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am 30. Oktober 2013
Die beiden Studenten (Der Ich-Erzähler und sein Freund Luo) werden jenseits ihrer Heimat Chengdu in ein Dorf zur politischen Umerziehung geschickt. Getrennt von der gewohnten Umgebung und der Familie, lernen sie für die Volksrepublik China Sklavenarbeit teils unter Lebensgefahr, vor allem aber unter Zwang zu leisten: Im Eimer überschwappende Fäkalien schleppen, im Bergwerk arbeiten. Arbeitsverweigerung bedeutet noch längeres Absitzen im Dorf und Folter. Als beide die kleine chinesische Schneiderin Tse-Tse kennen lernen, verliebt sich Luo sogleich in sie, doch sie müssen ihre Liebe und vor allem die Liebe zu Büchern geheimhalten, die Luo ihr näher bringt. Es werden nur politisch, wissenschaftlich und landwirtschaftlich korrekte Bücher geduldet, alles andere gilt als reaktionär. Von ihrem nur scheinbar hilfsbereiten Freund erhalten beide Studenten Bücher der eigentlich verbotenen westlichen Literatur, vor allem fasziniert sind beide von den Werken Balzacs, die Liebe und Sexualität ganz offen und liebevoll beschreiben, doch Tse-Tse wird bald schwanger, darf weder heiraten, abtreiben, noch das Kind behalten...

Dieses Werk von Herrn Sijie ist ein kleines Meisterwerk, niemand hätte wohl so einen überzeugenden, eindringlichen Roman wie er schreiben können, der nicht wie er, selbst die Umerziehung am eigenen Leibe erfahren hätte. Die Schönheit der "verbotenen Literatur" und der Liebe sind so etwas wundervoll Natürliches, das es jedoch im diktatorisch von Mao Zedong beherrschten China gar nicht gibt, ja undenkbar ist. Nur ein falsches Wort, ein Gerücht über dich und du bist sofort ein Reaktionär oder ein Volksfeind, wirst gefoltert oder bekommst lebenslänglich, Todesstrafe. Das schöne Gefühl beim Lesen dieses Buches, das in einem noch mehr die Wissbegier für Literatur erweckt, unterdrückt nicht die spürbar vorhandene, gespannte politische Atmosphäre, die jung oder alt, gesund oder krank fordert in jeglicher Weise. Somit ist dieses Werk wie eine Symbiose: Der Staat kann nicht ohne gehorsame Arbeiter leben, diese können aber nicht leben, wenn sie ihre verlangte Freiheit nicht im Gegenzug bekommen und sei sie versteckt, heimlich zu erreichen, nur für einen Augenblick. Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, das gibt es alles nicht in China und aufklärende, literarisch wertvolle Werke westlicher Literatur werden wie in Deutschland 1933 bei der Bücherverbrennung öffentlich vernichtet, die Besitzer solcher Werke werden verhört und noch Schlimmeres.

Schön ist auch, dass man als Leser neugierig auf Balzacs Werke wird, sofern man sie noch nicht kennt. Dieser Roman ist auf alle Fälle lesenswert und wie es schon auf dem Einband hinten so treffend heißt: "Dies ist die schönste Liebeserklärung des Jahres: an die Literatur, an das Leben, an die Ironie, an eine Frau. Es ist außerdem die frechste, charmantestes Lektion zum Thema Freiheit... Wenn Sie nur einen Roman dieses Jahr lesen wollen, lesen Sie diesen, er wiegt hundert andere auf." Von Le Figaro, Magazine.

~Bücher-Liebhaberin~
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 7. September 2017
Ich habe mir das Buch für mein Studium kaufen "müssen", jedoch haben mir der Schreibstil und der Inhalt des Buches so gut gefallen, das ich es mittlerweile mehrmals gelesen habe. Ich hatte keine großen Erwartungen an das Buch, weshalb es mich sehr positiv überrascht hat. Absolut lesenswert!
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 16. August 2017
... das man gelesen haben sollte. Es gehört in meine Top 20 ever... Sprachlich ein Genuß, man entflieht beim Lesen in eine andere Welt und fiebert mit den Hauptdarstellern mit. Das Buch geht ans Herz und massiert die Seele. Toll.
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am 26. März 2015
Das Ende hat mir so gut gefallen. Es mutet etwas ueberraschend oder traurig an, ist aber konsequent, logisch. Nicht nur eine Liebeserklaerung an die Literatur und an eine Frau und die Freiheit -auch an die Bildung, diejenige welche von Beginn an stattfinden muss.
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am 18. Januar 2018
Wunderschöne Geschichte, die jeder lesen sollte. Ein Buch, dass Spaß macht und leichte Kost ist. Ich werde es wieder lesen
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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am 24. Juli 2016
Ein sehr süßes kleines Buch darüber dass der Versuch einen Menschen zu verändern nicht steuerbar ist.
Schön geschrieben, sehr süß und kurz.

Buch war innerhalb von 2 Tagen da, alles top.
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am 11. Februar 2004
Ein kleines, stilles, aber genau deswegen ein sehr schönes Buch. Viele Untertöne, kleine Philospohien in Nebensätzen - kein Buch zum "Schnell-mal-drüberlesen". Und wer selbst schon einmal in China war odersich intensiv mit dieser Kultur auseinandergesetzt hat, der wird bei vielen ironischen, mit Liebe vorgetragenen kleinen Spitzen des Autors über das eigene Volk von Herzen lachen können.
Lesenswert - nicht mehr und nicht weniger.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 23. Februar 2004
Alles positive, das namhafte Rezensenten vor mir geschrieben haben trifft zu - und mehr! Es ist ein zauberhafter Ausflug in eine Welt, von der man so überhaupt nichts zauberhaftes erwartet - um so größer die Überraschung.
4 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 13. Juni 2018
Was für ein schöner kleiner - ich möchte fast sagen "coming of age"- Roman.

Die Geschichte spielt in den chinesischen Bergen, zwei Junge Männer werden zur Umerziehung zu den bergbauern gesandt. Dort machen sie Bekanntschaft mit harter Arbeit, Entberhrung und der kleinen Schneiderin.

Beide verlieben sich und nur einer bekommt sie und am Ende sind doch alle drei allein, da es eben auch den umgekehrten Weg gibt: Vom Berg in die Stadt.

Sowohl die Städter als auch die kleine Schneiderin entdecken durcheinander, mit Hilfe von Balzac, eine jeweils fremde und och verlockende Welt.

Mit nur knapp 200 Seiten liest sich dieser kleine Roman sehr schnell und ist ein schönes Werk für zwischendurch.
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am 21. November 2014
Luo und sein Freund, dessen Name ungenannt bleibt und der die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, werden im Rahmen der Umerziehung aus ihrer Heimatstadt verbannt und in ein rückständiges Bergdorf geschickt. Dort sind sie damit beschäftigt, verbotene Bücher zu lesen, ihren Kumpel "Brillenschang" zu besuchen oder einer kleinen Schneiderin aus einem Nachbardorf ihre Aufwartung zu machen. Wenn sie nicht gerade mit sklavenähnlichen Arbeiten beschäftigt sind.

Natürlich trägt die Umerziehung, anders als beim Brillenschang, bei den beiden keine Früchte. Beide verhalten sich "verboten", was anscheinend kein Problem ist, denn im China der früheren 70er Jahre ist anscheinend alles verboten. Das ist allerdings nie ein ernst zu nehmendes Hindernis, es wird höchstens mal andeutungsweise kritisch. Die Umerziehung wirkt irgendwie wie ein unbequemer Urlaub auf dem Lande, von einigen unerfreulichen Begebenheiten mal abgesehen.

Und eine Liebesgeschichte? Die wirkt auch relativ dünn bis nicht vorhanden, der Stoff gibt das meines Erachtens kaum her. Zurück bleibt ein zwar unterhaltsamer, aber sehr seichter Roman ohne besonderen Tiefgang und, was noch schlimmer ist, mit einem richtig miesen Ende (vielleicht habe ich es auch nicht verstanden). Die himmelhochjauchzenden Rezensionen, auch die vom Klappentext, kann ich nicht immer nachvollziehen. Daher nur 3 Sterne.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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