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Kundenrezensionen

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am 11. November 2004
Dieses Buch ist sehr vielschichtig und komplex, dass es sehr fällt, es mit kurzen Worten zu umreißen. Die Geschichte wird abwechselnd erzählt aus der Sichtweise zweier Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, der chinesischen Go-Spielerin und einem japanischen Soldaten. Die Verbindung zwischen den beiden entsteht in einer chinesischen Kleinstadt auf dem Platz der tausend Winde beim Go-Spiel. Ohne Worte, nur durch die Spielzüge erforschen die beiden sich gegenseitig. Der Hintergrund der Geschichte, die Besetzung Chinas durch die Japaner, sorgt für zusätzliche Dramatik, die in einem unglaublich traurigen Ende der Geschichte gipfelt.
Ich habe die ganze Zeit beim Lesen eine tiefe Bewunderung für die Go-Spielerin empfunden, da sie sehr moderne Ansichten hat und eine sehr selbstbewußte, zielstrebige junge Frau ist, die immer genau dass tut, was sie für richtig hält.
Fazit: Unbedingt Lesen!!
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am 2. März 2003
Vor dem Hintergrund der japanischen Invasion trifft sich eine junge Chinesin auf einem öffentlichen Platz mit einem Fremden zum Go Spiel. Der Fremde ist allerdings ein verkleideter japanischer Spion. Und die Chinesin hat eine Affäre mit einem Chinesen, von dem sie nicht weiß, daß er für die Rebellen kämpft. Doch sie liebt den Chinesen nicht wirklich, sie geht nur mit ihm ins Bett. So wie auch der Japaner bei einer chinesischen Hure nur sein Verlangen stillt. Zwei Menschen, die unaufhaltsam aufeinander zu rasen.
Der Roman ist von der Form her sehr streng. Die Kapitel sind manchmal nur eine Seite lang. Ein Kapitel aus Sicht der Chinesin, eins aus Sicht des Japaners. Am Anfang störte mich dieses "Zapping", aber dann zog mich die Erzählkunst der Autorin in ihren Bann.
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am 23. Februar 2003
Wer kennt nicht das Bild zweier Dampflokomotiven, die - zuerst nur am Horizont sichtbar - na ja, jeder weiß, wie es weitergeht...
Es ist ein sehr bewegendes Buch, ein "pageturner", man liest es in einem durch. Sehr dicht die Atmosphäre von Nordchina, der Umbruch der Gesellschaft, der Krieg. Und wer sich nach der Lektüre nicht zumindest oberflächlich fürs Go-Spiel interessiert, den ewigen Krieg, den Geschlechterkampf der jungen Protagonistin gegen einen Wolf im Schafspelz, den der nun aber langsam abstreift..., es ist spannend. Ganz große Literatur würde ein bekannter Literaturpapst sagen...
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am 7. Februar 2007
Wie soll es auch anders sein in Zeiten des Krieges und dann auch noch zwischen einer Chinesin und eines Japaners. Eine unendlich schmerzliche Liebesgeschichte, die zutiefst berührt und einen das Buch nicht aus den Händen legen lässt. Das meine Vorrezensentin die Personen als unecht nicht lebendig empfindet ist mir ein Rätsel. Sie sollte sich einfach der Tatsache stellen, daß dies ein Schreibstil eines Asiaten ist und nicht europäisch.Jeder Satz wird wie ein Kunstwerk zelebriert und natürlich geht in der Übersetzung einiges verloren. Dieses Buch ist bestimmt keine Kopfgeburt sondern hervorragende Literatur. Oder anders gefragt : Ist denn nicht jedes Buch eine Kopfgeburt?
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am 27. August 2008
Wie immer stellt Shan Sa, die seit ihrer Kindheit in Frankreich lebt und auf französisch schreibt, eine starke, selbstbewusste Frau ins Zentrum ihres Romans, diesmal vor dem Hintergrund des chinesisch-japanischen Krieges. Die Ich-Erzählerin lebt in der Neuen Mandschurei, sie kommt aus einer angesehenen alten Familie, die aber durchaus offen für moderne Ideen ist. So wird ihrer älteren Schwester eine Liebesheirat erlaubt, die aber unglücklich endet, sie selbst darf ihre Freizeiteit mit Go verbringen, ein Strategiespiel, das sie virtuos beherrscht. Durch eine Affäre gerät sie in den Sog der politischen Entwicklungen, wird die Geliebte eines Rebellen und erlebt ,wie dieser gefangen genommen wird von den Japanern.
Neben der weiblichen Erzählerin, durch deren Augen der Leser die Welt aus chinesischer Sicht wahrnimmt, kommt ein japanischer Soldat als weiterer Ich-Erzähler ins Spiel, der alles von der japanischen Seite aus berichtet. Als er, der chinesisch spricht, als Spion bei den Go-Spielern auftaucht, kreuzen sich beider Wege.
Shan Sas große Stärke ist die klare, schnörkellose Sprache, der sie sich bedient, die aber zugleich eine zarte Poesie in sich trägt, was dank Elsbeth Ranke auch in der deutschen Übersetzung wunderbar zum Ausdruck kommt. Die Geschichte ist interessant, feingliedrig aufgebaut und einfühlsam, alle Figuren wirken sehr lebendig, so dass man gerne mehr lesen würde. Man taucht regelrecht ein in diese zeitlich und räumlich ferne Welt. Dabei gelingt es der Autorin ganz großartig, beiden Seiten, der japanischen und der chinesischen gerecht zu werden, sie stellt nur dar, aber wertet nicht, ein weiterer Pluspunkt des Buches.
Einziger Makel ist der Schluss, der überstürzt und fast schon losgelöst vom Rest des Romans in den letzten Kapiteln abgehandelt wird. Da das Buch verhältnismäßig schmal ist, keine 300 Seiten lang, hätte man es Shan Sa nicht übel genommen, noch ein paar Seiten mehr hinten anzuhängen und den so gelungenen Text zu einem runden Abschluss zu bringen. Und das kann man nun nicht von jedem Autor oder Buch behaupten.
Alles in allem sehr empfehlenswerter Roman, nicht nur für diejenigen, die sich für China interessieren. Der kulturelle Hintergrund bereitet keine Verständnisschwierigkeiten und die knappe Form erlaubt es auch Lesemuffeln oder Lesern mit wenig Zeit, sich dem Buch zu widmen. Was möglichst viele tun sollten.
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am 30. Januar 2005
Die Geschichte einer chinesischen Tochter aus gutem Hause und eines japanischen Leutnants spielt in der von Japan besetzten Mandschurei im Jahr 1937. Das Leben der beiden läuft aufeinander zu, ihre Verbindung wird das Go-Spiel, das beide virtuos beherrschen. Haben Sie in diesen Kriegszeiten eine Zukunft?
Am Buch gefällt mir der wechselseitige Aufbau der Geschichte und die klare Sprache. Alles steuert auf ein Finale zu, dessen Ende lange nachklingt. Ein schönes Buch, das zu Herzen geht und das ich trotz des etwas traurigem Grundtons gern gelesen habe.
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am 18. März 2003
Ein Buch, das durch wunderbare, spröde und trotzdem bildreiche Sprache überzeugt. Und sicherlich eine der schönsten Liebesgeschichten seit langem, vorausgesetzt, dass man nicht unbedingt nur auf Happy-Ends im Hollywoodstil steht.
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am 30. April 2008
Als Hobby-Go-Spieler interessierte mich der Titel und der Klappentext klang auch noch annehmbar. Leider ein Irrtum, wie sich herausstellte. Shan Sa hat den Roman geschickt konstruiert, der im Aufbau an ein Go-Spiel erinnert: beide Protagonisten schildern abwechselnd in kurzen Kapiteln ihre Erlebnisse in China zur Zeit der japanischen Besetzung. Interessant sind die Kapitel, in denen sich ihre Wege kreuzen und man so beide Perspektiven des Geschehens verfolgen kann.
Der gute Aufbau macht allerdings noch kein gutes Buch. Der Schreibstil ist mehr als gewöhnungbedürftig und das Hauptsatzstaccato lädt nicht zum Weiterlesen ein. Go-Spieler dürften indes sehr enttäuscht sein, da vom Go selbst nicht viel zu lesen ist.
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am 19. Mai 2005
Einer Freundin zuliebe, die mir dieses Buch geliehen, habe ich es bis zuende gelesen. Ansonsten hätte ich spätestens nach 50 Seiten aufgegeben. Dieses Buch ist derart schlecht geschrieben, dass es mir zuweilen die Sprache verschlägt. Es zu lesen ist zumindest Arbeit und oft eine Qual. Dass manche Sätze grammatikalisch zumindest bedenklich oder schlicht schlechtes Deutsch oder schlechter Stil sind, lässt sich vielleicht noch durch die Übersetzung erklären. Aber sämtliche im Text verwendete Bilder, Vergleiche und Bezüge sind entweder von erschreckender Plumpheit oder Banalität oder aber völlig unpassend oder nicht stimmig. Keine der beschriebenen Personen wird für mich wahr, wird Fleisch und Blut, wird erkennbar und nacherlebbar in ihren Gefühlen und Handlungen. Überhaupt wird nichts wirklich lebendig, wahrhaftig oder tatsächlich. Alles wirkt unglaubhaft, gestellt, gewollt, inszeniert und wie leblos. Eine typische „Kopfgeburt", eine dahingeschriebene Idee, aber kein Roman, keine Erzählung. Die Figuren bleiben Figuren ohne wirklich Persönlichkeiten von Fleisch und Blut zu werden, die Beschreibungen bleiben Beschreibungen ohne wirklich Orte, Begegnungen und Erfahrungen zu werden; das Ganze ist wie eine in den Raum gestellte Nachricht, die eine bloße Nachricht bleibt, ohne (m)ein Erlebnis zu werden, und die den Raum weder zu erhellen noch ihn mit Authentizität oder Leben zu erfüllen vermag. Die Autorin fügt Sätze, Beschreibungen und Behauptungen aneinander, die wie tot nebeneinander stehen, ohne sich folgerichtig und selbstverständlich zu einem Ganzen zu fügen, ohne eine wirkliche Geschichte zu ergeben oder ein echtes Gefühl zu vermitteln. Es wirkt wie eine Aufzählung von Statements, die uns etwas vermitteln sollen, was die Sprache und die Geschichte selbst uns nicht echt und glaubhaft machen kann. Alles, wovon sie überzeugen oder was sie sagen oder erklären möchte, bleibt ausgedacht, dahingestellt, aufgesetzt, ohne inneres Leben, ohne eigenes Dasein. Die Konflikte innerhalb einer Familie, von Gruppen, zwischen Staaten und Kulturen, die Gefühle und Stimmungen von jungen Menschen und Kindern an der Schwelle zum Erwachsenwerden, von Verliebten und Verzweifelten, von Mördern, Soldaten und Aufständischen, das Grauen des Krieges, von Folterungen und des Todes, Abstoßung und Anziehung, erotische Verwicklungen, Abgründe, Besessenheiten - was ließe sich alles daraus machen, wenn es nur echt und authentisch wäre. Aber das hier ist aufgesetzt und plakativ, gestellt und bemüht. Die Worte versprechen etwas, das die Sprache nicht im mindesten einzuhalten in der Lage ist. Hier wird über das Go-Spiel, über die Liebe, über den Krieg, über die Poesie gesprochen, aber das Go-Spiel ist nicht präsent, keine Liebe berührt mich, kein Krieg macht mich zittern, es entfaltet sich keinerlei Poesie. Viel wird hier gewollt, nichts aber davon wird eingelöst. Wenn mich etwas daran fasziniert, dann die Konsequenz und Absolutheit, mit der dieser Text unglaubhaft, unpoetisch, unlauter und ungut ist; das ist wirklich atemberaubend und kaum zu fassen. Das „Finale" des Buches lässt dann immerhin ein wenig davon aufblitzen, was an Poesie und Kraft möglich gewesen wäre - aber nichts von den vielen Worten zuvor hat wirklich folgerichtig oder stimmig auf dieses Finale hingeführt, nichts davon hat auch nur annähernd etwas Poetisches oder Glaubhaftes. Seltsam, das so etwas ein Bestseller und ausgezeichnet wird. Mir hat die Lektüre nur Frustration und die Sehnsucht nach lebendiger Literatur verschafft.
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am 10. Februar 2007
Das Buch kaufte ich blind, denn als Go-Spieler interessierte mich allein der Titel, doch leider war es ein Fehlkauf, denn die Go-Spielerin ist ein fürchterliches Buch -- zumindest bis Seite 40, denn dann legte ich es weg. Mir gefielen die zahllosen kurzen Sätze nicht, der abhackt wirkende Stil ohne Fluß, dessen Hauptmerkmal aneinandergereihte Hauptsätze sind, vielmehr nebeneinandergestellte als aneinandergereihte, so daß ich mich, obwohl mir der Inhalt gefiel, entschied, mich nicht durch das Buch zu kämpfen. Ein kurzes Beispiel: "Der Brauch ist aus dem Westen zu uns gelangt: Das Neujahrsfest eröffnet die Zeit der Bälle. Meine Schwester zieht mir eines ihrer europäischen Kleider an. Nachdem sie mir auf der Seite einen Scheitel gezogen hat, reibt sie meine Haare mit Wachs ein. Dann öffnet sie ihren Schminkkoffer. Eine Stunde später erkenne ich mich selbst nicht wieder." Das ist beinahe Telegraphenstil, der sich übrigens auch nach Seite 40 nicht zu ändern scheint.

Auch mit Bildern wie "Meine Einsamkeit ist wie eine Rolle karmesinroter Seide, die auf dem Boden einer Truhe versperrt liegt" kann ich nichts anfangen, und manche sind mißlungen, wie etwa "Eine Stille wie ein Teller kalter, fader Nudeln breitet sich über das Spielbrett." Mir vermittelt das keineswegs Stille, es ist überhaupt nicht bildhaft, sondern verkrampft-gekünstelt, und wirft die Frage auf, was solch dümmliches Bild an dieser Stelle zu suchen hat.
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