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Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen
14
3,6 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 22. Juli 2005
Archibald Jones und Samad Iqbal stranden am Ende des zweiten Weltkrieges mit ihrem Panzer in einem bulgarischen Dorf und bekommen das Ende eines Krieges, den sie nicht gekämpft haben, erst mit 2-wöchiger Verspätung mit. Sie kehren als verkannte Helden in ihre Heimat London zurück und bestimmen fortan nicht nur das Schicksal ihrer beiden zu gründenden Familien, sondern auch das einer dritten, der Chalfens. Die Kinder der Jones' und Iqbals übernehmen die Handlung von ihren Vätern, bringen die Familie der Chalfens mit und entwickeln sich so konträr, dass sie erst im Klimax des Endes wieder zusammenfinden.
Smith hat ein gewaltiges Kaleidoskop von mehreren Generationen, Religionen, Hautfarben, Geschlechtern, Mentalitäten und politischen Einstellungen aufgebaut, dass man am Ende verwundert ist, dass es funktioniert. Dadurch, dass sie alles, was den Menschen eigentlich trennt, in nur drei Familien zusammenfließen lässt, entsteht ein Mikrokosmos von sich tummelnden Reaktionen, dass der Leser zum neugierigen Wissenschaftler wird, der das ganze Geschehen durch ein Mikroskop betrachten kann.
Smith will dabei jedoch nicht auf Lösungen hinaus, sondern zeigt vielmehr auf, wie es sich im Extremfall verhalten könnte, wenn völlig konträre Meinungen und Einstellungen auf kleinstem Raum zusammentreffen. Und das macht sie nicht fingerzeigend oder mahnend, sondern sehr unterhaltsam und mit viel Witz. Wenn Zwillinge von ihrem besorgten Vater getrennt werden, damit zumindest einer in der richtigen Einstellung aufwächst und genau das Gegenteil passiert, dann ist das für den Leser zwar vorhersehbar, aber umso witziger, wenn es tatsächlich eintrifft. Smith geht mit ihren Figuren um, als wären sie Schachbrettfiguren, schiebt sie mal dahin, mal dorthin und weiß bereits im Voraus, was passieren wird. Und alle diese Personen, die auftauchen, sind lebensnahe, liebenswerte Gestalten, Menschen wie du und ich, die als einzigen Unterschied das Problem haben, dass alle Probleme der Menschheit auf ihren Rücken lasten.
Ein kluges, kurzweiliges Buch, mit sehr viel Gehalt, dass trotzdem leicht zu lesen und deshalb unbedingt gelesen werden muss.
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am 26. Juni 2017
"Zähne zeigen" ist ein brillant geschriebener Roman, der die Probleme von Einwanderern aus Südasien und der Karibik und ihre Schwierigkeiten bei der Integration in die britische Gesellschaft sehr eindringlich aufzeigt. Folgende Zitate mögen das veranschaulichen: "Mittlerweile hab ich das Gefühl, dass du einen Pakt mit dem Teufel schließt, sobald du dieses Land betrittst. Du gibst am Zoll deinen Pass ab, du bekommst einen Stempel, du willst ein bisschen Geld verdienen, was aufbauen ... aber du hast doch vor zurückzugehen. Wer will schon bleiben? Kalt, nass, elend; furchtbares Essen, entsetzliche Zeitungen - wer will schon bleiben? In einem Land, wo man nie willkommen ist, nur geduldet. Bloß geduldet. Als wärst du ein Tier, das endlich stubenrein geworden ist. Wer will schon bleiben? Aber du hast einen Pakt mit dem Teufel geschlossen ... du wirst reingezogen, und irgendwann bist du plötzlich nicht mehr in der Lage zurückzugehen, deine Kinder sind dir fremd, du gehörst nirgendwohin (Seite 482/483)."
"Denn das ist die andere Seite im Leben von Immigranten (Flüchtlingen, Emigranten, Reisenden): Sie können ihrer Geschichte ebenso wenig entkommen, wie unsereins seinen Schatten abschütteln kann (Seite 553)."
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am 9. Januar 2003
Zadie Smith gelingt mit Zähne zeigen ein beachtlicher Einstieg. Ihre Schilderung des Lebens von Zuwanderern im modernen London zeigt viel litearisches Gespür. Sie verbindet geschickt Ängste, Ideologien, Lebensphilosophien und Eigenheiten verschiedener Kulturen mit einem allgemeingültigen Humor. Das Ganze Verpackt sie in eine kurzweilige Geschichte, die sich vom 2. Weltkrieg bis in die heutige Zeit spannt und dabei in sich abgerundet ist. Außerdem ist das Buch ein Plädoyier dafür, nicht mehr länger über Zuwanderung oder gar Überfremdung zu diskutieren, sondern die Fakten zu akzeptieren und ihre Bereicherung für die Gesellschaft (inkl. Kunst und Kultur) zu entdecken.
Bravo!
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am 12. März 2001
Anhand der beiden seltsamen Sippen Jones und Iqbal trifft Familiengeschichte auf englische (und europäische) Historie, Soziologie auf Philosophie, Glaube auf Wissenschaft. Wie vielschichtig "Zähne Zeigen" ist, wurde mir dabei eigentlich erst zum Schluss klar. Lange hatte ich es als Immigranten-Roman gelesen (und dabei vieles auf das Deutsch-Türkische Verhältnis übertragen), inzwischen beschäftigen mich einige andere Aspekte mehr. Dazu ist dieses Buch intelligent, mit Humor und spannend geschrieben, voller glaubwürdigen Personen und Orte. Unbedingt empfehlenswert!
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am 12. Oktober 2013
Ich kann nichts zur Übersetzung sagen, da ich das Buch auf Englisch gelesen habe, aber vom Inhalt und Schreibstil her ist es ein sehr interessantes Buch, das die Probleme und Möglichkeiten einer modernen (britischen) Gesellschaft (Multikulturismus, Identitätskrise/-suche, Liebe, Freundschaft, Generationsnekonflikte) unterhaltsam und gleichzeitig ernsthaft-behutsam abhandelt. Must read!!
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am 25. Juni 2002
Man kann Jadie Smith kaum zum Vorwurf machen, daß sich ihre Hauptfiguren nicht enwickelten. Mit unglaublichem Gespür für die Feinmechanik des sozialen Stillstands ist es ihr gelungen, die Motive bestimmter Typen der Londoner Unter-und Ober- und Außenschicht sympathisch darzustellen. Ihre Palette reicht von Jugendkriminalität über religiösen Fanatismus, vom Tagsüber-Abhängen-in-einer-ekligen-Bar bis zur intellektuellen und habituellen Verleugnung der ärmlichen Herkunft. Die (potentiellen) Leser von "Zähne Zeigen" werden das vielleicht nicht aus ihrem eigenen Leben kennen, und ein bißchen Interesse dafür könnte niemandem schaden. Natürlich entwickeln sich die Figuren nicht, weil sie längst wissen, daß die Erdbeben der Weltgeschichte über ihre (soziale) Identität entscheidet. Das Schöne an den Figuren ist, daß sie trotz der Verzweiflung keinen Gedanken ans Aufgeben verschwenden.
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am 10. September 2008
Bei aller Themenvielfalt dieses Romans bildet das Lebensgefühl des bengalischen Einwanderers Samad im multiethnischen London der 1960er und 70er Jahre und der Generationenkonflikt zwischen ihm und seinen Söhnen doch immerhin ein Gravitationszentrum. Samads Sehnsüchte, seine innere Zerrissenheit, sein zunehmend verzerrtes Verhältnis zu seiner Herkunftskultur und -religion und die Angst Samads und seiner Frau Alsana, ihre Identität werde über die Generationen im Meer der britischen weißen Kultur "verschwinden", hat Zadie Smith sehr gut nachvollziehbar gemacht, genauso wie die Rebellion der Kinder, die sich dem Erwartungsdruck der Eltern zu entziehen und ihren eigenen Weg zu finden suchen. All das ist in einer sprühenden, witzigen, inspirierten Sprache und sehr lebendigen Dialogen wiedergegeben, so dass das Lesen (zumindest im englischen Original, zur Übersetzung kann ich wenig sagen) mir viel Freude bereitet hat.

Aber es stimmt schon: Nach vollendeter Lektüre fragt man sich, was Zadie Smith eigentlich erzählen oder sogar mitteilen wollte.

Smith hat sich viel vorgenommen in ihrem ersten Roman: Monumental sollte er wohl sein, ein Familien- und Entwicklungsroman mit einem ausgeklügelten Plot und verschiedenen Handlungssträngen, die am Ende in einem Showdown der anderen Art zusammenlaufen; dabei leichtfüßig und nicht schwer , wie man es bei einer solchen Thematik vielleicht eher erwarten würde. Smith beweist Erzählkunst, aber man spürt die ganze Zeit, dass sie sie beweisen WILL. Das führt zu Geschwätzigkeit an Stellen, wo eher die Handlung vorangetrieben werden sollte; zu Gelehrigkeit, die stellenweise mit der Leichtigkeit kollidiert und schließlich zur Einführung immer neuer Charaktere, wo die alten zum Teil schon zu schwach ausgeleuchtet waren (allen voran Claire). Das Komische wird manchmal so herbeibeschworen, dass die Glaubwürdigkeit der Figuren darunter leidet. So ist die bourgeoise Familie Chalfen eine einzige Karikatur; Samads Freund Archie so opportunistisch gezeichnet, wie eigentlich KEIN Mensch sein kann; und von Alsana nimmt man eigentlich auch an, sie müsse intelligenter sein, als einfach Gift spritzend, aber vollkommen passiv dem Untergang ihrer Ehe und Familie zuzuschauen. Trotzdem schafft es Sadie Smith, dass man ihre Protagonisten mitsamt ihren Marotten, Verwerfungen und Lebenslügen lieb gewinnt und sich nur schweren Herzens von ihnen trennt.

Wer vor dem Hintergrund des multiethnischen London der 60er, 70er Jahre gut und kurzweilig unterhalten werden möchte, dem kann ich diesen Roman empfehlen.

Wer etwas Ähnliches, aber fantasievoller und sprachlich auf weit höherem Niveau lesen möchte, sollte zu Salman Rushdie -the real stuff!- greifen.
Wer in 90 Minuten einen Einblick in das von Smith dargestellte Lebensgefühl bekommen möchte, der sollte sich dringend "Mein wunderbarer Waschsalon" von Stephen Frears ansehen.
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am 26. Juni 2001
Die Geschichte von Archie Jones und Samad Iqbal - zwei Durchschnittstypen, die gerne aus der Masse herausragen würden, aber schon im Alltag scheitern.
"Zähne zeigen" ist ein tolles Buch über Rassenkonflikt, Integrationsproblematik, Alltagsängste, Erwachsenwerden und Glaubensfanatismus (besonders für Zeugen Jehovas nicht zu empfehlen!).
Zadie Smith schreibt herrlich frech und komisch-manchmal auch etwas schwer verständlich. Auf jeden Fall aber lesenswert; eine Geschichte mitten aus dem Leben.
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am 29. Januar 2016
Hatte aufgrund verschiedener Kritiken Großes erwartet, habe letztendlich aber viele Seiten überblättert / nur überflogen weil es mir zu langatmig wurde (und ich habe Übung mit sehr dicken Büchern!)
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am 24. Februar 2001
Wow, was für ein Debüt - eine eindrucksvolle Geschichte, ein Schuß britischer Humor und jede Menge merkliche Freude am Schreiben setzen sich zusammen zu einem Roman, der nicht "Crazy" wirkt, sondern einfach nur klasse ist!
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