Sale70 Sale70w Sale70m Hier klicken Sonderangebote Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ HI_PROJECT BundesligaLive Mehr dazu Shop Kindle PrimeMusic BundesligaLive longss17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 10. September 2004
Der Verfasser geht von der zweifellos richtigen Beobachtung aus, daß Religion und weltanschauliche Überzeugungen die Menschen nicht nur zu großen Leistungen angespornt haben (wer stand noch nie andächtig in einer großen Kathedrale?); sondern daß die Extreme des Glaubens und des Fanatismus auch die größten Verbrechen und Verbrecher hervorgebracht haben. Wenn er diese Einsicht dann aber belegt und untersucht, so beschränkt sich Krakauer nur auf die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, die Mormonen, und ihre extremen Erscheinungen, die er als logische Folge der Mentalität ansieht, die schon bei ihrem Gründer Joseph Smith ausgeprägt war, insbesondere dem Streben nach polygamen Ehen. Krakauer sieht deshalb die Mormonen als besonders gesellschaftsgefährlich an, zweifelt aber selbst, ob er damit dem außerordentlichen Erfolg und der Tüchtigkeit der Mitglieder dieser Kirche gerecht wird. Was Krakauer nicht leistet, ja in seinem Buch absichtlich verwischt, ist die Grenze zwischen normalem und psychopathischem Verhalten, die jede Gemeinschaft ziehen muß und die auch von den Mormonen gezogen wird. Die psychopathischen Mörder waren schon lange vor ihren Taten aus der Kirche ausgeschlossen worden. Wenn man an den Gulag, das Pol-Pot-System und den Holocaust denkt, dann gibt es dort mehr Beispiele für Menschen, die sich in Zivil als normale Familienmenschen gegeben haben, in staatstragender Uniform aber zum Massenmörder geworden sind, als sich in der Geschichte der Mormonen und ihrer extremen Ableger finden ließen. Abgesehen von dieser konzeptionellen Schwäche hat Krakauer wieder einen echten Krakauer geschrieben: Das Buch liest sich spannend wie ein Kriminalroman. Es ist gut belegt und gut recherchiert. (Bei der Literatur über Polygamie habe ich aber die klassische Monographie von Kimball Young: Isn't one wife enough? New York 1954, vermißt.) Den Angehörigen der betroffenen Kirche dürfte das Buch allerdings wenig gefallen und das aus gutem Grund.
11 Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Juli 2013
Man kann sich über dieses Buch nicht beschweren da es toll geschrieben ist und spannend zu lesen ist. Der Autor hat sich damit wirklich selbst übertroffen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Dezember 2004
Vom Titel (Mord im Auftrag Gottes) und dem Untertitel (Eine Reportage über religiösen Fundamentalismus) hatte ich mir wesentlich mehr versprochen als diese sehr einseitige Darstellung von religiösem Fanatismus von ehemaligen (weil ausgeschlossenen) Mitgliedern der "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage", wie die Mormenenkirche offiziell heißt.
Diese Schilderung könnte auf jede andere Glaubensgemeinschaft bezogen werden, und da sie dies nicht hinreichend tut, bleibt nur eine deutliche Abwertung. Weniger als einen Stern gibt es leider nicht.
22 Kommentare| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Oktober 2010
der Mormonen. Besonders interessant sind die Details über Joseph Smith und seine Anhänger. Diese Details werden aktiven Mormonen verschwiegen, und weil diese sich nicht vorstellen können, dass sie von ihren Glaubensführern belogen werden, schreien sie: alles Lüge!

Herr Krakauer hat sehr genau recherchiert, und jeder, der sich in der amreikanischen Geschichte auskennt, weiß, dass er recht hat. Wer die amerkianische Geschichte nur aus mormonischen Sonntagsschulen kennt, wird sich gegen diese Wahrheiten sträuben. Aber durch verschweigen oder verändern der Geschichte wird sie nicht ungeschehen.

Wer Krakauers Bücher kennt weiß, wie genau er es mit Recherchen nimmt. Jemand wie er gibt sich nicht damit zufrieden zb aktive Mormonen nach der Wahrheit zu befragen. Eine lobenswerte Einstellung. Ein lesenswertes Buch voller Überraschungen.

Dieses Buch war längst überfällig. Pravo!
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Oktober 2011
Im Juli 2003 brachte der populäre Autor Jon Krakauer ein Buch heraus, in dem er argumentierte, dass religiöser Glaube im Allgemeinen und der Glaube der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage im Besonderen seine Gläubigen oft zu Gewalttätigkeit motiviere. Seit ihrer Gründung 1830 war die Kirche Opfer vieler reißerrischer und sensationslüsterner Berichte, die alle behaupteten, die wirklichen und schmutzigen Tatsachen aus dem Leben der Führer und Mitglieder der Heiligen der Letzten Tage zu offenbaren. Trotz des Anspruchs auf Objektivität und historische Genauigkeit, zeigen solche Publikationen beständig dasselbe Muster: Eine von einer Absicht getriebenes Unterfangen, selektiv auf Gerüchten und Halbwahrheiten beruhend, eingefärbt als historische Wissenschaftlichkeit.

Zum Bedauern für jene, die mehr über die Geschichte der Heiligen der Letzten Tage oder die Beziehung zwischen religiösem Glauben und Gewalttätigkeit wissen wollen, leidet Krakauers: Mord im Auftrag Gottes: Eine Reportage über religiösen Fundamentalismus unter denselben fatalen Mängeln.

Obwohl es mit dem Buch zahlreiche Probleme gibt, die ausreichten, um jegliche Schlussfolgerung über Gewalt und ihre Beziehung zu religiösem Glauben, falls es welche gibt, zu entwerten, sind die wesentlichsten Schwächen in Krakauers Buch folgende:

* Antireligiöses Vorurteil: Krakauer, ein bekennender Agnostiker, geht an das Thema mit entschieden antireligiösem Vorurteil heran, einem Vorurteil, das der Maßstab dafür gewesen zu sein scheint, zu bestimmen welche 'Tatsachen' in Erwägung gezogen werden und wie sie interpretiert werden sollen.
* Stellt Unwahrheiten als Tatsachen dar: Krakauer stellt Dinge, die einfach nicht so sind, als Tatsachen dar, wie die Ereignisse rund um das Gerichtsverfahren von 1826, in dem Joseph Smith freigesprochen wurde, die Einzigartigkeit der Stadtverfassung von Nauvoo, die Rolle und das Schicksal von Orrin Porter Rockwell im Mordversuch gegen Gouverneur Boggs und die Datierung des Briefes von Brigham Young, der den Süduthanern befahl, sich nicht mit den Auswanderern auf den Mountain Meadows zu beschäftigen.
* Stellt historisch Unbekanntes als Tatsache dar: Krakauer stellt Ereignisse, für die die Beweise strittig und bestenfalls nicht überzeugend sind, als historische Tatsachen dar, wie eine Beziehung von Joseph Smith mit Marinda Johnson im Jahr 1831 oder für die es beträchtliche Beweise im Sinne einer alternativen Erklärung gibt wie die Ereignisse rund um das Moutain Meadows Massaker.
* Haupthypothese nicht unterstützt durch die Beweislage: Krakauers gesamtes Argument versagt, weil er nie einen Beweis dafür liefert, dass Religion oder auch nur religiöser Fanatismus mehr Gewalt als Frieden fördert. Die Geschichte der Völkermorde im 20. Jahrhundert unter Führern wie Pol Pot, Stalin, Mao Tse Tung und Hitler widerlegt Kakrauers Hypothese direkt. Es stimmt zwar, dass einige religiöse Menschen gewalttätig sein können, doch scheint das eine unbedeutende Rolle in der alltäglichen Gewalt zu spielen, einer Gewalt, die offensichtlich von Drogen, häuslichen Problemen, Alkoholismus, Unmoral und Gier herrühren.
* Neigungen zu religiöser Gewalt werden nicht unterstützt: Selbst wenn 'Beweise', die Krakauer liefert, so akzeptiert werden könnten, wie sie präsentiert werden, legt er doch weder einen Beweis, noch eine Statistik oder ein Argument vor, um die Behauptung zu untermauern, dass dies eine Tendenz zur Gewalt innerhalb der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage oder unter ihren Mitgliedern und Führern zeigt, sondern nur ein paar vereinzelte Vorfälle in einer grundlegend friedlichen, gewaltlosen und toleranten Gemeinschaft von Gläubigen.

Vielleicht liegt der Grund für diese Mängel darin, dass Krakauer kein Historiker, sondern ein Romanschriftsteller ist. Vielleicht kennt er die HLT-Kirche, ihre Mitgliedschaft oder ihre Geschichte nicht gut genug, um ein tatsächliches, von Vorurteilen ungetrübtes historisches Bild vorzulegen. In beiden Fällen ist es eine ausgesprochene Schande, dass ein gefeierter Autor historische Lügen und religiös bigotte Informationen zusammenpackt und sie einer arglosen Leserschaft serviert.
22 Kommentare| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Juni 2007
Das Buch schildert nur die Vorurteile, die die Menschheit schon gegen die Mormonen hat. Wer wirklich mehr wissen will, dem empfehle ich das Buch von Albert Mössmer ( Die Mormonen. Kirche Jesu Christi der heiligen der letzten Tage). Ich habe mich eingehend mit dieser Religion beschäftigt und Mössmer`s Buch ist wirklich sehr zu empfehlen, weil er sehr neutral untersucht hat und negatives und positives gleichermasen wiedergibt. Und für knapp 5€ ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
22 Kommentare| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Dezember 2003
Leider entspricht dieses Buch nicht der Wahrheit!
Wer Mitglieder dieser Kirche kennt und sich ernsthaft mit der Lehre der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage beschäftigt hat, weiß das.
22 Kommentare| 8 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden