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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
3
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Format: Taschenbuch|Ändern
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am 8. Januar 2003
Ein Buch für Jugendliche? Nein, ein Buch für solche, die glauben, es noch zu sein und solche, die froh sind, es nicht mehr zu sein. Tim Schadek und Karel Maul beschließen eines Tages, dass es nicht so weiter gehen kann: Zwei Jugendliche, die sich bisher erfolgreich dagegen gewehrt haben, erwachsen zu werden und nun feststellen, dass der Nachbarsjunge sie siezt und mit Steinchen auf sie wirft. Sie schließen einen Pakt über Leben und Tod: Binnen Jahresfrist wollen sie ihre "provisorische Existenz" in "ein Leben in Würde" verwandeln. Doch nun wird es ernst, die beiden suchen ihr Glück - doch ungeschickt wie sie sind, ist ihr Scheitern vorprogrammiert. Der Autor verfolgt seine Helden dabei mit viel augenzwinkernder Ironie. Die beiden sind unfreiwillige Sprachkünstler, immer neue Ausreden erfinden sie, um ihre klägliches Leben zu rechtfertigen, und wenn sie mal wirklich gut drauf sind: Dann komponieren sie schnell ein paar Songs, die sie mit ihrer gemeinsamen Rockband in ekligen deutschen Kleinstädten vortragen. Doch wie es Michael Ebmeyer gelingt, seine beiden "Artisten" auf die Schippe zu nehmen, versöhnt für die melancholischen Anflüge, die einen als Leser überkommen, wenn man an die eigene Adoleszenz zurückdenkt. Der Autor hat mit dem Porträt der beiden, ihrer Ziellosigkeit und ihren Fluchten ein Bild einer ganzen Generation geprägt. Anders als uns die Popautoren von heute glauben machen wollen, sind die Jugendlichen eben nicht oberflächlich und konsumgeil, sondern durchaus politisch und sexuell korrekt, und sogar in einem Maße, dass sie sich es oft selbst schwerer machen, als sie eigentlich müssten. An einem solchen Punkt angelangt, hilft ein befreiendes Lachen. Und zu einem solchen verführt einen die Lektüre von Plüsch an vielen Stellen. Und noch ein Plus des Buches: Traumhaft schön beschriebene Anbandelungsszenen. Man möchte meinen die Begegnung zwischen Männern und Frauen sei in der Literatur schöner als in echt - und dabei gehen die in Plüsch in den meisten Fällen auch noch schlecht aus - aber wie sie erzählt werden, das stimmt heiter und nachdenklich zugleich. Meine vollste Empfehlung.
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am 9. April 2016
"Plüsch" handelt von den besten Freunden Tim und Maul, die sich im Leben vor sich hin treiben lassen. So richtig Leidenschaft empfinden sie nur für die gemeinsame Band, die Frauen, den Alkohol und die Drogen. Doch dann hat Maul plötzlich die Schnauze voll. Innerhalb von zwei Jahren will er ein Leben in Würde führen. Tim lässt sich auf diesen Pack, nichtsahnend, was er damit in ihrer beider Leben auslöst.
Eine einfacher Titel, ein einfaches Cover, was also hat dieser Gegenwartsroman zu bieten?
"Plüsch" bietet eine doch sehr treffende Studie über die Generation 20+. Tim personifiziert das Ganze perfekt, Maul ist dagegen einfach nur von der Gesellschaft überfordert und hat mit Depressionen zu kämpfen. Ausgerechnet die beiden setzen sich nun für zwei Jahre das Ziel ein Leben in Würde zu führen. Die Kategorien dieses getroffenen Pakts sind klar definiert und es gilt Positiv- und Negativpunkte zu vergeben.
Dieser Pakt ist wirklich das spannendste Thema dieses Romans. Es zeigt, dass die beiden intelligenten Burschen sind, die absichtlich abseits des Mainstreams agieren wollen. Sie sind nicht nur einfach lustlos, sie wollen nur nicht dem entsprechen, was die Gesellschaft von einem Mann in den 20ern erwartet.
Problematischer wird es schon, wenn man auf den Stil der Erzählung blickt. Die Geschichte ist auf mehrern Zeitachsen erzählt, ein System ist dabei nicht zu erkennen. Manches Mal fällt es doch arg schwer, sich zeitlich zu orientieren und vor allem fällt es verdammt schwer überhaupt in die Geschichte hinein zu finden. Das zentrale Element, der Pakt, wird erst sehr spät eingeführt und so lange begleitet man einen niedergeschlagenen Tim, der sich durchs Leben kämpft. Die genauen Gründe werden erst sehr spät geliefert. Doch dieser Stil sorgt auch nicht für Spannung, sondern eher für Verwirrung.
Ebenfalls kritisch zu sehen sind einige Erzählstellen. Bei denen ist mir überhaupt nicht klar, was der Autor bezwecken wollte, zumal die Themen auch direkt wieder unter den Teppich gekehrt werden.
Stärken dieses Romans sind einfach der bissige, teilweise humorvolle Erzählstil, die kleinen Details, die am Ende stimmig zusammenpacken und eben der Pakt, der viel über die Protagonisten und damit über die Gesellschaft und eine bestimmte Generation verrät.
Fazit: Der Aufbau ist zeitlich durcheinander, hier ist Konzentration gefragt, zumal sich auch nach Beendigung die Wahl der Kapitel nicht erschließt. Einige Themen sind bedenklich angesprochen ohne zuende besprochen zu werden. Ansonsten aber gefällt mir das Zusammenspiel der beiden hervorragend und die Thematik. Mit Tim hat man eine antriebslose Figur als Reflektor, aber wenn man sich Distanz zu seiner Persönlichkeit verschafft, dann kann man dem Roman durchaus seine Stärken anerkennen.
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am 7. Juni 2010
Zwei Jungmenschen auf Verbesserung - zusammen mit Drogen, Frauen, Reisen, Musik und dem roten Plüschsofa. Eine nette Erzählung übers Erwachsenwerden mit kleinen Tapiren für Erwachsenwerdende und solche mit erwachsen werdenden Kindern, ein freundliches Buch für Abende ohne adäquate TV-Unterhaltung, dafür mit etwas Berauschendem, vielleicht? Am besten auf Plüsch zu lesen. Rot!
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