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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
89
4,4 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 19. Juli 2017
Eindringlich, beinahe poetisch und mit einem ganz eigenen, interessanten Stil wird hier die Geschichte von Lia erzählt.

Der kranken Lia. Der Lia, die ihre ehemalige, beste Freundin verloren hat. Der Lia, die verbissen Kalorien zählt und immer dünner werden will, bis sie zu einem Geistermädchen wird, halb lebend, doch auch schon halb tot.

Aus der Perspektive der Protagonistin Lia bekommt man ihr Leben geschildert. Ihre dunkelsten Gedanken, ihre Beweggründe - alles wird offen gelegt. Wie sie gegen ihre eigenen Bedürfnisse angeht, sich quält und mit Schmerz umgeht. Aber es ist auch eine Geschichte über eine Familie, das Schweigen und natürlich das Selbstbild.

Es geschieht nur wenig in dem Buch, das meiste geht in der jungen Frau selbst vor, trotzdem konnte ich es nicht aus der Hand legen und habe das Buch an einem Tag beendet.

Mir haben die absichtlich, durchgestrichenen Texte gefallen, die Kalorienangaben in Klammern, der bissige, traurige Ton und die gesamte Stimmung des Buches. Mal möchte man Lia anschreien, mal hat man einen Kloß im Hals, mal jubelt man ihr zu. Es ist alles dabei.

Ohne viel spoilern zu wollen, daher mein Fazit: Lest diese ungewöhnliche, schöne und schaurige Geschichte. Taucht hinab in diese Tiefen, folgt Lia auf ihrem Weg und genießt diesen tollen, stimmungsvollen Schreibstil.
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am 5. Juni 2016
!!!Vorsicht!!! Das Buch ist wirklich gut geschrieben und gerade als Anorexiekranke kann ich mich immer wieder gut in die Situation der Hauptfigur hinein versetzen. So gut, dass es mein Suchtverhalten nur noch mehr getriggert hat. Durch das Buch bin ich noch ein Stück tiefer in die Krankheit gerutscht. Also passt bitte auf, ich wünsche niemandem so ein Leben. Seit über 13 Jahren bin ich buchstäblich am verhungern, vor ein paar Monaten bin ich 21 geworden. Wie gesagt, das Buch ist sehr gut geschrieben, aber wenn ihr wisst dass ihr Probleme mit eurer Selbstwahrnehmung habt, dann lasst lieber die Finger von solchen Büchern. Passt auf euch auf, und esst einen Happen für mich mit! 💖
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am 4. Februar 2016
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich von diesem Buch eigentlich etwas anderes, etwas Heftigeres erwartet hatte. Meiner Meinung nach kratzt es zu sehr an der Oberfläche..
Ich dachte, es geht auf die Freundschaft zwischen Cassie und Lia ein, aber man erfährt eigentlich nur so ein paar ganz wenige Sachen daraus. Das Thema 'Magersucht' ist hier zwar der zentrale Leitgedanke, aber Laurie Halse Anderson geht viel zu beiläufig damit um.
Anfangs konnte mich das Buch gar nicht so richtig packen. Es kam alles so verhalten rüber, quasi mit angezogener Handbremse. Das änderte sich auch im Laufe der Geschichte nicht wirklich, obwohl ich schon das ein oder andere Mal schlucken musste, als die Autorin Szenen geschildert hat, die wirklich heftig sind.
Sehr gut wurden meines Erachtens die Wahnvorstellungen von Lia beschrieben. Da das Buch auch aus ihrer Sichtweise erzählt, hat die Autorin teilweise ein Stilmittel verwendet, welches sie gelungen einsetzte: Manchmal konnte man die wahren Gedanken Lias sehen, die dann wieder ausgestrichen wurden, und dann das, was sie tatsächlich erwiderte.
Die Schriftstellerin rüttelt hier an einem Thema, was sicher viele irgendwann beschäftigt, wenn auch nicht in diesem ausgeprägten Maße. (hoffentlich!) Aber ich finde einfach, sie hätte viel mehr in die Tiefe gehen sollen - ich habe eindeutig schon bessere Bücher zu dieser Thematik gelesen.
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am 30. Dezember 2013
Lia ist 18 Jahre alt und magersüchtig. Einst war sie gut mit Cassie befreundet, die unter Bulimie litt.
Nun bekommt Lia die Nachricht, dass Cassie tot in einem Motel aufgefunden wurde. Und für Lia bricht eine Welt
zusammen. Sie fühlt sich schuldig, denn Cassie hatte sie in der Nacht ihres Todes angerufen. Doch sie war nicht
ans Telefon gegangen.

Das Buch erzählt eine schockierende und bewegende Geschichte. Dabei geht es nicht nur um die Magersucht.
Zunächst einmal stehen Cassies Tod und Lias Schuldgefühle im Vordergrund. Doch im Laufe der Geschichte gerät
Lia immer mehr in die Essstörung. Sie magert ab, verletzt sich selbst und nimmt Pillen. Immer öfter hat sie
Halluzinationen, in denen ihr die tote Cassie erscheint. Und dabei wiegt sie von Tag zu Tag weniger.
Der Schreibstil der Autorin ist so intensiv und eindringlich, dass man als Leser direkt die ganze Verzweiflung,
Hilflosigkeit und Resignation von Lia spüren kann. Man leidet mit ihr und bekommt einen tiefen Einblick in ihre
Seele. Dabei schreibt die Autorin auf eine ganz eigene Weise, ausdrucksstark und poetisch, mit vielen Metaphern
und Wortspielen, so dass es niemals langweilig wird.

Insgesamt ist dies ein erschreckendes, aufwühlendes und gleichzeitig faszinierendes Buch. Es ist ganz anders
als andere Bücher über Essstörungen, und das macht es zu etwas ganz Besonderem.
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am 2. Mai 2011
Cassie und Lia schließen einen grausamen Pakt. Gemeinsam wollen sie die allerdünnsten Mädchen der ganzen Schule werden. Und nun ist Cassie an den Folgen gestorben und Lia lebt.
Doch anstatt endlich aufzuwachen und zu versuchen aus der Magersucht auszubrechen, versinkt sie nur noch tiefer in den Sumpf, in dem sich alles um Essen und Kalorien dreht. Sie fühlt sich einfach tot, leer, unverstanden und einsam. Und Lia ist Schuld an Cassies Tod, nicht die Modezeitschriften, Gruppenzwang oder die Erfinder der Kleidergröße 0 und 00. Nein Lia trägt diese Schuld ganz allein...

Wer meint mit "Wintermädchen" ein ganz klassisches Buch über Essstörungen - insbesondere Magersucht - in den Händen zu halten, liegt völlig falsch. Hier geht es um mehr, außer dem Kalorienzählen und durch Therapie zu versuchen aus dem Sumpf auszubrechen und Heilung zu finden. In dem Jugendbuch geht es außerdem um Freundschaft, Tod und lernen mit der Schuld umzugehen, ja, die Frage der Schuld überhaupt zu klären und mit sich selbst ins Reine zu kommen.

Positiv fällt sofort auf, dass die Autorin sehr gut recherchiert haben muss. Denn wer sich bereits mit dem Thema Essstörungen befasst hat, merkt sofort, dass in dem Buch teilweise Insiderinformationen verwendet werden.

Während der Handlung dreht es sich natürlich immer wieder um das Essen. Hinter jedem Lebensmittel, auch wenn das Mädchen nur ganz kurz daran denkt, steht die exakte Kalorienzahl. Außerdem verbeitet sich die Protagonistin immer wieder Dinge, die eigentlich gut für sie wären. Diese Gedanken und Wünsche sind sofort durchgestrichen. Was bleibt, sind die kläglichen negativen Gedanken und Verbote. Beides zieht sich konsequent wie ein roter Faden durch den Roman und macht die Geschichte sehr authentisch.

Ich persönlich bin immer noch ganz ergriffen von der Geschichte. Das Buch geht ans Herz und rührt zu Tränen. Wie in "Sprich" - das andere Buch, welches ich bereits von Laurie Halse Anderson gelesen habe - zeigt die Autorin wieder sehr viel Einfühlungsvermögen. Gemixt mit äußerst guter Recherche ist eine unglaubliche Geschichte in "Wintermädchen" gesteckt worden. Ein Buch nicht nur für Jugendliche. Diesen Roman kann ich wirklich jedem empfehlen!
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Inhalt:
Lia und Cassie sind seit Kindertagen die besten Freundinnen. Sie teilen gemeinsame Erlebnisse, teilen frohe und traurige Tage, sowie die Geschichte ihrer Kindheit. Doch schon seit der Pubertät hat Cassie ein Problem, das nur Lia kennt. Cassie hat Bulimie und steckt sich nach jeder Mahlzeit den Finger in den Hals.
Lia sieht schweigend dabei zu, ohne zu helfen oder einzuschreiten. Im Gegenteil: Cassie und Lia beschließen die schlankesten Mädchen der Schule zu sein und sich gegenseitig zu übertrumpfen. Nach vielen Jahren der Freundschaft, wendet sich Cassie jedoch plötzlich von Lia ab.
Dann wird Cassie tot in einem Hotelzimmer gefunden, nach einer Nacht, in der sie Lia ungefähr 30 mal angerufen hat, was Lia ignorierte.- Hätte sie den Tod ihrer ehemals besten Freundin verhindern können?
Jetzt ist Lia übrig und gefangen in ihrer kalten Welt. Cassie lauert ihr auf und will sie dazu überreden, sich totzuhungern und ihr zu folgen, damit sie wieder zusammen sein können. Lia würde zu gerne nachgeben. Ihr einziger Halt ist ihre kleine, lebensfrohe Stiefschwester Emma. Wird Lia ihrer Freundin Cassie folgen oder kann sie ihre eigenen Ängste besiegen und ihren Hunger auf Leben rechtzeitig finden?

Meine Meinung:
Der Roman von Laurie Halse Anderson ist eine traurige und sehr berührende Geschichte eines Mädchens, die für sich selbst die größte Feindin ist. Sie hat die Trennung ihrer Eltern nicht überwunden und irrt durch ihre Winterwelt, die ihr Halt gibt, sie stärkt, aber gleichzeitig zerstört und langsam tötet.
Der Schreibstil dieses Buches ist sehr ungewöhnlich, unterstreicht aber die Zwanghaftigkeit des Charakters Lia, indem sich bestimmte Sachen wiederholen, mit denen sich Lia selbst beschimpft.
Laurie Halse Anderson hat für dieses Buch lange recherchiert, dementsprechend echt und authentisch ist die Geschichte und deswegen umso schockierender, wie Menschen sich in einen selbst erbauten Teufelskreis manövrieren, den sie alleine nicht mehr zu durchbrechen vermögen.
Die Geschichte Lias ist mir sehr nahe gegangen, weil ihre Beweggründe so subtil und dadurch gut nachvollziehbar waren, denn ich frage mich oft: "Was ist die Motivation hinter dem Hungern?", "Warum tut ein Mensch das und glaubt wirklich, er wäre schlecht und unrein, täte er es nicht!"
"Wintermädchen" ist nichts für schwache Nerven, denn es ist sehr ernst und hat mich sehr stark mitgenommen. Gleichzeitig ist es eine gute Erfahrung, denn es brachte mich den Empfindungen von Magersüchtigen näher und lehrte mich, dass manchmal selbst die normalste Tätigkeit wie, Essen und Trinken zu einem Horrortrip werden kann.
Ein sehr empfindsamer Roman, der sich zu lesen lohnte und ganz tief aufs Herz drückt, dorthin, wo nur ganz selten ein Buch Empfindungen zu wecken vermag!
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am 1. August 2016
An und für sich ein gutes Buch, doch als Jugendbuch viel zu gefährlich. Eine super Anleitung für Essgestörte, allein die ganzen Wiederholungen wie Nahrungsmittel, Kalorienangaben etc. Empfand ich damals als sehr faszinierend. Mich hat es während meiner Bulimie gestärkt durchzuhalten. Ich habe zehn Jahre damit gelebt, nun bin ich Mutter. Meine Tochter dürfte es definitiv nicht lesen.
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am 16. August 2010
"Wintermädchen" handelt von zwei Mädchen, die jahrelang an der Schwelle des Todes balancierten, ohne es zu merken, sogar stolz darauf waren, wie wenig sie wiegen konnten und welche Selbstbeherrschung sie aufbringen konnten. Die Geschichte ist aus Lias Perspektive geschrieben und nimmt den Leser mit in diese Abwärtsspirale aus Selbsthass und -zerstörung. Es ist keine leichte Kost, kein Buch, das man einfach nebenher lesen und danach wieder vergessen kann. Die Handlung nimmt den Leser gefangen, der Gedanke daran, dass diese Art zu denken und zu fühlen wirklich existiert, dass junge Mädchen sich so zerstören und den Druck, unter den sie und ihre Familie sich setzen, nicht aushalten, zieht in seinen Bann.
Lias Essstörung wird nicht beschönigt oder entschuldigt. Nach und nach wird aufgedeckt, wie sie so wurde, wie sie ist und welche Faktoren eine Rolle spielten. Den endgültigen, verstörenden Auslöser entdeckt der Leser aber erst gegen Ende, kurz bevor die Geschichte ihren Höhepunkt erreicht.

Der Roman ist nicht nur durch seine Handlung so beklemmend, auch die Sprache nimmt den Leser gefangen. Ungewöhnliche Formulierungen, neue Wörter, unglaublich treffende und auf verstörende Art schöne Bilder verwendet die Autorin, um den Kampf ihrer Hauptperson gegen sich selbst, gegen das Essen und gegen das Leben zu zeigen. Auch durch diese Sprache bleibt das Buch noch lange im Gedächtnis, nichts wirkt zufällig, sondern alles gehört zum gewebten Gesamtkunstwerk dieser Geschichte.

"Wintermädchen" ist berührend, beängstigend und vor allem auch verstörend. In erster Linie aber ein sehr lesenswertes Buch über Mädchen in der Gefangenschaft einer Essstörung.

Eine Leseprobe der ersten Seiten des Buches findet sich auf der Produktseite des Buches bei Ravensburger.
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am 10. Dezember 2012
Lia ist 18 Jahre alt und leidet an Magersucht.
Schon zweimal war sie in stationärer Behandlung, geht weiterhin zur Therapie, aber ohne Erfolg. Denn sie möchte eigentlich gar nicht gesund werden. Sie möchte leicht sein wie ein Schmetterling und nur wenn sie Hunger verspürt, fühlt sie sich gut.

Dann wird sie plötzlich mit der Nachricht konfrontiert, das ihre ehemals beste Freundin Cassie tot in einem Motel aufgefunden wurde.
Lia und Cassie hatten vor vielen Jahren einen Pakt beschlossen: das sie beide die schlankesten Mädchen sein wollen.

Gegenüber anderen spielt Lia die Starke und das sie den Tod von Cassie gut verarbeiten kann. Doch innerlich zerreißt es sie und als sie auch noch feststellt, das Cassie in ihrer Todesnacht versucht hat Lia 33x auf ihrem Handy zu erreichen, beginnen die Albträume. Lia sieht Cassie, erst nur Nachts, dann auch tagsüber. Cassie macht ihr Vorwürfe, das sie nicht für sie da war, ihr nicht geholfen hat.

Lia plagen Schuldgefühle, doch sie kann sich niemanden anvertrauen. Sie flüchtet sich in eine Sache, die sie kontrollieren kann: ihr Gewicht. Und das wird immer weniger...!

Mein Fazit:
Die Krankheit und ihre Folgen werden sehr gut umschrieben.
Außenstehende können sicher vieles nicht nachvollziehen, aber es wird gut vor Augen geführt, das das Hungern meist ein Hilferuf der Seele ist. Das einiges zusammenkommt, das die Psyche nicht verkraften kann.
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am 2. Mai 2011
Beschreibung:

Lia und Cassie sind schon seit Kindertagen gute Freundinnen. In einer Silvesternacht leisten sich die beiden den Schwur alles dafür zu tun um die dünnsten Mädchen der Schule zu werden.

Seit der Silvesternacht sind einige Jahre vergangen, Lia und Cassie sprechen kaum noch miteinander - nun ist Cassie tot. Für Lia bricht eine Welt zusammen denn Cassie hat sie in ihrer Todesnacht 33 Mal angerufen und kein einziges Mal hat sie abgenommen. Schwere Zweifel und die Stimmen in ihrem Kopf - die ihr befehlen zu hungern - treiben sie immer weiter weg von ihren verzweifelten Eltern hinein in einen einsamen Kampf gegen sich selbst und den Geist ihrer toten Freundin Cassie.

Meine Meinung:

Laurie Halse Andersons Jugendroman >>Wintermädchen<< beschäftigt sich auf eine erschreckend reale Art mit dem brisanten Thema um das Krankheitsbild der Magersucht. Viele junge Mädchen leiden an Essstörungen ohne überhaupt wahr zu nehmen das sie schwer krank sind - so auch Lia.

Die Autorin erzählt die Geschichte zweier Freundinnen (Lia und Cassie), die sich den schrecklichen Schwur geleistet haben die dünnsten Mädchen an der ganzen Schule zu werden. Alles beginnt jedoch mit dem Tod von Lias Freundin Cassie und den nagenden Schuldgefühlen. Hinzu kommen die Stimmen in Lias Kopf die ihr immer wieder befehlen zu hungern, Abführmittel zu nehmen und jede noch so kleine Kalorie abzuzählen. Mit der Zeit beginnt Lia den Geist ihrer toten Freundin Cassie zu sehen welcher sie mit aller Kraft in das Land der Wintermädchen ziehen will.

Laurie Halse Anderson erzählt die ganze Geschichte aus Lias Sicht. Man hat das Gefühl mitten in das Tagebuch von Lia hineinzufallen - brutal und ungeschönt - bekommt man als Leser den inneren Kampf Lias mit. Vor allem durch durchgestrichene Sätze macht die Autorin klar wie stark sich Lia von dem Gedanken schlank zu sein bestimmen lässt. Es wird mit der Zeit immer deutlicher was für einen einsamen Kampf Lia bestreitet, gegen ihren Körper, gegen ihre Familie und gegen den Geist von Cassie.

Viele Mädchen und junge Frauen können den Wunsch von Lia nachvollziehen - Wer möchte auch nicht gerne schlank sein? Doch Laurie Halse Anderson Jugendroman >>Wintermädchen<< soll wachrütteln indem die schrecklichen Auswirkungen von Esstörungen, Magersucht und Bulemie in einem unverfälschten sowie brutal realem Blickwinkel dargestellt werden.

Zeitweise war es schwer für mich das Buch zur Seite zu legen oder auch weiter zu lesen. Da ich selbst vor ein paar Jahren an Esstörungen litt konnte ich mich mit Lia teilweise nur zu gut identifizieren, was mir ziemlich große Angst eingejagte. Umso glücklicher schätze ich mich das meine Familie mich auffangen konnte und es bei mir nie so ausartete wie bei Lia.

Ich bin begeistert von Laurie Halse Andersons >>Wintermädchen<< und kann es vor allem jungen Mädchen nur weiterempfehlen!

Mein Fazit:

Eindrucksvoll und erschreckend zugleich. Ein Roman der zum nachdenken anregt und vor allem Mädchen mit Esstörungen wachrütteln wird.
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