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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
27
4,6 von 5 Sternen
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am 19. April 2017
Vicki Baum verwendet in ihrem Roman historische Ereignisse aus der Geschichte Indonesiens (kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den niederländischen Besatzungstruppen und einheimischen Fürsten) und beschreibt in sehr anschaulicher und fesselnder Weise Kultur und Alltagsleben auf Bali. Durch unseren kürzlichen Aufenthalt auf Bali konnten wir erleben (und von einem Guide bestätigt bekommen), dass sich viele kulturelle und religiöse Traditionen seit den 1920er Jahren (der Entstehungszeit des Buches) kaum verändert haben.
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Vicki Baums Roman erzählt die Geschichte mehrerer Familien unterschiedlicher sozialer Schichten zu Beginn des 20. Jahrhunderts, also während der Zeit der holländischen Kolonisation Balis. Es ist eine spannende Geschichte, doch ist das Buch weit mehr als nur Unterhaltungslektüre.
Vicki Baum lebte längere Zeit auf Bali und konnte Einblick nehmen in eine Kultur, von der heutige Touristen allenfalls etwas erahnen können. Sie beschreibt Menschen, die noch nicht aus dem Gleichgewicht geraten sind, die in Einklang mit der Natur und den Göttern leben. "Die Götter haben Menschen nicht gemacht, damit sie arbeiten, bis sie vor Müdigkeit umfallen, sondern damit sie sich des Lebens freuen und dass sie Zeit haben, Feste auszurichten und genügend zu rasten." So sagt eine der Figuren, und diese Art zu leben wird in dem Buch beschrieben. Der Leser lernt viel über Sitten und Gebräuche des damaligen Bali, über Hahnenkämpfe, soziale Interaktionen und darüber, wie man mit dem eigenen Schicksal umging, beispielsweise wenn man an der "Großen Krankheit", der Lepra, erkrankte. Es war ein Leben möglich, ohne dass allzuviel psychologisiert wurde, ohne dass die Menschen sich Probleme schufen, wo gar keine waren.
Somit ist die Lektüre dieses Romans nicht nur zu empfehlen, wenn man ein bisschen mehr von Bali verstehen will, als es die Hotel-Shows vermitteln, sondern auch, wenn man sich einfach nur dafür interessiert, wie Menschen einer nicht industriealisierten und nicht psychologisierten Kultur lebten.
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am 2. August 2009
Zugegeben: Auch ich war mehr als skeptisch, als ich das (antiquarische) Buch geschenkt bekommen habe. Weder der Titel noch der Einband wirkten auf mich einladend. Doch hier gilt der Spruch ganz besonders: Never judge a book by its cover!, zu deutsch: beurteile nie etwas nach dem Äusseren.

Das Buch erzählt die Ereignisse von 3 Jahren in Südbali zwischen dem 27. Mai 1904 und 2. Januar 1907 in der Zeit der holländischen Kolonisation. Es ist die Geschichte von PAK (ein einfacher Bauer) und RAKA (ein bildschöner, majestätischer Tänzer ("Niemand in ganz Bali konnte so tanzen wie er.") und derer Familien und der Dorfgemeinschaft von Taman Sari und Sanur. Sanur als Ort existiert heute noch und auch Denpasar kommt vor, die heutige Hauptstadt hiess früher Badung. Taman Sari als Ort gibt es heute nicht mehr, es ist vielmehr eine Organisation von ca. 150 zusammengeschlossenen Familien.

Die Geschichte wird von einem holländischen Arzt, Dr. Fabius aus dem Rückblick nach ca. 37 Jahren Aufenthalt auf Bali erzählt. Den Rahmen bildet die unterwerfende Eroberung der Insel durch die Holländer. (Als Europäer kann man sich über diese damalige Vorgehensweise nur schämen.) In der Einleitung nennt er viele kleine Begebenheiten, die später im Buch vorkommen werden und die man erstmal noch nicht ganz so gut sortieren kann. Ich empfehle diese Einleitung nach dem Durchlesen des Buches unbedingt noch einmal ganz aufmerksam zu lesen. Erst jetzt habe ich die Zusammenhänge so richtig verstanden und war verblüfft. (Und habe das Buch gleich noch ein zweites Mal mit voller Aufmerksamkeit durchgelesen.)

Was mich am meisten beeindruckt, ist die tagtäglich gelebte Spiritualität der Balinesen. So, wie es im Buch beschrieben ist, wie es vor ca. 100 Jahren war, ist es auch heute noch in ihrem täglichen Leben. Die praktische Ausübung ihrer Religion (Hinduismus) ist fester Bestandteil des Tagesablaufs. Ganz bewundernswert sind für mich das Achten der Rhytmen der Natur, insbesondere der Mondphasen, der Umgang mit dem eigenen Körper und die Solidarität untereinander. Die Verbundenheit des Einzelnen mit dem großen Ganzen wird in diesem Buch schön gezeigt.

Die Geschichte ist spannend geschrieben und lebendig. Verschiedene Schicksale von einzelnen Menschen werden zu einem großen Ganzen verwoben. Das Thema Reinkarnation (ein wichtiger Bestandteil des balinesischen Weltbildes) wird auf subtile Art mit Leben gefüllt.

Sehr anrührend fand ich die Befürchtungen des Fürsten von Badung bezüglich der Gefahren, die die holländische Unterwerfung für die Insel Bali konkret bedeutet. Am liebsten würde ich es zitieren aber die Stelle ist recht lang.

Das Buch ist informativ, noch dazu unterhaltsam und einfach fesselnd. Es gehört für mich auf jeden Fall in die Kategorie der Bücher, die man öfter lesen kann und wo man immer wieder etwas Neues entdeckt.

Es ist empfehlenswert, das Buch während oder nach einer Bali-Reise zu lesen. Die Erzählungen weckten in mir die Sehnsucht, unbedingt nochmal nach Bali zurückzukehren.
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am 24. September 2015
Zugegeben - Vicki Baum habe ich, ohne ihre Bücher zu kennen, eher im Genre der Trivialliteratur angesiedelt. Jetzt habe ich von der Schriftstellerin zwar auch nur einen Roman gelesen, dieser aber entlarvte meine Verortung wieder mal als ein klassisches Vorurteil.
Es geht mir somit in meiner Rezension weniger um das, was die 22 Buch-Besprecher vor mir bereits, mehr oder minder zutreffend, geschrieben haben (Handlung, Inhalt, Wirkung etc. ), sondern um eine literarische Würdigung der Autorin. Sie gehört, so meine These, in der Literaturgeschichte rehabilitiert als das, was sie m.E. ist: Größen ihrer Zeit, wie etwa Erich Kästner, Lion Feuchtwanger, Stefan Zweig und anderen, als Schriftstellerin durchaus ebenbürtig.

In "Liebe und Tod auf Bali" gelingt es Vicki Baum, trockenes ethnologisches und historische Material - sie muss wohl sehr intensiv recherchiert haben - lebendig werden zu lassen. Ihre literarische Leistung liegt dabei in der virtuosen Handhabung des personalen Erzählens, d.h. es wird erzählt aus der Perspektive der jeweiligen Romanfiguren, ohne Einmischung eines allwissenden (auktorialen) Erzählers.
Da findet sich einerseits eine Art "kollektives" personales Erzählen (z.B. :"Nachts konnten sie die bösen Geister fühlen, auch wenn sie unsichtbar waren. Sie [...] machten den Schlaf unruhig und die Träume schwer und das Herz bedrückt", S. 438), d.h. wir nehmen die Welt perspektivisch wahr aus der Denke, dem kollektiven geistig-kulturellen Horizont der Balinesen und der sprachlichen Bewältigung dieser ihrer Welt, wie sie sich v.a. in den Dialogen manifestiert. Während ein auktorialer Erzähler beispielsweise vom "Aussatz", von der Lepra, sprechen würde, so ist hier, im personalen Erzählen, nur von der "Großen Krankheit" die Rede (oder vom "kleinen Wasser" statt von der Ebbe usw.).
Andererseits werden wir, neben der kollektiven Perspektive, in die individuelle Sichtweise der einzelnen Figuren hineinversetzt, z.B.: "Der reinste Mann von Taman Sari [=ein Dorf] war zu der schmutzigsten Stelle gekommen, um ihrem Herzen Ruhe zu bringen." (S. 444 f.) So sieht es Teragia (und nicht die Erzählerin). Teragia ist die Frau von Raka, dem leprösen Tänzer, dem sie in die Verbannung gefolgt ist. Ohne es bewusst wahrzunehmen, quasi en passant, werden wir LeserInnen mithilfe der personalen Erzählhaltung in das Kastenwesen eingeführt, indem wir in die unterschiedlichen Sichtweisen (die sich auch in einem korrespondierenden Sprachgestus ausdrücken) der jeweiligen Kastenmitglieder hineinversetzt werden.

Der Leserschaft die Kultur einer indigenen Bevölkerung in deren eigenem Sprachduktus nahezubringen, ist eine sprachliche Meisterleistung. Die Erzählerin hält diesen Stil konsequent durch - wechselt aber abrupt Perspektive und Sprache, wenn die Handlung auf die Holländer übergeht. Wir werden dann, manchmal mit leicht ironischem Unterton, in die Denkweise der europäischen Eroberer hineingenommen - und siehe da, die bösen Imperialisten erscheinen mit einem Male als durchaus menschlich und ihre Handlungen teilweise als nachvollziehbar.
Das macht eine weitere Stärke des Romans aus. Er verfällt nicht in eine billige schwarz-weiß-Malerei. Weit von einem naiven Kulturrelativismus etwa einer Margaret Mead entfernt, malt deren Zeitgenossin Vicki Baum das Bild einer zwar intakten, aber keineswegs idyllischen "Eingeborenen"-Gemeinschaft. Die Ungerechtigkeit einer krassen Kastengesellschaft sowie die Leibeigenschaft, und vor allem die verübten Grausamkeiten - Witwenverbrennung, Verstümmelung nicht nur von Straftätern, sondern auch von Fürstenehre-Verletzern - liefern den Holländern ja gerade den Vorwand, im Namen der Menschenrechte die Insel Bali endgültig und vollends zu unterwerfen.

Vicki Baum entwickelt eine stringente Erzählung, die - da bin ich anderer Meinung als einige Rezensenten - an keiner Stelle langweilig oder ausschweifend wäre. Die Beschreibung der Tänze etwa oder der Hahnenkämpfe dienen natürlich vorrangig einer detaillierten Milieuschilderung, sind aber gleichzeitig in die Handlung eingebettet, indem sie diese vorantreiben. So besteht die Pointe der Hahnenkämpfe darin, dass der leibeigene Bauer Pak enteignet wird: Sein siegreicher Hahn wird ihm - weil der Fürst Gefallen an dem Tier gefunden hat - in einem Akt reiner absolutistischer Willkür abgenommen. Damit schreitet aber auch Paks allmähliche Entfremdung vom balinesischen feudalen Ausbeutungs- und Unterdrückungssystem voran. Dramaturgie und Inhalt konvergieren somit perfekt.

Wie authentisch die Einzelheiten der Erzählung sind bzw. wie genau Vicki Baum recherchiert hat, vermag ich nicht zu sagen. Sicherlich ist auch eine gehörige Portion Fabuliererei im Spiel. So erscheint mir das tausendfache Massaker an der Fürstenfamilie samt ihrem Gefolge, oder besser deren kollektiver Suizid, etwas theatralisch. Gleichwohl ist gerade dieses Ende des Romans symbolisch. Symbolisch für das völlige Unverständnis, mit der sich europäische und asiatisch-balinesische Kultur gegenüberstehen.

Die Poesie leidet darunter nicht. Mich hat v.a. folgender Satz angerührt: "Ihre Augen waren glücklich, und ihr Herz trank sich Heilung an." (S. 445) Kitschig oder poetisch? Ich habe mich für letzteres entschieden.
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am 15. Januar 2014
siehe oben: 5 Sterne, was wollen Sie denn somst noch? Besser geht es doch wlohl nicht, oder?
Muß ich hier erläutern, was Ihre eigenen 5 Sterne bedeuten?
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am 24. Mai 2012
Bali zu lieben fällt nicht schwer : wo gibt es mehr Schönheit auf der Welt ? Aber man fragt sich doch immer wieder, wo da die Kehrseite ist. Wer dieses hervorragende Buch gelesen hat, weiß es besser : natürlich gibt es Armut, Gewalt und Erniedrigung auf Bali, natürlich steckt hinter den schönen Hindu-Tempeln auch das Kastensystem.
Frau Baum hat hervorragend recherchiert und die Lage der Menschen beschrieben, auch ihre Empfindungen, als die Holländer Bali angriffen. Die Geschichte des Puputan ist belegt und wie ich meine typisch für die Balinesen - lieber tot als von den Fremden geknechtet ! Man sollte übrigens nicht übersehen, dass das hochaktuell bleibt : die Balinesen wehren sich übrigens seit Jahrhunderten auch gegen eine Islamisierung.
Vielleicht hilft uns das Buch besser, andere Kulturen kritisch zu tolerieren. Man muß das Kastensystem nicht schön finden, genauso die damit verbundene Entrechtung von Menschen. Natürlich darf man Witwenverbrennungen nicht tolerieren, auch wenn es im Hinduismus, besonders in Bali, eine andere Einstellung zum Tod gibt. In den 1920er Jahren ist das "Paradies" Bali übrigens von europaischen Kübstlern (Walter Spies, Bonnet) "erfunden" worden. Ihnen folgte dann ein gewisser Jetset, in dessen Folge auch Chaplin, Mary Pickfort und eben Vicky Baum nach Bali kamen. Das war der Ansatz für den Roman von Vicky Baum. Auch wenn wir heute vieles besser wissen und beurteilen können, den faszinierenden Bewohner Balis hat dieser Roman ein Denkmal gesetzt.
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am 31. Dezember 2003
Wäre mir das Buch beim Stöbern im Buchladen zufällig in die Hände geraten, hätte ich es womöglich schon nach einem flüchtigen Blick auf den unglaublich kitschig klingenden Titel sofort wieder ins Regal zurück gestellt. Zum Glück aber bekam ich es als Lektüre für eine Reise nach Bali geschenkt und wärmstens empfohlen und so begann ich schon im Flugzeug mit dem Lesen. Dabei musste ich bald feststellen, dass der Titel in der Tat etwas unglücklich gewählt ist - oder aber darauf abzielt, eine breitere Klientel anzusprechen. Was nämlich laut Titel nach Schmachtfetzen klingt entpuppt sich rasch als detailgetreue und zugleich unterhaltsame Beschreibung des Lebens der Menschen auf Bali zur Zeit der holländischen Kolonisation zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Anhand der Schicksale von Familien unterschiedlicher Kasten erhält der Leser interessante Einblicke in ursprüngliche Sitten und Gebräuche sowie in den Glauben der Menschen auf Bali. Mit dem Blick in die Vergangenheit wird die „alte Zeit" jedoch nicht etwa glorifiziert, sondern ganz objektiv mit ihren Licht- und Schattenseiten dargestellt: Auf der einen Seite das harte Leben der Reisbauern, die mitleidslose Rechtssprechung, die streng hierarchische Gesellschaftsordnung sowie die von der Kolonialmacht ausgehende Bedrohung; andererseits aber zahlreiche frohe Feste, Tänze und familiärer Zusammenhalt.
Vicki Baum beschreibt das Leben der Balinesen zur damaligen Zeit einfühlsam und sensibel für deren kulturellen Eigenheiten und entwirft zugleich eine spannende, fesselnde Geschichte, die nicht nur ins Gepäck jedes Bali-Reisenden gehören sollte, sondern auch dem an fremden Kulturen Interessierten zuhause eine lesenswerte Lektüre bietet.
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am 13. Mai 2009
Also, das Buch hat mich gefesselt. Kann ich einfach so platt behaupten. Vicki Baum bietet eine Einblick in balinesisches (Alltags-)Leben, wie ich ihn sonst noch nicht gesehen und erlebt habe. Sie gestaltet Charaktäre, spinnt Handlungsfäden, zeigt das tägliche Leben um Dorf und im Reisfeld und, und das ist das Geniale, macht noch eine spannende Story daraus. Irgendwann logisch, dass der Fürst sich und seine ganze Meute in den Selbstmord treibt (aber da sind wir schon am Ende). Neugierig hat mich das Buch gemacht. Neugierig darauf, wieviel wirklich vom kolonialen Erbe und dem Leben unterm holländischen Kolonialismus übrig geblieben ist. Denn Bali schafft alle, ist eine der zentralen Messages. Mythen, Geister und die wohltuende Routine des Alltags im Dorf heilen alle Wunden. In ihrer Zeitlosigkeit überleben die Balinesen die weißen Einflüsse. Sie wissen, dass das Leben aus dem Reisfeld kommt, dass Nachts die Dämonen unterwegs sind, und wenn es Probleme gibt, ein Orakel weiterhilft. Menschen werden geboren, Menschen sterben, aber das sind nur Randnotizen. Der Reis muss gepflanzt, gepflegt und gepflügt werden, die Familien braucht ein Haus, das Dorf braucht einen Tempel, der Tempel braucht einen weisen Mann. So einfach ist das. Die Geschichte vom gestrandeten Schiff, dass letztendlich zum Krieg führt, gibt den roten Faden vor. Der Einmarsch der Holländer kreiert das Bild des Kolonialismus ist Süd-Ost-Asien, der Massenselbstmord im Palast steht für geistige Unabhängigkeit, die durch die Macht der Waffen nicht gebrochen werden kann. Gut! Vicki Baum hat auch "Hotel Shanghai" geschrieben. Das hole ich mir. Mal sehen, ob ihr Shanghai mit meinen Erlebnissen von 2006 zusammenpasst.

Fazit: Einwandfrei. Sollte Pflichtlektüren werden für alle Bali-Reisenden.
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am 19. Dezember 2010
Hier wird man mit den Gebräuchen und Macken der Balinesen vertraut gemacht.
In eine Liebesgeschichte bzw. Familiendrama verpackt, lernt man eine Menge über die indonesische Geschichte und die Beweggründe, die eine Dynastie in den Selbstmord geführt haben.
Spannend und interessant geschrieben!
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am 1. April 2011
Ein wunderbarer Roman, ganz typisch Vicky Baum. Wer ihre Bücher liebt, wird dieses Buch lieben. Ich kann es als Vorbereitung einer Reise nach Bali nur empfehlen. Doch auch für den Leser, der zu Hause bleibt entführt dieses Werk in die Tiefen der Balinesischen Gesellschaft, wie sie einst wahr und sicherlich auch heute noch ist.
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