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am 20. Februar 2003
„Aimeé und Jaguar" ist eines der wenigen Bücher, die ich mehrmals gelesen habe. Die Geschichte ist, wohl deshalb, weil man weiß, dass sie wirklich passiert ist, also keine fiktive Erzählung ist, unheimlich bewegend.
Man kann sich sehr gut in die Denkweise und Situation der einzelnen Figuren, nicht nur der Hauptpersonen, hineinversetzen und so ihre Handlungsmotive und Haltungen verstehen.
Vor allem die Fotos und erhaltenen Dokumente, die im Anhang des Buches abgedruckt sind, lassen den Leser völlig in die Geschichte der beiden Frauen eintauchen. Man sieht sie förmlich vor sich, während sie eine Radtour zur Havel machen oder sich gegenseitig auf dem Balkon von Lillys Berliner Wohnung fotografieren. Man leidet mit ihnen mit, wünscht sich ein gutes Ende, malt sich, so wie Lilly, die Zukunft der beiden nach dem Krieg aus und weiß oder ahnt doch, dass es nicht gut ausgehen wird.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass die Geschichte nicht nur aus der Sicht einer einzigen Person geschrieben wurde, sondern dass verschiedene Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Somit kommt nicht nur Lilly zu Wort, sondern beispielsweise auch Felice (durch ihre erhaltenen Briefe) oder noch lebende ehemalige Freundinnen der beiden.
Was mich allerdings verwirrt und gestört hat, waren die zahreichen und riesigen Zeitsprünge, die im Buch vorkommen. Beispielsweise beschreibt die Autorin einmal die aktuelle Lage an der Ostfront im Jahre 1943 um dann mit der Einschätzung von Bernd Wust, Lillys Sohn, über deren Beziehung fortzufahren.
Zurückzuführen ist dies vermutlich auf die Verarbeitung von unheimlich vielen Informationen, wie geschichtliche Daten, die Veränderungen von Deutschlands außenpolitischer Lage oder die zu dieser Zeit immer zahlreicher werdenden Verbote für Juden, die vordergründig wenig mit der eigentlichen Handlung zu tun haben, jedoch wichtig für deren Verständnis sind.
Oftmals sind die Zeitangaben auch ungenau („Am 2. Mai erreicht die Rote Armee Berlin", S.275). Da auch der Kontext keine genaueren Angaben enthält, weiß man gar nicht in welchem Jahr man sich gerade befindet.
Trotz allem aber ist „Aimeé & Jaguar" für mich eines der bewegendsten und zugleich traurigsten Bücher, die ich gelesen habe.
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am 28. Juli 2000
Eine Liebesgeschichte die Ihresgleichen sucht. Selten ließt man so eine bewegende Geschichte mit sehr dunkelem Ausgang, die dann noch Tatsache ist. Läßt sich sehr leicht lesen, macht hinterher und mittendrin sehr Nachdenklich. Ich mußte mir immer wieder diese Bilder ansehen, die Briefe lesen, die Zettelchen, die sich die Beiden geschrieben haben zeigt alleine schon, daß dies eine grenzenlose Liebe war. Leider eine sehr Kurze. Außerdem zeigt dieses Werk, daß es auch im Krieg soldidarisch zugehen konnte und man lernt auch als heterosexuell Veranlagter die "Anderen" verstehen. Kurzum- ein Buch, daß einem lernt, tolleranter zu sein
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am 18. September 2015
Die Geschichte von Lilly und Felice sollte in jedem Deutsch und Geschichtsunterricht Pflichtlektüre sein...der Film war schon sehr gut und als ich erst jetzt das Buch las...war ich noch mehr ergriffen von dieser schönen Liebesgeschichte...Viel ergreifender sind jedoch die geschichtlichen Gegebenheiten-die Zeit in der sie ihr kurzes,wahrhaftiges Glück erleben konnten...ein Buch in dem man sehrwohl Verbindungen mit dem Geschehen in unserer heutigen Welt erkennen kann....umwerfend...empfehlenswert...unheimlich bereichernd...u.f.
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am 28. August 2005
Ich habe mir dieses Buch gekauft, da ich mich sehr viel mit dem Thema Nationalsozialismus auseinandersetze und auch weil ich den Film zu diesem Buch kannte.
Wer dieses Buch einmal angefangen hat, kann es nicht mehr aus der Hand legen.
Die Erinnerungen von Lilli Wust erzählen die Geschichte von ihr und Felice einfach hervoragend.
Sie zeigen diese schöne Liebe zwischen zwei Frauen, die eigentlich verboten ist.
Sie zeigen den Kampf der beiden füreinander.
Sie zeigen,dass sie auch in schweren Zeiten zusammenhalten können.
Und sie zeigen durch die Erinnerungen(Fotos,Tagebucheinträge) wie unglaublich stark diese Liebe in so einer schweren Zeit gewesen ist.
Aber sie zeigen auch den Schmerz und die Trauer als beide auseinander gerissen werden.
Schade das es für diese Liebe kein glückliches ende gegeben hat.
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am 3. Mai 2013
Ich hatte mir den Film zu obigem Buch angesehen, war total begeistert. Tolle Schauspieler!! Gute Story (und auch
eine Wahre Geschichte). Musste also unbedingt das Buch dazu lesen. Das Buch ist auch gut (ich fand den Film
allerdings besser - was nicht oft der Fall ist). Die Seiten des gebraucht gekauften Buches waren schon etwas
vergilbt (deshalb nur 4 Sterne). Das Buch liest sich nicht fluessig. Die Autorin springt immer in den Zeiten und
es gibt unendlich viele Gedichte von "Jaguar". Einige Teile des Buches wurden auch nicht verfilmt. Trotzdem habe ich
es nicht bereut, mir das Buch gekauft zu haben
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am 26. Dezember 2009
"Aimée und Jaguar" ist eine abwechslungsreiche und bewegende Geschichte mitten im Kriegsgeschehen des 2. Weltkriegs. Da zu einem großen Teil anhand von Briefen und Tagebucheinträgen erzählt wird und Erlebnisse oft aus unterschiedlicher Sichtweise beschrieben werden, erhält man ein realistisches und glaubwürdiges Bild der Geschichte. Dabei kommt an keiner Stelle des Buches eine depressive oder resignierte Stimmung auf; stattdessen taucht man ein in eine kleine heitere Welt, die sich tapfer ihre Lebensfreude und ihren Humor ertrotzt. Die Geschichte steckt zwar voller heikler Themen, aber jedes einzelne macht die Handlung schöner, interessanter und mitreißender.
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am 8. Juli 1999
Im September 1981 überreichte der Innensenator Lummer das vom Bundespräsidenten verliehene Bundesverdienstkreuz am Bande an Lilly Wust. Sie hatte in den Jahren 1942-1945 vier Jüdinnen in ihrer Schmargendorfer Wohnung versteckt und versorgt. Drei der Frauen überlebten das Nazi-Regime, eine wurde 1944 von der Gestapo gefaßt und kam im Konzentrationslager ums Leben. Vier Jahre nach der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes interviewt ein amerikanischerJournalist Lilly Wust und entlockt ihr das über Jahrzehnte sorgsam behütete Geheimnis. Er erfährt die ganze Wahrheit über "Aimée und Jaguar".
1942 lebt Lilly Wust, 29 Jahre, verheiratet mit einem Nazi, als Hausfrau und Mutter von vier kleinen Kindern in Berlin. Sie ist Trägerin des Mutterkreuzes, politisch eine Mitläuferin, lediglich Affären mit wechselnden Liebhabern verleihen ihrem Leben einen gewissen Reiz, bis sie die 21jährige Felice Schragenheim kennen- und lieben lernt. Als Aimée (Lilly) und Jaguar (Felice) schreiben sie sich Gedichte, Liebesbriefe und leben ihre Beziehung bald ganz offen. Nachdem Felice Lilly gesteht, daß sie Jüdin ist, hält diese erst recht zu ihr und versteckt Felice bei sich zu Hause. Noch während Felice im Untergrund lebt, arbeitet sie unter falschem Namen bei einer Nazi-Zeitung, um ihrer Widerstandsgruppe mit aktuellen Informationen beschaffen zu können. Doch das Glück von Aimée und Jaguar ist nur von kurzer Dauer. Felice wird denunziert und am 21. August 1944 von der Gestapo gefaßt. Später wird sie ins Konzentrationslager nach Theresienstadt deportiert und von dort nach Groß-Rosen gebracht, wo sich ihre Spur verliert.
Erica Fischer, die Autorin des 1994 bei Kiepenheuer und Witsch erschienenen Buches "Aimée & Jaguar", hat anhand von Gesprächen mit Lilly Wust und Zeitzeugen, die Felice und Lilly kannten, Dokumenten, Fotos, Briefen und Gedichten die Lebenserinnerungen von Aimée festgehalten. Dabei hat Erica Fischer sich als Jüdin der Geschichte von Felices Seite her genähert. Die darin begründeten Spannungen zwischen ihr und Lilly Wust reflektiert die Autorin gesondert im Vorwort, in die Erzählung selbst fließen sie nicht ein. Die sorgfältig recherchierten Tatsachen, Erinnerungen und Gefühle von Zeitzeugen sprechen für sich. Verwoben zu einer literarisch anspruchsvollen Dokumentation dieser ungewöhnlichen Liebe in schwierigster Zeit vermag "Aimée & Jaguar" seine Leserinnen und Leser zu fesseln. Gerade die Zeit der Trennung, Ausweglosigkeit und des Kampfes gegen die Verzweifelung, in der Aimée Briefe und Päckchen an Felice ins KZ schickt, ja diese dort sogar zu besuchen versucht sowie die wenigen Briefe, die Felice noch aus dem KZ schreibt, machen das Buch auch für alle diejenigen lesenswert, die den gleichnamigen (durchaus sehenswerten) Film von Max Färberböck mit Juliane Köhler und Maria Schrader in den Hauptrollen schon kennen. Denn diese unfaßbaren, menschenverachtenden und unverzeihlichen Grausamkeiten des Nationalsozialismus sind filmisch nicht darstellbar.
Alles in allem ein herausragendes Buch, nicht nur für Frauen, das mich persönlich so berührt, aufgerüttelt und mitgenommen hat wie kaum eines zuvor. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 12. Februar 2016
Ich finde das Buch noch besser wie den Film.
Ich finde, ein Buch, dass man gelesen haben sollte.
Eine wahre Geschichte, die den Umständen und der Zeit geschuldet traurig ist, aber trotzdem wundervoll erzählt wird.
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am 28. September 2009
Ich habe selten ein so einfühlsames und tiefgründiges Buch mit lesbischen Inhalt gelesen. Gut fand ich gerade auch den politische Hintergrund, der detaillierten Einblick in die Hitler - Zeit gibt. Absolut niveauvoll, aber nicht zu "hochtrabend" geschrieben, sonder eher herzerfrischend, aber auch traurig. Alles in allem: Unbedingt lesen !!!
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am 24. Juni 2013
Tolles Buch! Super Zeitzeugenbericht der besonderen Art! Ich kannte das Buch bereits und wollte es unbedingt wieder haben!!! Anfangs muss man sich reinlesen und dann kann man es nur noch verschlingen!
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