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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
80
4,3 von 5 Sternen
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am 26. April 2007
der einfach Spaß macht! Glücklicherweise ist mir dieses wundervolle Buch zufällig in die Hände gefallen (wann wagen sich deutsche Buchhändler endlich mal weg von ewig gleicher amerikanischer Mainstream-Durchschnittsliteratur, und präsentieren mehr solche "Schätzchen" auf ihren Büchertischen??).

Die Geschichte von Ram Mohammed Thomas, dem in den Slums aufgewachsenen, analphabetischen Gewinner der indischen Staffel von "Wer wird Millionär" - wobei es hier um eine Milliarde, nicht um eine Million geht - ist so umwerfend herzergreifend, traurig und prall geschildert, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann!

Ohne Pathos, nüchtern, klar und mitreißend erzählt ist dieses Buch ein tolles Lese-Erlebnis, eine herrliche Reise in eine doch größtenteils noch unbekannte Welt.

Absolut empfehlenswert, von diesem Buch werden wir sicherlich noch hören!!!
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am 13. Februar 2006
...das alles bietet "Rupien! Rupien!".
Ein armer, indischer Kellner, aufgewachsen unter wechselnden, fast immer schwierigen Umständen und fast ohne Schulbildung, gewinnt im indischen Pendant zu "Wer wird Millionär". Das Resultat ist für ihn zunächst Festnahme und Folter durch die Polizei, da keiner glauben will, dass dieser "ungebildete" Mensch so viele schwierige Fragen richtig beantworten kann.
Überraschend taucht eine Anwältin auf, die ihn mit nach Hause nimmt und ihm helfen will. Zusammen sehen sie sich etappenweise eine Aufzeichnung der Quizshow an und der Kellner, Ram Mohammad Thomas erzählt, welche Begebenheit in seinem wechselvollen Leben dazu geführt hat, dass er genau diese Frage richtig beantworten kann.
Die Reihenfolge der Erzählungen ist also bestimmt durch die Reihenfolge der Fragen in der Quizshow und die stimmt nicht überein mit der Chronologie seines Lebens. Sonst wäre es meiner Meinung nach auch langweilig. Teilweise muss der Leser schon ein bisschen nachdenken, wie die jeweilige Geschichte (bzw Erzählung eines Lebensabschnitts) in den Fluss der vorherigen Geschichten passt, aber anders als andere Rezensenten fand ich das nicht schwierig.
Die ganze Geschichte ist ein bisschen märchenhaft und irgendwie auch typisch indisch: halt ein bisschen verkitscht, aber sehr charmant und amüsant.
Ich habe selber eine Indienreise gemacht und bei manchen Beschreibungen, z.B. der Bahnhöfe und der Reisen in den Zügen habe ich meine eigenen Erfahrungen und Beobachtungen wiedergefunden.
Bei allem Witz, Spannung, Traurigkeit und Freude in diesem Buch ist also auch viel von Indien zu erfahren oder zu erspüren.
Bittersüß und faszinierend wie das Land, so habe ich auch das Buch empfunden.
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am 10. August 2006
Rupien Rupien

Rupien! Rupien ist das fulminante Debüt des indischen Diplomaten Vikas Swarup und nimmt den Leser mit auf eine Reise durch das heutige Indien.

Der 18-jährige Waisenjunge Ram Mohammed Thomas hat den größten Jakepot Indiens geknackt, bei der dortigen Ausgabe von Wer wird Millionär hat er alle 12 Fragen richtig beantwortet und eine Milliarde Rupien ( ca. 18 Millionen Euro) gewonnen.

Doch wie war dies möglich? Wie konnte der Kellnerjunge Ram Mohammed Thomas die Antworten auf alle Fragen beantworten wo er doch weder, weiß wer der amtierende amerikanische Präsident ist, noch hat er einen blassen Schimmer, ob die Pyramiden in A) in New York, B) in Rom C) in Kairo oder D) in Paris stehen.

Die Produktionsfirma der Fernsehshow will und kann keine Milliarde Rupien bezahlen, da die Auszahlung des Gewinnes die Produktionsfirma in den Ruin treiben würde. Deshalb wird Ram Mohammed Thomas von der Polizei verhaftet, gefoltert und soll dazu gedrängt werden ein Geständnis zu unterschreiben, indem er zugibt, bei der Show betrogen zu haben.

Doch in letzter Minute entreißt die Anwältin Smita Shah Ram der staatlichen Willkür

Zuerst zu der Frage wie Ram Mohammed Thomas zu seinem ungewöhnlichen Namen kam. Mit zwei Jahren kam er als Waisenjunge zu dem Geistlichen Vater Timothy, Vater Timothy gibt ihm den Namen Joseph Michael Thomas. Doch nach einigen Tagen steht das All-Glauben-Komitee vor der Tür und beklagt, dass, das Kind einen christlichen Namen trägt, obwohl man nicht wisse, ob es christliche, hinduistische oder muslimische Eltern gehabt hat. Außerdem habe der Mob in dieser Gegend schon ein par Kirchen in Brand gesteckt in denen angeblich Massenbekehrungen zu Christentum stattgefunden haben. Um dem Gerücht er habe ein wehrloses 2-jährieges Waisenkind zum Christentum konvertiert entgegenzutreten, heißt der 2-Jähriege Junge von da an Ram (hinduistisch) Mohammed (muslimisch) Thomas (christlich.)

Gemeinsam mit ihr schaut sich Ram sich eine Aufzeichnung der Show an. Zu jeder der 12 Fragen, die jeweils ein Kapitel bilden, erzählt Ram einen Abschnitt aus seinem Leben, so erfährt der Leser warum, er die Quizfragen richtig beantworten konnte und einfach alle Antworten wusste.

Mit acht Jahren entlieht er in letzter Minute einer Gruppe Gangster, die ihm und seinem Freund Salim zu Krüppeln machen wollen, damit er und Salim mitleiderregend für sie bettelt und Geld verdient. Eine zeitlang arbeitet Ram als Touristenführer am Taj Mahal, die meiste Zeit seines Lebens hat er allerdings als Hausdiener gearbeitet, sicher kein Traumberuf, besonders bei diesen schillernden, wie seltsamen Arbeitgebern: einem Berufskiller, der ein notorischer Spieler ist, eine depressive alternde Schauspielerin, die der Zeit nachtrauert wo sich noch hübsch, jung und begehrt war, ein australischer Diplomat, Mr. Taylor, der schnell den Spitznamen der-Mann-der-Alles-weiß , vom Ram bekommt. Mr. Der Diplomat ist über das Geschehen in allen Zimmern seines Haus immer bestens informiert. Sein Zimmer, seine Höhle darf aber niemand betreten, aus gutem Grund Mr. Taylor versucht seine kleine Nebentätigkeit vor jedem zu verbergen.

Rupien! Rupien ist ein leicht zu lesender unterhaltsamer, witziger, rührender Roman voller Tempo. Ram Mohamed Thomas hat zwar in seinem Leben keine Bücher gelesen und keine Schulebank gedrückt hat aber die nötige Cleverness um sich allein auf sich durch das Leben zu schlagen, es macht Spaß ihm dabei zuzusehen
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am 9. September 2005
In Delhi wird ein Säugling in der Altkleidertonne der katholischen Kirche St. Mary gefunden. Er kommt dort ins Waisenhaus, aber lange Zeit will ihn niemand haben. Dominic Thomas, der Gärtner der Pfarrei, adoptiert ihn, um das Leben seiner Frau auszufüllen. Deren Leben wird längst ausgefüllt und zwar vom Damenschneider des Viertels. Als sie den Gatten und das Baby sitzen lässt kommt der Junge zu Father Timothy.
Der nennt unseren Helden Joseph Michael Thomas und wird die ersten Lebensjahre sein Vater. Der Name hält nur ein paae Tage, dann kommt das "All-Glauben-Komitee". Es besteht aus einem Moslem und einen Hindu, der dazugehörige Sikh ist verhindert. Selbstredend will die religionsübergreifende Mission nur das Beste für Kirche und Kind. Nicht dass die Kirche niedergebrannt wird, weil ein Hindukind getauft wurde. Oder ein kleiner Moslem.
So kommt unser Held zu einem recht grotesken Namen: Ram Mohammad Thomas. Ram ist der Hauptgott der Hindus, Mohammad der Prophet Allahs, Thomas wie sein Pflegevater. Sein Glück, "dass Mr. Singh an diesem Tag aufgehalten wurde." Am Ende wären es vier Namen geworden.
Ram Mohammed Thomas' Leben wird ein ständiges Wechselbad aus Glück und Unglück, und immer ist das eine mit dem jeweils anderen irgendwie verbunden oder vermischt, wenn es allzu kitschig zu werden droht oder allzu utopisch.
Was ist irrwitziger? Soviel Glück oder soviel Grausamkeit, soviel ohnmächtiges Leid, schreiende Ungerechtigkeit, herzzerreißende Gewalt, Tod. Er wird gefoltert, bekommt fast die Augen ausgestochen, ein Freund wird vergewaltigt, ein anderer stirbt den furchtbaren Tollwuttod, die Kindheitsfreundin wird vom Vater angefallen, die Geliebte fast umgebracht. Ihm wird sein mühsam erarbeitetes Geld gestohlen. Er stiehlt selbst und tödet und geht dennoch durch sein bis dahin kurzes Leben wie die Unschuld vom Slum.
Am Schluss, also am Anfang des Romans, der dieses Leben in chronologisch mäandernden Rückblenden erzählt, ist er der erste und letzte Gewinner der neuen Super-TV-Show "Wer wird Milliardär?" Er gewinnt die Milliarde Rupien, aber damit ist die Produktionsfirma pleite und hetzt ihm die folternde Polizei auf den Hals. Im Gefängnis findet er eine Rechtsanwältin bzw. sie findet ihn. Und alles wird gut.
Nach den zwölf Fragen der Milliardärs-Show wurden die Kapitel sortiert und am Ende des Kapitels findet sich die jeweilige Frage. Als Leser kann man also miträtseln, welches Detail aus diesem Kapitel wird zur Frage oder man kann spicken und weiß schon vorher Bescheid. Es gibt ein plausible Erklärung, warum dieser angeblich so ungebildete, arme Waise die jeweilige Frage richtig beantworten konnte. Mit lauter zufällig im Überlebenskampf aufgeschnappten Spezialwissen kann man nämlich auch Milliardär werden.
"Rupien! Rupien!" ist ein Großstadtroman über Freundschaft, Anstand, Liebe. Ganz leicht und nebenbei werden kostbare Lektionen über Leben und Sterben in der größten Demokratie der Welt mitgeliefert. Man erfährt viel über Indien, seinen Kulturen, Glauben und Aberglauben, den dritten indisch-pakistanischen Krieg von 1971, den größten Slum Asiens in Mumbai und das Taj Mahal, australisches Englisch, Spione, Auftragskiller und Bollywood. Belohnt wird man mit einem Hollywood-Happy-End.
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am 20. Dezember 2006
So einfach kann es sein, ein gutes Buch zu schreiben. Rupien Rupien hat über 300 Seiten, doch die bemerkt man kaum, weil der Roman von Anfang bis Ende kurzweilig ist.

Swarup wählt einen geschickten Aufbau: Zu den 12 Fragen der Quizsendung erzählt der Held jeweils ein Kapitel aus seinem Leben, in dem klar wird, wo er das zur Beantwortung nötige Bildungs-Puzzlestück aufgesammelt hat. Die Episoden vermitteln einerseits einen Eindruck vom Leben in Indien. Andererseits sind sie sehr rührend, dramatisch und wimmeln von Zufällen. Rupien Rupien sollte man daher eher als Märchen denn als realistische Geschichte lesen. Ein Happy End gibt`s natürlich obendrein. Ich werde das Buch dreimal zu Weihnachten verschenken.
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am 10. Juni 2015
Ich lese wirklich sehr viel, aber ein derart warmherziges, liebevoll geschriebenes Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen.

Das Buch beschreibt die Geschichte des bescheidenen Ram Mohammed Thomas, der wirklich Erlebtes bzw. Gehörtes in einer Quizshow in bare Münze umsetzen kann. Es ist sehr klug und berührend geschrieben.

Den Film kenne ich nicht, werde ihn mir aber besorgen, wobei ich schon davon ausgehe, dass das Buch viel besser ist.
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am 10. Februar 2006
Ich kann die Vorredner nicht verstehen, die das Buch langweilig fanden und/oder sagen, sie würden indische Filme mögen, aber dieses Buch nicht... Anscheinend waren sie niemals in Indien. Denn wer in Indien war und Indien kennt, wird sehr schnell sagen, dass die Geschichte zahlreiche Aspekte der indischen Gesellschaft anspricht und als Roman auch angenehm "an den Leser bringt". Das Buch ist gut geschrieben, lediglich der grobe Rahmen hätte gar nicht sein müssen. Im Prinzip sind es kleine, aber sehr detailreiche Geschichten über "typisch" indische Gesellschaftsformen und Probleme. Hervorragend! Absolut lesenswert.
Nochmal: Wer Indien kennt, wird auch das Buch mögen.
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Ein Kellner gewinnt 1 Milliarde Rupien in der indischen Version von "Wer wird Millionär?". Doch wie kann ein ungebildeter indischer Kellner zwölf Fragen beantworten? Einer, der keine Schulbildung hat? Die Polizei verhaftet ihn wegen Betrugs und will seine Masche aus ihm herausfoltern. Doch dann taucht Smita auf, erklärt, sie sei seine Anwältin. Ihr erzählt er zu jeder Frage eine Geschichte aus seinem Leben, eine Geschichte, die begründet, warum er die Antwort im Quiz wusste.

Ram Mohammad Thomas heißt der Kellner und warum er einen christlichen, einen mohammedanischen und einen Hindu-Namen hat, auch das ist eine Geschichte. Die Geschichten stehen zunächst unverbunden nebeneinander, Geschichten aus Indiens Slums, von denen, die nicht am indischen Technologie-Boom teilhaben. Brutale, traurige, witzige Geschichten, prall voller Leben, von Menschen, die immer wieder auf die Nase fallen und doch wieder aufstehen - und am Ende gewinnt einer von ihnen eine Milliarde Rupien (15 Millionen Euro).

Denn die Geschichten sind so unverbunden nicht, was in der einen passiert, hat Folgen für andere und am Schluss kann Swarup die offenen Fäden tatsächlich miteinander verweben. Er ist ein glänzender Dramaturg, versteht sich auf Spannungsbögen und sprüht vor Phantasie. Ähnlich wie Aravind Adiga ("Der weiße Tiger") benutzt er eine Rahmenhandlung - die Quizsendung -, mit der er seine einzelnen Erzählungen verbinden kann. Adiga ist sicher der literarischere der Beiden, Swarup der fesselndere. Aber beide sind Erzähler, die sich nicht scheuen, die Gefühle der Leser anzusprechen, ohne im Bollywood Kitsch hängen zu bleiben.
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am 27. April 2009
Der Kellner Ram Mohammed Thomas wird verhaftet nachdem er alle zwölf Fragenbei der Quizshow "Wer wird Milliardär" richtig beantworten konnte und so eine Millarde Rupien gewonnen hat - doch wieso wird er festgenommen? Niemand glaubt ihm, dass er diese zwölf ungewöhnlichen Fragen ohne Weiteres beantworten konnte und nun soll er erklären, wie er durch diese zwölf Fragen kam oder wie er betrogen hat. Denn er hat nie ein Buch gelesen, nie eine Zeitung und eine Schule hat er ebenfalls nie von innen sehen können - wie also kann er wissen, welches der kleinste Planet des Universums ist und in welchem Shakespeare-Stück ein gewisser "Schädel" mitspielt. Im Gefängnis besucht ihn eine geheimnisvolle Anwältin und gemeinsam schauen sie sich die Aufzeichnung der Sendung an und Ram erzählt ihr die Geschichte seines Lebens...

Nicolás Artajo liest diese Geschichte kurzweilig und mit viel sensiblem Gespür für die Geschichte, ihre Charaktere und das Land, in dem "Slumdog millionär" spielt. Die tolle Geschichte rund um einen Kellner, der den ganz großen Coup landet, wird wunderbar flüssig und angenehm vorgetragen, so dass die Bilder der Geschichte direkt von den Ohren vor die Augen des Hörers transportiert werden. Also, Ohren auf, Augen zu und genießen!
Wer sich nicht in unbequeme Kinosessel setzen mag, kuschelt sich aufs Sofa und genießt die Lesung gemütlich daheim - beste Bollywoodunterhaltung garantiert!
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TOP 1000 REZENSENTam 20. April 2015
Erzählt wird die Geschichte von dem jungen Kellner Ram Mohammed Thomas, der bei der Quizshow >>Wer wird Milliardär?<< alle zwölf Fragen richtig beantworten kann und gewinnt. Doch der korrupte Quizmaster und die Produzenten verweigern Ram Mohammad Thomas die Auszahlung des Preisgeldes, da sie nicht glauben können, dass ein Jugendlicher aus den Slums mit so geringem Allgemeinwissen und Bildung alle Fragen richtig beantworten konnte.
Ram wird wegen Verdachts auf Betrug von der Polizei festgenommen und dann im Gefängnis gefoltert, damit er gesteht ein Betrüger zu sein. Doch zum Glück schreitet die junge Anwältin Smita ein und bittet Ram ihr die Situation aus seiner Sicht zu erzählen. So beginnt Ram der Anwältin sein kurzes und doch sehr ereignisreiches Leben zu erzählen, die ihm die Antworten auf die Fragen gegeben haben.

Die bewegte Lebensgeschichte des Ram Mohammed Thomas wird nicht linear erzählt, sondern in der Reihenfolge der gestellten Fragen. Das macht diesen Roman so herrlich spannend.
Indien ist an ein faszinierendes Land mit viel Exotik und Kultur, doch auch dort gibt es Schattenseiten.
Vikas Swarup schafft es spannend und sehr eindrucksvoll die Schattenseiten Indiens darzustellen, wie Armut, Überlebenskampf, Bigotterie, Korruption und Kindesmissbrauch. Was Ram so alles erlebt bevor er mit der Quizshow die Chance seines Lebens bekommt zieht den Leser in seinen Bann und so manches Kapitel rührt einen zutiefst.

Mit dem Film >>Slumdog Millionär<< bin ich nicht so zufrieden, obwohl ich Dev Patel sehr gut in seiner Rolle fand. Ich hatte sowas wie eine richtige Buchverfilmung erwartet.

Ein Buch für alle, die sich für moderne literarische Meisterwerke interessieren.
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