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VINE-PRODUKTTESTERam 18. Mai 2009
Die Äbtissin Alexandra führt mit ihrer engsten Vertrauten Sophia ein geruhsames Leben im Kloster von St. Kyrillos. Ein Bote der Kaiserin Theophanu, an deren Hof Alexandra einst lebte, bringt das Leben der beiden Frauen in Aufruhr. Alexandra soll Hüterin eines gefährlichen Geheimnisses der Kaiserin werden, was sie gleichzeitig in akute Lebensgefahr bringt. Um den Nachstellungen der Silentiarii zu entgehen, die das Geheimnis der Kaiserin um jeden Preis bewahren wollen, müssen Alexandra und Sophia aus dem Kloster fliehen und sich verstecken. Doch selbst die Vortäuschung ihres Todes hält die Verfolger nicht lange auf.

Flüssig geschriebener, gut lesbarer historischer Roman, der den Leser in die Zeit des Frühmittelalters um 700 entführt. Sehr interessant, da ich bisher von der Kalenderreform und der These der erfundenen Jahrhunderte noch nichts wusste. Die Zwischenmenschlichen Beziehungen waren jedoch von Anfang an durchschaubar und nicht besonders spannend. Besonders genervt hat mich Ludger, der sich einfach nur idiotisch verhielt. Und der Schlussteil war irgendwie unstimmig, zu sehr auf einen großen Showdown ausgelegt.
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am 11. Mai 2005
Hallo
Ob das Buch inhaltlich ein Knaller ist, kann ich leider noch nicht sagen. Ich habe erst 200 von ca. 500 Seiten gelesen.
Was ich aber sagen kann, ist dass sich die einzelnen Seiten zu lösen beginnen. Wie ich finde, darf so etwas bei gebundenen Büchern für fasst 20 Euro (Zur Erinnerung - fast 40DM) nicht passieren.
Rafaelo
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am 16. Juni 2006
Sophia wächst um 1000 (?) in einem Kloster auf. Sie hält sich für eine Waise. Durch wilde Verwicklungen gerät sie in eine Intrige:

In Byzanz wurde der Kalender reformiert und man hat knapp 300 Jahre in den Kalender eingefügt. Die sogenannten "silentiarii" bringen jeden zum Schweigen, der zuviel darüber weiß. Im Hl. Röm. Reich dt. Nation soll die Reform nun übernommen werden, wobei die Kaiserin Theophanu eine undurchsichtige Rolle spielt und - so scheint's - ein gefährliches Geheimnis hütet.

Die Idee ist nicht schlecht. Die These von den erfundenen Jahrhunderten in einen krimiartigen Roman zu fassen, erscheint angemessen und spannend. Leider gerät die Umsetzung nicht.

Die Charaktere erscheinen überhaupt nicht "historisch", sie sprechen, denken und handeln allesamt wie - ja, wie moderne Menschen. Sie scheinen keine oder bestenfalls unsere Weltanschauung zu haben. Glaubwürdige Charaktere, deren Handlungen aus ihrer Weltsicht heraus verständlich sind, gibt es nicht wirklich, dazu fehlt trotz mancher Ansätze die Tiefe.

Gut, es ist ja eine Art Krimi, also erwartet man vielleicht mehr Spannung als Charakterstudien. Und hier zeigt sich die Schwäche des Buchs: Bis zum Ende weiß man nicht, worum es geht.Die Auflösung besteht im Motiv für die Geschichtsfälschung - und dieses Motiv erscheint mir einfach zu flach. Außerdem ist offensichtlich, daß man zwar problemlos die Zeitrechnung per ordre de mufti ändern kann, aber die Idee mit den erfundenen Gestalten wird weit zu vage abgehandelt.

Einige Beispiele: Wer kann Karl den Großen erfinden, wenn wir doch viele gerade sächsische Kultorte haben, an denen man nach sächsischer Legende (nicht fränkischer!) mit ihm gekämpft hat? Sind die Klostergründungen nach Fulda alle erfunden? Wie war es denn möglich, nicht nur im Hl. Röm. Reich die neue Zeitrechnung einzuführen, sondern auch bei den Franzosen, in Aquitanien, Skandinavien, England? Sind dortige Ereignisse in den Jahren 700 - 1000 auch erfunden? Und was ist dann mit der maurischen Geschichte und den 300 Jahren nach der Hedschra?

Hierzu kommt im Buch so überhaupt nichts vor, obwohl Ansätze dazu bestehen und damit eine Erklärung nötig wäre. Das sehr spannende Setting ist folglich nur eingeschränkt empfehlenswert.

Die Spannung der Geschichte besteht dennoch und bringt dem Buch die 2 Punkte ein. Außerdem hat mich der Abschnitt über die Astronomie überzeugt, die Autorin scheint sich hier gut auszukennen und macht Lust auf mehr.

Schließlich ist noch anzumerken, daß das Buch in amerikanisierter Alltagssprache geschrieben ist. Es kommen ständig Ausdrücke vor, die man aus schlecht übersetzten Büchern und Filmen kennt, was natürlich den Eindruck von erlebter Geschichte gar nicht erst aufkommen läßt.
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am 1. Februar 2009
Ein historischer Roman um eine junge und mutige Frau, die in die Intrigen um eine gewaltige Geschichtsfälschung gerät, hat mich neugierig gemacht. Erwartet habe ich vor allem Spannung, historischen Hintergrund, eine gute Geschichte in die sich die Intrigen verweben, vermischt mit den Gefühlen einer jungen Frau, die sich in einer Zeit durchschlagen muss, die für Frauen, die ihren eigenen Kopf haben, nicht gerade einfach war.

Ob die erfundenen Jahrhunderte nun im Bereich des tatsächlich Möglichen liegen, war erst einmal unwichtig, da es sich ja um einen Roman handelt.

Leider wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Nur einige der Charaktere sind gut gelungen, vor allem die Protogonistin ist nicht mitreißend, u.a. auch, da sie eine fast schon moderne Frau zu sein scheint, was in den meisten Fällen aber keinerlei Probleme verursacht. Die Geschichte wechselt immer wieder zwischen den verschiedenen Hauptpersonen und ich habe mir öfter gewünscht noch etwas zu verweilen, um mehr über diese Person in der Situation zu erfahren. Auch hatte ich mir deutlich mehr Spannung erhofft. Außer der Flucht aus dem Kloster am Anfang des Buches, ist nur noch das Ende wirklich spannend.
Abzüge gibt es von mir auch für einen logischen Fehler relativ zu Beginn des Buches, auf dem die weitere Geschichte aber aufbaut. Adam, einer der "Bösen" springt aus dem Gebüsch gerade in dem Moment, als das Geheimnis, dessen Bekanntwerden er verhindern soll, weitergegeben werden soll. Obwohl er diese Weitergabe ja selbst verhindert hat, ist er weiterhin überzeugt, dass diese Person das Geheimnis kennt und es auch an eine weitere Person weitergeben hat. Zumindest hat sich auch nach dem zweiten Lesen die Situation für mich so dargestellt.

Drei Sterne gibt es, da die Geschichte um die erfundenen Jahrhunderte sehr interessant ist und auch die Ausführungen über die wissenschaftlichen Probleme, die sich dadurch ergeben. Auch einige der Charaktere sind gut gelungen. Und letztendlich wurde das Buch gegen Ende ja auch noch einmal richtig spannend und auch dramatisch.
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Die Autorin webt historische Ereignisse geschickt in ihre Geschichte ein. Ein Teil ihrer Figuren hat tatsächlich gelebt, doch lässt sie sich die künstlerische Freiheit, einige Fakten anders darzustellen - was die Geschichte umso interessanter macht. Spannend und geschickt flechtet sie die einzelnen Schicksale der Protagonisten ineinander.
Es geht um Zeitrechnungen, um Kalenderreformen und Geschichtsschreibung. Als Leser bekommt man einen Eindruck davon, wie schwierig es damals war, eine Uhr richtig zu stellen, aber wie einfach, die Geschichte zu manipulieren. Im Zentrum von Langes Geschichte steht die gar nicht so abwegige These, dass die Jahrhunderte zwischen 700 und 1000 - also die Epoche Karls des Großen - schlichtweg erfunden worden sind.
Wer historische Abenteuer mag, der sollte an diesem gut recherchierten Buch nicht vorbeigehen. Einziges Manko: Es fehlt eine Übersichtskarte vom mittelalterlichen Europa, um sich die Namen und Entfernungen besser vorstellen zu können.
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am 9. Juni 2007
Ich war in drei Tagen durch und das Buch ist mir nicht zu langweilig geworden. Gerade am Sektor der historischen Romane sind Fettnäpfen an der Tagesordnung und oft fragt man sich, ob man Fantasy oder eben einen historischen Roman vor sich hat.

"Jägerin der Zeit" ist da eine wohlige Ausnahme, verschiedene Handlungsebenen werden geschickt miteinander verbunden, Charaktere werden recht gut und "bunt" beschrieben und das i-Tüpfelchen der astronomischen Zeitberechnung hält die Geschichte des Buches recht tapfer in Schwung.

Mitreißend und Mitfühlend geschreiben, schafft es das Buch, die Vorstellungskraft anzukurblen und setzt beim Lesen die Geschichte recht bildhaft in Szene.

Einzig der Showdown war mir etwas zu konstruiert und an den Haaren herbei gezogen und ist meiner Meinung nach der kleine Schwachpunkt des Buches.

Als Unterhaltungsbuch für eine längere Reise oder als Strandlektüre absolut empfehlenswert und - wie gesagt - ein Lichtblick unter der Menge an historischen Romanen.
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am 18. April 2005
Mit ihrem Debüt "Jägerin der Zeit" (sieht man einmal von ihrem Fantasy-Roman "Das Lied der Sänger", 2000 noch im Eigenverlag Edition Schwinge erschienen, ab) ist mit Kathrin Lange auf dem immer größer werdenden Markt historischer Romane eine Autorin erschienen, die mich mit ihrem Buch von Anfang an fesselte. Von der Autorin gut recherchiert und spannend erzählt, konnte ich die Geschichte um das Findelkind Sophia, ihren Jugendfreund Gero von Verla und die übrigens historischen Figuren Kaiserin Theophanu und Gerbert von Aurillac einmal angefangen, kaum noch aus der Hand legen. Der Hintergrund des Romans ist eine (wahrscheinlich tatsächlich stattgefundene Kalenderfälschung, bzw Hinzufügung von fast 300 Jahren. Wer die Gelegenheit hat, Kathrin Lange bei einer Lesung zu erleben, sollte diese wahrnehmen: Es ist ein echtes Erlebnis. Mehr möchte ich hier nicht verraten.
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am 16. März 2005
Eines Tages steht ein Bote vor dem Tor des abgelegenen Klosters St. Kyrillos in Reims. Er kommt von der deutschen Kaiserin Theophanu, die für ihren Sohn Otto III. die Staatsgeschäfte führt. Und teilt der Äbtissin Alexandra, einer Freundin Theophanus, den Tod ihrer Schwester mit.
Die Schwester wurde ermordet. Ein Geheimbund, die Skriptorii, treibt sein Unwesen Theophanu ist überzeugt, dass dieser auch sie umbringen will. Denn sie hat etwas erfahren, was der byzantinische Kaiser unbedingt geheim halten will.
Alexandra will davon nichts wissen. Sie schickt den Boten weg, ohne ihn anzuhören. Was sie nicht weiß, macht sie nicht heiß und wenn sie das Geheimnis nicht kennt, lebt sie in Sicherheit.
Doch ganz so einfach ist es nicht. Denn die Sriptorii glauben, dass Alexandra Mitwisserin ist und bald verfolgen sie sie und ihr Mündel Sophia. So muss sie aus dem Kloster fliehen, untertauchen, den Skriptorii entkommen und gleichzeitig das Geheimnis aufdecken, das sie doch erst gar nicht hören wollte. Die Kaiserin kann sie nicht mehr fragen, denn die ist mittlerweile tot, ebenso wie der Bote. Dass das Geheimnis mit einer Kalenderreform im fernen Byzanz zusammenhängt, durch die 275 Jahre in den Kalender eingefügt werden sollen, das ist bekannt.
Aber allein wegen 275 Jahren mehr oder weniger mordet doch niemand? Was also versteckt sich hinter dieser Kalenderreform?
Kathrin Lange hat ein Verwirrspiel um Geschichtsschreibung, Kalender und Zeitrechnung geschrieben, dass den Leser bald in Bann schlägt. Geheimbund, das klingt nach Thriller, aber das Buch bietet weit mehr. Die Probleme der Zeitmessung vor über tausend Jahren werden nach und nach enthüllt, auch, warum diese Zeitmessung so wichtig für die damaligen Wissenschaft war. Da schwant dem Leser, dass damals die Grundlagen für unsere Uhren und manches mehr gelegt wurden. Überhaupt gibt das Buch einen guten Einblick in Leben und Denken der Zeit und zeigt einmal mehr, dass das „finstere" Mittelalter so finster gar nicht war.
Der Roman ist eng mit Zeit und Geschichte verwoben. In vielen historischen Romanen ist die Zeit nur Kulisse, die Geschichte selbst könnte genauso gut heute spielen, die Personen sind moderne Menschen, die in die Kulisse eines anderen Jahrhunderts gestellt worden sind.
Ganz anders dieser Roman. Er kann nur in dieser Zeit kurz vor der Jahrtausendwende spielen, weil die Geschichte eng mit dem historischen Hintergrund verwoben ist und ohne diesen gar nicht denkbar wäre.
Dabei wird eine These benutzt, die ein Historiker aufgestellt hat: Die Jahre von ca 700-1000 hätte es nie gegeben, sie seien von einem Kaiser erfunden worden („das erfundene Mittelalter" heißt das entsprechende Sachbuch). „Jägerin der Zeit" spielt diese These konsequent durch. Warum könnte ein Kaiser auf die Idee kommen, dreihundert Jahre Geschichte zu erfinden? Und wie würde das praktisch vor sich gehen?
Man muss die These vom erfundenen Mittelalter nicht glauben, um das Buch mit Genuss lesen zu können. Denn es ist in jedem Fall ein spannendendes Gedankenexperiment: Was wäre, wenn?
In diesen historischen Teppich sind zahlreiche private Schicksale eingewebt. Das Klostermündel Sophia, das seine Eltern nicht kennt, aber nach ihnen sucht. Der Adelige Ludger, der in Alexandra verliebt war und glaubt, an ihrem Tod Schuld zu sein. Der Gelehrte Gerbert, der seine große Liebe verließ, um wissenschaftliche Karriere zu machen. Der Abt Carolus, aus dem die neue Geschichtsschreibung einen großen Kaiser macht. Und zahlreiche andere, deren Schicksale zusammen einen farbenprächtigen Geschichtenteppich ergeben. Am Anfang musste ich mich erst in das Buch einlesen, aber nach den ersten hundert Seiten hat es mich gepackt und ich konnte und wollte es nicht mehr aus der Hand legen.
Ein Muss für alle, die historische Romane lieben. Aber auch manch anderer wird an dieser Mischung von Fiktion, Geschichtsschreibung und Spekulation Gefallen finden.
(C) Hans Peter Roentgen
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am 9. Juni 2005
3 Tage bin ich hier komplett abgetaucht in die "verschwundenen" Jahrhunderte. Hier mischt sich geschichtliches Wissen, Krimi, Liebe und die Idee von einer Weltanschauung die so absurd ist, dass sie schon beinahe wieder logisch wirkt.
Die Geschichte lies mich nicht mehr los und ich hoffe das die Autorin noch weitere Romane in diesem Schreibstil auf den Markt bringt!
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am 23. März 2006
In ein wenig bekanntes Jahrhundert;-)
Die Geschichte zeichnet das Leben des Mädchens Sophia auf, welches nach und nach einem unglaublichen Geheimnis auf die Spur kommt. Ich war in 2 Nächten durch und war wirklich angetan!
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