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am 15. August 2009
Als ich das Buch zum erstenmal in die Hand genommen habe, war ich skeptisch: 650 Seiten und ein nicht gerade schmaler Anmerkungsapparat ließen mich den klassischen wissenschaftlichen "Langweiler" befürchten, der irgendwann halbgelesen in den Bücherstapeln verschwindet. Hürters Gruppenbiographie ist nicht diesen Weg gegangen - im Gegenteil. Ich habe selten ein so gutes deutsches Buch über den Zweiten Weltkrieg gelesen. Schon der Untertitel, der eigentlich eine Konzentration auf den Ostkrieg vermuten lässt, ist die pure Untertreibung. Bei der Beschreibung seiner 25 Generale geht Hürter sehr weit zurück, bis in die Zeit des Kaiserreichs. Von hier ausgehend spannt er einen weiten Bogen über die Erfahrungen des Ersten Weltkriegs und der Zwischenkriegszeit bis hin zum ersten Jahr des "Unternehmens Barbarossa", wobei stets Sozialisation, Entwicklung und vor allem Denken und Handeln dieser kleinen militärischen Elite im Vordergrund stehen. Dabei entsteht mehr als nur ein dichtes Porträt der höchsten deutschen Truppenführer. Zum erstenmal wird wirklich erklärt, warum diese ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten 1941 bereit waren, jenen Vernichtungskrieg zu führen, den Hitler haben wollte - ganz unabhängig davon, ob sie sich nun damit identifizierten oder nicht. Aber nicht allein diese Analyse ist eindrucksvoll. Den Anspruch einer Gruppenbiographie haben schon viele erhoben; in diesem Werk, das eben viel mehr ist als nur eine Aneinanderreihung einiger Generalporträts, wird er wirklich eingelöst. Beeindruckend schließlich das breite, ausgesprochen anschauliche Quellenfundament und das große sprachliche Können des Autors. Die Diskussionen und Gedenktage der vergangenen Jahren haben unzählige Darstellungen über den Zweiten Weltkrieg und die Wehrmacht hervorgebracht. Dieses ist ohne jeden Zweifel eines der besten.
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am 17. März 2011
Es handelt sich um eine flüssig zu lesende, dabei aber extrem dichte Abhandlung der Erziehung, des Umfeldes und der damaligen Prägungen der führenden deutschen Generalität des Ostfeldzuges. Hierdurch wird das Wechselspiel zwischen Hitler, sonstigen NS Organen, OKW, Heeresleitung, der Generalität selbst und deren Animositäten sowie die daraus sich ergebenden Folgen ausgezeichnet dargestellt. Durch fundierte und durch zahlreiche Quellen gestützte Angaben wird dieser Teil der Geschichte und das für heutige Leser sonst kaum verständliche Verhalten verschiedener Truppenführer erleb- und nachvollziehbar dargestellt. Der Autor verhält sich professionell und abwägend, scheut jedoch insbesondere in den Fußnoten auch nicht von maßvollen Bewertungen zurück. Das Werk vermag auch für mit der Materie vertraute Leser noch viele zusätzliche Aspekte zu erschließen oder in den Vordergrund zu rücken (So beispielsweise der nach dem ersten Weltkrieg in der internationlen Militärliteratur starke Fokus auf den Aspekt des "totalen Krieges" und dessen fatale Auswirkungen auf die künftigen Kriegführung, Käuflichkeiten und Karrierebewußtsein, Opportunismus, eklatante Schwächen in der Einschätzung des Gegners etc.).
Für die authentische Darstellungen kam dem Autor neben der virtuosen und vollständigen Nutzung der üblichen Quellen sicher seine vorherige intensive Beschäftigung mit der ergiebigen Quelle Henrici zugute.
Das Buch behandelt verschiedene Aspekte des Ostfeldzuges in einzelnen Kapiteln (Mindset, Kriegsziele, militärische Lage, Bevölkerung, Judenmord) was naturgemäß bei später behandelten Kapitel aufgrund teilweise gleicher Quellen zu gewissen Wiederholungen führt.
Nichtsdestotrotz: ein ausgezeichnetes Werk, unbedingt lesenswert.
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am 9. April 2015
Die Darstellung von Johannes Hürter umfasst den Werdegang der zu Beginn des Ostfeldzuges eingesetzten Truppenführer anhand einer Gruppenbiographie (25 Personen), die mit der Prägung zumeist in den Kadettenanstalten der Kaiserzeit beginnt und sodann beeindruckend das einschneidende "Erlebnis" des 1. Weltkrieges für die (noch) jungen Soldaten herausarbeitet. Ein besonderes Augenmerk legt der Autor hier auf die Ausgestaltung der damaligen Generalstabslehrgänge, die einige Mitglieder der Gruppe duchlaufen hatten, wobei die Lehrgänge dann im Krieg ausgesetzt bzw. nur verkürzt durchgeführt wurden. Bereits hier bildete sich gemäß der Biographie mit Masse die militärische Elite heraus, die die porträtierten Truppenführer in die Lage versetzte, die für sie mit dem Zusammenbruch der Monarchie einhergehenden Herausforderungen zu bewältigen und in das "100.000-Mann-Heer" der Weimarer Republik übernommen zu werden.
Einhergehend mit der Vergrößerung des Heeres nach 1933 wird zum Einen der damit verbundene Profit der zur Rede stehenden Truppenführer aufgezeigt, zum Anderen aber auch die sich abzeichnende Verstrickung in das Unrechtsregime und die späteren fatalen Auswirkungen auf die Kriegsführung. Außerordentlich gut nachvollziehbar werden die unterschiedlichen Verfahrensweisen der militärischen Führer in den jeweiligen Feldzügen gerade in puncto Kriegsvölkerrecht bzw. Umsetzung rechtswidriger Befehle analysiert. Besonders beeindruckend für mich war, dass der Autor nicht nur die bekannten charakterlichen Verfehlungen der Gruppe (Opportunismus, Käuflichkeit, Karrierestreben) aufgezeigt hat; vielmehr weist er ihnen anhand diverser Quellen auch (militär-)fachliche Fehler in deren ureigensten Bereich, nämlich der militärischen Operationsplanung und -führung nach, was mir bis dato so noch nicht geläufig war. Die Studie entlarvt zudem die alltägliche Beteiligung der Generalität an den grausamen Kriegsverbrechen und am Völkermord, wobei diese sich regelmäßig nicht in Unterlassen erschöpft, sondern aktivem Tun.

Trotz seines Umfangs ist das Buch flüssig lesbar und orthographisch ein Meilenstein; die Sprache des Autors ist brilliant. Es ist ein Genuss, seinen virtuosen und fesselnden Ausführungen zu folgen. Es ist zu jedem Zeitpunkt erkennbar, warum gerade diese "Gruppe" ausgewählt worden ist, was sie eint und wo es Divergenzen gibt.

Ich habe einige Biographien und wissenschaftliche Studien zu dieser Thematik gelesen. "Hitlers Heerführer" von Johannes Hürter ist bis dato dabei die beste Darstellung, die ich kenne. Nach meinem Dafürhalten bereits jetzt ein unverzichtbares Standardwerk.
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am 12. Februar 2009
Ein starkes Werk! Allerdings nur für tiefer gehend Interessierte. Diese finden dann ein Buch von wissenschaftlichem Format ohne die dabei oft vorzufindende Trockenheit. Hürter schreibt sehr lebendig und schafft es, einen Text "vom Historiker für Historiker" dem geneigten Leser schmackhaft und spannend zu präsentieren. Wie für so ein Werk zu erwarten sind Unmengen von weiterführenden Quellenverweisen enthalten.
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