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am 16. Juli 2013
In vier Hauptteile unterteilen die Herausgeber diese sehr breite und überaus fundierte Darstellung Verdis, seines Werkes und der Rezeption dieses Werkes. Das Wirken Verdis im „italienischen 19. Jahrhundert“ (an sich schon eine mehrdeutige und zutreffende Wortschöpfung) und die Rezeption des Werkes umrahmen die Darstellung der „Technik“ Verdis zwischen „Konvention und Innovation“ und eine ausführliche und ganz hervorragen zu lesende Darstellung der Werke Verdis und seiner „entwickelnden“ Haltung als Komponist.

Eine breite Darstellung durch diverse Autoren im Buch, die man durchaus in ihren Beiträgen auch um den Schwerpunkt herum verstehen und lesen kann, jenen „Leierkastenmusiker“, dem „naive Sinnlichkeit“ unterstellt wird und der im Vergleich zum zeitgleich wirkenden Wagner als „zu leicht“ befunden wurde, in seiner Bedeutung als „denkender Komponist“ herauszustellen .

Ein Anliegen, das im Buch im Übrigen überzeugend gelingt und einen fundierten Zugang zu Zeit, Person, Kompositionstechnik und Werk ermöglicht, der die Unterstellung eines „intellektuell gleichsam zurückgebliebenen Stand des Musikdramas“ als Bewertung des Schaffens Verdi klar widerlegt.

Hierbei werden sowohl die „Atmosphäre der Zeit“, die speziellen Umstände in Italien, die damalige wirtschaftliche Kraft der italienischen Opern und die Mechanismen ihrer Verbreitung ebenso differenziert im Buch dargestellt, wie das nicht spannungsfreie Verhältnis Verdis zur Kirche und zur politischen Zensur. Gerade weil die Voraussetzungen des Schaffens Verdis schon zu seinen Zeiten dem deutschsprachigen Publikum eher fremd waren, ist diese breite Darstellung des „Umfeldes“ und der sozialen und kulturellen Gegebenheiten eine spannend zu lesende Grundlegung, die für das Verständnis des gesamten Werkes eine fast unumgängliche Voraussetzung darstellt.

Welche Elemente in der Formung und Gestaltung einer Oper wichtig waren, wie Verdi diese nutzte, wie er den „Vers als Voraussetzung der Vertonung“ bearbeitete, wie tonal seine Musik charakteristisch zu fassen ist, bis hin zur optischen Umsetzung, zur Aufführungspraxis reichen die weiteren Auseinandersetzungen im Buch. Manches Mal durchaus kleinteilig und damit ein stückweit trocken zu lesen, immer aber nachvollziehbar dargestellt und argumentiert.

Umfassend sind die Werke dargestellt, darunter auch jene, die nicht zur Aufführung bestimmt waren.

Wie Werktreue in den folgenden Jahrhunderten zu verstehen war, was wirklich hinter der (meist künstlich betonten) „Rivalität“ zu Wagner steht, wie weit innerhalb der Rezeption auch eine „Trivialisierung“ stattfand, wieweit überhaupt sich der „Mythos Verdi“ entwickelte und im Lauf der Zeit Veränderungen erfuhr, auf der Basis der ersten Hauptteile ist die Rezeption bis hin zur Postmoderne nun mit offenen Augen zu lesen und vollzieht im Buch Schritt für Schritt auch die Verfälschungen und Versuche der originären Bewahrung in folgenden Inszenierungen auf. Die verschiedenen und in Teilen sich widersprechenden Verständnisse von Verdis Werk und die daraus folgenden verschiedenen Interpretationen von Inszenierungen („Verdi und das Regietheater“) bieten einen beredten Blick auf die Vielfältigkeit Verdis selbst und die Breite an Möglichkeiten, die sein Werk der Rezeption bis heute lässt.

Im Gesamten bietet das Handbuch eine große Breite des Zugangs zu Verdis Zeit, den auf ihn wirkenden Einflüssen, seiner Technik in Komposition und Aufführung, der einzelnen Werke und der vielfältigen Rezeption und legt zugleich Begründungen für die sehr verschiedenen Rezeptionen und Verständnisse der Person Verdis vor. Eine reine Biographie Verdis wird dem Leser im Buch nicht geboten, wohl aber vielfältige und öffnende Zugehensweisen, die ein fundiertes Gesamtbild von Person, Werk und Rezeption ergeben.
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am 24. Juli 2013
Den beiden Musikwissenschaftler Anselm Gerhard und Uwe Schweikert gelang mit dem Verdi-Handbuch nahezu die Quadratur des Kreises:
* einerseits wird für den Experten der neueste Stand der Verdi-Forschung dargelegt
* andrerseits hat der Musikliebhaber mit diesem Werk eine schier unerschöpfliche, verständlich lesbare Quelle zu Giuseppe Verdi und seinem Werk.
Das Verdi-Handbuch gliedert sich in fünf Hauptabschnitte:
* Einleitung
* Verdis Wirken im italienischen 19. Jahrhundert
* Verdis Werk zwischen Konvention und Innovation
* Das Werk
* Wirkung
Die Einleitung von Anselm Gerhard spricht wichtige Aspekte des Komponisten an: bekannte, wie der eher künstliche Kontrast zu Richard Wagner, und weniger bekannte, wie Verdi als Landwirt.
Im zweiten Abschnitt steuern verschiedene Autoren abwechslungsreiche Essays zu Verdis Wirken und Wirkung im 19. Jahrhundert bei. Es ergibt sich ein vielschichtiges Bild des Komponisten und seines Oeuvre. Man erfährt beispielsweise wie die Einführung des Urheberrechts sich auf die Verbreitung der Verdischen Werke auswirkte.
Der mittlere Abschnitt "Verdis Werk zwischen Konvention und Innovation" hievt Musikwissenschaftler auf den Stand der Forschung. Der Laie vertieft sich hier in Themen, die er sich selbst kaum erschließen könnte. Dabei wird das Allgemeine immer konkret auf einzelne Werke Verdis bezogen.
Im Werksabschnitt wird jede der 28 Verdiopern einzeln besprochen, ebenso die sonstigen Werke des Meisters. Auf Vollständigkeit wurde sichtlich Wert gelegt.
Der Wirkung von Verdis Werk gilt der letzte Abschnitt. Es geht um Sängerinnen und Sänger, um die heikle Frage der Werktreue und vieles mehr. Für mich war wichtig, dass auch die Diskographie gebührend berücksichtigt wurde. Nicht nur wird ein Gang durch die Historie der Werksaufzeichnungen geboten, sondern es werden auch – hoch willkommen – zu den bekanntesten Werken meist mehrere Referenzsaufnahmen gegeben. Allerdings hätte ich mir auch Empfehlungen für unbekanntere Opern gewünscht und vor allem die Kritierien, nach denen eine bestimmte Aufnahme zur Referenzaufnahme wurde.
Eine ausführliche Zeittafel und mehrere Verzeichnisse runden das Handbuch ab.
Jedem Aufsatz folgt ein detailliertes Literaturverzeichnis, so dass der Interessierte weiter in das spezielle Thema vordringen kann.
Vor und nach jeder Verdioper im Theater oder zuhause wird man das Verdi-Handbuch gerne konsultieren. Es unterrichtet und unterhält kompetent, unerschöpflich und steigert den Musikgenuss. Wenn man ernst nimmt, was Hans-Joachim Wagner schreibt: Verdis Opern sind keine feststehenden monolithischen Objekte, sondern Teil eines Dialogs (S. 604), so hat man – neben den Werken selbst – mit dem Verdi-Handbuch die beste Grundlage dafür in diesen Dialog zu treten.
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