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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
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3,7 von 5 Sternen
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am 12. Oktober 2012
Lange haben wir Neil-Young-Fans auf dieses Buch gewartet.
Ich bin nicht enttäuscht worden. Es liest sich hervorragend - von einigen holprigen Übersetzungen abgesehen, die auch andere Rezensenten schon moniert hatten. Besonders beeindruckt hat mich die Offenheit, mit der dieser herausragende Künstler über sein Leben, seine Fehler, Familie und Freunde spricht. Da will einer in seinem Leben aufräumen, ohne auf Rachefeldzug zu gehen. Die sonst üblichen Attitüden andere Autobiografien: Eitelkeit und der Wunsch, anderen Menschen noch eins auszuwischen, fehlt hier zur Gänze. Statt dessen erfährt man viel über Modelleisenbahnen, alte Autos, seine Projekte "LincVolt" und "PureTone", die fragile Gesundheit seiner Frau, seiner Kinder und von ihm selbst. Viel erzählt er über seine Wegbegleiter; Menschen, die ihm zur Seite standen, die ihn beeinflußt haben, die er bewundert hat. Viele davon sind in den letzten Jahren gestorben; dies unterstreicht die Idee, aufzuräumen mit dem Leben, bevor es zu spät ist.
Aber über allem steht, natürlich, die Musik. Und wer die Musik Neil Youngs mag, schätzt und liebt, und zwar mehr als "Harvest" und "After the Gold Rush", sollte dieses Buch unbedingt lesen!
Ich werde mir es aber auf jeden Fall noch im Original besorgen und lesen...
44 Kommentare| 23 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Ich mag sehr gerne Crosby, Stills, Nash & Young und aus Interesse an dieser Band habe ich mir „Ein Hippie-Traum“ von Neil Young gekauft. Obwohl er über die Band CSN&Y relativ wenig erzählt, hat mich das Buch fasziniert und sehr berührt. Und ich habe es fast in einem Atemzug durchgelesen.

Was sofort deutlich wird, ist der Unterschied: Einerseits Neil Young, den man durch seine Musik und Konzertaufzeichnungen kennt und anderseits der Neil Young wie er sich in seiner Biografie mit all` seinen Lebensumständen zeigt. Hier ist er nicht der Superstar, der musikalische Individualist, den man beim Hören mit seinen eigenen Vorstellungen und Projektionen besetzt, sondern ein Mensch mit Schwächen und Stärken, mit Erfolgen und Niederlagen.

Hinzu kommt die Art und Weise, wie er schreibt - sehr lebendig, nicht geziert, klar und direkt, leicht lesbar – und das ergibt zusammen eine sehr authentische Stimmung, die anregt und überzeugt.

Natürlich berichtet er viel über seine Musik, über diejenigen mit denen er produzierte und zusammen spielte – aber ein Thema durchzieht das Buch in besonderer Weise: Seine persönliche Auffassung von Musik – sein Statement für echte, authentische Musik, die aus der Seele kommt und die andere Seelen berührt. „Musik wird heute als ein Unterhaltungsmedium präsentiert, wie ein Spiel, aber ohne die volle Audioqualität. Sie ist eher eine Art lässiger Zeitvertreib oder ein Spielzeug, keine Botschaft an die Seele. So ändern sich die Zeiten.“ (Neil Young in eigenen Worten)

Ja, Neil Young kommt aus einer anderen Zeit. Es war die Zeit des Aufbrechens verkrusteter gesellschaftlicher Strukturen, es war die Zeit der Sehnsucht nach anderen Werten, es war die Zeit des Ausbruchs aus der Masse der gesellschaftlichen Anonymität, hin zum Individuum, die Zeit des Sichselbstausprobierens. Und damit auch die Zeit mit der Musik neue Wege zu gehen. Und wer zumindest einen Teil seiner Alben kennt, weiß, dass er konsequent seinen Weg gegangen ist, dass er immer Neil Young blieb und immer mehr Neil Young wurde. Er ist sich treu geblieben: Musik als Botschaft aus der Seele um andere Seelen zu erreichen. Egal, was die Plattenbosse und die Verkaufszahlen sagen.

Und man erfährt viel über den Menschen Neil Young – über seine Normalität im Alltagsleben, seine Interessen, über seine Familie (übers einen behinderten Sohn!), über seine verschiedenen Hilfsprojekte, über seine Umweltaktivitäten und sein Bemühen um die Qualität in der Musik, die er in den heutigen digitalen Darbietungsformen als unzureichend beurteilt.

Insbesondere ist dieses Buch auch ein vom Herzen kommendes Dankeschön an die vielen Musiker mit denen er bisher zusammen spielte. Und es ist ein nachdenkliches Innehalten an die diejenigen musikalischen Weggefährten, die schon verstorben sind und die ihm besonders nahe gestanden haben.

In Kurzform: Das Buch hat mich wirklich positiv überrascht. Es wirkt auf mich sehr aufrichtig, es wirkt menschlich und es strahlt atmosphärisch eine Botschaft aus: Alles beginnt damit, zu versuchen sich selbst zu sein und zu sich zu stehen.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. November 2012
Neil Young's ersten Versuch, sich literarisch mit seinem Leben auseinander zu setzen, muss man nicht gelesen haben. Wer sich für die Lebensgeschichte und die Musik dieses herausragenden Musikers oberflächlich interessiert, sollte besser zu einer der vielen Biographien greifen, die bereits über Neil Young erschienen sind.
In einfacher Sprache schildert Neil Young in seinem Buch Episoden aus seinem Leben, Nebensächlichkeiten und Belanglosigkeiten ebenso wie wichtige und interessante Details seiner inzwischen 66-jährigen Lebensgeschichte. Dabei springt er sowohl im Zeitverlauf als auch hinsichtlich der Inhalte ständig hin und her und versäumt es dabei nicht, immer wieder Dank an die Musiker und Weggefährten zu verteilen, die ihn in seinem Leben begleitet haben.
Und dennoch, ich habe es nicht bereut, mich durch die fast 500 Seiten zu arbeiten. Finden sich doch immer wieder Hinweise und Episoden, die das künstlerische Werk dieses Ausnahmemusikers verständlicher machen. Es ist ein Buch für all jene, die möglichst Alles lesen wollen, was von und über Neil Young geschrieben wurde. Ist es doch bei Neil Young nicht anders als bei jedem großen Musiker. Die vielen kleinen und großen Auf und Abs des Lebens - die ganz persönliche Lebensgeschichte - bilden den Hintergrund und den Nährboden des künstlerischen Schaffens. Ich habe 1969 die erste Platte von Neil Young gehört und seitdem erfreue ich mich an seiner Musik. Nahezu alle von ihm veröffentlichte Musik findet sich als LP oder CD in meinem Musikregal. Sollte Neil Young morgen ein neues Werk auf den Musikmarkt bringen – ich würde es erwerben. Er gehört zu den Gitarristen und Song Writern, die mich faszinieren. Immer tiefer bin ich mit den Jahren in seine Musik eingedrungen. Das Buch hat mir geholfen, zu einigen seiner Platten und Kompositionen einen besseren Zugang zu finden.
So kann ich denn das Buch all jenen ans Herz legen, die eine ähnlich intensive Auseinandersetzung mit seiner Musik pflegen. Es ist ein weiteres Buch für die von Neil Young getöteten (in Anlehnung an das Buch von Navid Kermani). Ebenso würde ich jenen von einer Lektüre des Buches abraten, die nicht unbedingt von seiner Musik nur begeistert sind und sich lediglich einen Eindruck über seine Lebensgeschichte verschaffen wollen. Ich sagte es bereits – da gibt es Besseres auf dem Markt.
Eigentlich kann man diese zweischneidige abschießende Bewertung nicht in einer Note zusammenfassen – als Kompromiss möchte ich dennoch drei Sterne vergeben.
33 Kommentare| 20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Neil Young hatte ganz offenbar Spaß beim Schreiben dieses Buches, das merkt man beim Lesen sofort. Aber hat der Leser dadurch auch Spaß? Nicht unbedingt, wie ich finde. Doch langsam, eines nach dem anderen. Young hat in seinem Buch eher kapitelweise Anekdoten geschrieben, statt eine klassische Autobiographie zu verfassen. Das ist ja an sich nicht schlimm, wären diese Anekdoten auch durchgehend interessant. Aber mal ehrlich, es gibt kaum etwas, das mich weniger interessiert als Modelleisenbahnen; Young hingegen geht in diesem Thema offenbar völlig auf und kann seitenweise darüber schreiben. Das ist nur ein Beispiel, es gibt auch weitere Bereiche, die zur Sprache kommen und für mich ziemlich belanglos sind. In der Zeit wird dabei munter hin- und hergesprungen. Da geht es mal 20 Jahre zurück, dann 30 Jahre vor, dann wieder 10 zurück und immer so weiter. Neil Young hat jeweils das niedergeschrieben, was ihm gerade eingefallen ist, chronlologisch geordnet hat er es nicht. Auch das ist nicht weiter wild, aber irgendwie habe ich die ganze Zeit darauf gewartet, dass der große Knaller kommt. Der bleib jedoch aus, die meisten Kapitel sind ziemlich langweilig. Nur manchmal liefern die Rückblicke das, was ich mir erhofft hatte, nämlich einen interessanten Einblick in die Welt des Rock 'n' Roll. Hätte man das Buch auf diese Kapitel gekürzt (gut, dann hätte es nur um die 100 Seiten gehabt), wäre das für mich völlig ausreichend gewesen. So quält man sich oftmals durch Belanglosigkeiten und hofft, endlich wieder zu einer spannenden Stelle zu kommen. Am Ende bleiben drei Fragen offen: Wenn Neil Young tatsächlich mit dem Kiffen aufgehört hat, darf er sich dann wirklich noch einen Hippie nennen? Wäre dieses Buch interessanter geworden, wenn er noch Marihuana und Alkohol konsumiert hätte? Und sollten Hippies überhaupt Bücher schreiben dürfen? Wir werden es wohl nie erfahren.
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am 5. Februar 2013
Für Neil Young Hardcore Fans empfehlenswert! Gemäß dem Recording-Motto von Neil Young: alle Spuren pur und ohne Mischpult direkt in die Bandmaschine! Leider ist genau dies das Problem des Buches!
Mit hoher Erwartung liest man die ersten 100 Seiten und ein Gefühl von Insiderwissen und Intimität macht sich breit. Schließlich „kennt“ ja der Leser als eingefleischter CSN&Y Fan die kalifornischen Rock`n Roll und Hippie Community seit 40 Jahren!
Das Buch hat offenbar der Meister allein geschrieben. Und man spürt das. Erfrischende Ehrlichkeit und Spontanität wechseln sich ab. Vor nichts wird halt gemacht: Probleme, Ängste, Ehen, seine behinderten Kinder, die verstorbenen Freunde und langjährigen Wegbegleiter (die dem Fan natürlich alle namentlich von den Platten-Covern bekannt sind), seine Sammlerleidenschaft, sein PureTone Projekt, seine Autos, sein Gras rauchen etc.. Positiv, dass er alles in kurze Kapitel eingeteilt hat.
Und genau diese Spontanität ist das Problem des Buches!
Denn bereits nach 3 Kapiteln scheint er zu vergessen, was er in den vergangenen geschrieben hat. Alles wiederholt sich! Mit einer Regelmäßigkeit ist er in den 70-igern, dann geht`s zurück in die 60-iger und dann wieder in die 80-iger. Man erfährt Erlebtes mit der ersten, zweiten, dritten Lebensgefährtin, dann geht`s wieder zurück zur ersten usw.. Ab Mitte des Buches hat man die Hoffnung dass mal was Neues kommt, aber man beginnt immer mehr Zeilen zu überfliegen. Die Wiederholungen wollen einfach nicht aufhören. Selbst für den verständnisvollsten Fan stellt sich mühseliges Lesen ein.
Hinzu kommt, dass das Buch ausschliesslich die anfänglichen Jahre von Buffallo Springfield an bis in die 70-iger, teilweise 80-iger behandelt. Wichtige Jahre und Ereignisse mit z.B. CSN fehlen vollständig.
Die Überarbeitung durch einen Ghostwriter hätte dem Werk zu mehr Professionalität, Tiefe und Glaubwürdigkeit verholfen. Vielleicht hätte ja Neil auch sein Manuskript vorab mal einem Kollegen zum Lesen geben sollen! Vielleicht ist aber auch der hier beschriebene Eindruck auch nur der eines verklärten Fans.
Lassen wir es dahingestellt, ob die direkte Abnahme vom Verstärker die beste Lösung ist. Sein musikalisches Lebenswerk bleibt einmalig.
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am 26. September 2012
Darauf haben wir gewartet. Endlich liegt „Waging Heavy Peace“ auf Deutsch vor. Heißt aber nur „Ein Hippie Traum“. War wohl zu schwierig zu übersetzen.

Neil Youngs Autobiographie ist eher so eine Art lockeres Tagebuch. Ganz easy und gut zu lesen. Manche Kapitel starten mit „Jetzt muss ich Euch erzählen, was gestern bei dem Treffen im Feelgoods passiert ist“. Neil Young schreibt auf, was ihm im Kopf rumgeht und was er so macht. Man erfährt viel. Wo er schreibt und wann, über was und warum. Wie es auf seiner Ranch zugeht. Wen er trifft und woran er gerade arbeitet. Und er benutzt das für Rückblenden. So erfahren wir genauso alles über seine LincVolt Mission als auch über seine Kinderlähmung als Fünfjähriger.

Dazwischen Selbstreflektionen, über den Grund Musik zu machen, über seine Besessenheit, Autos und Eisenbahnmodelle zu sammeln usw.. Er analysiert sich selbst, ist sein eigener Beobachter und Kritiker. Und das Buch macht Spaß, nicht nur für Neil Young Verehrer. Dass es sich ein-, zweimal wie ein Fanal, wie eine Flugblatt liest macht seine Ideen (und das Buch) eher noch kurzweiliger. Neil Young war und ist ein Weltverbesserer.

Waging Heavy Peace ist ehrlich und nicht geschönt. Wer Neil Youngs geradlinige Art Musik zu machen liebt, der wird von diesem ebenso geradlinigen Buch begeistert sein.

Das „Radio der von Neil Young Getoeteten“ [...] verlost 3 Exemplare des Buches. Muss man aber unsere Rezension hören.
33 Kommentare| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Im zweiten Anlauf hat es doch noch geklappt und Neil Percival Young hat seine Autobiographie geschrieben, womit er in die Fußstapfen seines Vaters gestiegen ist, des Schriftstellers Scott Young. Den ersten Biographie-Anlauf Shakey: Neil Young's Biography und vor allem "Sixty to zero" von Johnny Rogan Neil Young: Zero to Sixty wird dieses Buch nicht ersetzen, beide Titel sind unbedingt empfehlenswert!

In "Ein Hippie-Traum" kommt erstmal der Unternehmer Neil Young zu Wort, wirbt mal wieder für Verbesserungen an den Tonträgern, für sauberere Autos und spricht über den Niedergang von Lionel, die inzwischen ihre Modelleisenbahnen nicht mehr in den USA, sondern in China produzieren. Mit seiner Begeisterung für Lionel hatte es Neil ja sogar zu einem Zitat in der TV-Serie The Sopranos gebracht.

Bald kommt das neue Album von Neil Young & Crazy Horse Psychedelic Pill. Getourt wird vorerst in Nordamerika. Ein super Weihnachtsgeschenk wäre Teil 2 der Archives, aber bislang ist nichts in Sicht. Dafür kündigt Young "Homegrown" sowie weitere Projekte, wie etwa einen Roman an und ein Buch namens "Cars & Dogs". Letzteres ist vielleicht eher als Scherz gemeint.

Warum es in diesem Buch immer wieder schwarze Seiten gibt, habe ich nicht verstanden. Schön wäre ein Lesebändchen gewesen! Ich habe sie nicht gezählt, aber bei dem geschätzten zwei Dutzend Fotos sind echte Schätze dabei! Sehr willkommen wären ein Inhaltsverzeichnis und ein Register, da Young recht sprunghaft erzählt, wird es schwer gezielt etwas nachzuschlagen! Bei den Fotos fehlt leider die Klageschrift von Geffen für den Vorwurf "nicht Neil-Young-typische Musik aufzunehmen" - das würde ich mir so gerne rahmen!

Die Mutter, die seine Musik so sehr förderte wird ebenso gelobt wie der Vater.
Zum Sterben sei er noch nicht bereit, schreibt Young. Die Demenz seines Vaters und erste Anzeichen von Veränderungen in seinem Gehirn trieben den Kanadier offenbar dazu nun endlich seine Autobiographie zu veröffentlichen. Ohne Alkohol und Gras könne er sich nun auch viel besser konzentrieren, verrät er. Geschrieben ist das Buch dennoch eher wie seine Songs: Raus damit! Nicht ewig feilen, sondern den Moment einfangen! Es gibt lobende Wort für Stephen Stills, den er als seinen Bruder bezeichnet, manchmal wird es technisch und Young schwärmt von den Freuden etwas zu erschaffen. Viele Weggefährten sind bereits verstorben, das macht ihn nachdenklich. Überraschend offen wird über den Konsum von harten Drogen gesprochen. Immer und immer wieder wird der Verlust von Briggs bedauert, ein wesentlicher Mann im Schaffen Youngs.

Die Kapitel in diesem Buch sind kurz gehalten, manche tragen eine Überschrift: Etwa Ronald Reagan oder Religion.

In ihrem Buch hatte Astrid Young geschrieben, dass der Unterschied zwischen ihr und ihrem Bruder der wäre, dass sie in der realen Welt lebe. Neil bekennt in "Waging Heavy Peace", dass er sich schon mal als Auserwählten betrachtete, der die Welt mit seinen Schöpfungen beglücken sollte. Ironie nicht erkennbar und damit auch ein guter Hinweis darauf, wie sehr einen Ruhm, Erfolg und Aufmerksamkeit dazu bringen können in eine Scheinwelt zu entgleiten.

Der Kenner findet sich in diesem Buch in den verschiedensten Songs von Neil Young wieder, wenn es um Mort geht, hört man fast schon "Long may you run" im Ohr, "Harvest" erscheint nach dieser Lektüre ebenso wie "Tonight's the night" nicht unbedingt in neuem Licht, aber die Bindung wird durch Youngs Worte noch enger.

Drei Übersetzer waren offenbar notwendig, weil das Buch nahezu zeitgleich auf Englisch und Deutsch erschienen ist. Die englische Fassung werde ich noch lesen, an der Übersetzung irritiert bislang nur der deutsche Titel. Hippie-Dream war ja bislang nur ein bissiger Song über David Crosby. In Kapitel 32, in dem zum ersten Mal Nirvana erwähnt werden, hat sich mit "Autografenjäger" eine Übersetzung eingeschlichen, die besser Autogrammjäger lauten sollte, aber wirklich schlimm ist das nicht.

Die Sprunghaftigkeit, die Neil in diesem Buch an den Tag legt, mag nicht jedem zusagen. Sicherlich ist es nicht weltbewegend zu erfahren, dass er von seiner elektrischen Zahnbürste fasziniert ist. Profanes reiht sich hier an wichtige Details aus seinem Leben. Er selbst kommentiert das durchaus selbstironisch. Ein Neil Young verweigert sich eben nicht nur bei der kommerziellen Rockmusik, sondern auch beim Bücherschreiben!

Zweifellos die Sensation für Neil Young Fans: Der Meister spricht zu uns! Unbedingt lesen!

Weitere Bücher zum Thema: die Biographie von Scott Young Neil and Me und Schwester Astrid Young Being Young.

478 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Übersetzung: Stefanie Jacobs, Michael Kellner & Hans-Ulrich Möhring, s/w-Fotos, KiWi 2012
1515 Kommentare| 32 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Oktober 2012
...vor allem, wenn einen dieser gute Mann schon ca. 40 Jahre ohrenmäßig begleitet. Viele kleine Anekdoten, seine Familie, seine Freunde, seine Hobbies, seine Macken! Alles in kleinen Häppchen ohne roten Faden. Das stört nicht weiter, erleichtert sogar das Lesen während kurzer Bahn- oder Busetappen.

Ich hab' mir das Original gekauft und es nicht bereut. Das Englisch ist leicht verständlich, auch für Leute mit nicht ganz so sattelfestem Englisch. Und außerdem hatte ich beim Lesen der Sätze den Eindruck, Neils Stimme und Phrasierung zu hören. Das hat noch mal 'ne Schippe draufgelegt.

Wieviele Sterne? 5 fänd' ich ein klein wenig zuviel, dafür kratzt so manche Geschichte zu doll an der Oberfläche, aber 4 dürfen es sein, denn Spaß hat's gemacht.
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am 28. September 2014
Ich bin großer Fan von Neil Young, und so war es fast schon Pflicht, seine Autobiografie zu lesen. Aber hoppla, das war nicht annähernd ein Genuss wie die meisten seiner Musikstücke. Man mag den "direkten" Stil toll finden, ich finde darin nur eine Vielzahl von sich ständig wiederholenden Floskeln. Die Hauptthemen des Buchs sind: Seine Autos (spritfressende Monster), sein LincVolt (seine persönliche Antithese zu den vorgenannten Cadillacs & Co.) und PureTone (oder heute Pono), sein Kampf um den guten Klang in der Rockmusik. Alles interessant, aber doch nicht Seite um Seite, immer wieder neu aufgegriffen, und immer wieder die gleiche alte Geschichte!
Es gibt auch viel Anrührendes und Interessantes: Anrührend die Geschichte seiner Kinder und seine unbedingte Liebe zu ihnen, sein Stolz über sie. Bewegend auch die Offenheit, mit der er über seinen Suchtmittelkonsum spricht, ohne entschuldigendes Ich-Bin-Jetzt-Bekehrt (wie in manch anderer Rockbiografie) und ohne beschönigendes Pathos. Super getroffen.
Die vielen Geschichten über Manager und andere Personen seines Lebens waren ganz sicher für ihn wichtig, für mich als Leser eher langweilig, seine unendlichen persönlichen Danksagungen nicht mein Geschmack.
Für mein Gefühl ist das zu kurz gekommen, was mich an Neil am meisten interessiert: Seine Musik. Da hätte ich gern viel mehr erfahren!
Sei's drum, so eine Biografie darf man schreiben, man muss sie aber nicht lesen.
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am 24. Oktober 2012
In den vergangenen Jahren erschienen einige Autobiografien von den ganz großen Namen der Musikbranche. Leute wie Bob Dylan, Eric Clapton oder Keith Richards, die allesamt die Musik nachhaltig geprägt haben, veröffentlichten ihre Memoiren. Nun gesellt sich auch Neil Young zu diesen Musikern. Der kanadische Songwriter und Sänger veröffentlicht mit „Waging heavy peace – Hippie dream“ seine Erinnerungen.

Seine Motivation erklärt er gleich zu Beginn: Er hat das Gefühl, dass sein Gedächtnis schlechter wird. Dementsprechend sollte so langsam alles festgehalten werden. Zudem fehlt ihm derzeit ohnehin die Inspiration um Lieder zu schreiben, was er darauf schiebt, dass er zum ersten Mal ohne die Hilfe von Drogen schreiben muss. Und dann kann er sich ja auch mal als Buchautor versuchen. Dabei scheint es, als würde Neil bei seinem Buch die gleiche Technik wählen, die er auch für einen Großteil seiner Lieder verwendet hat: Einfach gerade heraus, ohne lange daran herumzuwerkeln. Entsprechend ließt sich „Waging heavy peace“ eher wie ein Tagebuch, als eine konventionell strukturierte Biografie. Die einzelnen, mal kürzeren mal längeren Kapitel sind offenbar dem Bewusstseinsstrom folgend geschrieben, chronologisch in keiner geordneten Reihung und wenn Young in Erzählungen mal in diese und mal in jene Richtung abschweift, dann können auch schon mal kurze Kommentare zur Gegenwart einfließen, zum Beispiel, zu Dingen, die er noch erledigen möchte, wenn er das aktuelle Kapitel zu Ende geschrieben hat.
Dieser Stil erschwert es dem Leser natürlich, sich das Leben Neil Youngs vollständig und in richtiger Abfolge zu rekonstruieren, und man kann nach der Lektüre auch nicht einfach mal eben etwas nachschlagen (es gibt zudem weder Inhaltsverzeichnis noch Index), aber irgendwie passt dieser Stil eben auch zu Neil Young. Und das Lesen des Buches macht trotzdem Spaß.

Die verschiedenen Stationen in Youngs Karriere, von den Anfängen in Kanada über Buffalo Springfield, Solo-Alben, CSNY und Crazy Horse bis in die Gegenwart, wird Stück für Stück zusammengesetzt. Dazu kommen einige Geschichten und Anekdoten zu seinem Familienleben. Er schreibt über seine Frauen und seine Kinder, und das Leben als Familie. Einen sehr großen Teil des Buches nehmen seine weiteren Leidenschaften ein: Modelleisenbahnen, Autos sowie seine beiden aktuellen Projekte, das Energie-effiziente LincVolt Hybridauto und die neue Audio-Technologie PureTone / Pono. Als Fan von Youngs Musik kann man dabei den Eindruck gewinnen, dass er über seine Musik nicht ausführlich genug schreibt, doch muss man dies wohl akzeptieren, da seine weniger prominenten Leidenschaften eben trotzdem auch Leidenschaften sind, und er sie entsprechend einbinden möchte. Im Fall von PureTone / Pono kommt dazu, dass bisweilen der Eindruck erweckt wird, Young versuche das Buch als Werbefläche für dieses Produkt zu nutzen. Er selbst scheint sich dessen wohl auch bewusst (geworden) zu sein, da er ein Kapitel zu diesem Thema gleich mit „And now, another word from our sponsor, PureTone“ betitelt. Aber eben auch darüber kann man hinweg sehen, wenn man bedenkt, dass ihm dieses Projekt einfach am Herzen liegt.

Insgesamt ist „Waging heavy peace“ wieder einmal eine sehr interessante Biografie. Durch den Stil erhält der Leser wohl kein ganz so klares Bild des Lebensweges Youngs, aber andererseits ist es eben auch gerade dieser Stil, der etwas über das Wesen und die Person Youngs offenbart. Und letztlich wirkt das ganze Buch dadurch eher wie eine persönliche Erzählung, als ein fachmännisch zusammengesetztes und durchstrukturiertes Buch. Sollte man im Englischen genügend gut bewandert sein, sollte man außerdem auf jeden Fall die Originalfassung kaufen. Zum einen ist es ohnehin manchmal nicht ganz einfach, Fachausdrücke und Szenen-Sprache angemessen zu übersetzen, und zum Anderen gehört der Ton, in dem Young schreibt, einfach auch zu dem bereits erwähnten Stil des Buches.
Für Fans von Neil Youngs Musik ist es allemal interessant, und auch sonst werden einige Leser sicherlich einige Facetten im Leben von Neil Young entdecken von denen man vielleicht noch gar nichts geahnt hat.
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