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am 12. März 2016
Ich habe das Buch damals für die Schule gelesen und fand es furchtbar beeindruckend. So beindruckend, dass ich es später noch öfter gelesen habe und mir bis heute immer mal wieder Gedanken mache wohin ich denn gehen werde, wenn so etwas tatsächlich passiert. Irgendwohin mit Kachelofen/Kamin, aufs Land...oder so. Es regt sehr zum Nachdenken über unsere Gesellschaft und politisches Geschehen an.

Die Sprache ist rückblickend relativ einfach gestaltet aber das mindert nicht im Geringsten die Gefühle die dieses Buch auslöst. Es soll Menschen geben, die dieses Buch mit zwölf/dreizehn Jahren nachhaltig verstört hat. Wer also ein zartes Gemüt hat und leicht zu Albträumen neigt, sollte vielleicht erst später zu dieser Lektüre greifen.
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am 7. Oktober 2012
"Die letzen Kinder von Schewenborn" von Gudrun Pausewang ist ein etwas älteres Buch! Geschrieben 1984, es gibt noch die DDR und die Mauer, es gibt noch die gespannte politische Situation, dieses Feindbild vom Osten und die Gefahr durch die Entwicklung der Atombomben.
Das Buch ist aus der Sicht des zwölfjährigen Rolands geschrieben, der mit seiner Familie von Frankfurt Richtung Schewenborn in der Nähe von Fulda unterwegs ist. Die Grosseltern leben dort und man verbringt gerne die Ferien in diesem Ort. Im Auto sitzen seine beiden Schwestern, eine älter, eine jünger, Mutter, Vater und er, als plötzlich ein greller Lichtblitz und ein orkanartiger Sturm alles versengt.
Nach anfänglicher Unsicherheit ist man sich einig: Es ist etwas Schlimmes passiert, wir sind unseres Lebens nicht mehr sicher, wir müssen so schnell wie möglich zu den Eltern und dann flüchten, wohin auch immer!
Aber: Die Wege sind versperrt, Bäume liegen kreuz und quer, vieles brennt, Häuser sind eingestürzt oder einsturzgefährdet, vieles ist kaputt und zerstört. Und die Grosseltern sind nicht daheim, sie wollten eben schnell noch in Fulda einkaufen und kehren von dort nie zurück.
Dafür kommen unendlich viele Schwerverletze, Verbrannte, Hilfesuchende, Hungernde.

Das Buch beschreibt in einfachen Worten aus der Sicht eines Jungen die ersten Tage und Wochen nach einem Angriff mit Abwurf einer Atombombe! Der Reaktion der Leute, anfangs verstört, dann hoffnungsvoll auf Hilfe wartend, bis so langsam die Gewissheit siegt, dass keine Hilfe kommen wird, da keiner Hilfe leisten kann. Dann die Selbsterhaltungstriebe, das Verrohen der Überlebenden, die nichts abgeben wollen, die mit dem Elend der anderen nichts zu tun haben wollen, die wiederum umschlägt in ein verzweifeltes Kämpfen um Lebensmittel und Wasser, in eine Sinnsuche und in einen eigenen Überlebenskampf gegen Erkrankungen und Infekte ----- und mehr als einmal fragt man sich als Leser: Woher nehmen die Leute die Kraft, den Mut und die Motivation mit ihrem Leben weiterzumachen?
Erst sind Habseligkeiten wertvoll und werden geschützt, wenige Monate später ist nur noch der kampf um Lebensmittel und Haus und schliesslich nimmt man den Tod als Erlösung wahr. Und nichtsdestotrotz gibt es wenige Überlebende, die einen Lebensinhalt finden und weitermachen.
Mich hat das Buch stark an ein Gespräch mit einer Psychotherapeutin vor etlichen Wochen erinnert: Sie behandelt Flüchtlinge aus dem Krieg und Folteropfer, die überlebt haben. Wir sprachen über ein Trauma im eigenltichen Sinne, was es auslöst, wie es zustande kommt und welche Spätsymptome sich einstellen, wenn es nicht richtig behandelt, sondern verdrängt wird.
Ein Trauma ist eine Situation für einen Menschen, der nicht selbst verschuldet in eine vollkommen aussichtslose Situation gerät, die oft ungerecht, entwürdigend und schmerzhaft ist. Dass es zur Auslösung des Trauma-Belastungssyndroms kommt ist es notwendig, dass der betroffene Mensch dieser Situation hilflos ausgeliefert ist, da unsere Psyche tatsächlich so gestrickt ist, dass wir, solange wir "tätig sein können", unabhängig, ob das, was wir tun von Erfolg gekrönt oder sinnvoll ist, noch einen Ausweg sehen.
Erst dann, wenn keine Handlung auf diesen Druck erfolgen kann- beispielsweise, weil alle Wege versperrt sind, wir festgebunden oder blockiert sind (auch z.B. durch die Gesetzgebung), dann erst kommt es zur Ausbildung des sog. Traumas!
Und daran musste ich während des Lesens unentwegt denken!
Eigentlich sehen die Strahlenverseuchten dem Sterben zu, nachdem die erste Welle der akut Verbrannten vorbei ist, die zweite Welle der Strahlenverseuchten und Schwerverletzen vorbei ist, die dritte Welle der Thyphus und Ruhrerkrankten vorbeigeht, die vierte Welle der Spätverstrahlten folgt und nebenbei die Todeswelle der missgebildeten Neugeborenen vorbeigeht, sind die Überlebenden immer noch wie die Ameisen tätig, alles wieder aufzubauen und ein geregeltes Leben einzuführen. Und dabei ist alles eigentlich sinnlos.
Ich habe lange überlegt, ob das Buch auch Mut machen soll, egal, was passiert, es geht immer "irgendwie" weiter und vieles liegt nicht in unserer Hand, hauptsache wir tun etwas. Das Buch hat mich sehr an den Endzeit-Thriller The Road erinnert, allerdings erfährt in jenem Buch der Leser nicht, was eigentlich passiert ist, nur, dass alles zerstört ist und man täglich nur gegen den Tod kämpft, der so oder so kommt.
Unabhängig davon hat sich die Autorin intensiv mit Strahlenkrankheit, Symptome und Verlauf einer Epidemie auseinandergesetzt, auch wenn ein unmittelbarer Atomkrieg in dieser Form heute, grade jetzt, nicht droht, schadet es nicht, sich damit auch mal auseinanderzusetzen.
Lesenswert!
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am 9. Februar 2016
Mir fiel das Buch neulich wieder in die Hände, nachdem ich meine Jugendbuch-Kiste auf dem Speicher entdeckte. Ursprünglich hatte ich es bereits mit ca. 13 Jahren gelesen (privat, nicht in der Schule), nachdem wir 'Die Wolke' im Unterricht besprochen hatten. Viele der brutalen Szenen waren mir nicht mehr im Gedächtnis (der Fotograf mit seinem Sportwagen, der Suizid des beinlosen Jungen im Kinderwagen), aber die allgemeine Heftigkeit der Geschichte war mir noch bewusst.

Jetzt, nach der zweiten Lektüre 20 Jahre später, hat das Buch zwiespältige Eindrücke hinterlassen. Zweifelsohne ist die direkte, schnörkellose Sprache der Geschichte dienlich, der Spannungsbogen ist gut aufgebaut und wird konsequent durchgezogen. Die Charaktere mäandern zwischen naiv-hilfloser Hoffnung und zynisch-brutaler Abstumpfung, die Atmosphäre bleibt durchweg unmenschlich pessimistisch, bis es zum sprichwörtlich 'bitteren Ende' kommt: den von der Friedensbewegung viel- und gernzitierten 'Schritt in den Abgrund'. Innerhalb dieses Szenarios funktioniert das Buch grandios. Es ist düster. Es ist grausam, Es ist unfassbar brutal. Es ist kaum auszuhalten.

Außerhalb dieses Szenarios sieht es aber anders aus, und das ist der grundlegende Knackpunkt dieses Buches. Zu offensichtlich ist Gudrun Pausewangs Ansatz, um jeden Preis wachrütteln und abschrecken zu wollen. Dabei wählt sie nicht den aufklärerischen Standpunkt, sondern den des wedelnden moralischen Zeigefingers, 'nun, nicht mehr sagen zu können, man habe von nichts gewusst', motiviert von Gefühlen der Rat- und Hilflosigkeit. Innerhalb der Geschichte macht das schon teilweise nur Sinn und ist nur bedingt ertragbar, von außen betrachtet wirkt es aber gänzlich aufgesetzt, erzwungen und unglaubwürdig. Letztendlich bietet die Geschichte so in ihrer Quintessenz keine wirklichen Alternativen, keine Strategien, keinerlei Aufklärung, sondern lediglich einen Schockmoment nach dem Anderen.

Hier hat Gudrun Pausewand mit 'Die Wolke' die definitiv nicht nur bessere, weil erwachsenere, sondern auch hilfreichere Alternative abgeliefert.
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am 21. März 2012
Meine Meinung:
Roland ist zusammen mit seiner Familie auf dem Weg zu seinen Großeltern, die in Schewenborn leben. Sie wollen dort ein paar unbeschwerte Tage verleben. Doch kurz vor der Ankunft erhellt ein grelles Licht den Himmel und ein lauter Knall ist zu hören. Kurz darauf trifft eine gewaltige Druckwelle das Auto.
Ein umgestürzter Baum zwingt die Familie dazu, zu Fuß nach Schewenborn zu laufen. Auf dem Weg dorthin müssen sie der Wahrheit ins Auge sehen: Atombomben haben die großen Städte Deutschlands dem Erdboden gleichgemacht.
Für Roland, seine zwei Schwester und seine Eltern beginnt eine Zeit des Leidens, Bangens und Hoffens.

Mit einem etwas mulmigen Gefühl habe ich dieses Buch zur Hand genommen und konnte mir nur schwerlich vorstellen, wie es wohl sein würde, wenn solch eine schreckliche Katastrophe, wie im Buch beschrieben, geschehen würde.
Die Autorin hat es sehr deutlich gemacht und mit erschreckender Realität beschrieben, wie sich die kleine Familie nach dem Abwurf der Atombomben mehr schlecht als recht durchschlagen muss.

Das nackte Überleben steht im Vordergrund und vor allem Roland, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird.

Mit schonungslosen Worten erzählt die Autorin die fiktive Geschichte, jedoch hat man ständig vor Augen, dass so etwas wirklich geschehen könnte.

Warum die Atombomben gezündet wurden, bleibt jedoch ein Geheimnis, da kein Strom zur Verfügung steht und somit auch nicht über Radio oder Fernsehen irgendwelche Mitteilungen gemacht werden können.

Die Menschen, die sich in Schewenborn versammelt haben, müssen sehen, wie sie zurecht kommen und kümmern sich meist nur um sich selbst. Nur wenige zeigen Mitgefühl und versuchen, auch anderen zu helfen.
Der Satz "Jeder ist sich selbst der Nächste" kommt hier sehr deutlich zur Geltung.

Es gab eine Szene im Buch, in welche Roland eine schwere Entscheidung treffen muss und ich konnte förmlich die Zerrissenheit spüren, die ihn quälte. Letztendlich konnte ich seine Entscheidung jedoch nachvollziehen.

Fazit:
Ein Szenario, dass hoffentlich immer Fiktion bleibt. Ein Buch, das unter die Haut geht.
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am 4. Dezember 2016
Ich habe das Buch mittlerweile schon mehrfach gelesen und immer wieder bewegt es mich...
Man sollte die Augen wirklich nicht verschließen.
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am 4. März 2016
Es ist ein klasse Buch. Es ist einfach zu verstehen und super spannend geschrieben. Aber was man nicht vergessen darf und super herforgehoben wird, ist was es heißen würde Radioaktivität ausgesetzt zu sein. Es hat wirklich Spaß gemacht das Buch zu lesen. Trotz das es so unglaublich traurig ist.
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am 30. August 2016
In meiner Schulzeit schon lesen müssen, aber regelrecht verschlungen!
Hab mich gefreut es wieder in den Händen zu halten...
Sehr traurige Geschichte...
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am 24. April 2002
Es ist völlig wurscht, WER die Atombombe abgeworfen hat, die Folgen sind gleichermaßen verheerend,ob es nun die eine oder die andere Supermacht war!
Die Stärke des Buches ist zugleich seine Schwäche, denn es schlägt (wie passend!) wie eine Bombe ein. Die detailgetreuen Beschreibungen qualvollen Sterbens reichen aus, um Erwachsenen den Schlaf zu rauben, ich empfehle deshalb, dieses Buch nur in die Hände von Kindern zu geben, von denen man sicher ist, daß sie damit umgehen können, auch wenn es in der Kategorie "Jugendbuch" erschienen ist.
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am 13. Januar 2003
Ich habe vor kurzem das Buch gelesen, dieses wirklich wertvolle Buch tat ich im Regal meines Bruders auf, obwohl die Altersfreigabe ab 13 Jahre war und ich diese schon eine Weile überschritten habe, nahm ich mir dieses Buch vor.
Von Anfang an war das Buch sehr spannend und detailreich geschrieben, gibt dabei ein klares Bild der Umwelt der Personen und der Handlung wieder.
Aber darin liegt das Problem, dieses Buch berichtet in jeder Einzelheit von dem Grauen, nach dem Einsatz der Atombombe, der Leser wird mit dem Tot in jeder Form konfrontiert, Details lasse ich jetzt außen vor, da gerade diese Details das Buch so spannend machen.
Trotzdem kann ich darauf hinweisen, dass dieses Buch eine sehr beklemmende Stimmung schafft, sogar für mich, als Erwachsener, muss man mit den "Darstellern" mitfühlen und dessem Leid.
Sicherlich ist es unter Jugendlichen sehr unterschiedlich zu bewerten, wie sie dieses Buch verkraften, ich selber bin aber der Meinung, dass empfindliche Kids mit diesem Buch nicht konfrontiert werden sollten. Da es stellenweise wirklich extrem geschrieben ist.
mfG
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TOP 500 REZENSENTam 29. Mai 2007
Was wäre wenn... der kalte Krieg zwischen den Machtblöcken Anfang der 80er-Jahre eskaliert hätte und ein Atomkrieg ausgebrochen wäre?

Aus heutiger Sicht unvorstellbar, war das in den 80ern eine durchaus real erscheinende Gefahr - die Machtblöcke waren bis an die Zähne bewaffnet, die UdSSR war gerade in Afghanistan einmarschiert, die Nato rüstete mit Pershing-II-Raketen auf und mitten durch Deutschland verlief der eiserne Vorhang. Ich kann mich noch gut an die Luftschutzübungen in dieser zeit in der Schule erinnern!

Vor diesem Hintergrund - in der Atomwüste Deutschland nach einem Atomschlag - spielt dieses Buch. nein, leichte Unterhaltung ist das nicht, eher sehr deprimierend - und ein Stück Zeitreise zurück in die 80er.
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