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am 18. April 2006
Manchmal bekommt man ein Buch in die Hand dem man eher skeptisch gegenüber steht. Man überlegt lange ob man es kaufen soll, aber irgendwie lässt es einen nicht mehr los. Man gibt sich einen Ruck und zahlt den Preis, nimmt es mit nach Hause und fängt an zu lesen. Und plötzlich ist man da. Mitten drin. In diesem Fall Mitten in Zamonien. Man begleitet den (Anti-)Helden der Geschichte auf seiner Reise, teilt seine Aufregung als er sich auf den Weg macht, seinen Enthusiasmus, als er in der Traumstadt einer jeden Leseratte ankommt, seine Verzweiflung als aus dem Traum ein Albtraum wird. Man möchte ihm Warnungen zurufen, wenn sich abzeichnet das etwas Schreckliches geschehen wird, man möchte an seiner Seite kämpfen, sehen was er sieht, riechen was er riecht, fühlen was er fühlt... und plötzlich... tut man es. Während des Lesens hatte ich immer den Geruch alter Bücher in der Nase, eine leichte Gänsehaut hatte sich auf meinen Armen breit gemacht (nein, mir war nicht einfach nur kalt) und mein Herzschlag passte sich unwillkürlich dem Erregungsgrad von Hildegunst (dem Helden) an.
Schon lange hat es kein Buch mehr geschafft, mich so gefangen zu nehmen. Nicht nur die Geschichte, der Plot um Neudeutsch zu sprechen, sondern auch die Sprache, die Bilder (es gibt jede Menge Illustrationen im Buch), das große Ganze hat mich in seinen Bann gezogen, mich mit Haut und Haar aufgesaugt und erst beim Umblättern der letzten Seite wieder ausgespuckt.
Im Klappentext steht: "Es ist die größte, schönste Liebeserklärung an das Lesen und die Literatur, die in diesem Jahr zu haben ist." Das ist es wirklich!!! Ich wünschte ich könnte selber etwas ungemein Geistreiches und Wortgewaltiges ersinnen um zu beschreiben, was dieses Buch ist, doch dieses Zitat von "Die Welt" bringt es auf den Punkt. Geschichte und Sprache verschmelzen zu etwas Großem, Gewaltigem, Besonderen!
Kostprobe gefällig?
"In tiefen, kalten, hohlen Räumen
Wo Schatten sich mit Schatten paaren
Wo alte Bücher Träume träumen
Von Zeiten als sie Bäume waren
Wo Kohle Diamant gebiert
Man weder Licht noch Gnade kennt
Dort ist's, wo jener Geist regiert
Den man den Schattenkönig nennt."
Einfach wunderbar!!!
33 Kommentare| 297 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Juli 2006
Wie vielgestaltig die Welt Zamoniens ist, weiß man seit "Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär". "Die Stadt der Träumenden Bücher" greift sich aus diesem Universum einen Ort heraus, der dem Leser bislang noch unbekannt ist: Buchhaim, eine Stadt in der sich alles nur um Bücher dreht. Moers stattet diese Welt mit so ziemlich allem aus, was das Leserattenherz begehrt. Jede Facette der literarischen Welt findet in Moers' Buchhaim ihre Entsprechung und genau deswegen werden wohl alle, die Bücher lieben, auch "Die Stadt der Träumenden Bücher" lieben.

Doch es ist nicht nur die Grundidee Buchhaims, die zu überzeugen weiß. Moers glänzt wie schon in vorangegangen Werken auch hier wieder mit einer unbeschreiblichen Liebe zum Detail und mit einer schier unerschöpflichen Phantasie in der Namensgebung. Absurde Romantitel, ulkige Autorennamen – für Moers alles kein Problem. Und so schmunzelt man immer wieder über Namen wie Dölerich Hirnfidler, Sanotthe von Rhüffel-Ostend oder T.T. Kreischwurst.

Auch der Einfallsreichtum, mit dem Moers die verschiedenen Epochen der zamonischen Literaturgeschichte entwirft, ist äußerst faszinierend und hochgradig unterhaltsam. Da gibt es beispielsweise den sogenannten Gagaismus, eine Bewegung der zamonischen Literatur, in der man Sprachfehler als besonderes Stilmittel verwendete. Für Moers ist keine Idee zu absurd. Alles fügt sich zu einem liebenswert-ulkigen Gesamtbild zusammen. Locker erzählt, stets unterhaltsam und ein wahres Lesevergnügen.

"Die Stadt der Träumenden Bücher" ist wieder einmal ein Prachtexemplar eines Walter-Moers-Romans und ist Zamonienfreunden ohnehin schon ausdrücklich ans Herz zu legen, aber auch für Quereinsteiger in die zamonische Literatur durchaus geeignet. Nachdem "Ensel und Krete" mich nicht so sehr vom Hocker gehauen hat, kann Moers mit diesem Werk wieder an die Hochform, die er mit "Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär" erreicht hat, anknüpfen.

FAZIT: Hochgradig phantasievoll, hochgradig unterhaltsam, trotz seines Umfang nicht eine Sekunde langatmig und ganz nebenbei auch noch eine liebenswerte Huldigung an das Lesen. Kurzum: Dringend zur Lektüre empfohlen!
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. September 2004
"Reiseerinnerungen eines sentimentalen Dinosauriers" ist ein über zehntausend Seiten umfassendes Werk des zamonischen Schriftstellers Hildegunst von Mythenmetz, von dem Walter Moers eine Übersetzung aus dem Zamonischen in unsere Sprache unter dem Titel "Die Stadt der Träumenden Bücher" veröffentlichte.
Hildegunst von Mythenmetz erzählt hierin, wie er sich auf die Suche nach dem Urheber eines genialen Manuskripts machte und aus diesem Grund in die Stadt Buchhaim kam. Er erzählt wie er durch eine Intrige in die Katakomben der Stadt kam und sich dort auf der Suche nach dem Ausgang immer mehr verirrte und daurch immer tiefer hinabstieg.
Er begegnete dort den seltsamsten Geschöpfen: Üble Lebewesen von abgrundtiefer Hässlichkeit und zerstörerischer Wut, mörderischen Bücherjägern, freundlichen Buchlingen, Lebenden Büchern, Insekten jedweder Art und noch vielem mehr; bis er sogar dem gefürchtetsten Geschöpf der Katakomben gegenübersteht: Homunkoloss, der Schattenkönig.
Der Erzählstil ist absolut berauschend und man blättert von einer Sucht befallen weiter und weiter, um das Ende des Buches zu erfahren. Dies alles, um am Schluß erschreckend festzustellen, daß die Geschichte zu Ende ist und man bereits beim Zuklappen des Buches die ersten Anzeichen von Entzugserscheinungen bemerkt. Um sich davon langsam zu befreien, muß man die Geschichte entweder nochmal lesen oder noch mehrmals das Werk durchblättern um die darin befindlichen, auf den Text bezogenen Zeichnungen Walter Moers als langsamen Ausklang auf sich wirken zu lassen.
Dies Erzählung in diesem Buch ist eine Thriller-, Abenteuer-, Horror- und was weiß ich noch was für eine -Geschichte; außerdem eine Hommage an alle Bücher dieser Welt, den Schriftstellern und ihren Lesern; aber wird mit Sicherheit von vielen als Schwachsinn abgetan - doch die wurden noch nie vom Orm durchdrungen (man kann auch als Leser vom Orm durchdrungen werden...) und können deshalb so ein geniales Werk gar nicht begreifen.
Lieber Hildegunst von Mythenmetz:
Essen, Schlafen, Leben - alles nur noch Unsinn und Nebensache!!
Ich will Lesen, Lesen, Lesen, ....!!
Lass mich teilhaben an Deinen weiteren Erlebnissen....!!!
Jürgen Seibold
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am 2. November 2004
Dieses Busch von Moers besticht wieder einmal mit Phantasiereichtum und Wortwitz.
Die "praktischen" Erkenntnisse, die er gekonnt in Worte kleidet, verschaffen den LesernInnen ein Aha-Erlebnis nach dem anderen: "Fußnoten sind wie Bücher im untersten Regal. Die guckt sich keiner gerne an, weil er sich bücken muss."
Durch die ausführliche Beschreibung des Umfeldes dieser "Bücherstadt" ergab sich für mich folgende Erkenntnis: "Gute Bücher riechen gut." Also, schnuppern Sie mal ruhig rein, sowohl lesetechnisch wie auch mit der gesamten Nase, sie werden erstaunt sein, wie gut das riecht!
Die These "Dicke Bücher sind deswegen dick, weil der Autor nicht die Zeit hatte, sich kurz zu fassen." sollte sich der Autor beim nächsten Buch wieder in Erinnerung rufen, denn man kann davon nicht genug kriegen.
Der einzige Nachteil dieses Buches besteht darin, dass man am nächsten Morgen unausgeschlafen ist, die Lektüre "fesselte" zu sehr!
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am 26. September 2004
Von "Die 13 1/2 Leben des Käpten Blaubär", "Ensel und Krete" und "Wilde Reise durch die Nacht"(welches als einziges nicht in Zamonien spielt),
habe ich die Hörfassungen - allesamt gelesen von Dirk Bach - sehr genossen. RUMO war der erste W.Moers Roman, den ich "gelesen" habe.
Danach war klar, daß ich mir auch "Die Stadt der träumenden Bücher" in gedruckter Form nicht entgehen lassen wollte.
Und ich kann nur sagen, das Buch ist ein Volltreffer - das perfekte Buch.
Während ich von allen Vorgängern schon begeistert war, finde ich dieses Buch regelrecht genial. Es hat alles, was ein gutes Buch haben muss:
Eine Geschichte, die dort spielt, wo nie ein Mensch zuvor gewesen ist, weil Walter Moers uns eine völlig neue Welt zu Füßen legt.
Gespickt mit allem, was wir von einer guten Geschichte erwarten. Ein Geheimnis, bösen Verrat, ein geradezu bombastisches Abenteuer und ein geniales Ende.
Es kommt nicht die geringste Langeweile auf und hinterlässt einen nach dem Umschlagen der letzten Seite in einer Stimmung, wie es nur ganz besondere Bücher können. Auf Wiedersehen in Zamonien. Möge Walter Moers auch wieterhin vom Orm durchdrungen sein.
Zitat Homunkoloss:
"Oh ja, man kann es spüren, das Orm! Es Dir einen Tritt in den Hintern verpassen, wie einBlitz in Dich fahren oder Dir den Magen umdrehen.
Es kann Dir Dein Gehirn aus dem kopf reißen und es verkehrtherum wieder einsetzen! Es kann mitten in der Nacht auf
Deiner Brust sitzen und Dir einen furchtbaren Alptraum verschaffen, aus dem Dein bester Roman wird. Ich habe es gespürt, das Orm. Oh ja!
Und ich wünschte, ich würde es nur noch ein einziges mal erleben."
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am 5. Juni 2006
Mitunter stolpert man ueber Buecher, die einen ein ganzes Leben lang begleiten. Buecher, die man nicht einfach liest und danach wieder ins Regal stellt, sondern zu denen man immer und immer wieder greift, von denen man nicht lassen kann.

Fuer mich war der "Herr der Ringe" so ein Buch, oder auch "Momo" und "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende. Auch Ecos "Name der Rose" faellt in diese Kategorie. Ich moechte auch "Faust I" dazu zaehlen, obwohl es eigentlich kein Buch im eigentlichen Sinne, sondern ein Theaterstueck ist. Und in diese Reihe gehoert fuer mich jetzt auch Walter Moers' Stadt der traeumenden Buecher. Das liegt weniger an der Handlung als an Moers' ueberboerdender Sprachkraft. Ich frage mich immer wieder: Wie kommt er auf diese Ideen, diese Wortschoepfungen? Trompaunen, Schrecksen, Spinxxxxen, Harpyren? Woher nimmt er die Einfaelle fuer seine Charaktere - Haifischmaden, Wildschweinlinge und Blutschinken? Und nicht zuletzt die BUCHLINGE? Dieses Buch liegt genau auf der Grenze zwischen Genie und Wahnsinn. Es lugt gelegentlich auch mal auf die letztgenannte Seite, bleibt aber immer interessant, lustig und optimistisch! Ein Beleg dafuer, dass gute Literatur in deutscher Sprache alles andere als schwermuetig, schwierig und komplexbeladen sein muss.
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am 13. März 2005
An Moers scheiden sich wohl die Geister. Die einen verbeißen sich auf seine grammatischen Unkorrektheiten und mögen ihn nicht, die anderen lassen einfach das ganze Buch auf sich wirken und halten es für ein Meisterwerk.
Ich zähle mich zu letzteren.
"Hier fängt die Geschichte an." Ansich ein beinahe schon trivial klingender Satz, der einen am Anfang des Buches doch irgendwie irritiert. Aber er weckt Neugier. Schnell hat man sich eingelesen in die in der Ich-Perspektive geschriebenen Erlebnisse von Mythenmetz'. Und nach einiger Zeit erfährt man auch, was es mit diesem Satz auf sich hat, und wenn man auch nur ein Funken Empathiefähigkeit für Fantasiefiguren besitzt, wird einem der ein oder andere wohlige Schauer über den Rücken jagen.
Ohne großartig auf den Inhalt eingehen zu wollen - ich habe das Buch in einem Stück von vorne bis hinten durchgelesen. Gerade durch die oftmals trivial anmutenden, aber vor Ideen und Details nur so strotzenden Exkurse wird hier eine in meinen Augen einmalige Atmosphäre erschaffen. Man verspürt die Beklemmung, wenn Mythenmetz sich in den Katakomben von Buchhaim wiederfindet, beinah am eigenen Leib, ebenso wie den beruhigenden Einfluss der Buchlinge und der Ledernen Grotte auf das Gesamtbefinden des Protagonisten.
Auch die Namensgebung diverser Orte und Personen ist einmalig - abgesehen von den irrwitzigen, oft durch Anagramme der Namen bekannter Autoren und Dichter entstandenen Personenbenennungen gefiel mir "Schloss Schattenhall" am besten.
Man mag recht haben, wenn man sagt, dass die Story selbst nicht sonderlich innovativ oder vielschichtig ist ("Lindwurm auf Suche nach Autor erlebt in Katakomben große Abenteuer"), aber es ist wohl tatsächlich das "wie", das dieses Buch so ansprechend macht. Und die im Gegensatz zu den vorher vorkommenden, ausschweifenden Beschreibungen ist das Ende in seiner gerafften Erzählweise m.E. noch ein weiterer Höhepunkt, denn hier lässt Moers der Phantasie des Lesers freien Lauf.
Ich bin mir außerdem nicht sicher, ob die von manchen hier monierten grammatischen Fehler nicht eher dichterische Freiheit sind, mir zumindest sind sie beim Lesen überhaupt nicht aufgefallen. Literatur ist zum Lesen da, nicht um analysiert zu werden.
Seien nur kurz noch Moers' humoristische, ironische Anmerkungen erwähnt, ich zitiere einmal kurz:
"»Ein mumifizierter Körper. Er sieht ein bißchen so aus wie ... aber das wirst du dann ja sehen.«
»Sind mysteriöse Anspielungen eigentlich ein legitimes literarisches Mittel?« fragte ich lauernd.
»Nein«, sagte Homunkoloss. »Nur zweitrangige Autoren bedienen sich der mysteriösen Anspielung, um die Aufmerksamkeit ihrer Leser wachzuhalten. Wieso fragst du das?«"
Fazit: Tolle Atmosphäre, schönes Spiel mit der Sprache, Selbstironie - Moers stellt nicht den Anspruch auf ein Meisterwerk, an keiner Stelle hochtrabende Formulierungen (meist sogar eher umgangssprachlich), keine "besonderen" Sprachstile (als größtes Negativbeispiel nenne ich hier "Die Stadt der Blinden" von José Samarago).. Einfach eine gute Geschichte!
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am 8. März 2017
Ich kenne keine Liebeserklärung an die Literatur, die auch nur ansatzweise an diese Buch herankommen würde.
Viel deutlicher, viel intensiver, viel überzeugender kann man die Liebe zu Büchern nicht ausdrücken. Dies Buch animiert dazu, sofort alle Bücher dieser Welt in sich aufsaugen zu wollen.

Ach ja - die Handlung des Buches: Ein bibliophile Dinosaurier geht in die Stadt der Bücher, nach Buchhaim und erlebt allerlei illustre Abendteuer. Dies ist soweit der Rahmen.

Was dieses Buch aber so fantastisch macht, sind die vielen unglaublich kreativen Einfälle (der Friedhof der vergessenen Dichter, das Labyrinth, die Bücherbahn der rostigen Gnome, ...). Ein Feuerwerk grandioser Ideen und immer wieder die uneigeschränkte Liebe der mitspielenden Figuren zur Literatur.
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am 13. September 2004
Walter Moers hat es wieder geschafft einen wunderbaren Zamonienroman zu schreiben!
Es ist allerdings nur bedingt für die jenigen zu empfehlen, die noch keinen Zamonienroman (z.B. Rumo) kennen, denn diesmal verzichtet Moers, bzw. Hildegunst von Mhytenmetz, darauf die meisten zamonische Daseinsformen zu erklären. Ich denke, dass nicht jeder Leser weiß was Schrecksen oder Nafftiftoffen sind. Es empfiehlt sich also sich vorher mit den anderen Romanen belesen zu machen.
Dadurch fallen einem auch direkt die Verknüpfungen zu anderen Romanfiguren auf (z.B.zu Uscha de Lucca, oder Fredda die Berghutze), die ich in diesem Roman besonders schön finde.
Jedenfalls ist das Buch einfach wahnsinnig gut geschrieben und ich empfehle es jedem, der sich bereits in den Kontinent Zamonien "verliebt" hat.
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am 9. Juni 2006
Wie lange habe ich mit diesem Buch geliebäugelt, mich aber nicht gewagt, es zu kaufen, weil ich eine herbe Enttäuschung befürchtete. Zum Glück habe ich mich dann doch dazu durchgerungen! Ab sofort gehört Walter Moers zu meinen Lieblingsautoren. "Die Stadt der träumenden Bücher" erscheint mir wie ein ICE, der 300 km/h fährt. Es ist mitreißend, sorgt für wohlige Schauer und ist einfach faszinierend.

Es ist unglaublich, was für eine Fantasie der Autor hat. Es ist wie ein Märchen für Erwachsene, voller fremder, ungewöhnlicher Gestalten und Begebenheiten. Und doch ist alles so einfach gestrickt, dass man nicht durcheinander kommt und sofort weiß, was ein Lindwurm oder eine Sphinxxxe ist.

Besonders toll finde ich, wie Walter Moers rüberbringen konnte, welche Wirkung Bücher haben können und was sie bedeuten. Natürlich gibt es in Wahrheit keine Bücher, die beißen oder ähnliches, aber wer war noch nicht so in eine Geschichte vertieft, dass er bei einer spannenden Szene zusammenzuckt?

Zu dem super gehaltenen Spannungsbogen und den tollen Einfällen kommt auch noch eine gehörige Portion trockener Humor, um das ganze perfekt zu machen.

Dieses Buch ist etwas für alle Leseratten und alle, die eine Geschichte nicht nur um des Lesens Willen aufschlagen, sondern um eine Reise in eine andere Welt zu machen.
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