebastelt, die er, belesen, religionswissenschaftlich gebildet und nicht ganz frei von Eitelkeit, philosophisch zu begründen vermag. Dabei scheint es ihn nicht weiter zu stören, dass er sich fortwährend in Aporien, in unauflösliche und für den schlichten Christen eher verwirrende Widersprüche, begibt, so etwa, wenn er zum Absolutheitsanspruch des christlichen Bekenntnisses kommt und bekennt, dass es »von außen gesehen, sozusagen religionswissenschaftlich [...] verschiedene wahre Religionen« gebe; »von innen gesehen« gebe es für ihn aber nur die christliche als »die eine wahre Religion« (S. 232). Kritiker werden mit Recht bemängeln: Mehr »Wischiwaschi« ist kaum möglich. Das größte Paradox besteht freilich darin, dass Küng durchgehend jahrhundertealte Lehren der christlichen Kirche wie die »Trinitätsspekulation« (S. 226) als Legendenbildungen und scholastische Interpretationen ablehnt und im gleichen Atemzug selbst nichts anderes als hochspekulative Theoreme an deren Stelle zu setzen sucht.

Erstes Beispiel: die Trinitätslehre. Es ist zwar zutreffend, dass die Lehre von der Dreifaltigkeit nicht unmittelbar aus den neutestamentlichen Zeugnissen hervorgeht, aber es ist schon ein bisschen viel verlangt, wenn man der Argumentation eines Autors folgen soll, der für sich ein tieferes Verständnis oder eine treffendere Einsicht in Natur und Wesen Christi beansprucht als die Kirchenväter aus dem 5. Jahrhundert, als sei es die logischste Sache der Welt, dass das Verständnis eines geschichtlichen Gegenstandes mit der zeitlichen Distanz von ihm zunehme.
Beispiel zwei: die Auferstehung Jesu. Will man die weitgehend übereinstimmenden biblischen Berichte von Auferstehung und Himmelfahrt Jesu, die das existenzielle Zentrum jedes christlichen Bekenntnisses bilden, in Frage stellen, muss man sich gut wappnen. Küng tut eher das Gegenteil: Er sucht den »unverwechselbaren« historischen Jesus in den einzigen wesentlichen Quellen, den kanonischen Texten des Neuen Testaments, und übersieht völlig, dass gerade durch sie die von ihm apodiktisch als »Gespenstergeschichte« (S. 225) diffamierte leibliche Auferstehung Jesu Christi bestens verbürgt ist, sei es durch Paulus im 1. Korintherbrief, einem der ältesten neutestamentlichen Texte, sei es durch das Johannes-Evangelium, aus dem die älteste erhaltene Handschrift stammt und das der Autor ja auch selbst als Ausdruck »offenkundig alter Quellen« (S. 223) wertet - ein klarer Widerspruch also zu seiner beharrlich wiederholten Hypothese von den »hellenistischen Neuinterpretationen« (S. 230), die mit dem historischen Jesus wenig zu tun hätten. Denn wie will man überhaupt etwas über den historischen Jesus wissen, wenn nicht aus den ältesten Schriften? Und wie will man wissenschaftlich rechtfertigen, dass man in demselben Urtext selektiv dieses für historisch hält und jenes nicht? Mit seinem durch nichts belegten Theorem von Jesu »Auferweckung in Gottes ewiges Leben, das alle menschlichen Vorstellungen übersteigt« (S. 225) fährt Küng dann als Gegenprogramm zum urchristlichen Bekenntnis nur eine dürftige undurchsichtige Worthülse auf, die sich von den »Interpretationen« der Kirchenväter vor allem dadurch unterscheidet, dass sie auf keiner biblischen Schrift fußt, sondern im luftleeren Raum hängt und also genau das ist, was Küng so gerne kritisiert: hochspekulativ. Theologisch gesprochen: Zu den Auffassungen der Kirchenväter verhält sich Küngs krudes Konstrukt von einer »Auferweckung in Gottes ewiges Leben« wie gnostische Pseudepigrafie zu einem kanonischen Paulus-Brief.
Beispiel Nummer drei: Küng beruft sich auf das Paulus-Zitat aus dem ersten Korintherbrief, dass niemand einen anderen Grund legen könne als den der in Christus gelegt sei (1. Kor. 3,11); gleichzeitig postuliert er den Islam als mögliches Korrektiv hinsichtlich der von ihm abgelehnten Lehre vom Sühnetod Christi am Kreuz, negiert also die paulinische Kreuzestheologie, die auf der Wesensgleichheit (Homousie) von Gott und Christus beruht. Wenn ich mich als gläubiger Christ auf Paulus berufe, kann ich eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass ich vom Islam nichts, aber auch gar nichts zu lernen habe, denn spätere oder im Widerspruch zum urchristlichen stehende legitime Zeugnisse von Gott schließt der Apostel Paulus ja gerade aus (Gal. 1,8). Hilfreicher wäre an dieser Stelle der Hinweis gewesen, dass der Islam aus abwegigen Irrlehren hervorgegangen ist, die auf dem Konzil von Nicäa verworfen wurden. Da Küng aber mit den Beschlüssen dieses Konzils auf dem Kriegsfuß steht, rückt der Islam in ein gnädigeres Licht.

Fazit: In Hans Küngs auf der historisch-kritischen Methode basierender Theologie findet sich viel Nachdenkenswertes und Anregendes und dieses Buch bietet einen verständlicheren Einblick in sein Denken als die vielen Fachbücher, die er zuvor veröffentlicht hat. Jedoch begibt sich der Autor, sobald er auf Distanz zu dem geht, was im Apostolischen Glaubensbekenntnis als kirchenübergreifender Konsens festgeschrieben ist, auf so dünnes Eis, dass man das Knirschen vor dem Einbruch in die kühlen Fluten blanker Spekulation bis in die tiefste theologische Provinz hören kann. Seine Kritik an den Kirchenvätern, die sich enger am verlässlichen urchristlichen Zeugnis orientieren als er, erweist sich als eine Art Selbstschussanlage, die beim Autor selbst die meisten Treffer landet.

Vielsagend und bezeichnend finde ich, obwohl ich Protestant bin, die direkte Gegenüberstellung dieses Buchs von Küng mit dem seines Edel-Rivalen Joseph Ratzinger alias Benedikt XVI., dessen zweiter Band einer ebenfalls von persönlichen Glaubensüberzeugungen geleiteten Auseinandersetzung mit der Figur des Jesus von Nazareth fast zeitgleich mit Küngs »Was ich glaube« erschienen ist. Mein Fazit fällt zugunsten des Papst-Buches aus, das ich als gründlicher, bibelzentrierter und vor allem wesentlich weniger spekulativ empfand. Letztlich wird aber immer das persönliche Bekenntnis ausschlaggebend dafür sein, wessen Theologie man eher zu folgen geneigt ist.
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am 30. März 2010
In meinem Leben habe ich über 100 Länder besucht und daher viele Erfahrungen gemacht. In der Glaubenssuche war ich oft sehr unsicher und wurde von verschiedenen religiösen Mystiken angezogen. Das sehr empfehlenswerte Buch "Was ich glaube" von Hans Küng hat mir dabei sehr geholfen, den Hafen meiner tiefen Glaubensrichtung zu stärken. Wichtige Passagen habe ich mit einem gelben Marker versehen. Das Buch ist nicht mehr weiss, sondern gelb!
Die Ehrlichkeit, die diese Lektüre ausstrahlt, verstärkt das Vertrauen in das "richtige" Glaubensverhalten. So wünschte ich mir, dass der beschriebene Weltethos für unsere Mutter Erde, den nachhaltigen Anklang findet.
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am 7. November 2009
Als nicht-theologisch versierter Interessierter habe ich einige Videos der Vorlesungsreihe im Internet angeschaut ("timms" googeln > studium generale) und mich an einigen älteren Küng-Werken versucht. Dieses Werk ist wohl die allgemein verständliche und trotzdem wissenschaftlich fundierte Zusammenfassung früherer Werke und ein ganz persönliches Glaubensbekenntnis. Auch nach Beendigung des Buches habe ich einzelne Kapitel nochmals zur Hand genommen und auch für meinen "Glaubensweg" einiges dazugelernt.
Als Tübinger ist man schon etwas stolz auf so einen großen Mann in seiner kleiner Stadt.
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am 13. April 2014
Ein äußerst lesenswertes Buch. Ich verstehe Profesor King nach dieser Lektüresehr viel besser als vorher. Für mich als Rotestant ist Küng der "Luther der Gegenwart".
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am 15. Dezember 2015
verständlich geschrieben und gründlich dargestellt. Allerdings stellt Küng zu oft heraus, was er alles geschrieben - und wen er getroffen hat.
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am 1. April 2013
Mit dem Buch und dem geforderten Preis bin ich zufrieden, aber die Lieferzeit war ein wenig zu lange, normalerweise sind gebrauchte Bücher in wenigen Tagen nach Bestellung da!
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am 21. März 2010
Der gewissermaßen weichgespülte Glaube Hans Küngs liegt stärker im Trend als die klassischen Lehren der evangelischen und katholischen Kirche, nicht zuletzt, weil Hans Küng unermüdlich versucht, die Widersprüche zwischen unserer Erfahrungswelt einerseits und der Annahme der Existenz eines Gottes andererseits aufzulösen. Nur unter Einführung einer sehr diffusen, vagen Gottesdefinition gelingt ihm die Abschwächung der Widersprüche. Hans Küng ist Autor zahlreicher Bücher zu diesem Thema mit insgesamt über 5000 Buchseiten. Bisher hat er jedoch keine, mich überzeugende Auflösung des Widerspruchs zwischen Erfahrungswelt und Gotteshypothese gefunden.
Angesichts dessen, was wir im Universum und auf unserem kleinen blauen Planeten beobachten können, ist und bleibt die Gotteshypothese nicht besonders schlüssig. Hans Küng leidet gewissermaßen darunter, das Problem theologisch anzugehen: Zunächst wird ein Dogma, also eine nicht zu hinterfragende, zentrale These aufgestellt (Gott existiert), die nicht beweisbar und eher unwahrscheinlich ist. Anschließend unternimmt man dann die allergrößten intellektuellen Verrenkungen, um die resultierenden Widersprüche aufzulösen. Verwerfen wir statt dessen einfach die Gotteshypothese, lösen sich alle ihre Widersprüche mit unserer Erfahrungswelt in Wohlgefallen auf. Hans Küng hätte sich mehr als 5000 Buchseiten sparen können.
Die argumentative Schwäche innerhalb der Theologie allgemein sowie von Hans Küng im Besonderen wurde aufschlussreich und unterhaltsam von Hans Albert behandelt:
Das Elend der Theologie: Kritische Auseinandersetzung mit Hans Küng
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