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am 13. Juni 2011
Das Buch Mina ist ein 255 Seiten langer Roman des britischen Autors David Almond.

Mina handelt von einem gleichnamigen Mädchen, das ein wenig seltsam ist. Am liebsten sitzt sie auf ihrem Baum und schreibt alles auf, was ihr durch den Kopf geht. In der Schule kam sie nicht klar und wird deshalb zu Hause von ihrer Mutter unterrichtet. Ihr Vater ist gestorben.

Zuerst einmal muss man sagen, dass dieser Roman ganz anders ist, als alle Romane, die man bisher kennt. Außerdem wird es niemals auch nur ein Buch geben, das so ähnlich wie Mina ist. Es ist in Form eines Tagebuchs, oder besser eines Notizbuchs geschrieben. Der erste Satz zum Beispiel beginnt so: Ich heiße Mina und liebe die Nacht.

Der Roman weißt sehr viele verschiedene Schriftarten, Schriftgrößen und Schriftformen auf, was manche Leser vielleicht irritiert, aber auch sehr abwechslungsreich ist. Auf manchen Seiten steht nur ein einziges Wort, andere sind schwarz bedruckt. Mina ist ein merkwürdiges Mädchen- und so ist auch das Buch. Manche wird der Roman begeistern, andere können mit ihm nichts anfangen. Vielleicht sollte man ihn lesen, weil er so einzigartig ist. Für alle Mina- Fans gibt es eine Fortsetzung in Zeit des Mondes, in dem allerdings nicht Mina die Hauptperson ist, sondern ihr Freund Michael.

Sarah Glasemann (12 Jahre alt)
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am 20. Dezember 2011
Ein sehr schön und einfallsreich gestaltetes Buch!

Aber ich möchte darauf hinweisen, dass die Protagonistin Mina kein so sonniger, eindeutig positiver Charakter ist, wie man es den anderen Rezensionen entnehmen könnte.

Es ist richtig, dass sie fantasievoll und liebevoll ist, aber ihre Ziele sind nicht 'frei sein' oder 'sie selbst sein'. Mina weiß nicht, wer sie sein will. Sie weiß nur, wer sie nicht sein will. Sie definiert sich dadurch, was sie nicht sein will.
Und in erster Linie ist es ihr wichtig, anders als die anderen zu sein. Diesem Ziel ordnet sie alles unter, ihre Sehnsucht nach Gemeinschaft mit anderen (tief vergraben), und selbst ihre Fantasie.
Als sie aufgefordert wird, einen klar aufgebauten 'konventionellen' Aufsatz zu schreiben, schreibt sie eine Nonsens-Geschichte, die Lewis Carroll's Feder entstammen könnte. (Allein um dieses Kapitels willen lohnt es sich übrigens, die englische Fassung zu lesen.) Als sie bei ihrem kurzen Besuch in der Sonderschule aufgefordert wird, eine fantasievolle Geschichte zu schreiben, gibt sie ein leeres Blatt ab.
Angepasstsein an eine Gruppe ' welche auch immer ' scheint sie zu bedrohen.

Eltern müssen überlegen, ob sich dieses Mädchen als Rollenvorbild eignet.

Für erwachsene Leser kann ich das Buch ohne Einschränkung empfehlen. Minas ungewöhnliche Ideen reissen mit. Man beginnt sein eigenes Tagebuch kreativer zu gestalten, die Natur aufmerksamer zu betrachten, oder man versucht sich u.U. sogar als Autor eines eigenen kleinen wilden Aufsatzes. Gibt's was Schöneres, was man über ein Buch sagen kann?
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am 14. Mai 2012
Das (Kinder-)Buch "Mina" hat mich von der ersten Seite an tief bewegt. Dieses sicherlich etwas verrückte Mädchen, das im Mittelpunkt der Geschichte steht, besitzt einen ganz außergewöhnlichen Blick auf die Welt, an dem sie uns in ihrem Tagebuch teilhaben lässt. Dabei schreibt sie nie einfach nur über die erlebten Dinge, sondern lässt uns anhand "Außergewöhnlicher Aktivitäten", "Erstaunlicher Tatsachen" und vieler kleiner Randgeschichten an all ihren wirren Gedankengängen teilhaben. Mina ist stets nachdenklich und stellt sich sehr viele Fragen, die den Erwachsenen - vor allem ihren Lehrern, die stets zu wissen meinen, was sich gehört und was nicht - zu unbequem erscheinen. Selten erhält Mina Antworten auf ihre oft philosophisch angehauchte Neugier; einzig von ihrer Mutter bekommt sie den nötigen Rückhalt und ein offenes Ohr für ihre vielen Fragen.

Dass das neugierige Mädchen auch bei den gleichaltrigen Schulkameraden auf wenig Verständnis stößt, liegt auf der Hand - will sich doch keiner mit einer "Verrückten" sehen lassen. Daher lebt sie relativ zurückgezogen, was ihre Fantasie nur noch mehr zum Blühen bringt... sehr zur Freude des Lesers! So ist "Mina" vor allem auch ein Buch zum Nachdenken. Zunächst geht es darum: Wie ist mein Blick auf die Welt? Wie würde ich die vielen Fragen, die Mina sich stellt, beantworten? Dann fragt man sich aber auch: Wie würde ich auf so ein "verrücktes" Mädchen wie Mina reagieren? Würde ich sie vielleicht auch komisch finden und Abstand von ihr halten, eben weil sie anders ist?

Minas ungewöhnlicher Blick auf die Welt spiegelt sich gleichzeitig auch in einer sehr besonderen Schreibweise in ihrem Tagebuch wider. Obwohl das Buch in vielen Passagen erzählende Texte (und somit auch eine vollständige Geschichte) enthält, werden diese immer wieder gebrochen von Minas Gedanken, die im Buch durch ganz unterschiedliche Schriftbilder umgesetzt werden. Mir hat diese episodenartige Schreibweise ganz wunderbar gefallen - fühlt es sich doch so an, als könnte man direkt in das Wirrwarr in Minas Kopf hineinschauen...

So ist "Mina" ein Buch, das aufgrund des kindlichen Tagebuchstils und des durchaus tiefsinnigen Hintergrunds sicher ganz unterschiedlichen Lesern gefallen wird. Empfohlen wird es für Kinder ab 10 Jahren, doch kann auch jeder Erwachsene noch etwas von Minas aufgeschlossener und neugieriger Weltsicht lernen! Wenn man sich einmal auf die ungewohnte Schreibweise eingelassen hat, kann man sehr viel Weisheit aus diesem Buch ziehen: über die Sprache, über das Leben und natürlich über das "Anderssein". Und sicher werde ich demnächst mal die ein oder andere "Außergewöhnliche Aktivität" ausprobieren und wieder etwas Neugier fühlen ;-)

Fazit: Ein ganz besonderes Buch, das nicht nur Kindern Spaß machen wird und gleichzeitig wunderbar zum Nachdenken über die eigene "Merkwürdigkeit" anregt.
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TOP 1000 REZENSENTam 12. April 2014
"Mina" ist ein wirklich schönes Buch über ein unangepasstes Mädchen, das die Welt auf ihre Art sehen will und es nicht ertragen kann, in irgendwelche Käfige eingesperrt zu werden. Als solche sieht sie gewisse Denkmuster an oder auch die Schule, in der alles auf eine bestimmte Art und Weise ablaufen muss. Mina lässt lieber die Phantasie spielen. Nichts lässt sich bei ihr planen. Gleichzeitig kämpft sie auch mit dem Leben. Der Tod ihres Vaters macht ihr sehr zu schaffen und hindert sie daran, auf Menschen zuzugehen und ihr Herz bloß zu legen. Viele tiefsinnige Gedanken sind in dem Buch zu finden. Der Stil ist natürlich ungewöhnlich, ganz so wie die Verfasserin dieses Tagebuchs. David Almond ist es wirklich gelungen, sich in die Seele von Mina hineinzudenken. Sehr zu empfehlen ab 12 Jahren.
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am 10. Mai 2014
Der Roman Mina handelt von einem sehr intelligenten Mädchen, dem es nicht gelingt, sich in Schule und Gesellschaft anzupassen. Es ist im Prinzip ein Tagebuch, in dem Mina ihre Gedanken und Gefühle ausdrückt. Es ist philosophisch, teilweise lustig, manchmal traurig. Für kleinere Kinder könnte es etwas unverständlich sein. Aber wer schon in der Lage ist, Minas Gedankengängen zu folgen und nachzuvollziehen, für den bietet es eine schöne Möglichkeit, eine philosophische Geschichte zu lesen. Spannend ist das Buch nicht, da es eigentlich keine fortlaufende Handlung gibt.
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am 6. April 2011
*Worum geht's?*
Die neunjährige Mina macht eine schwierige Zeit durch: Ihr geliebter Papa ist gestorben, die gemeine Lehrerin Mrs. Scullery akzeptiert sie nicht und die anderen Kinder in der Schule sagen gemeine Dinge zu ihr. Sie sieht die Welt mit ihren eigenen Augen, aber niemand außer ihrer Mutter scheint sie verstehen zu können - zu wollen? Mina ist überglücklich, als ihre Mutter beschließt, ihre Tochter von der Schule zu nehmen und zuhause zu unterrichten. Fortan fliegt sie mit ihren Träumen durch die Welt, klopft bei Persephone und Pluto an, um den Frühling zu holen, schreibt Geschichten in "nonsensisch" und geht mit den Wörtern spazieren. Denn die Welt besteht aus unendlich vielen schönen Dingen, egal, wie grausam sie zu sein scheint...

*Kaufgrund:*
Für mich war allein das wunderschöne Cover Grund genug, um "Mina" lesen zu wollen. Es ist mir in der Buchhandlung direkt ins Auge gesprungen. Der Klappentext hat mich ebenso fasziniert und versprach eine Geschichte der etwas anderen Art.

*Meine Meinung:*
Nun, nachdem ich die letzte Seite von "Mina" verschlungen und das Buch zugeklappt habe, bin ich sprachlos, möchte es wieder aufschlagen und mich von Minas Weltanschauung zum Träumen verleiten lassen. Es ist kaum zu glauben, dass die Protagonistin in ihrem jungen Alter - sie ist gerade mal neun Jahre alt - ihre Umgebung auf solche Weise wahrnimmt.

Mina besitzt ein Tagebuch. Naja, eigentlich eher ein Notizbuch, in das sie all ihre Gedanken und Gefühle schreibt. Sie will kein bloßes Tagebuch führen; eine langweilige Abfolge dessen, was am Tag passiert ist, braucht sie schließlich nicht. So sinniert sie den ganzen Tag über jegliche Dinge, die ihr während ihres Alltags begegnen: Die Amseln mit ihren drei wundervollen Eiern, die neuen Nachbarn, den Käfig, den alle "Schule" nennen, usw. All ihre Überlegungen schreibt sie in ihr Notizbuch, als Gedicht, als Schlagworte oder ähnliches. Und dieses Notizbuch bekommt der Leser zu Gesicht und kann sich quasi direkt aus Minas Feder von den Emotionen mitreißen lassen.

Mina macht eine schwere Zeit durch, wie in der Inhaltsangabe erwähnt. Sie ist einsam, traurig, vermisst ihren Papa. Trotz ihrer klugen, nachdenklichen, für ihr Alter sehr reifen Art ist sie schlussendlich immer noch ein verletzliches Kind. Der Autor hat es geschafft, diese Gefühle auf sehr berührende Art und Weise zu vermitteln. Deswegen ist das Buch noch lange kein trübseliges! Denn dank ihrer Mutter, die fast so denkt wie sie, weiß Mina genau, wie man mit dem Leben umgehen muss, und sieht alles aus einer sehr witzigen und humorvollen Perspektive. Wer zwischen die Zeilen schaut, erkennt in ihren amüsanten Aussagen jedoch stets einen negativen Beigeschmack.

Von ihren Mitschülern wird Mina als seltsam bezeichnet. Und das ist sie! Aber nicht so, wie ihre Mitschüler ihr weiszumachen versuchen. Sie ist außergewöhnlich, kreativ, mutig, hat ihre kleinen Fehlerchen, geht ihren eigenen Weg. Sie ist eine liebevolle Protagonistin, die man mit der letzten Seite nicht mehr gehen lassen will und die immer einen Platz im Herzen des Lesers haben wird.

Es handelt sich hierbei um ein Kinderbuch. Dementsprechend ist der Schreibstil sehr kindlich, verspielt und ehrlich. Es gibt keine ausschweifenden Beschreibungen, die Kinder langweilen würden. Allerdings ist der Inhalt sehr schwerwiegend. Themen wie Tod, Mobbing, sogar Selbstverletzung werden besprochen. Mina, für ihr Alter ausgesprochen weltoffen, geht mit diesen Problemen verblüffend erwachsen um und verarbeitet sie mit ihrer kindlichen Art sehr verständlich. Dabei nutzt sie viele bildhafte Umschreibungen, sodass jüngere Leser es nachvollziehen können, ohne dabei auf irgendeine Weise traumatisiert zu werden. Auf Ältere wirken gerade diese Metaphern umso bedrückender und berührender. Obwohl es ein Kinderbuch ist, möchte ich "Mina" deshalb jedem Erwachsenen ans Herz legen. Mit den tiefgründigen Bedeutungen und den vielen philosophischen Ansichten wird dieses Buch Leser jeden Alters in den Bann ziehen und zum Nachdenken anstimmen.

Dank der wundervollen Textgestaltung wird es niemals langweilig, einen Blick in "Mina" zu werfen. Wenn sie flüstert, wird der Text kleiner; wenn sie etwas besonders betonen möchte, wird es vergrößert und durch eine verzierende Schriftart besonders vom restlichen Text abgehoben.

*Cover:*
Das Cover zeigt Mina mit ihrem Notizbuch auf ihrem Lieblingsbaum, eine Amsel mit ihren drei Eiern, die für Mina eine große Rolle spielen, und den Kater Wisper. Sehr verspielt und träumerisch gestaltet, repräsentiert das Cover den Inhalt des Buches perfekt und ist dabei ein absoluter Blickfang.

*Fazit:*
Mir ist es noch nie so schwer gefallen, meine Meinung zu einem Buch in Wort zu fassen wie bei "Mina". Zu sehr hat mich Minas Blick auf die Welt berührt. Hinter jedem Satz, den sie in ihr Büchlein schreibt, steckt eine faszinierende Mischung aus Fantasie, Gefühl und Philosophie. Ich vergebe volle Sternzahl für ein bewegendes Buch, das sich in Windeseile auf meine Liste der Lieblingsbücher geschlichen hat. Unbedingt lesen und zum Nachdenken anregen lassen, denn wer seinen Geist verschlossen hält, wird mit "Mina" nichts anfangen können.
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Inhalt:
Mina ist ein außergewöhnliches Mädchen. Die Leute sagen, sie sei anders und merkwürdig. Mina hat ihre ganz eigenen scharfsinnigen, philosophischen Betrachtungen über das Leben und die Welt. Während andere Kinder in die Schule gehen oder spielen, sitzt Mina oft in ihrem Baum, beobachtet, denkt nach und experimentiert mit Wörtern in ihrem Notizbuch. Für Mina ist Freiheit am wichtigsten.

Cover:
Was für ein schönes Cover! Schon allein deswegen möchte ich dieses Buch lesen. Ich gehe ja oft bei der Wahl meiner Bücher nach dem Cover. Das Buch wirkt durch dieses Cover verträumt und geheimnisvoll.
Ich habe beim Lesen den Umschlag abgenommen, um ihn nicht zu zerknicken. Auch ohne Umschlag macht das Buch Eindruck. Es ist in weißes Leinen gebunden mit magenta-farbener Aufschrift, metallisch glänzend. Schön!

Autor:
Dies ist mein erstes Buch von David Almond, aber sicher nicht mein letztes, denn ich bin von diesem Buch total begeistert.
Ich habe mir auch gleich, als ich das Buch durch hatte, Zeit des Mondes von ihm gekauft. Die beiden Geschichten scheinen zusammenzuhängen.
David Almond (geb. 1951) ist ein britischer Schriftsteller. Er bekam einige Auszeichnungen für seine Kinder- und Jugendbücher, unter anderen 2010 den Hans Christian Andersen-Preis.

Erzählstil:
David Almond verwendet für sein Buch Mina den Ich-Erzähler. Ich lese ja am liebsten Bücher mit dieser Erzählperspektive. Man ist dadurch so mitten drin in der Geschichte. Das gefällt mir.
Der Schreibstil von David Almond ist wundervoll poetisch und ein Kunstwerk für sich. Seine Worte spielen miteinander. Individualität und Freiheit sind die übergeordneten Themen dieses Buches.
Mina erzählt ihre Geschichte und ihre Gedanken in Form von Tagebucheinträgen. Die Aufmachung ihres Tagebuches ist sehr abwechslungsreich. Mina hat dafür Kategorien erschaffen: außergewöhnliche Aktivitäten, erstaunliche Tatsaschen, Feststellungen, Gedichte und Wortspiele. Hier werden unterschiedliche Schriftgrößen und Schriftarten verwendet. Auch ist der Untergrund nicht immer weiß, sondern auch mal schwarz. So, wie es grad passt. Prägende, wichtige Erlebnisse schildert Mina ausnahmsweise von sich in der dritten Person. Das ganze Buch wirkt sehr lebendig. Es ist fast so, als halte man wirklich Minas Tagebuch in der Hand.
Das Ende bleibt offen. So wie das Leben. Jetzt ist jetzt, nur ein Augenblick.

Charaktere:
Da es um Minas Tagebuch geht, ist Mina ganz klar die Protagonistin dieser Geschichte.
Das Buch beginnt mit dem Satz "Ich heiße Mina und ich liebe die Nacht." (S.7). Schon dieser erste Satz gewinnt meine ganze Sympathie. Ein Satz und ich bin Mina-Fan. Wer ist nun diese Mina? Mina ist Mina, auf ihre ganz eigene Art. Mina passt sich nicht an. Freiheit ist ihr Leitsatz. Sie liebt es, alles genau zu betrachten und mit ihren Gedanken zu spielen. Sie wundert sich über die Dinge in der Welt und hinterfragt sie. Warum ist etwas da? Was war davor?
Minas Lieblingsplatz ist im Baum in ihrem Garten, unter dem Amselnest, denn Mina liebt Vögel.
In der Schule war Mina nie glücklich. Dort fiel sie auf, wurde gehänselt und geärgert. Die Rolle des Aussenseiters müssen leider viel zu viele Kinder kennenlernen. Zum Glück darf Mina zu Hause bleiben und sich von ihrer Mutter unterrichten lassen. "Denn Schulen sind immer noch Käfige und Orte, die man meiden sollte." (S. 105). Da beneide ich Mina. Wenn man doch einfach hätte zu Hause bleiben können. Auch ich war kein großer Freund der Schulzeit.
Mina ist einfach bemerkenswert. Sie verhält sich so genial, ist tapfer und provoziert, bleibt dabei souverän und steht voll zu sich. Es ist beeeindruckend, wie viel Fantasie Mina hat und wie intensiv sie die Dinge wahrnimmt. Sie lebt alles, ganz und gar.
Minas einziger Freund ist Wisper, ein streunender schwarzer Kater. Ihren Vaters vermisst sie seit seinem Tod sehr und denkt oft an ihn.
Minas Mutter ist sehr lieb und verständnisvoll. Sie ist immer für Mina da, hat Verständnis für Minas Philosophie, ist immer auf ihrer Seite, verteidigt sie vor Ärzten und Lehrern und entdeckt mit ihr die Welt. Sie zwingt Mina nicht, in die Schule zu gehen. Sie ist der Meinung, "dass in einigen Schulen das Verständnis für einige grundlegende Tatsachen über Kinder fehlt." (S. 95) und, "dass Schulen die natürliche Intelligenz, Neugier und Kreativität von Kindern unterdrücken." (S.175). Was für eine wundervolle Ansicht von Pädagogik vertritt Minas Mutter doch!

Meine Meinung:
Dieses Buch ist anders! Mir gefallen vor allem die philosophischen Ansichten über das Leben. Mina ist ein nachdenkliches Buch und ebenso unterhaltsam. Es regt mich selber dazu an, mit meinen Gedanken zu experimentieren. Von Mina kann man viel lernen, zum Beispiel, über Freiheit und wie man das Leben richtig lebt, wie man es sich schön macht. Dieses Buch ist sozusagen eine Art Selbstfindungsbuch.
Mina schreibt schöne Gedichte in ihr Tagebuch, bei denen ich spontan Lust bekomme, selbst mit dem Dichten anzufangen. Man erfährt wie einfach das Schreiben sein kann, und dass die Worte sich von selbst schreiben. Und "dass das Gehirn von alleine Geschichten erfand, dass es natürlich war und gar nicht schwer." (S.203). Bei dieser Lektüre wird der Leser ständig angeregt selbst kreativ zu werden, auf eine spielerische Art. Somit bleibt man nicht länger der passive Leser, wie bei anderen Geschichten, sondern wird ganz automatisch aktiv und wenn auch nur in Gedanken.
Manche Aussagen sind Weisheiten, die mich sehr beeindrucken, so dass ich sie mir am liebsten abschreiben und irgendwo hinhängen möchte, so wie diese:

"Was ist schwer?
"Herauszufinden, wie man wirklich ist."
Sie nickte.
Dafür gibt es viele Möglichkeiten und Wege, Mina. Jeder muss seinen eigenen finden. Und weißt du was? Das geht immer so weiter, ein Leben lang." (S.200)

Ein schöner Gedanke ist auch diese Vorstellung über den Menschen und das Universum:

"Und wir sind aus demselben Material gemacht wie die Sterne." (S. 240)

Es wird auch oft der Buddhismus erwähnt, was mir sehr gut gefällt. Ich halte die Ansichten des Buddhismus für eine besondere Art von Lebenskunst.

Abschließend möchte ich dieses Zitat als Kernaussage allen Lesern mitgeben:

"Werde dir bewußt, dass du außergewöhnlich bist"! (S.242)

Fazit:
Dieses Buch ist ein Schatz!
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am 1. Mai 2011
Mina liebt die Nacht. Sie liebt Eulen, und Lerchen und alle Vögel, die es gibt. Sie liebt es Nonsens zu schreiben, schöne Worte zu wiederholen und sich Gedanken über die Welt zu machen. Kein Wunder also, dass die meisten ihrer Mitmenschen sie einfach nicht verstehen und es kaum jemanden gibt, der sich mit diesem merkwürdigen Mädchen auseinander setzen will. Doch Mina schafft es auch so, sich durch das Leben zu wundern und überrascht mit ausgefallenen Gedanken und wunderschön philosophischen Sätzen, die sie in ihrem Notizbüchlein für den Leser zusammenfasst.

Wer gerne liest, die Welt mit offenen Augen beobachtet und Schönheit in Dingen sieht, die sonst kaum jemand beachtet, der wird in Mina so etwas wie einen Seelenverwandten finden. Clever, neugierig und immer auch ein wenig melancholisch bewältigt sie ihren Alltag, der nicht ganz so leicht ist, wie er für ein so junges Mädchen sein sollte. Trotz ihres Alters (ich kann hier nicht genau sagen wie alt sie ist, aber auf jeden Fall älter als neun, denn in einer ihrer Erzählungen über ein vergangenes Erlebnis wird kurz erwähnt, dass sie damals erst neun Jahre alt war) erschien sie stets reifer als die gleichaltrigen Kinder und befasste sich mit ganz anderen Themen. Dabei spielten meist Gedanken über Tod und Leben eine wichtige Rolle und füllten das Buch mit den verschiedensten Ansichten aus Religion, Philosophie und Kunst. An manchen Stellen fand ich den Roman deswegen ziemlich lehrreich und interessant, allerdings frage ich mich, ob es sich denn wirklich für zehnjährige Kinder eignet, die bei solchen Informationen sicherlich schnell gelangweilt werden könnten.

Auch was die Spannung betrifft, so hat man es hier keinesfalls mit einer lustigen Abenteuergeschichte zu tun. Ich würde den Roman eher als stillen, aber tiefen See beschreiben. Es passiert zwar nichts Außergewöhnliches und auch an Nebenfiguren hat Almond hier eher weniger zu bieten, aber wer sich eine tiefgründige Protagonistin wünscht, die mit genialen Ideen und ausgeklügelten Ratschlägen überzeugen kann, der wird auch ohne große Story auskommen. Genau aus diesem Grund glaube ich auch hier, dass sich das Buch eher für Kinder ab zwölf Jahren eignet und man sich nicht vom verspielten Design fehl leiten lassen sollte. Selbst Erwachsene werden aus diesem Buch noch etwas lernen können, denn es verhält sich bei Mina genau wie bei dem Kleinen Prinzen: ein Kinderbuch mit ernsthaften, philosophischen Ansätzen, die nicht nur junge Leser beschäftigen.

Mein persönliches Highlight war allerdings nicht nur der Inhalt des Textes, sondern viel mehr seine Formatierung. Geflüsterte Worte werden ganz klein geschrieben, wenn Mina über die Nacht schreibt, wird der Hintergrund plötzlich schwarz und die Schrift weiß - als würde man direkt in den Sternenhimmel schauen - und wenn sie dem Leser zeigen will, wie wunderschön ein einzelnes Wort doch sein kann, nimmt genau dieses eine ganze Seite für sich ein, groß und dick.
Almond konnte somit aus den Worten selbst eine Kunst machen und unterstützte damit Minas Besonderheit und Einfallsreichtum. Man sah, dass er sich Gedanken gemacht und sich Mühe gegeben hat, den Text genau wie den Inhalt des Romans aussehen zu lassen: Individuell und poetisch.

Mein Urteil:

Mit Mina ist Almond nicht nur ein tiefsinniger Roman, sondern auch eine wunderbare Protagonistin gelungen, die besonders von verträumten Lesern ins Herz geschlossen werden wird. Zwar überragt das Buch nicht unbedingt mit einer spannenden Geschichte, aber all die philosophischen und poetischen Gedanken machen es trotzdem zu einem lesenswerten Werk für Jung und Alt.
44 Kommentare| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Oktober 2013
Es war ein Geschenk an mein Patenkind (12 ) und ein Volltreffer.
Sie hat es schon mehrmals gelesen und blättert immer wieder darin.
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am 30. August 2011
Das Buch Mina ist eine sehr schöne Geschichte über ein Mädchen das ein bisschen Anders ist. Das Buch regte einem zum Nachdenken an, über das wie unsere Welt ist, uber Sprache und Schreiben über das Sein und vieles mehr...

Ich habe das Buch als Erwachsener gelesen obwohl es ein Kinderbuch ist, und ich bin begeistert davon. Die Geschichte ist so geschieben das man sich auch als erwachsener Mensch aus jeder Seite, aus jeder besonderen Aktivität etwas mitnehmen kann. Man muss sich nur auf die Dinge einlassen können.

Ich finde das Buch für alle Kinder und Erwachsene empfehlenswert die sich auf das Buch einlassen wollen.

Ps Ja man kann auch als Erwachsener besonderen Aktivität machen. Es ist eine besondere Erfahrung
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