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am 20. März 2013
Es wurde dringend Zeit für genau diese Aufklärung. Ein mehr als treffendes Buch zur genau passenden Zeit über die wirklichen Nöte jener Generationen, die bis dato lange genug schwiegen - aus Hilflosigkeit über zumeist sich selbst schweigende, traumatisierte Eltern. Das Bewußtsein fehlte der Nachkriegsgeneration wahrscheinlich bislang für einen Anspruch auf eigene Wahrheiten innerhalb der Familie. Stattdessen war sie von Klein auf bestens darin trainiert, sich fraglos anzupassen, zu verbiegen, zu gehorchen und zu funktionieren, manchmal mit einem "Familien-Geheimnis" dahinter. Die nie erklärten Reaktionen der Eltern einfach nur auszuhalten, war die eine Möglichkeit. Die andere, zu hinterfragen. Letzteres für Viele ein Wagnis, denn entweder fürchtete man, für solche Fragen gestraft zu werden oder eine ungeahnte Welle von Gefühlsausbrüchen losgetreten zu haben, die letztlich eine Antwort unmöglich machte und im Fragenden tiefes Schuldgefühl hinterließ. Weil der/die Befragte dabei re-traumatisierte. Viele Nachkriegskinder sind bis heute hilflos gebliebene Opfer ihrer ungeklärten und unerklärbaren Erziehung. Sicher aber auch Grenzgänger zwischen den heute nicht mehr nachvollziehbaren Überlebensregeln dieser Kriegsgeneration, der heutigen Konsumgesellschaft, dem Überfluß und der Null-Bock-Generationen. Dieses Buch erklärt wirklich gut. Man findet anhand der Fall-Schilderungen eigene Kindheitssituationen wieder, erkennt und versteht die Hilf- und Ratlosigkeit der eigenen Eltern, den Schmerz ihres persönlichen Kriegsdramas und versteht, daß manchmal nur Verdrängen und Schweigen die einzige Lösung für ihr Überleben war. Dieses Buch macht es möglich = entdecken = erklären = erkennen = verstehen = verzeihen = gegenseitig wieder auf einander zugehen im Mitgefühl. Es ermutigt dazu. Auch, wenn die vom Krieg geprägten Eltern heute gar nicht mehr leben. Aber es hilft auch sich selbst zu verzeihen, was bislang an Groll und Hass gepflegt wurde über die Unerbittlichkeit und Härte der kriegstraumatisierten Eltern. - Sehr empfehlenswert! Nicht nur für die Nachkriegsgenerationen ! - Ich habe das Buch noch nicht komplett gelesen, da einige Szenen für mich wiederum spürbare (!) Aufarbeitung bedeuten. Da geschieht also beim Lesen auf eine ganz besondere Weise wunderbare Versöhnung und Seelenheilung.
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am 13. Januar 2017
Es ist ein wichtiges Buch und die Vergangenheit zu verstehen. Es hat mir sehr geholfen mich selbst zu akzeptieren und meine Familie.
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am 14. März 2013
Thema hervorragend aufgearbeitet. sehr gut recherchiert. Bin selber betroffen, Jahrgang 1956. kann ich wirklich allen empfehlen, die auch in ihrer Familie dieses Thema aufarbeiten wollen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 5. Dezember 2011
Diese in Buchform gegossene Arbeit der Psychotherapeutin Bettina Alberti befasst sich in vielen Facetten mit einem Thema, dem erst in den letzten Jahren die ihr zukommende Aufmerksamkeit zuteil geworden ist.

Die in mannigfaltigen Formen erduldeten traumatischen Erlebnisse der 'Kinder' des Nationalsozialismus' und des Zweiten Weltkrieges wurden in unterschiedlichster und häufig doch so vergleichbarer Weise auf die Generation ihrer eigenen Kinder übertragen; sie wirken somit fort und nach.

Wenn man in etwa zwischen 1950 und 1970 geboren wurde, sollte man dieses Buch zumindest einmal gelesen haben. Wer verstehen will, kann verstehen lernen, und wer gar verzeihen will, mag nach der Lektüre vielleicht erstmals auch dazu bereit sein - endlich, mit vierzig, mit fünfzig oder mit sechzig Lebensjahren.

Und wenn man es dann noch schafft, auch seinen 'alten' Eltern die Lektüre dieses, ja: Standardwerkes nahe zu bringen, könnte das den Anfang oder die Wiederaufnahme eines irgendwann abgebrochenen Dialogs der Generationen nach sich ziehen.

SEELISCHE TRÜMMER lediglich als spannend und gut geschrieben zu bezeichnen, würde diesem Werk nicht annähernd gerecht werden, denn es rührt, bei aller notwendigen Seriosität, an das Innerste und ist daher nicht nur erhellend, sondern in seiner (Nach)Wirkung auf wunderbare Weise auch erlösend.
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am 1. März 2013
Aufgrund eines Newsletters, den ich sonst gar nicht lese, bin ich auf dieses Buch gekommen. Ich war so vom Thema gefesselt, dass ich mir zuerst das eBook kaufte, um nicht auf die Lieferung des Buches warten zu müssen. Hinterher habe ich mir aber doch noch das gebundene Buch bestellt, welches ich vermutlich an meine Schwester weitergeben werde, weil wir beide seit unserer Kindheit (sie Jg. 1967; ich Jg. 1963, beide in der CH geboren) eigentlich nie ein wirklich gutes und inniges Verhältnis zu unserer deutschstämmigen Mutter hatten. Einerseits wurden wir als Kinder von unzähligen Nannys und Tagesheimen betreut und nach Auszug von zuhause führten oft viele Missverständnisse zu Kontaktstillstand zwischen uns Dreien, obwohl eigentlich nichts Gravierendes vorgefallen war. Man lebt heute halt einfach sein eigenes Leben, ungeachtet davon, was der andere fühlt oder denkt. Vor allem diejenigen, denen es finanziell und gesellschaftlich sehr gut geht, haben oft keinen Nerv, sich mit solchen "Alltags-Peanuts" auseinander zu setzen, schon gar nicht, wenn es die "schnell beleidigte Mutter" oder "schwierige Schwester" betrifft. So sind wir oft sehr schnell im beurteilen äusserer Gegebenheiten und kaum jemand macht sich die Mühe zu hinterfragen oder interessiert sich für die Hintergründe eines Handelns. Die Kälte und scheinbare Gefühllosigkeit meiner Mutter kann ich heute nach Lektüre dieses wertvollen Buches aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten und endlich be-GREIFE ich die wahre Ursache meiner unsäglichen Wut auf sie, was mich schlussendlich in fast allen Bereichen meines Lebens unbewusst blockiert(e). Was habe ich alles versucht, um endlich in Frieden damit zu kommen, aber nichts half. Der Kern der Sache wurde mit all diesen "Heilungsversuchen" nicht erfasst, weil sie viel zu oft nur an der Oberfläche kratzen, statt in die wahre Tiefe zu gehen. Bis ich zu diesem Buch fand. Ich bin so unendlich dankbar, dass Bettina Alberti dieses Buch verfasst hat, ich glaube, es hilft ganz vielen, ihre eigene Situation und Handlungsweise, ihre Ängste und möglicherweise vorhandene Wut besser zu verstehen und gar aufzulösen. Nur was man versteht, kann man auch "bearbeiten". Ich bin mir sicher, ich habe damit die Hauptblockade meines Lebens lösen können. Danach habe ich wohl innerlich jahrelang gesucht. Danke an die Autorin für dieses wertvolle Werk. Kann es nur wärmstens weiter empfehlen!
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am 29. April 2013
Dieses Buch erklärt die Hintergründe für den damals üblichen Erziehungsstil und beschreibt, in welchem traumatisierten Zustand sich die Eltern der Nachkriegsgeneration befanden, die ihrerseits Kindheit und Jugend mit der Nazi-Ideologie erlebt hatten und nach dem verlorenen Krieg über ihre verdrängten traumatischen Erlebnisse und Schuld nicht sprechen konnten. Das Buch hat mir geholfen zu begreifen, dass den kriegstraumatisierten Eltern meine kindliche Fröhlichkeit und Lebensfreude zu viel waren und sich die Ablehnung nicht auf mich als Person bezog.
Ich empfehle dieses Buch allen Nachkriegskindern, die unter dem Erziehungsstil ihrer Eltern gelitten haben.
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am 25. Juni 2013
Anders als zu vermuten sein könnte, ist dieses Buch kein Problembuch, sondern ein Buch, das den eigenen Erfahrungen einen guten und ausführlichen Rahmen gibt. Es dient mir im Moment dazu, viele interessante Gespräche zu diesem Thema zu führen. Dabei ist es wirklich interessant, wieviele Menschen meiner o.g. Generation erstmal abwinken, um dann auf einmal zu entdecken, dass diese Zusammenhänge vieles erklären würden...

Ganz besonders berührt hat mich die Einbindung des Themas ,Erziehungsgrundregeln zur Bindungslosigkeit' und deren langfristige Auswirkungen auf die verschieden Generationen, hatte ich mich als Hebamme doch schon immer gefragt, woher die alten Sätze immer wieder aufflammen..

Allen, die sich schon seit Jahren auf der Suche nach Ihrer inneren Ordnung und Eigenwahrnehmung sind, sei dieses Buch dringend empfohlen, denn es erweitert den bewussten Blick auf die eigene Biografie um einen bedeutsamen, nahezu ausgeblendeten Aspekt, nämlich tief geprägt durch traumatisierte der Eltern.
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am 22. Oktober 2015
Wir kennen den Krieg nur vom Hörensagen - und dennoch beeinflusst er unser Leben - manchmal sogar bis heute.
Längst leben wir in Frieden und Wohlstand und glauben, dass alles prima ist..und dennoch bleiben da Gefühle, die man sich nicht so einfach erklären kann.
Es liegt an der Erziehung unserer Eltern, die einen entsetzlichen Krieg erlebt haben, die immer taff sein mussten, die es geschafft haben, ganz bewusst Erlebnisse auszuschalten. Ihre Sparsamkeit, ihre Erziehung in Richtung "lebenstüchtig" und vorsichtig/mißtrauisch - viele Menschen aus meiner Generation wissen, was ich damit meine..
Dieses Buch weckt Verständnis für die ältere Generation, die sich jetzt - im hohen Alter - wieder an die schlimmen Dinge aus ihrer eigenen Kindheit erinnert..die Bombennächte, den Hunger, das Elend..
Warum meine Eltern so wurden, wie sie waren, warum ich so erzogen wurden...das erklärt beeindruckend dieses Buch.
Ganz oft habe ich mich wiedererkannt, ganz oft musste ich schlucken, weil ich an meine Kindheit in den 60igern/70igern dachte und
mich irgendwie ertappt fühlte..

Dieses Buch ist im Grunde viel mehr als eine "Therapiestunde"...es ist ein eindrucksvolles Plädoyer für den Frieden - denn Krieg und Leid brauchen sehr lange, um verdaut und nicht mehr schädigend zu sein, wie man in diesem Buch erfahren kann.
Das Buch ist gut zu lesen, nicht schwierig gschrieben, viele Betroffene kommen zu Wort und schildern ihre Erlebnisse.
Ich finde das Buch rundum empfehlenswert!
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am 9. Mai 2011
Seelische Trümmer werden in der heutigen Zeit, ebenso wie seinerzeit, immer noch nicht (an)erkannt. Umso dringender ist das Erscheinen und die Lektüre dieses Buches; auf alle Fälle für diejenigen, die sich bewußt sind, dass ihre Seele an 'irgendetwas' Schaden genommen hat und dieses Gefühl 'schwiemelig' in ihnen herumwabert.
Diese Buch kann helfen, die Elterngeneration und deren Handeln zu verstehen und damit eine Basis zu erlangen, sich selbst und sein eigenes Handeln und Fühlen nachzuvollziehen zu können und die an uns ergangenen Erziehungsmaßnahmen zu verstehen; unter Umständen auch unseren Eltern im Einzelfall vergeben zu können.

Eine etwas andere Hilfe zur Selbsthilfe. Sehr lesenswert!!
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am 15. August 2010
Wer in den 50er oder 60er Jahren geboren wurde und beruflich oder im eigenen familiären Umfeld mit Menschen zu tun hat, die den 2.Weltkrieg miterlebt haben, stößt immer wieder auf Verhaltensmuster, die rätselhaft und mitunter auch kränkend sind. Schroffe Zurückweisung, das Wecken von Schuldgefühlen ("wir hatten nichts..."), aber auch das Fehlen von sichtbaren Emotionen sind nur einige irritierende Folgen der Traumatisierung fast einer ganzen Generation, während deren Kinder Empathie vermissen und sich nach Offenheit und Interesse an ihren Lebensumständen sehnen. Der Autorin, einer Psychotherapeutin,gelingt es mit Hilfe von Beispielen verständlich zu machen, wie sehr diese "seelischen Trümmer" bis heute unseren Alltag mitbestimmen. Und sie zeigt auch Auswege aus, Frieden zu machen und nicht in einem familiären Scheinfrieden zu verharren, in dem noch jede Menge - in übertragenem Sinne- "Tretminen" lauern, deren Ursache im Schrecken des realen Krieges liegen.
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