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Kundenrezensionen

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am 30. September 2010
Eine Einbruchserie erschüttert Berlin. Mehrere Nobelkaufhäuser werden ausgeraubt, beim letzten Coup im KaDeWe stirbt Benny, einer der Täter. Alex, die mit Benny zusammen "arbeitete" und seinen unfreiwilligen Todessturz mit ansehen muss, schwört Rache.

Ein jüdischer Gangster aus den USA reist nach Berlin und Kommissar Gereon Rath wird mit seiner Observation beauftragt. Mehrere Morde geschehen, die das berufliche und private Leben von Gereon ganz schön durcheinander bringen....

"Goldstein" hat mich besonders fasziniert und interessiert, da ich eine lange Zeit in Berlin gelebt habe. Ich konnte mit dem Roman bzw. seinen Protagonisten in eine völlig andere Welt eintauchen, die Welt Berlins in den 30er Jahren. Sehr anschaulich wird das Leben geschildert, wie es sich damals zutrug, was nicht zuletzt an den etwas antiquierten Begriffen aus der damaligen Zeit liegt. Der Begriff "Schupo" lebt wieder auf, einige Begriffe musste ich tatsächlich nachschlagen, unter einem "Ringverein" konnte ich mir nichts vorstellen, auch der Begriff "Schränker" war mir nicht geläufig.

Volker Kutscher gelingt es, seine Protagonisten lebensnah und sympathisch erscheinen zu lassen, nichts wirkt konstruiert sondern sehr natürlich. Der Schreibstil liest sich flüssig und spannend. Vielleicht wäre es gut, die beiden ersten Teile gelesen zu haben um mehr Hintergrundwissen zu bekommen, ich habe eine Zeitlang gebraucht, bis ich die verschiedenen Personen zuordnen konnte. Letztendlich fügen sich alle Handlungsstränge zu einem spannenden Finale.

Mein Fazit: "Goldstein" ist ein wirklich lesenswerter spannender Milieu-Krimi mit viel Charme, Spannung und einem sehr sympathischen menschlichen Protagonisten. Unbedingt lesen!!
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am 24. September 2010
Mit diesem Wahlspruch sollte das Image der Schutzpolizei in der Weimarer Republik für Bevölkerungsnähe werben. Und genau in diesem Sinne versuchen die Protagonisten des historischen Berlinkrimis von Volker Kutscher, Charlotte Ritter und Gereon Rath, mit Menschlichkeit und polizeilichem Sachverstand einen vielschichtigen Fall zu klären. Doch das ist nicht so einfach in politisch unruhigen Zeiten und bringt die Verlobten in einige gefährliche Situationen. Die Grenzen zwischen Gut und Böse beginnen zu verschwimmen, die preußischen Polizisten werden vom aufkommenden Nationalsozialismus beeinflusst und müssen sich politisch positionieren.

Alles beginnt mit einem Einbruch zweier Jugendlicher in das Kadewe. Alex und Benny werden auf der Flucht gestellt und die fassungslose Alex muss mit ansehen, wie ihr Freund Benny von einem Polizisten vom Fenstersims gestürzt wird. Der Hehler, dem sie ihr Diebesgut verkauft, wird ebenfalls ermordet und nun beginnt eine Reihe von Morden, die scheinbar nicht miteinander in Verbindung stehen. Erst durch die hartnäckigen Ermittlungen von Gereon zeigt sich eine Spur, die nicht wie erwartet zu den konkurrierenden Ringvereinen Berolina und Nordpiraten führt, sondern direkt in das Polizeipräsidium. Darin verwickelt ist der amerikanische Jude Abraham Goldstein, der in den Staaten kein unbeschriebenes Blatt ist und deswegen von Gereon beschattet wird. Aber auch dieser Verdacht ist nur der Anfang einer Reihe von ermittlungstechnischen Umwegen, die letztendlich eine Verbindung zu Kollegen und Vorgesetzten von Gereon Rath herstellen und zur Aufklärung einer umfassenden Verschwörung führen.

Wieder einmal ist dem Autoren ein überzeugender und hervorragend recherchierter historischer Kriminalroman gelungen, der auch Leser begeistern wird, die das Ermittler Duo noch nicht aus den vorausgegangenen Romanen "Der nasse Fisch" und "Der stumme Tod" kennen.
Die Zeit der Weimarer Republik wird für den Leser mit allen Sinnen spürbar und die politische Bedrohung der Demokratie greifbar. Der Leser empfindet mit den Handelnden, wie schleichend der Arier Irrsinn im Alltag Fuß fasst und wie Judenhass und sozialer Neid salonfähig werden. Die Beeinflussbarkeit der Menschen, ihre niedrigen Beweggründe und das gnadenlos verdrehte Rechtsempfinden der verbotenen SA wird auf erschreckende Weise deutlich. Der Rechtsstaat beginnt, sich in einen Unrechtsstaat zu verwandeln, und das ist das herausragende Thema, das Volker Kutscher bereits in seinen vorangehenden Krimis erfolgreich thematisiert hat. Neben einer fesselnden Krimi-Handlung wird er so seinem Anspruch gerecht, "stets ein Historiker zu bleiben" (taz Interview 4.9.2009).
Er verfolgt auf diese Weise die Frage weiter, die ihn schon immer beschäftigt hat: "Wie war es möglich, dass eine Republik mit vielen modernen Ansätzen sich in eine Diktatur verwandelt?"(ebd.)
Hinweise auf seine Quellen findet der interessierte Leser auf der Homepage des Verlages. Sie werden dort vom Autoren ganz im Sinne des wissenschaftlichen Vorgehens zugänglich gemacht und belegen die realistische Darstellung der damaligen Zeit in seinen Romanen.
Voker Kutscher bringt den Lesern eine vergangene "moderne" Zeit näher, die erschreckende Parallelen zur heutigen Zeit aufweist und seine Bücher deswegen umso lesenswerter macht.
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TOP 500 REZENSENTam 23. September 2010
Endlich ist er da, der lange erwartete dritte Band der Reihe um Gereon Rath, den Kommissar, der im Berlin der 30er Jahre ermittelt. Nach "Der nasse Fisch" und "Der stumme Tod" nimmt uns Volker Kutscher wieder mit auf eine Zeitreise, die die damaligen Zustände im "Miljöh" meines Erachtens sehr realistisch wiedergeben. Das Buch ist nicht nur ein spannender Krimi, sondern auch in gewissem Maße ein Dokument, das diese politisch unruhige Zeit vor der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten auf unterhaltsame Weise anschaulich macht.

Und eines kann man Volker Kutscher nun wahrlich nicht nachsagen: Er hält sich nicht lange mit Vorgeplänkel auf, sondern lässt den Leser sogleich mitten in das Geschehen eintauchen. Da gibt es Kleinkriminelle, jüdische Auftragskiller aus Amerika, korrupte Polizisten, Faschisten, Juden...

Aus all diesen "Zutaten" mixt Kutscher sehr gekonnt ein Buch, das sich einerseits zügig herunterlesen lässt, andererseits aber auch immer wieder zum Nachdenken über die damalige Zustände animiert.

Jeder politisch halbwegs interessierte Leser kommt nicht umhin, Parallelen zur heutigen gesellschaftlichen Situation, speziell in Deutschland, zu entdecken. Ich hatte jedenfalls immer wieder solche 'Aha-Momente' bei der Lektüre, diese tollen, spannenden Krimis, der sich wohltuend von dem üblichen Serienmörder-Einerlei vieler aktueller Publikationen dieses Genres abhebt.

Deshalb: Von mir volle Punktzahl für Volker Kutschers "Goldstein"!!!
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am 5. Juni 2014
Das Berlin des Jahres 1931 steht in jeder Zeile vor dem Leser in einer Lebendigkeit, die fasziniert, wenn nicht gar erschüttert. Natürlich bilden die Durchbringung der Polizei mit Braunhemden den gewohnten Hintergrund, auch der Zusammenbruch der Danat-Bank und die Jugendarbeitslosigkeit den Hintergrund für die Arbeit des Kommissars Gereon Rath. Im Vordergrund steht jedoch das sachliche Bemühen um demokratisch-legitime Aufklärung von vermeintlichen und tatsächlichen Verbrechen. Und Raths verkorkstes Liebesleben. Meisterhaft ist der Aufbau von Spannung durch "hängende" Schlüsse der vielen Kapitel. Kutscher ist zu diesem Buch zu gratulieren ebenso wie zu den Einsichten seines Helden.
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am 9. Mai 2013
Der amerikanische Gangster Abe Goldstein kommt nach Berlin und Gereon Rath erhält den Auftrag ihn zu beschatten. Zur selben Zeit gibt es Tote bei den Berliner Ringvereinen, handelt es sich da um Revierkämpfe? Ist Goldstein deshalb in Berlin oder was will er hier?

Charlie, Gereons Freundin, leistet derweil ihren juristischen Vorbereitungsdienst beim Amtsgericht b und lernt dort die 18jährige Alex kennen, eine Kleinkriminelle, die sich u. a. mit raffinierten Kaufhausraubzügen durchschlägt. Bei einem solchen wird Alex‘ Freund Benny getötet und es scheint fast, dass ein Polizist dabei seine Hände im Spiel hat. Alex gelingt es aus Charlies Obhut zu fliehen und diese setzt nun alles daran, sie wieder zu finden, auch zu Alex‘ eigenem Schutz, denn auch andere sind hinter ihr her.

Kutschers dritter Band um Gereon Rath ist wieder angesiedelt in mitten historischer Ereignisse. Das ist es auch einer der Gründe, die diese Romane so interessant machen. Der aufkommende Nationalsozialismus und der Terror, der dahinter steckte, sind in diesem Band sehr stark erlebbar. Durch die Figur des Abe Goldsteins, eines Juden, wird auch die Stellung der jüdischen Bevölkerung mehr thematisiert, zumal dieser auch noch Familie in Berlin hat, an der der Autor sehr schön die unterschiedlichen Strömungen jüdischen Lebens darstellt, auf der einen Seite die sehr stark religiös Geprägten, auf der anderen Seite die eher weltlich Orientierten.

Der Autor erzählt die Geschichte in verschiedenen Ebenen. Direkt zu Beginn erlebt man mit Alex und Benny den schicksalshaften Kaufhausraubzug, daneben verbringt der Leser/die Leserin viel Zeit mit Charlie und auch mit Abe Goldstein. Gereon Rath tritt in diesem Buch deutlich in den Hintergrund. Das irritiert zunächst etwas, passt aber sehr gut zum Geschehen, denn Rath ist nicht überall dabei, wo interessante und handlungsrelevante Dinge passieren. So kann die Leserschaft alles aus erster Hand miterleben. Der Liebesgeschichte zwischen Charlie und Gereon wird wieder relativ viel Platz eingeräumt. Zum Ende gibt es eine Wendung, die gespannt auf den nächsten Band macht.

Auch wenn dieser Roman für mich der schwächste Rath-Band ist, vergebe ich hier dennoch die Höchstnote (mit kleinen Abstrichen), allein dafür, wie Kutscher historische Persönlichkeiten (z. B. unter dem Personal der Kriminalpolizei) und historische Geschehnisse in seine Romane – auch in diesem hier – integriert, hat er die Bestnote verdient. Außerdem ist dem Autor auch hier eine interessante Geschichte gelungen, die es sich zu lesen lohnt. Auch dieses Mal wurde ich wieder zum Googeln angeregt und habe einige neue interessante Dinge erfahren (z. B. über den einäugigen Hanomag), für mich ist es generell ein Qualitätsmerkmal, wenn ich durch einen historischen Roman etwas Neues hinzulernen konnte

Kutschers Charaktere sind bis in die Nebenrollen sehr gut ausgearbeitet – und sie sind alle Kinder der Zeit, ob im guten oder im schlechten. Viele Figuren kennt man nun schon seit dem ersten Band und erlebt auch Entwicklungen mit. Ich hoffe noch auf viele weitere Romane über Gereon Rath und seine Mitstreiter und über das Berlin der 30er Jahre.
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TOP 1000 REZENSENTam 29. Januar 2015
...denn von den vier bisher von mir gelesenen Berlin-Krimis um den eigenwilligen Gereon Rath und die tempramentvolle Charlie
war dieser der schwächste. Dabei bieten die Handlungsstränge um den New Yorker Killer, das Straßenkind Alex, die Grabenkämpfe der Ringvereine und den sich verstärkenden Terror der Rechten interessante Figuren und vielversprechende Entwicklungen. Aber irgendwie ist alles ein wenig zu sehr in die Länge gezogen, Nebenhandlungen werden ausgewalzt und immer wieder hat man Deja-vus, bei denen man denkt: Das ist doch schon mal genau so passiert im Stummen Tod oder im Nassen Fisch....Davon abgesehen habe ich immer wieder das Gefühl, der Krimi spielt doch im Jahr 2015 und nicht Anfang der 1930er Jahre. Ich bin Jahrgang 1963, in einer deutschen Universitätsstadt aufgewachsen und erinnere mich , dass damals nicht jeder unserer Nachbarn ein Telefon hatte, auch nicht jeder ein Auto. Aber im Berlin der 30er telefonierten selbst die Obdachlosen jederzeit und wenn Charlie auf das Rauschen des Verkehrslärms horcht, mache ich google auf und suche nach Statistiken über PKW-Zulassungen im Jahr 1932. Das müssen ja so viele gewesen sein wie heute......Und die U-Bahn, mit der man ständig durch Berlin zu donnern scheint... die hatte doch kaum ein Streckennetz, wenn man das mal nachliest. Okay
, lassen wir die Kümmelspalterei, bleiben wir beim Krimi. Irgendwie ist der mir zerfasert, konnte mich auf den letzen 40 % nicht mehr richtig fesseln, immer wieder habe ich Seiten mit endlosen Debatten über nichts diagonal gelesen und hätte die schillernde Figur des Abe Goldstein mich nicht so gepackt- also der irgendwie narkotisert wirkende Rath, die leicht hysterische Charlie, deren Sorge um das Mädchen Alex auch eher in das Rollenbild einer modernen Sozialarbeiterin passt als in das einer ehrgeizigen Juristin, die in einer knallharten Männerwelt einen Platz sucht und der wie immer undurchsichtige Dr.M und seine Mannen alleine hätten mich nicht bei der Stange gehalten.
Märzgefallene liegt schon auf dem Nachttisch, bin gespannt, ob Kutscher dort wieder mehr gas gibt.
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am 14. März 2013
Nach "der nasse Fisch" und "der stumme Tod" habe ich keine Steigerung mehr erwartet, aber Kutscher hat mich mal wieder positiv überrascht. Der 3. Fall von Gereon Rath bringt mit dem amerikanischen Gangsterboss Abe Goldstein eine internationale Perspektive in die Anfänger der Nazizeit. Die verwebt Kutscher gewohnt brilliant und unterhaltsam in eine erneut vielschichtige Krimihandlung, die auch sozialkritische Themen, die nicht nur in das Berlin zu Anfang der 30er Jahre, sondern durchaus - erschreckende Parallelen sind wie gewohnt spannend inszeniert - in die heutige Zeit passt. Dies nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern wie es Kutscher auch in den ersten beiden Bänden gelungen ist, wieder sehr unterhatlsam. Mancher Tatort-Autor könnte davon lernen.
Umso mehr geht einem manche Schilderung unter die Haut - nicht trotzdem, sondern WEIL sie so unterhaltsam daherkommt...
Beste (Krimi)unterhaltung auf hohem Niveau - dafür 5 Sterne!
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am 5. Februar 2013
Meine hohen Erwartungen an den dritten Band der Gereon Rath-Kriminalromane wurden wieder einmal von Volker Kutscher erfüllt. Mittlerweile ist mir der rauchende, eigensinnige und nicht immer ganz polizeikonform handelnde Kommissar Rath mitsamt der berlinerischen Atmpsphäre der sich im Untergang befindenen Weimarer Republik richtig ans Herz gewachsen. Der brodelnde Nationalsozialismus mit SA-Märschen und einen immer mehr in die Gesellschaft dringenden Antisemitismus beherrscht mittlerweile den Berliner Alltag, dem sich auch die Polizei nicht stellen muss. Goldstein ist der Name eines amerikanischen Gangsters, der Berlin 1931 besucht und zu dessen preventiver Überwachung Gereon Rath abkommandiert wird. Die zeitintensive und langweilige Observierungsarbeit findet jedoch bald ihr jähes Ende, als hochrangige Berliner Unterweltbosse ermordet werden ...

Kurzweilig, spannend, historisch interessant - so kennt man Kutschers Romane und so ist glücklicherweise auch dieser hier! :)
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am 5. Oktober 2010
Diese Neuerscheinung, der neue Kriminalroman des Kölners Volker Kutscher Goldstein", ist mehr als gelungen! Es handelt sich hierbei bereits um das dritte Werk um seine Hauptfigur Kommissar Gereon Rath, der im Berlin der 30er-Jahre ermittelt. Fall eins und zwei waren Der nasse Fisch" und Der stumme Tod". Auch ohne diese beiden Vorgänger bisher gelesen zu haben, konnte ich der Handlung gut folgen. Natürlich haben einige der Charakteren und Beziehungen sich aus der Reihe heraus entwickelt und es werden auch öfters Bezüge zu vorherige Fälle und Vorkommen genommen, aber dies ist nicht störend und eher ein großer Anreiz für mich diese Bände auch bald zu lesen.
In diesem Band unterstützt Rath das FBI, in dem er sich an die Fersen eines amerikanischen Gangsters heftet. Abe Goldstein der in den USA bereits gesucht wird treibt nun nämlich auch in Berlin sein Unwesen. Spannend wird es, als im KaDeWe Raubzüge beginnen, bei denen es auch um Leben und Tod geht.
Die Leute, Schauplätze und Stimmungen sind wirklich sehr gut beschrieben, so dass man sich mühelos in das Geschehen hineinversetzen kann. Auch wenn zum Beispiel das Verhältnis von Alex und Benny eigentlich nur kurz umrissen wird und er direkt zu Buchbeginn verunglückt", hat man sehr schnell ein Gespür über die enge Bindung der beiden, die später immer wieder aufgegriffen wird und dessen Tod in diesem Buch noch eine zentrale Rolle spielen soll. Sehr gut gefiel mir unter anderem auch noch die Figur der Charly, Charlotte Richter - Gereons Freundin, die auch immer wieder beruflich seine Wege kreuzt. Spannend ist natürlich auch die Handlung selbst und wie sich das Gangstermilieu von Berlin und den USA vermischen. Durch die anschaulichen Schilderungen fühlt man sich zurückversetzt in das Berlin der 30er Jahre: authentisches Stadtbild, Arbeitslosigkeit und nicht zuletzt natürlich die politische Lage. Alles teils sehr bedrückend, wie zum Beispiel, wenn beschrieben wird, wie die jüdische Bevölkerung von SA-Mitgliedern drangsaliert wird.... Zu letzt auch noch ein Lob für die gelungene Covergestaltung, die sehr gut zu dem gelesenen passt. Alles in allem also ein Werk, dass ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann und das hervorragende und kurzweilige Unterhaltung bietet.
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am 7. Mai 2016
Hr. Kutscher, dass ist wieder ein ganz ausgezeichneter, intelligenter, zeitwissender und zeitkolorierender, sowie vielschichtiger Krimi. Danke dafür. Ich könnte noch sagen,......sehr spannend und auf einem schriftstellerischen Niveau, dass sich außerordentlich von den vielen platten englisch- amerikanischen Krimis abhebt.
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