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Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen
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am 23. Juni 2016
Auch wenn die aufgeführten Werte für manchen antiquiert klingen, wie Ordnung, Disziplin, Regeln, Routine einhalten versteht es Herr Bueb diese Werte nicht mit eisernem Herz zu leben sondern mit Liebe und Fürsorge durchzusetzen. Lenkung, um Kinder stark und selbständig zu erziehen.Er macht den Eltern Mut Führung zu übernehmen, Liebe legitimiert zu fordern aus Fürsorge. Die heutige Pädagogik beschreibt er treffend als "Puddingpädagogik" die zur Ichbezogenheit, maßlosen Forderungen führt und letztendlich einen unzufriedenen Tyrannen großzieht. Wer liebt übernimmt Verantwortung zu lenken
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am 3. Dezember 2016
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es auf die Probleme bei der Erziehung der Kinder und Jugendlichen im Elternhaus und in der Schule aufmerksam macht und die Ursachen pointiert benennt und elaboriert.
Es gibt einen sehr guten Einblick in die vorherrschenden Prinzipien und Leitlinien seiner Eliteschule Schloss Salem, die für mich sehr beeindruckend und überzeugend sind.
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am 19. Januar 2014
Auch wenn ich großen Teilen des Inhalts widersprechen würde, empfand ich das Buch als Bereicherung.
Ich wurde dazu angeregt meine eigenen Vorstellungen von Schule, Bildung und Lehre & Lernen zu erweitern, zu überdenken, zu reflektieren, und/oder in der Konfrontation zu festigen

In jedem Fall lesenswert!
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am 18. Juli 2017
Eine aufrechte, klare Vorstellung davon wie Mensch und Erziehung funktioniert.
Glaubwürdig, nachvollziehbar ohne Patenrezepte zu bieten. Kantig genug um sich auch mal dran zu reiben.
Kurz und klar.
Lesenswert.
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am 30. November 2016
Immer wieder lesenswert. Auch wenn das Thema natürlich eine streitbare, diskutierbare Sache ist. Meiner Meinung nach stimmen seine Ansichten, sind nachweisbar.
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TOP 500 REZENSENTam 9. Februar 2016
Autor und These

Bernhard Bueb, der 30 Jahre die deutsche Eliteschule „Schloss Salem“ geleitet hatte, liefert mit seiner Streitschrift "Lob der Disziplin" einen engagierten Beitrag zur Erziehungsdebatte im deutschsprachigen Raum. Seine These: Der Erziehung sei vor Jahrzehnten das Fundament weggebrochen, nämlich die Anerkennung von Autorität und Disziplin. Gleich einem Schiff ohne Kompass gleite die Erziehung der heranwachsenden Generationen dahin. Er fordert Disziplin gepaart mit Fürsorge und den Ersatz des Lustprinzips durch das Leistungsprinzip.

Grundlagen der Erziehung

Bueb sieht Erziehung als Werteerziehung, die einem Menschenbild folgt. Sein Menschenbild beschreibt er wie folgt: „Wir können nur den Weg der Aufklärung gehen. ... Die Werte der Aufklärung sind nichts anderes als säkularisierte christliche Werte.“ Bildung vollendet aus dieser Sicht die Erziehung. Konsequente Erziehung benötige Zeit – informelle, ungeplante Zeit. Die Härte von Konsequenz werde durch Humor – nicht zu verwechseln mit Ironie – gemildert.

Was sind die Thesen Buebs?

• Freiheit erwirbt man durch Disziplin. „Freiheit ist mehr als Unabhängigkeit, sie bezeichnet den Willen und die Fähigkeit, sich selbst ein Ziel zu setzen, dieses Ziel an moralischen Werten auszurichten, mit dem eigenen Leben in Übereinstimmung zu bringen und konsequent verfolgen zu können.“ In der Schule dürfe daher nur Freiheit gewährt werden, wenn die Schüler durch die Ordnung des Materials und vorgeplante Wegstrecken geführt würden. Er distanziert sich aber von einer reinen Angebotspädagogik: Statt dem Glück der Animation fordert Bueb das Glück der Anstrengung.
• Alle Macht gehört den Eltern: Die Macht der Eltern bedeute Schutz für die Kinder. Sie fühlten sich geborgen, weil sie ihre Eltern als mächtig erlebten. Die Jugendlichen würden sich nach Autorität sehnen, die ihnen Orientierung und Halt geben. „Alle Einrichtungen der Bildung und Erziehung ... beruhen auf dem Prinzip der Unterordnung unter eine Autorität.“
• Disziplin wirkt heilend: Ein Kind findet durch Disziplin seinen Weg von der ich-zentrierten Anspruchshaltung zurück in die Normalität.
• Man muss nicht immer über alles diskutieren: An die Stelle der Erziehung sei längst die Diskussion getreten. „Wir haben das Leben von Kindern und Jugendlichen radikaler demokratisiert als das Leben der Erwachsenen.“ Mit dem „gleich“ suchten die Kinder nach Zeitgewinn und Beruhigung der Erwachsenen. Diesen werde durch die ständigen Diskussionen Zeit und Energie gestohlen. Genau diese Energie müsse aber für wesentliche Themen investiert werden.
• Unordnung bringt frühes Leid: Ordnung bilde das Fundament menschlichen Lebens. Diese äussere Ordnung führe zu innerer Ordnung. So bildeten Rituale das Fundament des Aufwachsens. Manieren und Umgangsformen müssten zur zweiten Natur werden. Bueb benennt auch die Prioritäten der Ordnung: Noch vor der Ordnung im Zimmer müssten geordnete Beziehungen und Umgangsformen stehen.
• Gerechte Erziehung beinhaltet Strafe: Eine gerechte und wirksame Strafe werde im Vorfeld mitgeteilt. Durch das Vollziehen würden Massstäbe gesichert. Strafen wirken nur dann, wenn Gewissheit herrsche, dass Regelübertretungen entdeckt werden. Dies bewirke Furcht (Befürchtung vor etwas Konkretem) statt einem diffusen Angstgefühl (als erdrückendem Gemütszustand). Jede Urteilsfindung benötige Zeit, erfolge im Spiegel einer allgemeinen Regel, bleibe aber in sich ein individueller Fall.
• Die Familie ist nicht alles: In der heutigen Klein- bzw. Restfamilie drehe sich alles um die Wünsche des einzelnen Kindes. Mütter stellten sich ganz und gar in den Dienst ihres Kindes. Deshalb bräuchten die Kinder gestaltete Gemeinschaften, um mit Gleichaltrigen zu wachsen und der Überfürsorge der Mütter zu entrinnen. „Unternehmungen in der Gemeinschaft, geführt von Erwachsenen, begeistern Jugendliche und locken sie aus der Passivität ihrer Konsumwelt.“ Ein wesentlicher Teil der Bildung sei die Durchführung gemeinsamer Tätigkeiten.
• Kinder entwickeln sich durch das Spiel: Das Spiel sei ein zentrales Vehikel einer bewussten Erziehung. Dort darf gewagt, erprobt, Grenzerfahrungen gemacht und gescheitert werden. Im Theaterspiel z. B. komme das schüchterne Kind aus sich heraus. Spiel sei „zweckfreie Tätigkeit und erlaubt die spielerische Einübung der Freiheit“.

Kurze Replik aus christlicher Weltsicht

Offensichtlich hat er ein Manko in der Erziehung festgestellt – das der Disziplinierung. Fehlende Korrektur kann charakterliche Fehlentwicklungen nach sich ziehen. Das stellt auch Salomo in den Sprüchen fest (Spr 20,11; 22,6; 22,15; 23,13; 29,15).

Bueb deklariert als Basis seines Denkens säkularisierte christliche Werte. Er stellt jedoch auch schnell sein Ziel klar: Seine Forderung ist der Ersatz des Lust- durch das Leistungsprinzip. Hier stellt sich die Frage: Wird damit nicht eine Art der Selbsterlösung durch Leistung gelehrt? Bueb verspricht Freiheit durch das Erreichen von Zielen. Doch worauf ist dieses Ziel gerichtet? Durch das Ausklammern von Gott muss dieses in sich selbst gefunden werden. Damit wird der Mensch auf sich selbst zurückgeworfen.

Fairerweise muss ich hinzufügen: Bueb anerkennt durchaus auch Elemente der Freiheit wie Humor, Zeit und Spiel. Und er erkennt den Wert einer Gemeinschaft, die Halt gibt und korrigiert. Er setzt jedoch den Schwerpunkt auf die Autorität und auf Unterordnung. Hierzu ist aus christlicher Sicht einschränkend zu sagen: Eltern haben nicht alle Macht, sondern nur die, welche ihn von Gott zugewiesen ist.

Fazit

Die Erziehungsliteratur lebt von den beiden Polen "Freiheit" und "Ordnung". Das vorliegende Werk legt die Betonung auf die Ordnung, also eine Korrektur der lange überbetonten Freiheit. Ich kann die Lektüre für Eltern und Erzieher als Unterstützung im "Rebalancing" nur empfehlen.
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am 8. August 2017
Dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre an deutschen Schulen werden - und zwar im Lehrerzimmer und im Büro des Schulleiters! Aber das wird nicht so leicht gehen, da die politisch korrekten Bildungs-Ideologen, die bisher mit all ihren links-liberalen Konzepten an die Wand gekachelt sind, sich quer legen werden. Ich prognostiziere, dass an den Schulen, welche sich an Buebs Ratschläge halten, die ADHS-Problematik mit dem einhergehenden Ritalin-Verschreibungswahn sowie Lese- und Rechtschreibschwäche und Dyskalkulie der Vergangenheit angehören werden. Dann werden Lehrer vielleicht wieder weniger Pädagogen und wieder mehr zu Lehrern, die den Kindern etwas fürs Leben beibringen. Dann werden Mathearbeiten wieder mit richtigen Aufgaben gestellt und nicht mehr inhaltlich ausdiskutiert und die Schüler lernen, sich an Regeln zu halten und Verantwortung zu übernehmen - und dass alle ihre Handlungen und Unterlassungen im ganzen Leben zu Konsequenzen führen, die manchmal auch sehr weh tun können. Kurz, sie werden - anders als heute - zu lebenstüchtigen Individuen herangebildet, die der Gesellschaft auch einen Mehrwert bringen und nicht zu notorischen Quänglern, Querulanten, Quälgeistern (die drei Q's) oder gar Sozialschmarotzern verzogen werden. Dafür leider "nur" 5 Sterne!
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am 16. April 2007
Leider ist der Mensch noch nicht reif für eine verantwortliche und vollkommene Selbstbestimmung. Wem zu viel Freiheit gewährt wird, der neigt dazu diese auszunutzen. Daher sind nur Lehrer, die Autorität besitzen und nicht nur ihre Macht ausspielen wollen gute Lehrer. Bueb fordert deutlich mehr Engagement von seinen Kollegen, in dem sie z.B. die Kinder nachmittags bei den Hausaufgaben begleiten. Auch fordert er von ihnen mehr Vorbild zu leben und sittlich-ethische Werte zu vermitteln. Die Anregung jeder Schüler sollte pro Woche einige Stunden Sozialtätigkeit ableisten würde diese Wertevorstellung positiv lenken.Wer sich selbst diszipliniert verhält, Lehrer oder Schüler, erreicht mehr im Leben - nicht nur materielle Güter, sondern vor allem Zufriedenheit.

Die Umsetzung der Überlegungen von Bernhard Bueb würde Angst vor der nächsten PISA-Studie unnötig machen. Mal abwarten, wie Kultusminister und Lehrer seine Empfehlungen annehmen und umsetzen.

Andreas Gruss (Autor des Buches "Gesundheit ist kein Zufall")
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am 17. Januar 2017
Über das Buch von Herrn Bueb kann geteilter Meinung sein.
Sicherlich sollte man auch die Einwände anderer kompetenter Menschen kennen: z.B.

Micha Brumlik (Hrsg.): Vom Missbrauch der Disziplin - Antworten der Wissenschaft auf Bernhard Bueb
(auch hier bei amazon erhältlich: Stichworte: Brumlik Disziplin)

mit Beiträgen von Prof. Dr. Katrin Amos, Prof. Dr. Sabine Andersen, Dipl. Päd. Wolfgang Bergmann, Dr. Claus Koch, Prof. Dr. Frank-Olaf Radtke, Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer, und Prof. Dr. (em) Dr. h.c. Hans Thiersch.

Mit Missbrauch der Disziplin ist die von Bernhard Bueb immer wieder geforderte "vorbehaltlose Anerkennung von Autorität und Disziplin" (Thiersch, S. 13) gemeint. Wohin diese 'vorbehaltlose Anerkennung' geführt hat, kann man am historischen Beispiel und auch heute noch erkennen. Wolfgang Bergmann schreibt: "Das deutsche Erziehungsmilieu ist seit einiger Zeit von Kälte gegenüber Kindern gekennzeichnet, jetzt, so scheint es, gibt es kaum ein Halten mehr." (S. 33) Brumlik urteilt: "Im Kern legt Bueb eine Mentalitätsgeschichte Deutschlands vor, die ihm als Folie für die Rehabilitierung eines ungebrochenen, von keinem Anflug demokratischen Denkens beeinträchtigten Autoritatarismus dient." (S. 53) Sabine Andresen stellt fest: "Darüber hinaus basiert Buebs Argumentation auf einem Geschichtsbild, das sich weder mit den Ergebnissen der historischen Forschung noch mit denen empirischer Sozialforschung deckt." (S. 76) Manfred Spitzer beleuchtet die Streitschrift aus neurologischer und biologischer Sicht. (Um nur einige zu nennen.)

Bueb kann man wirklich nicht mit gutem Gewissen zustimmen und ihn erst recht nicht empfehlen.
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am 23. Oktober 2008
Ich habe soeben die Lektüre von "Lob der Disziplin" beendet. In meiner Unterrichtstätigkeit im Bereich Ausbildung habe ich zunehmend mit all den persönlichen Defiziten von jungen Menschen zu tun, die Bueb beschreibt. Viele Jugendliche haben in vorhergehenden Sozialisierungsinstanzen nicht gelernt ihre eigene Bedürfnisbefriedigung um einer Lern- oder Arbeitsaufgabe willen zu vertagen und sie kämpfen entsprechend um ihre vermeintliche Freiheit. Oft werden Ausflüchte gesucht, warum das Erbringen einer Leistung unzumutbar sei.
In der Vermeidung von Anstrengung und Disziplin zementiert der junge Mensch aber sein Verbleiben in Leistungsschwachheit und Unfreiheit.
Das ist wohl die zentrale Botschaft dieses Buches. Positiv formuliert: Durch Disziplin und daraus erwachsende Selbstdisziplin kann der Jugendliche sein Leistungspotential überhaupt erst entfalten und dabei auch Glück empfinden, zum Wohle seiner selbst und seiner Umwelt.
Neben der Disziplin finden weitere Tugenden Beachtung, wie z. B. Hilfsbereitschaft, allgemeine Umgangsformen, Verantwortungsbewußtsein - Bereiche, in denen ich im Ausbildungsbereich mit immer größeren Defiziten bei 16- bis 21-Jährigen konfrontiert bin.
Bueb geht es immer wieder auch um die Rolle und Aufgabe der Erzieher beim Hinführen der Jugendlichen zu diesen Tugenden, vor allem zur Selbstdisziplin und damit letztendlich zur Freiheit. Das diese Aufgabe schwierig ist, ist allen klar, aber ich denke ich darf auch im Namen vieler meiner Kollegen sprechen, wenn ich sage: Bueb hat die Notwendigkeit aber auch Schwierigkeit gelingender Erziehung im frühen 21. Jahrhundert mit stringenter Logik, glaubwürdiger Erfahrung und Einfühlungsvermögen vertreten.

Seinem durchaus gut begründeten Ruf nach Ganztagesangeboten im Bildungsbereich kann ich indessen nicht ganz beipflichten - u. a. deswegen, weil ich eine breite gesellschaftliche Konsensfindung über die Lobwürdigkeit der Disziplin und damit eine flächendeckende Umsetzung in Bildungseinrichtungen für ausgeschlossen halte.

Insgesamt ein wertvoller Beitrag auf dem Buchmarkt der Beliebigkeiten im Erziehungssektor. Die Lektüre hinterläßt den nachhaltigen Eindruck "gesunden Menschenverstand" gelesen zu haben. Und das ist eine Wohltat.
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