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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
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TOP 500 REZENSENTam 23. Dezember 2014
Inhalt:
Pat und Nikki haben eine Beziehungspause, die Pat in der geschlossenen Abteilung einer Psychiatrie verbracht hat. Nun wurde Pat von seiner Mutter abgeholt und versucht, ein besserer Mensch zu werden, denn er glaubt immer noch daran, dass die Auszeit mit Nikki beendet werden kann und es einen Neuanfang für sie beide und für ihre Ehe gibt.

Als Pat Tiffany kennenlernt, ist er anfangs genervt von ihr, stößt aber bald auf viele Gemeinsamkeiten, die er mit ihr teilt, und findet in ihr eine Person, die ihm helfen möchte, wieder Kontakt zu Nikki zu haben.

Mein Eindruck:
'Silver Linings' lässt sich sehr schnell und flüssig lesen, ist fast durchgehend unterhaltsam. Lediglich die vielen Football-Passagen fand ich sehr ermüdend, weshalb ich diese Stellen schließlich nur noch überflogen habe.

Die Geschichte an sich ist vorhersehbar und meiner Meinung nach eher eine entspannende Lektüre für zwischendurch als ein Roman, den man gelesen haben sollte.

Mein Resümee:
Der Funke ist bei mir nicht übergesprungen, und ich empfand den Roman als etwas naiv und etwas einfach erzählt, obwohl er durchaus unterhalten kann.
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am 23. Mai 2013
"Wenn Wolken die Sonne verbergen, gibt es immer irgendwo einen Silberstreifen, der mich ermahnt, nicht aufzugeben, weil ich weiß, dass meine Frau zu mir zurückkommt, auch wenn die Lage im Augenblick düster aussieht. Es ist elektrisierend zu sehen, wie das Licht diese fluffigen weißen oder grauen Wattebausche hell umrandet. [...] Es tut weh, die Wolken so anzuschauen, aber es hilft auch, wie die meisten Dinge, die Schmerzen bereiten."
[”Silver Linings” // Matthew Quick // S.26]

Erster Satz:
Ohne aufzuschauen, weiß ich, dass Mom mal wieder einen ihrer Überraschungsbesuche macht.

Inhalt:
Trotz Psychatrieaufenthalt und Tablettenschluckerei glaubt der vierunddreißigjährige Pat Peoples an den Silberstreifen. In Filmen gibt es schließlich immer ein Happy End und so hat er nur ein Ziel: Seine Frau Nikki zurückerobern, wofür er täglich viele Stunden Sport macht und alle Bücher liest, die sie so geliebt hat, um endlich der Mann zu werden, den sie immer verdient hätte. Doch so sehr Pat sich auch anstrengt - zu Gesicht bekommt er Nikki nicht und das hat gute Gründe. Auch in seiner Familie läuft nicht alles glatt: Sein Vater ignoriert ihn und hat permanent schlechte Laune, wenn sein Lieblingsfootballteam verliert und irgendwie scheint sich in der Zeit von Pats Psychatrieaufenthalt etwas zu viel verändert zu haben. Bei seinen täglichen Joggingsausflügen jedoch folgt ihm Tiffany, die Schwester einer Bekannten, auf Schritt und Tritt ohne ein Wort zu sagen. Denn auch Tiffany hat etwas verloren und ist mindestens genauso verkorkst wie Pat. Eine verrückte, schweigsame und verkorkste Freundschaft entwickelt sich und bald muss Pat feststellen, dass man den Silberstreifen auch woanders finden kann...

Schreibstil:
"Silver Linings" ist einer dieser Romane, die in diesem kindlichen und trotzdem nicht platten Stil geschrieben sind. Aus der Sicht von Pat geschrieben, bekommt man eine sehr gute Innensicht und erlebt auch nur das, was Pat weiß und denkt. Und er denkt zeitweise sehr naiv, was dafür sorgt, dass der Stil nachdenklich-reflektierend und gleichzeitig aus vielen mit einem "und" verbundenen Sätzen besteht. Somit liest sich das Buch sehr leicht und flott weg und verliert trotzdem nicht an Tiefe, ganz im Gegenteil: Gerade diese hoffnungsvolle, traurige und gleichzeitig so schöne Atmosphäre, die der Schreibstil aufzubauen vermochte, haben dem Buch das besondere Etwas und ihm leicht philosophische und verträumte Nuancen verliehen.

Meine Meinung:
Jeder kennt ihn, jeder braucht ihn und jeder vergisst ihn ab und an: Den Silberstreifen am Horizont, der immer dafür sorgt, dass am Ende doch alles gut geht und an dem man unbedingt festhalten muss, um glücklich zu sein - laut Pat jedenfalls. Dieser klammert sich an seiner Hoffnung und seiner Liebe fest, um ein besserer Mensch zu wissen und erzählt so eine besondere Geschichte von Verlust, dem Leben, wie es wirklich ist und der Liebe, in ihren verschiedenen Ausführungen. Mit kleinen Schönheitsfehlern hat Matthew Quick hier eine atmosphärisch dichte Wohlfühlgeschichte geschrieben, die verquer und schräg und dabei trotzdem bodenständig und realistisch ist und die einem Hoffnung auf den eigenen Silberstreifen im Leben macht.

"Silver Linings" ist defintiv ein Figurenroman, schließlich lebt er von seinen Charakteren - allen voran von Pat Peoples, dem Protagonisten, den man fast schon als Antihelden bezeichnen könnte. Schließlich war er eine Zeit lang in der Psychatrie und der Leser erfährt auch erst relativ spät, warum das so ist und für wie lange - ebenso wie Pat, denn der kann sich an kaum etwas erinnern, nur daran, dass er unbedingt die Auszeit mit Nikki beenden muss. Seine Gedanken drehen sich größtenteils um seine Frau und wie er sie zurückgewinnen kann, was anfangs noch verständlich und später immer verdrehter und unverständlicher für den Leser wird. Dabei liest er sich einmal quer durch die amerikanische Literatur (und meckert an der negativen Einstellungen von Plath, Hemingway und co.!) und trainiert seinen Körper bis zur Erschöpfung. Außerdem hat er einen sehr naiven, impulsiven und kindlichen Charakter, der konsequent ehrlich ist und nichts beschönigt. Hier hat mir allerdings eine Eklärung zu diesen Charakterzügen gefehlt - war er schon immer so oder ist er erst so geworden?

"“Vielleicht ist mein Film noch gar nicht zu Ende”, sage ich, weil Filmemacher die Zuschauer manchmal mit einem falschen schlechten Ende in die Irre führen, und wenn du gerade denkst, der Film geht schlecht aus, passiert irgendwas Dramatisches, was zum Happy End führt. Jetzt wäre eigentlich so eine gute Stelle für irgendwas Dramatisches, vor allem, wo ich doch Geburtstag habe."
[S.307]

Zugegeben besonders klingt das erst einmal nicht und auf den ersten Blick wirkt die gesamte Geschichte auch eher durchschnittlich, ja, fast schon alltäglich, doch hinter und zwischen den Zeilen und Worten findet man so manches Thema, so manche Problematik, zwischenmenschliche Gefühle und ganz, ganz viel Leben. Vielleicht liegt es daran, dass ich (als absoluter Mannschaftssportnewbie) sogar die vielen Szenen (und es sind wirklich viele!), in denen es um Football geht, ertragen und sogar irgendwie als "verbindend" empfunden habe. Dennoch war ich froh, dass das Spiel an sich nicht detailliert beschrieben worden ist - viel mehr ging es um die Art und Weise, was die Auswirkungen eines solchen Gemeinschaftsgefühls ist und wie Pat das einige Menschen näher gebracht hat.

Die Liebesgeschichte zwischen Pat und Tiffany, die eigentlich gar keine richtige Liebesgeschichte - zumindest nicht im konventionellen Sinne - sondern anfangs eigentlich nur eine ziemlich verkorkste Freundschaft ist, hält sich eher im Hintergrund und erzählt wie zwei Menschen, die große Verluste hinter sich haben und gleichermaßen psychisch nicht ganz so stabil sind, lernen, wieder richtig zu leben. Das schöne hierbei ist einfach die besondere Art der beiden Figuren, die beide sehr komplex und interessant sind. Vor allen Dingen Tiffanys direkte Art und Pats Naivität sorgen für einige witzige Dialoge (oder auch für Schweigen). Die Figuren haben jeweils alle ihre Eigenarten, Makel und Besonderheiten, was sie besonders liebenswert und dreidimensional wirken ließ.

Als negativ empfand ich lediglich die Tatsache, dass die Beziehung zwischen Pat und Tiffany gegen Ende dann irgendwie schnell abgehandelt wurde und der Silberstreifen, den Pat sich erträumt hatte, zwar schon erkennbar, aber irgendwie noch in etwas weiterer Ferne zu sein schien - was zum Werk passt, aber doch irgendwie schade ist, weil man Pat das so sehr gewünscht hat. Außerdem hätte ich gerne eine größere Entwicklung seitens Pats Vater gehabt, weil mir auch das nicht wirklich aufgelöst erschien, aber vielleicht sollte das tatsächlich so sein - schließlich bekommt Pat oft genug zu hören, dass das Leben eben kein Film ist und dass man lernen muss, dass man den Silberstreifen nicht immer sehen kann, auch wenn man es noch so sehr will.

Fazit:
Wenn ihr in den Himmel schaut und die Wolken von einem strahlenden Streifen umgeben sind, dann wisst ihr: Das ist der Silberstreifen. Und den könnt ihr nicht nur am Himmel oder in eurem Leben, sondern auch in manchen Büchern finden. In "Silver Linings" zum Beispiel, einer ganz besonderen Geschichte über das Leben, mit dem Leben und aus dem Leben, die sich flüssig und schön lesen lässt und gleichzeitig zwischen den Zeilen mit viel Tiefe und Wärme ausgestattet ist. Mit den liebevoll ausgearbeiteten und realitätsnahen Figuren, ist "Silver Linings" ein Charakterroman, der seinen Fokus vor allen Dingen auf Pat und seine Gedankenwelt legt. Trotz kleiner Schwächen und etwas zu viel Football bekommt man in diesem Roman eine Menge Wohlfühlgefühle, viel Menschlichkeit und eine verrückte und etwas schräge Geschichte, die zum Leben auffordert.
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am 13. Mai 2013
Nachdem der Kinofilm "Silver Linings" nach der Romanvorlage des amerikanischen Autors Matthew Quick bereits im Januar in den deutschen Kinos anlief und international äußerst erfolgreich war (diverse Oscar-Nominierungen, ein Golden Globe), ist der Roman dazu interessanterweise erst im März 2013 in Deutschland erschienen.Ich hatte den Film vorab nicht gesehen und habe mich somit komplett überraschen lassen.

Matthew Quick schreibt in diesem Roman aus der Sicht des 34-jährigen Pat Peoples, der nach mehreren Jahren Psychiatrieaufenthalt entlassen wird, vorerst in die Obhut der Eltern. Er selbst hat vergessen, warum und wie lange er an dem "bösen Ort" war, wie Pat die Psychiatrie nur nennt. Durch eine weiterführende Therapie, die er regelmäßig besucht, und durch viele andere Einflüsse in seinem "neuen" Leben kommt Pat so nach und nach dahinter (erst zum Ende des Romans). Sein einziges, großes Ziel: er möchte seine "Auszeit" beenden, also "ein netter Mensch werden", um dann (und nicht vorher!) seine Ehefrau Nikki zurück zu bekommen. Völlig besessen von diesem Gedanken tut er alles, um ihr schließlich (wieder) zu gefallen - ein extremes Trainingspensum gehört ebenso dazu wie sich darin zu üben, nett zu sein anstatt Recht zu haben (was er immer und immer wieder betont!). Er trifft auf die Schwägerin seines besten Freundes - Tiffany. Sie ist ebenso in einer psychisch schwierigen Phase, hat eine schlimme Zeit hinter sich und ist in therapeutischer Behandlung. Sie möchte Pat helfen, was anfangs jedoch äußerst schwierig ist, denn beide reden kaum ein Wort miteinander. Trotzdem sehen sie sich regelmäßig, und sei es nur zum Joggen. So nach und nach findet Pat in Tiffany jemanden, dem er sich anvertrauen kann, was ihm zu Hause schwer fällt mit seiner überbesorgten und überforderten Mutter und seinem ignoranten Vater, der ihn kaum beachtet. Trotzdem kommen sich die beiden nie zu nahe, denn Pat will ja Nikki zurück.

Dieser Roman ist etwas Leichtes und Amüsantes für zwischendurch - auf den ersten Blick! Er überrascht und besticht nämlich immer wieder mit besonders feinfühligen und tiefer gehenden Szenen, die einen erst einmal staunend und dann nachdenkend zurücklassen. Die Schreibweise aus der Sicht des Protagonisten Pat ist sehr "kindlich" - man findet darin eine große Naivität und Gutgläubigkeit dieses jungen Mannes, aber auch ganz viel Kraft, Ausdauer, Ehrlichkeit und Liebe und eine große Portion Hoffnung Pats wieder: die "Silberstreifen am Horizont". Pat war mir sofort sympathisch, so auch Tiffany in ihrer schrillen Art und auch die anderen Charaktere sind prima getroffen, besonders Pats Therapeut, sein Vater, die Mutter... Es war für mich erzählerisch prima - das perfekte Kopfkino! Sehr mitreißend noch dazu - ein Pageturner.

Ganz speziell war außerdem, dass Pat sämtliche Schulliteratur liest, die Nikki als Lehrerin im Deutschunterricht durchnimmt. Nur, um ihr dann zu imponieren. So werden, besonders zu Beginn des Romanes, Bücher wie "Der große Gatsby" (Fitzgerald), "Der scharlachrote Buchstabe" (Hawthorne), "In einem fernen Land" (Hemingway) oder "Die Glasglocke" (Plath) kurz aus der Sicht von Pat umrissen und bewertet. Das ergibt amüsante Szenen, weil Pats Sichtweise so unglaublich ehrlich und impulsiv dargestellt wird. Hier allerdings besteht durchaus "Spoilergefahr". Das gefiel mir dann wiederum nicht besonders, da ich das eine oder andere Buch selbst noch lesen möchte und nun schon "gut informiert" bin. Schade.

Warum Pat immer von dem "schlimmen Ort" spricht, wenn er die Psychiatrie erwähnt, wird nicht erklärt (Klischee?!). Ob er immer schon so "kindlich naiv" war - also auch vor der Psychiatrie - wird nicht erklärt. Er war Lehrer, also kann ich es mir kaum vorstellen. Jedoch wird auf diesen Aspekt nicht genauer eingegangen. Hat das allein der Aufenthalt in der Psychiatrie bewirkt? Ich weiß es nicht...

Fazit: "Silver Linings" ist ein kurzweiliger, amüsanter Roman, der durch viele feinfühlige, tiefer gehende Szenen besticht. Besonders liebevoll erzählt in einer sehr einfachen Sprache, macht der Roman einfach Spaß und fesselt bis zum Schluß. Einige inhaltliche "Lücken", die "Spoilergefahr" bei den beschriebenen Romanen und die Tatsache, dass ich eine poetischere Sprache doch bevorzuge, lassen mich letztlich einen Stern abziehen. Ansonsten: empfehlenswerter Gute-Laune-Roman!
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am 6. März 2015
Pat ist nach seinem Aufenthalt in der Psychatire vollkommen verändert, er betätigt sich sportlich und liest die Klassiker der Literatur, all das nur für sein Frau Nikki, für die er unbedingt ein besserer Mensch werden will, denn nur so sieht er die Chance dafür sie wiederzubekommen.
Dass er sie wiederbekommt steht für Pat aber eigentlich außer Frage, denn auch wenn er sie nicht sieht und keinen Kontakt zu ihr aufnehmen kann, so ist er sich sicher, dass Nikki und er einfach Schicksal sind.
Sein Umfeld allerdings ist sich bewusst darüber, dass Nikki nicht wiederkommen wird auch wenn sie sich nicht trauen das Pat zu gestehen. Allerdings versuchen sie einen subtilen Verkupplungsversuch und zwar mit Tiffany, die Schwägerin seines besten Freundes. Auch sie hat ihr Gepäck zu tragen und auch wenn die beiden einen schwierigen Start haben, so kommen die beiden sich näher was vor allem daran liegt, dass Tiffany ihn während des Joggens verfolgt.
Bei den beiden entsteht eine Freundschaft und auf einmal bietet Tiffany Pat Hilfe an um Nikki zurückzugewinnen...

Gestaltung:
Ich liebe das Cover, es ist schlicht und dennoch hat es so viel Aussagekraft und auch sonst wirkt es einfach nur süß, mags gerne sehen. :)

Meinung:
Nachdem mir "Die Sache mit dem Glück" so außeroredntlich gut gefallen hat, wollte ich nicht länger warten mit Silver Linings, zumal es auch lange genug auf meinem SuB ausgeharrt hat. Auch mit seinem Erstlingswerk konnte der Autor mich vollkommen einnehmen.

Der Autor ein ein ganz besonderes Talent dafür außergwöhnliche Protagonisten zu erschaffen, man hat bei ihnen immer das Gefühl sie hätten einen Knall und wahrscheinlich mögen sie den auch haben, aber auf der anderen Seite ergeben ihre Gedankengänge absolut Sinn und sind dabei gespickt mit so viel Tiefsinn, so dass es einfach viel Spaß macht den gleichen Weg wie sie zu gehen und dennoch immer nachdenklich stimmt.
In diesem Buch hat mir insbesondere Tiffany gefallen, sie ist schon sehr verschroben und auch abgbrüht, aber eigentlich ist sie einfach nur eine vom Leben gezeichnete Frau die dabei ist zu lernen das beste daraus zu machen.

Dadurch ist die Konstellation zwischen ihr und Pat auch so gelungen, der muss nämlich erst lernen einzusehen, dass das Leben nicht rosarot ist und dass man nicht alles schaffen kann, egal wie sehr man dafür kämpft und den Willen dafür aufbringt.
Dadurch helfen sie einander wirklich sehr, Tiffany nimmt wieder ein bisschen Leichtigkeit an und Pat stellt sich endlich der Realität, dass das eine eher chaotische Findungsreise ist, ist bei diesen skurillen Charakteren wohl klar, aber genau das macht den Charme aus und genau das hat mich letztendlich so berührt.

Es war einfach schön zu erleben mit wie viel Akzeptanz die beiden einander begegnen und jeder seine Eigenarten einfach ausleben konnte ohne wenn und aber, ohne dass es den andren gestört hätte.
Es ist einfach eine ehrliche Freundschaft und ohne, dass man was von dem anderen erwartet, rein auf der Zwischenmendlichen Ebene, man nimmt es einfach wie es ist und ich finde das ist was ganz besonderes und das stimmte nicht nur glücklich war für mich auch sehr berührend. :)

Auch der Schreibstil zieht mich als Leserin jedes mal auf neue wieder in seinen Bann, er ist einfach besonders und anders als üblich und passt sich irgendwie seinen Protagonisten an, ich finde ihn sehr schön und liebe es wie der Autor mit den Worten umgeht und wie viel Heiterkeit und Tiefsinn er mit ihnen verspürht, es ist einfach ein tolles Leserlebnis, dass der Autor mir geboten hat.

Das einzige was ich ein bisschen schade fand war, dass Football eine sehr wichtige Rolle für Pat spielt, es sind also sehr viele Szenen in denen es um Football geht und immer wieder wird der Schlachtruf seiner Mannschaft skandiert. Das wiederholt sich ziemlich häufig und war einfach nicht so ganz meins, insgesamt tut es dem Buch aber keinen Abbruch. :)

Fazit:
Matthew Quick schafft es immer wieder mich mit seinem besonderen Schreibstil und seinen skurillen aber wirklich sehr liebevoll gezeichneten Protagonisten einzunehmen, so dass ich mich wirklich auf weitere Bücher von ihm freue und er Lieblingsautor Potenzial besitzt. Für mich einfach ein außergewöhnlicher Lesespaß der mich zum nachdenken anregt, glücklich stimmt und tief berührt. :)
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am 8. Oktober 2015
Den Film fand ich bereits sehr gelungen, aber er wird vom Buch uebertroffen. Sicherlich kein „grosser Roman“ aber das Buch hat alles, was einen guten Roman ausmacht: es ist einfuehlsam, es ist lustig, es ist originell und gut (sicherlich nicht brillant) geschrieben.
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am 22. Dezember 2013
"Silver Linings" liest sich ganz gut in einem Rutsch durch - sicher ist das Buch sprachlich und inhaltlich kein tiefgründiger Roman, aber es unterhält doch ganz gut. Das einzig Schwierige sind die Szenen, in denen die Sportart Football thematisiert wird (und das geschieht doch recht oft). Wer daran kein Interesse hat oder sich damit nicht auskennt, für den sind die entsprechenden Szenen vielleicht etwas dröge. Insgesamt aber ist das Buch lesbar und ich kann es weiterempfehlen.
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am 20. November 2015
Das Leitmotiv des Romans, die Silver Linings, die Überzeugung, dass es im Leben darauf ankommt nie aufzugeben und wenn die Situation noch so düster ist, durchzieht den Roman und gewinnt den Leser von Anfang an. Die Gefahr bei dieser so positiven Lebensmaxime ist – und das ist der Inhalt des Romans - dass sie leicht und schnell obsessionell werden kann und der so optimistisch Gestimmte mit dem Kopf durch die Wand gehen will und seine Perspektive so sehr forciert, dass sie dabei kaputt geht.
Die Gefahr ist dort besonders gross, wo sich der Glaube an die Zukunft paart mit idealistischen und damit unverrückbaren Überzeugungen, die sich aus der christlich-puritanischen Moral herleiten, nach der z.B. Ehen für ein ganzes Leben geschlossen werden zwischen zwei Menschen, die vom Schicksal füreinander bestimmt sind. Wer an dieses Prinzip so fest glaubt wie die Hauptfigur Pat, für den ist eine Trennung der beiden Partner und eine neue Beziehung mit einem neuen Partner danach schlicht unvorstellbar. Hier beginnt das Bedürfnis des Lesers, sich mit der Hauptfigur zu identifizieren und seine Überzeugungen zu teilen, auf eine ernsthafte Probe gestellt zu werden. Denn die Hartnäckigkeit Pats, mit der er seine längst in Stücke gegangene Ehe wieder herstellen will, nimmt klar pathologische, also von der Wirklichkeit abhebende Züge an.
Durch den Ich-Erzähler Pat wird dem Leser die weite, aufregende, leidvolle, aber immer durch Hoffnung aufgehellte seelische Landschaft eines Mannes beschrieben, der durch ein bestimmtes Ereignis, eine fürchterliche Entgleisung, einen plötzlichen Fall in die Psychose, auf längere Zeit aus der Bahn geworfen wurde und in der Folge mehrere Jahre in der geschlossenen Abteilung eines psychiatrischen Krankenhauses verbracht hat. Er hat während dieser Zeit unter dem Einfluss offenbar starker Medikamente jeden Sinn für den Ablauf der Zeit und jeden Kontakt mit der Realität draussen verloren. Er ist von allen persönlichen Informationen abgeschottet worden, die ihn in die Psychose zurückwerfen könnten, wobei man sich fragt, wie bei einer solchen Behandlung eine Reintegration in das Alltagsleben jemals möglich sein kann.
Seine Mutter holt ihn heraus aus der Anstalt und beginnt die harte Arbeit, ihren Sohn langsam in die Realität zurückzuführen, einen Hindernisparkur, der sie beide immer wieder in unerträgliche Grenzsituationen bringt. Die Innenansicht eines psychisch Kranken, der einerseits das Recht einfordert, wie ein gesunder Erwachsener behandelt und mit der Wahrheit konfrontiert zu werden und der andererseits erkennen muss, dass er dieser Wahrheit nicht standhält - diese Tragik vollzieht der Leser schmerzlich mit und verfolgt die Entwicklung mit Spannung und Mitgefühl.
Der Autor baut geschickt Figuren in der Umgebung des Kranken auf, die ihrerseits nicht unproblematisch sind, doch mit ihren harten Kanten eine letztlich positive Herausforderung darstellen und ihn in seiner Entwicklung weitertreiben. Da ist insbesondere Tiffany, eine schwer gestörte, ihrerseits in psychologischer Behandlung befindliche Frau, die mit ihm verkuppelt weden soll. Das Verhältnis der beiden zueinander macht ab hier den Hauptinhalt der Geschichte aus. Der Leser ist voll involviert, weil sich diese Gegenspielerin von Pat als eine starke Persönlichkeit und Kämpferin erweist, die verletzen kann und die gleichzeitig, wie Pat selbst, sehr verletzlich ist. Sie hat lesergewinnende Züge einer Femme fatale, ist schön und zugleich schroff, vulgär und rücksichtslos, doch hinter dieser rüden Fassade erweist sie sich als kompromisslos moralische Persönlichkeit, als durch und durch positive Heldin. Niemand unter den Lesern riskiert also einen moralischen Faux-pas, wenn er sich mit dieser Frau identifiziert - die Philosophie des Romans ist ‘sauber’! Zumal sich diese Frau im Sinne des obersten Werts in der amerikanischen Werteskala als Volltreffer erweist: Sie zieht mit Entschlossenheit und Aufbietung aller Kräfte ein Tanzprojekt durch und schliesst es mit einer perfekten Aufführung ab. Die calvinistische Verherrlichung der Arbeit lässt grüssen! Pat wird mit Mitteln der Erpressung und des Falschspiels mit eingebunden und erlebt an der Seite Tiffanys den Triumph der Arbeitsmoral, was sich als wichtiger Baustein in seinem Heilungsprozess erweist.
Die Spannung zwischen äusserlich falschem und innerlich, moralisch richtigem Verhalten durchzieht den ganzen Roman und macht seine ‘Süffigkeit’ aus, ist aber so simpel und durchschaubar konstruiert, dass man sich intellektuell nicht ernst genommen fühlt - oder umgekehrt, dass man ihn nicht wirklich ernst nimmt. Die Lektüre wird so zum vergnüglichen, aber seichten Bestseller-Konsum, wobei die Spannung geschickt immer wieder neu entfacht wird, zum Teil aber auch weniger geschickt durch den kaum glaubhaften, bis zur Selbstaufgabe unverbrüchlichen Glauben an ein Happyend (mit der falschen Person!), wobei der Leser schon längst ahnt, dass es anders kommen wird. Die Silver Linings realisieren sich also auch für ihn in höchst befriedigender, aber auch höchst vorhersehbarer Weise.
Breiten Raum nimmt im Roman die Schilderung der Fan-Aktivitäten im Zusammenhang mit American Football ein. Für europäische Leser ist es die pure Satire, wie sich erwachsene Männer zu hirnlosen, jegliche Selbstkontrolle verlierenden Herdenwesen entwickeln, doch die Phänomene erscheinen zu weit entfernt, als dass man sich wirklich dafür interessieren könnte. Ungläubig durchliest oder durchfliegt man diese Kapitel, was einen dabeibleiben lässt, ist eher ein soziologisches Interesse als ein Miterleben mit Personen, die man beim besten Willen nicht ernst nehmen kann.
Der Autor zahlt einen Preis für das unendliche Hinauszögern des glücklichen Endes: Es geschehen Dinge, deren zufälliges Zusammentreffen dann doch unzumutbar unwahrscheinlich erscheint. Das Schlussbild allerdings und die Geschenkidee Tiffanys vorher sind von einer unwiderstehlichen Schönheit!
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am 6. Juli 2013
am anfang von der thematik verwundert, wirst du immer mehr in den sog dieses wunderbaren buches gezogen. ich hab nur einen punkt abgezogen, weil ich die beschreibung der sportlichen veranstaltungen übertrieben fand. sonst super
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TOP 500 REZENSENTam 5. Februar 2014
Das Thema dieses Buches ist ganz interessant, wenn auch nicht neu.
Pat ist 34 Jahre alt und lebt wieder bei seinen Eltern, nachdem ihn seine Mutter aus einer psychiatrischen Anstalt herausgeholt hat. Er ist dankbar, dass er nicht mehr „an dem schlimmen Ort“ sein muss und versucht, ein besserer Mensch zu werden, auch damit seine Frau Nikki die „Auszeit“ beendet, die sie über ihre Ehe verhängt hat.
Ein besserer Mensch wird er durch das Verinnerlichen der Maxime: „Lieber nett sein, als rechthaben“ und durch ein exzessives Fitnessprogramm. Trotzdem hat er immer wieder gewalttätige Ausbrüche.

Pats Erzählweise erinnert an Forrest Gump. In simpler, monotoner Sprache erzählt er von seinem Leben. Nur leider passiert da nicht sehr viel. Er trainiert 10 Stunden täglich, und sehnt sich nach Nikki. Er ist verrückt nach Football, genau wie sein Vater, sein Bruder, seine Freunde und sogar sein Therapeut. Deshalb dreht sich auch fast das halbe Buch um Football, das Abschneiden der Eagles, Besuche im Stadion, Fan-Treffs, und mich hat das herzlich gelangweilt.
Eigentlich hält einen nur die Frage bei der Stange : Was ist mit ihm passiert? Ist er geistig behindert? Hatte er einen Unfall? Das wird einem aber lange nicht erzählt. Stattdessen läuft er schnell noch ein paar Meilen…
Er trifft Tiffany, die seit dem Tod ihres Mannes depressiv ist und auch in ihrer ganz eigenen Welt lebt. Tiffany bringt ein bisschen Abwechslung ins Geschehen. Aber kaum nimmt die Sache an Fahrt auf, müssen wir einen wirklich langen Briefwechsel mit Nikki lesen.
Gegen später wird dann tatsächlich angedeutet, was Pat zugestoßen sein könnte. Das ist traurig, aber so außergewöhnlich, dass es sich lohnt das als riesiges Geheimnis aufzuheben, ist die Sache dann auch nicht.

Was bleibt dann noch? Der Blick in das Innere eines schwer verstörten Menschen…oder sogar mehrerer verstörter Menschen, die es schaffen sich gegenseitig aufzurichten und nach dem Silberstreif am Horizont zu suchen. Ein leicht erhobener moralischer Zeigefinger…das ist für meinen Geschmack zu amerikanisch gewollt rührselig.
Für mich ist dies ein Buch, das man lesen kann. Man verpasst aber auch nichts, wenn man es lässt. Die allgemeine Begeisterung hier kann ich nicht so recht nachvollziehen.
Vielleicht sollte ich lieber nett sein, als recht zu haben? Ach je…
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am 7. Mai 2015
Wieder einmal verstehe ich den Hype um ein Buch nicht....
Ohne viel über die eigentlich wenig originelle Geschichte sagen zu wollen, kann man das Buch zusammenfassen mit: Naiv, kitschig, Football.
Ganz ehrlich, wenn man kein Fan der amerikanischen Footballleague und besonders der Eagles ist, sollte man das Buch gar nicht erst zur Hand nehmen!
Quasi jeder Vergleich, jede Metapher in dem Buch handelt von Football und 90% der Geschichte spielt sich das Leben von Pat zwischen Fitnesskeller und Footballstadium ab - wahnsinnig abwechslungsreich!
Zudem ist die etwas kindliche Ich-Erzähler Perspektive von Pat anfangs hilfreich um sich in den Charakter einzufühlen, aber nach spätestens 100 von 340 Seiten gehen einem seine Gedankengänge und Wortwendungen auf dem Niveau eines 8jährigen gehörig auf die nerven.
Sämtliche Personen bleiben völlig blass, oder sind wenig sympathisch und die Darstellung eines "guten" Therapeuten finde ich äußerst fragwürdig!!!
Das Ende ist dann weder überraschend, noch überzeugend und von einer Liebesgeschichte kann man absolut nicht sprechen.
Die letzten 80 Seiten habe ich nur noch überflogen um endlich fertig zu werden, was ich sonst NIE mache!
Insgesamt absolut nicht lesenswert! Je weiter ich das Buch las, desto weniger Sterne wollte ich ihm geben....
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