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Ich kam über Umwege zu diesem Roman: Weil ich zuvor schon "Die Stadt der träumenden Bücher" gelesen hatte und davon begeistert war, wollte ich noch mehr von Walter Moers lesen und landete bei "Rumo". Zu meinem Erstaunen gefiel mir dieser Roman noch viel besser! Ich habe wirklich schon sehr viele Bücher gelesen, aber selten habe ich sie so verschlungen wie "Rumo und die Wunder im Dunkeln". Ich war richtig traurig, als ich es ausgelesen hatte, denn von mir aus hätte es noch einige 100 Seiten dicker sein können. Zusammen mit dem Hauptprotagonisten, dem Wolpertinger Rumo, wird der Leser auf eine spannende Odyssee quer durch Zamonien mitgenommen: Der kleine Rumo wächst zunächst auf einem idyllischen Bauernhof auf, wird aber dann von den schrecklichen Teufelszyklopen entführt und durchlebt dort die Hölle, während er heranwächst und sich zu einem begnadeten Kämpfer entwickelt. Dank seiner Kampfkünste und seines Mentors, der Haifischmade Volzotan Smeik (etwa ein sympathischer Nachfahre des fiesen Phistomefel Smeik?) kann Rumo entkommen und trifft nach langer Reise endlich auf seine Artgenossen. Es stellt sich heraus, dass Rumo zwar viel vom Kämpfen, aber nichts vom richtigen Leben versteht, zum Beispiel von Wolpertingerinnen. Eines Tages sind alle Wolpertinger plötzlich wie vom Erdboden verschluckt, und Rumo zieht los, um sie zu suchen, vor allem seine Flamme Rala...
Wer diesen Roman liest, kann sich auf ein Wechselbad der Gefühle gefasst machen: Das Kapitel auf den Teufelsfelsen ist ein regelrechter Horrortrip. Rumos Schulzeit bei seinen Artgenossen erinnert irgendwie an "Harry Potter" in Hogwarts, und der zweite Teil des Buches, der in der Untenwelt spielt, ist ein superspannender und teilweise knallharter Abenteuerroman. Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz, man denke nur an die urkomischen Dialoge mit dem sprechenden Schwert (oder Messer?) Grinzold/Löwenzahn. Am Ende ergibt auch das seltsame Kapitel von Volzotans Trip in Professor Kolibrils Hirn einen Sinn, wo ich mich lange gefragt habe, was das eigentlich sollte. Dieses Buch ist rundherum gelungen, ich kann es nur wärmstens empfehlen.
Zum Schluss noch eine Warnung an alle Eltern, die bei Walter Moers automatisch an Käptn Blaubär und Hein Blöd denken: "Rumo" ist eindeutig nichts für Kinder, denn bei vielen Szenen musste auch ich als Erwachsene schlucken. Da gibt es die furchtbaren Teufelszykopen, die ihre Opfer am liebsten lebendig (möglichst zappelnd und schreiend) verspeisen, grauenhafte Folterszenen (Rala in der Kupfernen Jungfrau) sowie jede Menge Blut und abgetrennte Gliedmaßen. Also: KEIN Kinderbuch, für Jugendliche und Erwachsene aber ein nahezu perfektes Lesevergnügen.
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am 24. Juli 2006
Der Fantasy-Leser kennt's: die meiste Literatur ist englisch, viele gute Sachen werden erst gar nicht übersetzt oder verlieren in der Übersetzung. Doch nun bedaure ich die englischsprachige Gemeinschaft, scheint es mir doch absolut unmöglich, diese Sprachgewalt, die Walter Moers da aufbringt, jemals angemessen ins Englische zu bringen (wenn sowas überhaupt gemacht wird).

Ich bin schon lange davon abgekommen, bei Fantasyromanen jedes Wort oder gar Zeile zu lesen (und im Falle von Robert Jordan ganze Bücher), wenn's "mal wieder ein bisserl länger dauert". Nicht so bei Moers. Da hätte ich das Gefühl des Verlustes, hätte ich ein einziges Wort ausgelassen. Man genießt einfach nur. Zusammen mit den Illustrationen ist dieses Buch ein nur als perfekt zu bezeichnendes Gesamtwerk.
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am 2. August 2007
Ein wunderbares Buch. Mindestens genauso gut wie die 13' Leben des Käpt'n Blaubär, wenn nicht sogar besser (und das will was heißen!).
Der Leser begleitet den Wolpertinger Rumo auf seinem Weg vom Welpen zum Helden. Rumo muss gegen Teufelsfelszyklopen und Blutschinken bestehen, bevor er Rala, seine große Liebe trifft. Als sie entführt wird, macht er sich zum größten Abenteuer seines Lebens auf, um sie zurückzuholen und nimmt es dafür sogar mit den kupfernen Kerlen, den besten Kämpfern in ganz Zamonien, auf.
Wiedereinmal hat Walter Moers eine phantastische Geschichte geschrieben, mit unglaublich viel Humor und Wortwitz, einer spannenden Handlung und schön ausgearbeiteten Figuren, die im Laufe des Buches wunderbar entwickelt werden.

Ich kann dieses Buch absolut jedem emfpehlen, der fantasievolle Geschichten mag.
Alle anderen sollten sich überlegen, ob es sie nicht spätestens jetzt mal ausprobieren sollten!
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am 7. August 2012
Wer hätte gedacht, dass eine der schönsten Liebesgeschichten aus der phantastischen Ecke kommt? Der Shakespeare des Fantasy, Walter Moers, bringt alles was dazugehört in seinen Zwei-Welten-Epos ein: Gnadenlose Brutalität, loyale Freunde und leichtsinnige Heldentaten. Natürlich alles im Zeichen der Liebe.
Wer Den Blaubär gelesen hat, kennt ihn schon, Rumo, den schweigsamen und gefährlichen Wolpertinger. Jetzt erzählt Moers seine fabelhafte Geschichte. Wie sollte es anders sein, dieses zum Kampf geborene Wesen hat einen besonders weichen Kern und eine herzerweichende Kindheit. Der Bauernhof, aus dem ihn schon Blaubär auf spektakuläre Weise vor dem Erdrücken durch einen riesigen Bollogghintern errettete, ist der Anfangsschauplatz. Der putzige, kleine Wolpertinger meint erst allein zu sein, wird dann jedoch binnen kürzester Zeit mit den anderen Bauernhofbewohnern von Zyklopen in Säcke gestopft.

Brisantes Material um eine packende Geschichte zu beginnen und Moers lässt sich tatsächlich nicht lumpen. Denn auf den Teufelsfelsen begegnet Rumo Smeik, einem Vertreter der Haifischmaden - unfassbar seltsam anzuschauen, unendlich schlau und mit einer Menge krimineller Energie - der sofort das Potential des weißfelligen Kämpfers erkennt, ihn von den wandernden Teufelsfelsen zu retten. Immer wieder tauchen Smeik und seine Artverwandten in Moers Zamonienromanen auf und sie sind wie immer ein Garant für unvorhergesehene Ereignisse (mit nicht immer glücklichem Ausgang).

Volzotan Smeik lenkt Rumo in die ihm vorhergesehene Bahn und hat bald einen Heldenanwärter herangezogen, der den verfressenen Zyklopen mit einer spektakulären Befreiungsaktion ein für allemal die Lust am Töten nimmt. Grausamkeiten überhäufen sich in diesen ersten Seiten des Buches - man ist überrascht und gleichzeitig fasziniert. Wenn einem der ruhige Schlaf der Kinder gleich ist, ist das hier die perfekte Bettlektüre (nicht!).

Eine Reihe von Abenteuern beginnt für die beiden, doch bald trennen sich ihre Wege, denn Rumo muss seinen natürlichen Weg gehen, zurück nach Wolperting, der Heimat aller (na....?) Wolpertinger. Von allen Gestalten Zamoniens sind diese wahrgewordenen Fabelwesen die wohl erstaunlichsten und variantenreichsten. Erst hier, inmitten des wehrhaften Wolperting, entdeckt Rumo auf einmal, dass es auch die "Anderen" gibt, auch Mädchen genannt. Tollpatschig und charmant gestaltet sich die Anfangszeit denn Rumo hat Rala entdeckt, ein zuchersüßes Wolpertingermädchen. Aber es wird auch gefährlich, denn endlich kommt der geborene Krieger mit der Kampfkunst in Berührung.

Die Ereignisse überschlagen sich bald, als Rumo versucht, seinen Status bei Rala aufzupolieren, doch das lest ihr lieber selber...

Kupferne Kerle, dunkle Unterwelten, grausige Geschöpfe, sprechende Schwerter und ein wahnsinniger König, der zweite Teil des Buches ist vollgestopft von Schreckmomenten und spitzen Spannungswogen. Schräg, abgefahren, erschreckend ist dieses Buch von Moers, und zudem wesentlich düsterer als seine anderen Geschichten. Oft weiß man nicht, was einen auf den folgenden Seiten erwartet, skurril-witzige Dialoge, herzergreifende Momente oder in Buchstaben gefasste Grausamkeiten. Bei Rumo muss man auf alles gefasst sein.
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am 9. September 2013
Ich war nie ein Fantasy-Fan, fand das Genre nie ansprechend. Ich würde Walter Moers eher als Märchenerzähler bezeichnen. Überschäumende Fantasie, er nimmt sich die Zeit eine ganze Welt zu erschaffen ohne sich in Details zu verlieren und den Leser mit langatmiger Genauigkeit zu langweilen.

Rumo ist ein sehr packender, mitreißender Roman mit vielen tollen Zeichnungen dazu. Ich konnte nicht mehr schlafen gegen Ende hin und musste lesen lesen lesen. Wer 2 Kinder unter 2 Jahren hat kann sich nun ungefähr vorstellen wie großartig dieses Buch sein muss, dass man die wenigen Stunden Schlaf die man pro Nacht bekommt für ein Buch - ein Märchen - opfert!

Von Walter Moers habe ich biser gelesen "Der Schrecksenmeister", "die 13 1/2 Leben des Käptn Blaubär", "Rumo" und "Die Stadt der träumenden Bücher". Rumo war das beste, aber Rumo hat es nicht nur an die Spitze meiner Moers-Skala geschafft sondern unter die Top 5 meiner All Time Favorites.

Schade, dass es keine Fortsetzung gibt.
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am 25. August 2016
Ich bin immer noch begeistert von der wundervollen phantasiereichen Atmosphäre, die dieses Buch verströmt. Die Charaktere, welche man auch schon aus dem Roman „Die dreizehneinhalb Leben des Käptn Blaubärs“ kennt, ziehen einen in eine Welt, die einen während der Lesestunden und noch lange danach schmunzeln, bangen und träumen lässt. Die Geschichte spielt natürlich in Zamonien und zeigt zwei Welten dieses großen Kontinents auf. Einmal die Obenwelt, in der zahlreiche bekannte Kreaturen leben, und zum anderen die Untenwelt. Eine grausame Welt, die man aus Walter Moers vorherigen Romanen nicht kennt.

Faszinierend fand ich die Weiterentwicklung von Rumo. Da man von Anfang an dabei war, ihn faktisch in seiner Kindheit schon kennenlernen durfte, erfährt man von Seite zu Seite nicht nur wie er zu einem stattlichen und kräftigen Wolpertinger heranwächst, sondern auch, wie seine geistliche Entwicklung wächst.

Jedes Buch von Walter Moers ist anders. Wo mir im Abenteuerroman Käpt’n Blaubär der rote Faden gefehlt hat, ist in „Rumo“ reichlich vorhanden. Also genau aufpassen, und jede Sekunde genießen, die Informationen sind wertvoll. Rumo ist Walter Moers' spannendstes, lustigstes (Die Dialoge von Grimsold und Löwenzahn sind einfach göttlich) und auch romantischstes Werk. Ich empfehle aber auf jeden Fall, den Blaubär vorweg zu lesen, weil er einfach die Grundlage der Zamonien Bücher darstellt. Viele Charaktere finden sich in Rumo wieder, und es ist einfach schön alte Bekannte wieder zu treffen.

Da ich mir außerdem das Hörbuch gegönnt habe, kann ich dieses auch bewerten. Dirk Bach überzeugt als Sprecher auf ganzer Linie. Im Verlauf der Geschichte habe ich Ihn wirklich lieben gelernt. Er schafft es, die unendlich vielen Darsteller so einmalig und liebevoll zu sprechen, sodass man immer sofort die Stimme dem jeweiligen Charaktere zuordnen kann.

Einen negativen Punkt besitzt das Buch allerdings. Hat man den Roman beendet, fühlt man sich absolut nicht in der Lage ein anderes Werk, das nicht von Walter Moers stammt, zu lesen. 

PS: Für Kinder ist das Buch meiner Meinung nach nicht geeignet. Ist aber auch nicht als Kinderbuch deklariert. Manche Formulierungen sind doch sehr grausam.
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am 18. Februar 2005
Rumo ist, meiner Meinung nach, das bisher beste Buch von Walter Moers.
Bei Rumo wird alles von einem großen Thema - keinem roten sondern silbernen Faden - zusammengehalten: Die Suche und der Kampf um die Liebe.
Fast alles was Rumo tut und erlebt geschieht nur aus diesem Grund, auch wenn er es zu Beginn nicht mal weiß. Angefangen bei der Befreiung von der Zyklopeninsel bis hin zum Marsch nach Heel. Die Abenteuer die Rumo erlebt machen ihn in der Tat zu einem Helden.
Der Humor kommt in diesem Buch von Walter Moers kürzer als in Blaubär und Stadt der träumenden Bücher, kann aber immer noch hier und da für ein Schmuzeln sorgen. (Natürlich sind da die Geschmäcker verschieden.)
Und wie auch schon von anderen Rezensenten hervorgehoben gibt es in Rumo viel Gewalt. Allerdings bin ich der Meinung, dass Moers nicht für Kinder sondern Erwachsene schreibt, weshalb mich das nicht stört.
Die Bösewichte sind beängstigende Gestalten, die ihren bedrohlichen Charakter durch ihre Unzerstörbarkeit, ihr intrigantes Vorgehen oder einfach durch den extremen, krankhaften Wahnsinn erhalten. Besonders "gefallen" hat mir König Gaunab der 99., dessen Irrsinn einfach königlich ist.
Die vielfältigen Wesen und Charaktere, die in der Geschichte auftauchen, werden meist ausführlich vorgestellt und liefern so spannendes Hintergrundwissen und geben den Gestalten eine Tiefe, wie man sie in anderen Büchern oft vermisst.
Manche Dinge werden natürlich in gewohnter Manier von Moers in gezeichneter Form dargestellt. (Mann merkt, dass seine ersten Bücher Comics waren. Hier sei "Der Fönig" empfohlen.)
Aufgrund der verschiedenen Anspielungen und Verknüpfungen finde ich es wichtig die Zamonien-Bücher in der Reihenfolge des Erscheinens zu lesen, d.h.
1. "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär"
2. "Ensel und Krete"
3. "Rumo"
4. "Die Stadt der träumenden Bücher"
Allesamt lesenswert!
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am 7. September 2012
"Rumo": Dramatisch, komisch, anrührend, spannungsgeladen. Irgendwo mag es kleinere Schwächen geben an diesem Buch (die Handlung ist z.B. bis auf die weibliche Heldin Rala unerklärlich frauenfrei), aber man hat einfach keine Lust nach diesen Schwächen zu suchen. Stattdessen neigt man das Haupt vor dem Großmeister der deutschen Fantasy.

In der abenteuerlichen Lebensgeschichte des Helden Rumo aus dem Volke der Wolpertinger (im wesentlichen aufrecht gehende intelligente Hunde, allerdings mit kleinen Hörnern...) versinkt der Leser vom Start als Welpe bis zum Ende als - nun ja, bis zum Ende.
Umwerfend abgesponnene Fantasy, die nur einer Regel zu folgen scheint: Die Geschichte muss fesseln. Unvorhandene Winzlinge verhandeln über die Steuerung eines Unterblutbootes mit einer Haifischmade - was für den Uneingeweihten schon etwas wirr und gaga klingt, ist ein nur ein sehr, sehr, sehr komischer Dialog in einer an Situationskomik (jedenfalls ihrer schriftlichen Entsprechung) reichen Story. Moers` Talent für abenteuerliche Wortneubildungen und für sorgfältig konstruierte Wendungen, sein bizarrer Ideenreichtum und sein trockener Humor gehen hier eine unwiderstehliche Bindung ein. Unwiderstehlich genug, um sich
1) mit diesem Buch die Nächte um die Ohren zu schlagen und sich
2) noch mehr Stoff aus der Feder des Zamonienschöpfers zu wünschen.

Für den, der Zamonien nicht kennt:
Darauf einlassen, kaufen, lesen.

Für den, der es kennt:
Beinah noch besser als "Die Stadt der träumenden Bücher".

Um mit Kermit zu sprechen: Applaus, Applaus, Applaaaaaaaaaaaaaaaaaaaus!"
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am 12. März 2013
.... und unglaublich spannend!
Wer noch nie mit einem Wolpertinger gereist ist, hat so einiges verpasst. Rumo ist ein richtiger Held. Er flieht von den Felsen der Teufelszyklopen, reist gemeinsam mit einer Haifischmade durch halb Zamonien und rettet die Bewohner von ganz Wolperting aus Untenwelt.
Aber nicht genug, eine süße Liebesgeschichte hält dieses Buch ebenfalls bereit.
Und einen Eydeeten, der den Nebelheimer Nebel auf die schliche kommt...!

Dieses Buch ist vielleicht das düsterste Werk von Walter Moers, aber für mich ist es auch eins der besten Bücher, die ich je gelesen habe!
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am 12. Juni 2007
Walter Moers leistet mit seinen Werken über den Kontinent Zamonien herausragendes. Stück für Stück setzt sich eine sehr komplexe Phantasiewelt zusammen, die mit jedem weiteren Roman anwächst und sich ausdehnt. Romane deren märchenhafte Züge Kinder verzaubern und gleichzeitig so viele intelligente Anspielungen und Seitenhiebe enthalten, dass auch Erwachsene niveauvoll unterhalten werden.

Daneben ist auch die sprachliche Qualität bemerkenswert. Es gibt nur ganz wenige zeitgenössische deutsche Autoren, die ein so umfangreiches Vokabular verwenden und ganz offensichtlich eine riesige Freude an ungewöhnlichen Formulierungen und originellen Wortspielen haben.

Genau dies wird Moers mitunter aber auch vorgeworfen: Seine Detailverliebtheit und der Spaß an Spracheskapaden steigert sich manchmal zu reinem Selbstzweck und er vergisst dabei das Erzählen der eigentliche Geschichte.

Bei "Rumo" gelingt es ihm besser als in seinen anderen Werken die Waage zwischen Geschehen und Sprachkunst zu halten. Es ist die ereignisreichste, spannendste und geradlinigste Geschichte die bislang aus seiner Feder stammt. Wer nicht gerade ein ausgesprochener Anhänger der mythenmetzischen Abschweifung ist, wird "Rumo" sicherlich für das kurzweiligste und unterhaltsamste Werk der Zamonien-Romane halten.

Wem anderen Romane von Moers gefallen haben, sollte hier unbedingt zuschlagen, wer mit einem Einstieg in die Welt von Zamonien liebäugelt, macht mit "Rumo" garantiert nichts falsch.

Zur Hörbuchversion: Die Hörbücher von Moers erfordern wegen ihrer verzwickten Formulierungen und sprachlichen Gestaltung eine hohe Konzentration. Sie eigenen sich nicht dazu, sie nebenbei laufen zu lassen. Dabei entgehen einem zu viele Kleinigkeiten und damit der besondere Charme der Romane.

Wer sich aber darauf einläßt, kann sich an einem hervorragenden Vorleser Dirk Bach erfreuen. In "Rumo" übertrifft er sich dabei selbst. Die miteinander streitenden Seelen des Dämonemessers oder die silbenverdrehte Sprache des Unterweltskönigs, sind tatsächlich noch schöner zu hören, als selbst zu lesen.
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