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am 31. Dezember 2005
Die zweite erweiterte Auflage der Metzler Musik-Chronik vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart bietet auf nahezu 900 Seiten einen chronologischen Gang durch die abendländische Musikgeschichte. Dies geschieht durch Werkbeschreibungen und abschnittsweise ausführliche Erläuterungen der musikalischen Epochen. Zum Vergleich: Erste Auflage, 1993, 836 Seiten.
Die zweite Auflage wurde um 200 Artikel zur Musik der Gegenwart von 1950 bis heute erweitert. Dieses Mammutwerk wurde von Arnold Feil, emeritierter Professor für Musikwissenschaft an der Universität Tübingen, bearbeitet. Er nennt ausdrücklich seine Vorgänger (vor allem: Friedrich Blume, Hg:: Die Musik in Geschichte und Gegenwart), denen er und die Chronik viel zu verdanken hat.
Zur Beurteilung eines so umfangreichen lexikalischen Werkes in kurzer Zeit gibt es zwei Methoden: gezielte und zufällige Suche.
Die gezielte Suche nahm ich mit dem Oktett op.20 von Felix Mendelssohn-Bartholdy vor. Wenn die Jahreszahl zu einem gesuchten Werk fehlt, tut man sich etwas hart. Das Namensregister hilft nur wenig, da es kaum gegliedert ist. Das Oktett fand ich unter dem Jahr 1826 bei der Konzertouvertüre "Ein Sommernachtstraum" kurz erwähnt. Bei Wolfgang Amadeus Mozart: "Die Hochzeit des Figaro" half mir die Chronik schneller und eingehender. Ich fand im einleitenden Essay eine lange Abhandlung zur Arie des Figaro "Non piu andrai" (S. 375-378) und zur Oper erwartungsgemäß einen langen Eintrag im Jahre 1786.
Der zufällige Test ergab sich durch die Lektüre von Anne Fadiman: Ex Libris. Dort wird der mir völlig unbekannte Komponist Sacchini erwähnt. Sacchini wird in Metzlers Musik-Chronik dreimal genannt. Ich schlage nach und merke, dass man sich schnell festlesen kann. Das spricht für den reichhaltigen Inhalt.
Es fehlen zurecht Biografien, denn die kann man in Spezialwerken nachlesen. Es fehlt aber auch der Jazz und Pop mit wenigen Ausnahmen mit Feigenblattcharakter: zwei Einträge zum Musical, einer zu Glenn Miller. Es fehlen beispielsweise Duke Ellington, Billy Strayhorn (um nur Komponisten zu nennen) im Jazz und Irving Berlin im Pop. Wenn man auf einer ganzen Seite Ferdinand Kauers Märchen-Oper "Das Donauweibchen" von 1798 behandelt, so muss man dem Blues, Jazz und Pop viele Seiten einräumen. Zumindest hätte ich eine kurze Begründung erwartet, warum diese wichtigen Musikzweige des 20. Jahrhunderts fast völlig ausgeblendet werden, zumal der Autor am Ende des Werkes andere Einschränkungen begründet.
Von diesen Defiziten abgesehen, ist Metzlers Musik-Chronik dem Kenner und Liebhaber der abendländischen Musik eine unerschöpfliche Informationsquelle und Bereicherung des Musikgenusses.
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am 31. August 1999
Genau 1000 Musikwerken vom frühen Mittelalter bis zur Neuzeit hat sich die Metzler Musik Chronik von Arnold Feil angenommen. Schon diese stattliche Zahl läßt nicht am Anspruch einer Chronik zweifeln, doch stellt sich die Frage, ob es sich hierbei nun um ein chronologisch geordnetes Nachschlagewerk oder um eine Musikgeschichte in Beispielen handelt. Ersteres mehr, letzteres weniger muß die ausweichende Antwort lauten. Dem formen- und stilgeschichtlichen Aspekt wird vor allem in den Vorüberlegungen der Epochenkapitel Rechnung getragen. Die Geschichte des einzelnen Werkes oder einer Werkgruppe wird dann im nach Jahrzehnten sortierten Hauptteil beleuchtet. Den musiktheoretischen Kapiteln ist eine sehr angenehme Konzentration auf wenige wesentliche Aspekte eigen, die dann jedoch eingehend erläutert und mit viel Einfühlungsvermögen und Problembewußtsein diskutiert werden. In den Abschnitten zu den einzelnen Musikstücken steht nun die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte im Vordergrund. Wo dies angebracht ist, wird aber durchaus auch auf musiktheoretische und aufführungspraktische Aspekte oder die Bedeutung des Werks allgemein eingegangen. Analysen und Interpretationen des musikalischen Inhalts wird man dagegen vergeblich suchen - für eine Chronik ist das legitim. Wenn es also darum geht, sich mit der Geschichte von Musik im Allgemeinen und Speziellen vertraut zu machen, kann diese Musik-Chronik eine Fülle neuer Einsichten und Ansichten bieten. Zumal für den günstigen Preis ist sie sehr zu empfehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 27. November 2013
Das ist mal eine Musikhistorie mit einem ungewohnten, aber ebenfalls recht überzeugenden strukturellen Ansatz: Der historische Werdegang wird anhand von Werken oder Werkgruppen sowie zusammenfassenden Vorbemerkungen zur jeweiligen Musikepoche dargestellt. Hinzu kommen Erkenntnisse bzw. Meinungen des Autors, die auch für vorinformierte Leser durchaus interessant sein dürften.
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