Sale70 Sale70w Sale70m Hier klicken Sonderangebote Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimitedEcho BundesligaLive longss17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 13. Juli 2016
"19 Minuten" liefert eine sehr interessante Darstellung der Hintergründe eines Amoklaufs und präsentiert dabei eine exzellente Abhandlung, wie feinstes Mobbing an einer Schule funktioniert. Und ja, Mobbing geschieht nicht woanders-wannanders, sondern jeden Tag mitten unter uns, hier und heute.
Dieses Buch müsste für alle Personen eines Schulbetriebes zur Pflichtlektüre werden, die die Kultur des täglichen Wegsehens pflegen: pädagogisch inkompetente Schulleiter/innen, gelangweilte Pausenaufsichten, gedanklich schon in der Rente befindliche Lehrer mit Beamtenstatus, gleichgültige Schulsozialarbeiter/innen, gesellschaftlich aufstrebende Eltern von Mobbern und passiven Mitschülern, die gelernt haben, trotz besseren Wissens, mit einer gewissen Schadenfreude tatenlos zuzusehen, wie direkt vor ihrer Nase ein Kind über einen längeren Zeitraum hinweg systematisch fertiggemacht wird (denn in ihren Augen ist das Opfer - ätsch - schliesslich selbst schuld). Zuletzt auch Eltern, die sich scheinbar sang-und klanglos damit abgefunden haben, dass sie die Kommunikationsebene bzw. "den Draht" zu ihrem eigenen Kind verloren haben.
Mobbing funktioniert wirklich nur dann reibungslos, wenn es all diese feigen Teilnehmer gibt, die sich mit den Tätern solidarisieren, indem sie sie gewähren lassen und täglich von neuem das Opfer -ein Kind- im Stich lassen. Nach dem Motto "wer Wind sät, wird Sturm ernten..." und was dann passiert, erzählt hier Jodie Picoult zu Anfang etwas verworren dann aber stringent und sehr lebensnah. Mich persönlich liess dazu auch noch die sehr treffende charakterliche Darstellung der Richterin desöfteren schmunzeln. Standesdünkel satt und die Illusion, über andere erhaben zu sein, aber in Wahrheit selbst kein Haar besser... .

Ein wahres Lehrmeisterstück in Sachen Moral und Menschlichkeit. Würde Guy de Maupassant noch leben, hätte er sich gewiss über dieses Buch gefreut.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Februar 2015
"Könnte man Mitgefühl unterrichten. Jodi Picoult wäre die perfekte Lehrerin"

Ich liebe jedes Buch das ich bis jetzt von Jodi Picoult gelesen habe, weil sie es einfach immer wieder schafft mich zu fesseln.
Auch Neunzehn Minuten war wieder der Beste Beweis, das sie einfach eine saugute Schriftstellerin ist.
Man konnte sich in jede Person hineinversetzen und sich überraschen lassen.
Konnte Peter Houghtons Tat ziemlich gut nachvollziehen, da ich einfach weiß wie es ist jeden Tag bis an seine Grenzen gequält zu werden.
Wenn ich damals in meiner Schulzeit eine Waffe gehabt hätte, wäre ich höchstwahrscheinlich auch Amok gelaufen.
Und endlich hat mal jemand das in Worte ausgedrückt, was ich fühle.
Nämlich nicht das Computerspiele Hip Hop oder sonst was das auslöst, sondern schlicht und einfach die Leute die einem Tag für Tag wegen ein bisschen Spaß das Leben versauen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. März 2017
Super spannend geschrieben! Konnte das Buch nicht mehr weg legen, nachdem ich angefangen hatte zu lesen. Kann es jedem weiterempfehlen
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Oktober 2008
Sterling, New Hampshire ' ein kleiner, unbekannter, beschaulicher, gar gemütlicher Ort. Unbekannt und beschaulich jedoch nur bis zum 06. März 2007. An diesem Tag nimmt Peter Houghton seine ganz persönliche Rache. Rache an denen, die ihm seit der Vorschule das Leben zur Hölle gemacht haben, die, die ihn bloßgestellt haben, die ihn geärgert, gehänselt und gepiesackt haben.

Peter Houghton ist am Ende seiner Kräfte. Er ist 17 Jahre alt und ging 17 Jahre durch die Hölle. Nun kann er nicht mehr, er will nicht mehr ' der 6. März wird sein Tag und seine Rache.
Er betritt die Highschool, nachdem er auf dem Parkplatz ein Auto hochgehen ließ um die Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken, hackte sich in den Schul-PC und machte sich auf den Weg durch die Schule. In neunzehn Minuten nahm er zehn Menschen das Leben, verletzte zahlreiche weitere und wollte sich anschließend selbst töten, doch soweit sollte es nicht kommen. Patrick Ducharme, ein Polizist, findet ihn und nimmt ihn in Gewahrsam.

Lacy Houghton ist auf dem Heimweg von ihrer Arbeit als Hebamme, als sie im Radio erfährt, dass es an der Schule ihres Sohnes eine Schießerei gegeben hat. Sofort fährt sie dorthin, will wissen, was mit ihrem Sohn ist, ob er verletzt ist. Auf ihre Frage nach Peter Houghton erfährt sie, dass er es ist, der schießt. Eine scheinbar heile Welt bricht zusammen ' was hat Lacy falsch gemacht?

Richterin Alex Cormier übernimmt den Fall, obwohl ihre Tochter zu den Verletzten gehört und Josie und Peter früher sehr gut miteinander befreundet waren, bis zu dem Tag, als Alex ihre Tochter abholen wollte und sie die zwei im Keller fand, mit Gewehren spielend. Hatte Peter einfach zu freien Zugang zu den Waffen seines Vaters? Josie wurde bei der Tat leicht verletzt, doch bei Befragungen kann sie sich an nichts mehr erinnern. Zu schlimm ist der Verlust ihres Freundes, der eines der Todesopfer ist. Josie versucht langsam, in ein normales Leben zurückzufinden, doch wird ihr dies wirklich gelingen? Wird sie sich an die alte tiefe Freundschaft zu Peter erinnern und letztendlich daran, was wirklich geschehen ist?

Jodi Picoult gelingt es wieder einmal brilliant, die Geschichte einer furchtbaren Tat zu erzählen, in der alle Seiten Gehör finden und Peter nicht einfach nur Täter ist, sondern auch Opfer. Sie zeichnet das Psychogramm aus vielen verschiedenen Sichtweisen und zeigt so, dass niemand vorschnell urteilen sollte, dass immer eine Geschichte hinter solchen Taten steckt. Picoult macht die Taten dadurch nicht erklärbarer, aber man versteht als Leser einfach etwas besser, etwas mehr. Es gibt einfach nicht nur schwarz und weiß, sondern viele Farbnuancen dazwischen!
Fans von Jodi Picoult werden sich sicherlich auch über das Wiedersehen mit Jordan McAfee und Nina Frost aus älteren ihrer Bücher freuen!

'Neunzehn Minuten' ist wie ein Spiegel vor dem eigenen Gesicht. Anfangs ist für den Leser klar, Peter Houghton verdient schlimmste Strafen, er ist ein verwirrter Mörder. Doch nach und nach wird klar, dass man vorschnell geurteilt hat, Peter wurde zu dem gemacht, was er heute ist. Er hatte natürlich andere Möglichkeiten, doch er hat die grausamste gewählt. Eine durchweg atemlos erzählte Geschichte von einem Teenager, der eigentlich nur eines wollte: Aufmerksamkeit und Anerkennung.

Die Autorin hat für dieses Buch lange und ausgiebig recherchiert, was sich in der Dramatik und Einfühlsamkeit wiederspiegelt. Sie sprach mit amerikanischen Opfern von Schulmassakern, Psychologen, Polizei und Richtern. Gewidmet ist das Buch denjenigen Kindern, die nicht hip und trendy sind, die Außenseiter sind und mit ihrer Rolle klarkommen müssen.

Ein Buch, das den Leser nachdenklich zurücklässt, das wieder einmal sehr mitreißend geschrieben wurde und das ein aktuelles Thema interessant in einen Roman verknüpft.
22 Kommentare| 36 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Oktober 2012
19 Minuten - kannst du mit unglaublich banalen Dingen verbringen. 19 Minuten können aber auch dein Leben für immer verändern...

Der 17-jährige Peter will nicht mehr Opfer sein. Peter wurde seit seinem ersten Schultag von seinen Mitschülern gehänselt, verprügelt, bloß gestellt - und das täglich. Heute will er dem Schrecken ein Ende setzen: Er will sich umbringen. Doch auf seinem Weg sollen ihm noch möglichst viele folgen und so stürmt er seine Schule und schießt um sich. Binnen 19 Minuten tötet er zehn Menschen, 19 weitere verletzt er schwer. Sich selbst zu richten, dazu kommt er nicht mehr, denn er wird vom Polizisten Patrick gestoppt und festgenommen.

Kann man mit einem Mörder, der in einer Schule zehn Schüler umbringt und einige andere schwer verletzt Mitleid empfinden? Ja, man kann, denn Jodie Picoult schreibt auf eine äußerst sensible, mitfühlende und packende Weise, was Mobbing und Victimisierung bei Kindern anrichten kann und zu was sie dadurch fähig sind. In Rückblenden wird das Leben von Peter Houghton erzählt, über die Grausamkeiten der Außenseiter, über die Hilflosigkeit, sich nicht wehren zu können und keine Hilfe zu bekommen. So ist es seltsam, doch Jodie Picoult hat es hingekriegt, dass ich mich einem Wechselbad der Gefühle wiederfand. Auf der einen Seite ist Peter, der Amokläufer, noch ein Monster und man leidet mit den Betroffenen des Amoklaufs, und auf der nächsten Seite entwickelt sich schon beinahe Verständnis für ihn. Darf man bei einer solch furchtbaren Tat Mitleid empfinden und sind wirklich immer nur die Computerspiele der Grund, dass einer so ausrastet, wie in diesem Fall Peter?

Ausschnitt Seite 405:
Als ich klein war, hab ich manchmal Salz auf Schnecken gestreut und dann fasziniert zugesehen, wie sie sich vor meinen Augen auflösten. Grausamkeit macht immer nur so lange Spaß, bis du merkst, dass ein Wesen leidet.
Wenn man als Loser bloß ignoriert würde, wäre das ja noch zu ertragen, aber in der Schule picken sie dich gezielt heraus. Du bist die Schnecke, und die anderen haben das Salz. Und sie haben noch kein Gewissen entwickelt.
Schadenfreude ist das Vergnügen am Leiden anderer; aber die eigentliche Frage ist doch, warum bereitet uns das Freude? Ich glaube, zum Teil aus Selbstschutz, zum Teil aber auch, weil eine Gruppe sich immer mehr als Gruppe fühlt, wenn sie einen gemeinsamen Feind hat. Da spielt es keine Rolle, ob dieser Feind dich überhaupt je mit irgendwas verletzt hat.

Fazit: Ein Buch, das einen sehr berührt und zum Nachdenken anregt.
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Die Frage, weswegen es zu einem Amoklauf kommt, dürfte schwer zu beantworten sein, das Geflecht aus Motiven, fehlgeleiteten sozialen Bezügen und pathologischen Persönlichkeitsanteilen des Täters schwer zu durchdringen. Auch die Folgen derartiger Katastrophen sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vielfältig und nur mit Mühe in all ihrer Komplexität vollständig beziehungsweise realitätsnah zu beschreiben. Frau Picoult versucht es trotzdem und bricht das Ganze auf überschaubare Einheiten herunter: der gemobbte, verträumte, unbeliebte, einzelgängerische Computerfreak, die herzlosen, aber überaus beliebten Sportasse, die mit sich beschäftigten Eltern, der knallharte, vereinsamte Ermittler, die kühle Karrierefrau und Mutter, die sich aber schlussendlich doch eines Besseren besinnt, und so weiter und so fort. Allen Figuren ist gemeinsam, dass sie agieren wie am Reißbrett entworfen, was sich vielleicht unterhaltsam und flüssig liest, aber keinesfalls geeignet ist, das Phänomen Amoklauf mit literarischen MItteln zu erhellen. Diese Aufgabe haben andere Autoren wie Lambs oder Shriver wesentlich eindrucksvoller bewältigt. Und dann gibt es Passagen wie diese: "Als das Gefühl in einem Wirbel von Farbe und Kraft und Sinnlichkeit zurückkehrte, konnte Alex sich nur an ihrem Gegenüber festhalten und hoffen, dass sie es überstehen würde (....) und dann erwiderte sie Patricks Kuss, wagte das Eingeständnis, dass man vielleicht die Kontrolle verlieren muss, um endlich das zu finden, was immer gefehlt hat." (S.323) Damit wäre die Autorin dann endgültig in der Abteilung Trivialliteratur gestrandet. Motto: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. "Neunzehn Minuten" ist zusammenfassend ein leidlich spannender, auch unterhaltsamer Roman, aber ein kluger oder anspruchsvoller ist er nicht.
0Kommentar| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
"...Wenn ihr uns kitzelt, lachen wir nicht? Wenn ihr uns vergiftet, sterben wir nicht?

Und wenn ihr uns beleidigt, sollen wir uns nicht rächen?"

Der Kaufmann von Venedig - The Merchant of Venice 3. Akt, 1. Szene

Alex ist Richterin und alleinerziehende Mutter einer Teenager Tochter. Als sie mal wieder eines Morgens keine Zeit für ihre Tochter hat und zum Gericht fährt, fährt ihre Tochter Josie mit ihrem Freund Matt wie an jedem stinknormalen anderen Tag zur Schule. In 19 Minuten lassen sich wie an jedem anderen stinknormalen Tag auch stinknormale Dinge tun.

Doch ist kein stinknormaler anderer Tag.

In 19 Minuten lässt sich auch ein blutiges Massaker entfesseln… Peter, einer von Josies Mitschülern läuft Amok und erschießt in der Schule diverse Schüler und einen Lehrer. Insgesamt tötet er 10 Menschen und verletzt 19 teilweise schwer. Die Polizei kann ihn ohne Widerstand festnehmen. Schon bald kommen Fragen auf, die nach einer solchen Tragödie ständig gestellt werden: Warum? Doch die Antwort liegt meistens tiefer und manchmal ist sie recht unbequem, denn hin und wieder züchtet man sich seine eigenen Probleme heran…

Ständig hört man nach solchen Vorfällen die gleichen stumpfen Sätze: „Er war ein ruhiger Junge. /Er war schon immer seltsam./Er lebte immer zurückgezogen./Es sind die verdammten Computerspiele.“ Das ist alles Mist um es ganz deutlich zu sagen. Das ist populistischer Unsinn und es ist blinder Aktionismus Computerspiele zu sperren und Filme – selbst ab 18 Jahren für über Volljährige (!) zu zensieren. Tausende von Jugendlichen sehen Tag für Tag fern, spielen Tag für Tag verbotene Spiele, denn nichts ist interessanter als etwas verbotenes zu tun ohne marodierend durch Schulen etc. zu ziehen.

Bei Amokläufen gibt es mindestens zwei Konstellationen. Es sind Menschen, die sich mit irgendeiner wahnwitzigen Idee profilieren wollen. Und bei der anderen Konstellation sind es die Ruhigen, die Stillen. Bei denen ja jeder schon wusste, dass sie irgendwie seltsam waren. Bei dieser Konstellation werde ich immer hellhörig. Denn es fragt sich niemand: Was ist da genau abgelaufen. Man sieht in erster Linie auf die Opfer und wie schrecklich das Ganze ist. Man hört selten, weshalb der Täter so gehandelt hat. Wer jetzt bereits kopfschüttelnd und angewidert ist und sich fragt, wie kann man nur so denken… und da haben wir sie schon: Den Sündenbockgedanken, die Vorverurteilung, wie sie im Buch erfolgt. Wir haben die Eltern, die nur sehen, dass ihr liebes Kind tot ist. Doch… war es ein liebes Kind? Für die Eltern natürlich, selbst Hitlers Eltern liebten ihren Spross um es mal beim Namen zu nennen, dass nicht immer alles so ist, wie es scheint oder wie man es gerne hätte! Aber ist dieses Kind den Eltern nicht fremd geworden? Wissen sie nicht, wen sie da großgezogen haben und was „ihr Liebling“ da so in der Schule treibt? Und da gehe ich gerne in medias res über.

(Cyber-)Mobbing ist keine Erfindung der letzten fünf bis zehn Jahre. Es gibt Mobbing bereits lange, lange vor dem denglischen Wort. Es gibt diverse Blickrichtungen: Die der Eltern der Täter, also diejenigen die aktiv Schüler durch Worte und Taten tage-, wochen-, monate- ja JAHRElang quälen, die sich entweder nicht dafür interessieren, was ihr Kind so macht oder die Augen davor verschließen, was für einen Satansbraten oder Mitläufer sie da so großgezogen haben. Und dann gibt es die Eltern der Opfer, also des Gemobbten, die sich entweder wundern warum ihr Spross auf einmal so anders wird oder die sich nicht zu helfen wissen, weil niemand hilft. Was, wenn man so ein Elternteil ist? Weil Schule und Eltern unfähig sind gegen die Täter vorzugehen und das Gesetz dort auch nicht weiterweiß, wo Kinder unter 14 Jahren betroffen sind. Dann gibt es die Kinder selbst, um die es ja geht. Es gibt die Täter, die mobben, weil sie sich profilieren wollen oder Mitläufer sind um ja nicht selbst gemobbt zu werden, da es noch nicht in den Köpfen vorherrscht, dass sich Zusammenrotten gegen einen Idioten immer auszahlt und die Opfer, die sich unterbuttern lassen und nicht wissen sollen, wie sie damit umgehen können, wie Peter halt in diesem Roman. Ja, man bekommt ihn bereits so weit, dass er nicht einmal mehr weiß, welche Sexualität er überhaupt hat. Sogar sein Bruder bezeichnet ihn als „Schwuli“. Eines Tages nach Minuten, Stunden, Tagen, Wochen, Monaten und JAHREN der Demütigung, eines Tages nach einer gewaltigen Demütigung über die die ganze Schule über den Jungen lacht, ist dieser arme Junge gestorben und das Maß ist endgültig voll… etwas Neues ist erwacht und dieses Neue lässt sich nicht unterbuttern sondern teilt die ganzen Schläge, die er Tag für Tag bekommen hat, die ganze Trauer, die ganze Wut, die sich aufgestaut hat, in einen gewaltigen Massenvernichtungsschlag aus.

Ab hier werden einige Spoiler erfolgen, aber ich werde nicht das Ende verraten sondern nur einige Beispiele aufführen.
Peter ist ein absolut glaubwürdiger Charakter. Seinen ersten Schultag fiebert er entgegen und freut sich richtig darauf. Er kann nicht verstehen, warum ein paar Minuten nach Antritt der Fahrt irgendwelche geistig minder bemittelten Schüler seine Lunchbox wegwerfen und das nicht nur einmal. Ich kann jetzt schon die Kritiken hören: Es sind nur Kinder. Das sind die Opfer auch. Und ihnen hilft niemand. Während die Täter groß werden und erwachsen und entweder irgendwann mal eine Einsicht haben oder eben jene nicht haben und merken, dass sie mit der Art, die sie haben weiterkommen werden auch die Opfer größer. Es sind genau eben jene Charaktere, die so klischeereich wirken, aber es sind auch eben jene Charaktere, die in der Realität als Opfer viktimisiert werden. Man braucht nur etwas anders zu sein: ruhig, dick, intelligent, Brille, Zahnspange. Irgendein Affe, der beliebt ist sucht sich diese Person raus. Andere laufen mit wie Josie in dem Roman und sind damit nicht besser als die Täter. „Schön“ beschrieben ist, dass ausgerechnet, obwohl diese Schreckenstat gerade vorbei ist, diese stumpfsinnigen Idioten überhaupt nichts lernen. In einer kleinen Szene knallt Drew, der Freund Matts wieder Spuckekugeln auf eine dickliche Schülerin und erzeugt damit den nächsten Fall für ein Trauma. Was für eine Welt…

Der Brüller ist Matt. Ein Schönling, der coolste von der Schule und Josie hat das Privileg mit ihm zusammen zu sein. Er liebt sie zwar, lässt sie aber auch deutlich spüren, wer die Hosen anhat. Da darf es dann auch schon mal die gelegentliche Körperverletzung sein und sexuelle Handlung, die sie gerade nicht will. Einer etwaigen Schwangerschaft sieht er gelassen gegenüber. Josies Ängste schwurbelt er runter und kümmert sich darum nicht viel. Er droht ihr gar, sie töten zu können und tut ihr weh. Er gibt den Anstoß, die letzte Handlung mit seinen Kameraden zusammen und hat Peter die gleiche Gewalt angetan über die Jahre, die jetzt verschwiegen wird. Die von den Eltern nicht gesehen wird. Es ist der liebe Junge, der erschossen wurde. Hat er Peter nicht auch getötet? Über Jahre hinweg? Er ist der einzige, der zwei Kugeln abbekommen hat. Weshalb verrate ich hier nicht, aber die angebliche Vermutung stellte sich dann doch als Finte und als echte Überraschung heraus.

Charakterlich ist Matt ein Obera…loch. Nachdem ich den Roman gelesen hatte, hatte ich mit dem Charakter überhaupt kein Mitleid. Für mich war er Täter, nicht Opfer. Matt hatte so gar keinen sympathischen Zug an sich. Josie im Übrigen auch nicht. Wenn man sich die Rückblenden durchliest wie blendend sich die beiden, Peter und Josie verstanden haben, wie fürsorglich beide füreinander da waren, da hat man bereits den Eindruck, dass da beide den Partner fürs Leben gefunden hätten. Doch Peter hat ein Manko: Er ist zu nett, er ist zu weich und er ist das ewige Opfer und unbeliebt. Ganz anders als Matt, der das gelebte Musterklischeebild eines jungen Mannes ist, dessen Freundin trotzdem an ihn klebt, egal wie er sie behandelt.

Drew und wie sie alle hießen sind ebenfalls nicht sympathische Charaktere. Alle lebten in ihrer Puppenscheinwelt, lebten ihre Rituale. Aber wahre Freundschaft war das nicht. Wenn man gerade nicht ebenfalls auf der Abschussliste des jeweilig anderen stehen wollte, musste man dazu gehören.

Peters Charakter wandelt sich als einziger in dem Roman. Er ist einer der wenigen Charaktere, der von Anfang an sympathisch dargestellt wird. Mit zunehmender Quälerei wandelt sich sein Charakter jedoch immer mehr. Er wird zurückhaltender, gebückter, will verschwinden. Wird zynisch, selbstzerstörerisch und schließlich ein Killer, dem alles egal ist und vor dem man gewaltig Angst haben muss. Oder?

Rechtfertigt das alles die Taten Peters? Lynchjustiz ist verboten. Aber wie sieht es aus, wenn sich niemand um die Opfer von Mobbing kümmert? Reicht es, nichts zu tun? Sollte man nicht sensibilisieren, auch man selbst könnte das Opfer sein? Was den Tätern wohl ziemlich latte sein dürfte.

Es gibt jene, die so handeln wie Peter. Es staut sich auf und auf und auf bis das Ventil einmal sich gewaltig entlädt. Und dann richtet es sich gegen Wehrlose und/oder nur gegen die Täter, die gequält haben oder eben jene Mitläufer. Und das Gejammer ist dann groß. Wie konnte es dazu kommen? Dieses Schwein. Jedes Elternteil kann dies nachvollziehen. Das eigene Kind – erschossen. Ein unglaublich grausamer Gedanke. Das ist die eine Seite.

Dann gibt es da noch die andere Seite. Das soeben erschossene Kind/der soeben erschossene Jugendliche hat wie gesagt tage-/wochen-/monate- und jahrelang mit seinen Kameraden den jetzigen Täter gequält mit Worten und Taten. Der Täter wird schlechter in der Schule, schweigt, er verliert Freunde oder hat gar keine mehr. Er verkümmert innerlich. Er weiß keinen anderen Ausweg. Die Eltern sind verzweifelt, dringen überhaupt nicht mehr zu ihm durch. Teilweise wünschen sie sich gar, sie wären nicht seine Eltern. Die Eltern der Opfer viktimisieren hingegen die Eltern des Täters. Die überhaupt keinen Plan hatten oder sich nicht zu helfen wussten. Ein Kreislauf.

Irgendwann ist das Maß voll. Eine Quälerei ist dann Quälerei genug. Entweder setzt der Gepeinigte seinem eigenen Leben ein Ende ohne dass was passiert und dann heißt es nur, der war ja eh physisch labil – wäre wohl jeder, der von Anfang an bereits in Kindertagen in der Prägephase zum Erwachsenenalter hin gequält wird und alle nur draufhauen – und da ist es dann nicht verwunderlich. Oder er greift zur Knarre, knallt alle wahllos ab, weil ihm ja niemand geholfen hat oder nur diejenigen, die ihm Leid zugefügt haben, sozusagen als extreme Lynchjustiz. Oder wie der Täter behauptet: Es musste aufhören. Eine Notwehr? Ein Notwehrexzess vielleicht? Ist der Vergleich zu vergewaltigten Frauen heranzuziehen? Zu sexuellen Missbrauchsopfern? Die Behandlung sei ähnlich, das Posttrauma fast das gleiche. Der Roman wirft eine Reihe interessanter Fragen auf.

Nun gibt es auch eine Dunkelziffer von Mobbingopfern, die nicht marodierend durch Schulen gezogen sind. Wie die Gerichtsverhandlung zeigt, hatte man viele Opfer, aber Peter war das Lieblingsopfer. Was ist mit den anderen Opfern? Man hat ja immer angeblich Möglichkeiten - was allerdings die meisten sagen, die mit Mobbing noch nie so viel am Hut hatten. Doch auch diese Opfer werden auch mal älter – wenn sie sich nicht gerade aufgrund von Depressionen umgebracht haben. Sie tragen eine jahrelang vernarbte Seele mit sich rum. Derek ist so ein Opfer. Peters einziger richtiger Freund. Er ist nicht mordend durch die Schule gezogen. Aber ein Satz, der die Anklage ganz schön durcheinander brachte, weil es genau der Satz war, auf den ich gewartet hatte, weil er zeigt, wie sehr ein Mensch unter tagtäglichen Quälereien zerbrechen kann, kam von Derek, der äußerst denkwürdig war. Auf die Frage, dass er ja schließlich nicht durch die Schule gezogen sei und geschossen habe, nicht Menschen ermordet habe, verneint er dies. „Aber manchmal wünschte ich, ich hätte es getan!“ Dieser Satz des unschuldigen jungen Dereks zeigt ganz offen, was für Konsequenzen eine solche Quälerei hinterlässt. Es handelt sich um die mildeste Form des geringsten Widerstandes. Die Mobber leben ihr cooles Leben genauso weiter und matern fröhlich dahin und begreifen das auch nicht. Es war ja nur Spaß. Haha. Der Gemobbte hingegen ist innerlich tot.

Er hat einen gewaltigen Minderwertigkeitskomplex, die Opfer können keine vernünftigen Beziehungen führen, haben körperliche und seelische Schäden davongetragen und gehen jedem Streit aus dem Weg, halten sich klein und sind von nichts überzeugt. Anfangs geht Gewalt und Aggression gegen leblose Dinge oder auch gegen die Helfer oder Familienmitglieder. Da sie bereits von Kindesbeinen an nicht richtig sozialisiert sind, haben sie es später auch bei der Berufswahl schwieriger, werden bei Vorstellungsgesprächen übersehen und bekommen zumeist auch nur miese Jobs. Dank ihrer mittelmäßigen Zeugnisse, die daher rühren, dass sie sich nie gemeldet haben aufgrund ständiger Angst aufzufallen haben sie dort auch nicht allzu viel Schnitte unbedingt den Traumjob zu bekommen. Sie fragen im Unterricht nicht nach und schieben sich einfach durch. Machen für andere die Hausaufgaben, dafür sind sie gut. Sie sind depressiv während die Täter recht erfolgreich ihre Bahnen ziehen und keinen Deut mehr an Gedanken daran verschwenden, was sie damals demjenigen angetan haben.

Jeder Mensch geht anders mit Schmerz um. Einige benutzen das Ventil und machen tabula rasa. Andere wiederum machen gar nichts und fressen ihr Leid in sich hinein, was selbstzerstörerisch ist. Sie bleiben bis zu ihrem Lebensende gebrandmarkt und können ein normales Leben nur anversuchen. Die Narben bleiben. Als Elternteil eines solchen Kindes stellen Sie sich die gleichen Fragen wie Lacy: „Was habe ich falsch gemacht?“ „Habe ich etwas übersehen?“ Darauf gibt es keine einfachen Antworten.
Ganz drastisch muss ich sagen, dass ich grundsätzlich Taten wie diese hinterfrage und ganz genau wissen möchte, wie es dazu gekommen ist. Als ehemaliges Mobbingopfer hätte und würde eine mir bekannte Person eine solche Tat nie durchgeführt haben. Er wäre wie Derek allerdings auch aus verständlichen Gründen nicht traurig gewesen, wenn seine schulzeitlangen Peiniger und nur jene und nicht die unschuldigen Opfer, die ihn Tag für Tag malträtiert haben, das Licht ausgeknipst bekommen hätten und ich sage das jetzt knallhart: es wäre ihm vollkommen egal, er würde keine Träne vergießen…

Die Antwort: „Es sind doch nur Kinder, die nicht wissen was sie tun!“ oder ab und an der abtuende Satz „Ja, Kinder können grausam sein!“ Ist zu leicht und für die Täter zu entschuldigend. Das sind die Opfer auch. Oder besser gesagt: Das WAREN die Opfer auch. Denn die Kindheit ist vorbei bevor sie überhaupt erst anfangen konnte. Sie kommt nie mehr zurück…

Der Roman ist so ziemlich einer der ergreifendsten Bände, die ich je gelesen habe. Das Tempo was er anfangs vorgegeben hat wird durch die Rückblenden zu einem großen Ganzen Bild, kann aber gegen Ende nicht mehr ganz gehalten werden. Trotzdem volle fünf Sterne, volle Leseempfehlung, sollte an Schulen Pflichtlektüre sein!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Februar 2016
Ok, das war wirklich mal ein gutes Buch von Jodi Picoult.. :) - nachdem ich schon ein paar wirklich schlechte gelesen hab.. :(
Dadurch, dass das Thema "Gewalt an der Schule" wirklich weit verbreitet ist.. und Amokläufe leider auch sehr häufig geschehen, konnte man sich relativ gut in die Personen hinein versetzen.
Ich finde auch den Schluss gut - nämlich, dass sowohl Peter als auch Josie für ihre Tat(en) bestraft werden.

©2011
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. März 2012
Wenn man Jugendliche heute fragen würde, ob sie beliebt sein wollen, werden sie Nein sagen, obwohl die Wahrheit
so aussieht: Wenn sie in der Wüste kurz vor dem Verdursten wären und die Wahl zwischen einem Glas Wasser und augenblicklicher Beliebtheit hätten, würden sie sich wahrscheinlich für letzteres entscheiden.

Lacy Houghton hat es eilig. Soeben hat sie erfahren, dass es an der High School ihres Sohnes Peter im beschaulichen Sterling in New Hampshire ein Massaker gegeben haben soll. Ein Amokläufer hat zehn Schülerinnen und Schüler in den Tod gerissen. Jetzt will Lacy wissen, ob Peter eines der Opfer ist. Als ein Mädchen seinen Namen nennt, fragt sie, wo sie Peter Houghton finden kann. Und das Mädchen antwortet: 'Er ist der, der schießt'. Für Lacy Houghton bricht eine Welt zusammen. Ebenso wie für den Rest des Ortes - und für Josie Cormier, die die Bluttat im Unterschied zu ihrem Freund Matt überlebt hat. In der Kindheit hat Josie die schützende Hand über Peter gehalten, wenn er in der Vorschule wieder einmal von seinen Kameraden gepiesackt wurde. Sie wäre eine perfekte Zeugin. Aber sie kann sich, wie sie sagt, an nichts erinnern...

Zur Geschichte:
19 Minuten. 19 Minuten in denen man so viel machen kann. Zum Beispiel Rache nehmen. Peter Houghton wurde seine ganze Kindheit über von anderen, von den cooleren Kids gequält und geärgert. Aber es war alles ertragbar, da er eine Freundin hatte, die zu ihm stand, Josie Cormier. Aber auch sie hat ihn irgendwann im Stich gelassen und ihre Freunde machten ihm sein Leben zur Hölle. Er musste sich wehren, sonst würden die Erniedrigungen nie aufhören.

Beim lesen:
Das Buch hat mich echt umgehauen! Man fragt sich die ganze Zeit Warum?! Man möchte Antworten! Warum hat Peter das gemacht und warum haben die Anderen das gemacht? Warum verhält sich Josie wie sie sich verhält? Die Geschichte war durchgehen spannend und man wollte wissen wie es endet.
Die Geschichte ist in 2 große Teile unterteilt. Der erste Teil beschäftigt sich mit dem WARUM? Oder auch die Vorbereitung auf Peters Prozess. In dem Zweiten geht es dann um seinen Prozess. Jedes Kapitel weißt auf eine andere Zeit hin. Also das erste Kapitel spielt in der Gegenwart und das nächste in der Vergangenheit. Man erfährt Schritt für Schritt wie sich die Kinder entwickelt haben, wie es zu dem Amoklauf gekommen ist.
Achtung Spoiler: Sehr gut gemacht finde ich, das das Kapitel in der Gegenwart mit Josis Aussage endet und dann als nächstes Kapitel aus der Vergangenheit weitergeht. Also so das es die Aussage für uns beschreibt.
Beim lesen war ich auch gefühlt immer auf Peters Seite. Ich glaube, jeder hat das mal durchgemacht. Man will das Peter freikommt. Auch wenn er die Menschen auf dem Gewissen hat. Trotzdem wünscht man ihm nur das Beste und fragt sich die ganze Zeit warum Josie nicht mehr Zivilcourage gezeigt hat.
Aber auch wenn man an ihre Parts kommt, hat man Mitleid mit ihr und kann nachvollziehen warum sie so ist wie sie ist. Bei ihren Parts hatte ich auch manchmal Pipi in den Augen gehabt :')

Fazit:
Ich finde das Buch super. So gut das ich es gerne zu meine Lieblingsbüchern zählen möchte. Es blieb vom Anfang bis Ende realistisch, alles nachvollziehbar und ich spiel sogar mit den Gedanken, weiter Bücher von ihr zu kaufen bzw. den Film Beim Leben meiner Schwester zu gucken.
Das Buch bekommt 5 von 5 Sternen und wenn mich diesen Monat nichts mehr umhaut wird es mein Buch des Monats :)
11 Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. Juli 2011
Der 17-jährige Peter Houghton erträgt irgendwann die Quälereien seiner Mitschüler nicht mehr. Jahrelang war er ihr Ziel für Spott und Hänseleien, ist gedemütigt und erniedrigt worden. Am 06. März 2007 schlägt er zurück und hinterlässt nach einem Amoklauf an seiner Schule mehrere Tote und Verletzte. Dieses Buch erzählt, was vor und nach diesem verhängnisvollen Tag geschah.
Mich hat das Buch sehr berührt, wenngleich es mitunter etwas langatmig war und das Techtelmechtel zwischen einer Richterin und einem Detective mich etwas irritiert hat.
Die eigentliche Handlung fand ich sehr gut nachvollziehbar und ich denke, an vielen Schulen gibt es Menschen wie den "Hauptdarsteller" Peter und natürlich auch Solche, die ihn zu dem gemacht haben, der er war. Sehr eindrucksvoll zeigt Jodi Picoult den schmalen Grat auf zwischen Dazugehören und Außenseiter sein. Und sehr deutlich macht sie, wie wenig Einfluss Kinder und Jugendliche darauf haben, wenn sie zu Außenseitern werden. Sehr deutlich wird meiner Meinung nach auch, wie schwer es Sensible und nicht der breiten Masse zugehörige Kinder haben können, zu selbstbewußten Persönlichkeiten heranzuwachsen. Ebenfalls sehr berührend fand ich, wie die Autorin auch die Rollen der Eltern beleuchtete und dass Kinder selbst für ihre Eltern oft unbekannte Wesen bleiben. Ohne eine Entschuldigung für das zu suchen, was Peter getan hat, zeigt sie doch nachvollziehbare Erklärungen auf. Die dann dazu führten, dass ich Peter als Mensch sah und nicht als kaltblütiges Killermonster. Und die zeigen: Jeder trägt seine Verantwortung für das, was um ihn herum passiert. Der Eine mehr, der Andere weniger... Der Eine passiv, der Andere aktiv...
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken