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am 19. März 2006
Wer noch von den Weltmeisterschaften `98 und `02 die „Viererkette“ in der Abwehr und den „Tod des Liberos“ in den Ohren hat und nur vage etwas mit diesen Metaphern anfangen kann, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Die Autoren versuchen in verständlicher Sprache und mit anschaulichen Beispielen Strategie und Taktik im Fußball dem Interessierten näher zu bringen. Nach einem ausführlichen geschichtlichen Abriss über Spielsysteme und bekannte Mannschaften, die diese praktiziert haben, folgt ein ausführlicher Teil über den momentan gespielten Fußball.
Und hier ist die Kehrseite der Medaille. Die Autoren entwerfen ein Konzept des Fußballs ohne System, ohne Manndeckung und Libero, so wie es von den Mannschaften Frankreichs, der Niederlande und Tschechiens ´98 oder ´02 gespielt wurde. Allerdings wurde dieses Buch 1999 geschrieben und 2002 aktualisiert, womit die neuesten Einflüsse keine Berücksichtigung mehr finden. Die Wiederentdeckung des Liberos und der Manndeckung Griechenlands ´04 sind somit in der hier beschriebenen zukünftigen Version des Fußballs nicht integriert, genauso wenig, wie die Umstellungen der Brasilianer `02. Außerdem muss man anfügen, dass ein Buch von deutschen Autoren ist, die sich auf das „Tore verhindern“ anstatt auf das „Tore schießen“ kaprizieren. So ist in ihrer Version eines neuen „Fußball Total“ zwar ausführlich die Raumverengung auf dem ganzen Platz beschrieben, allerdings wird neue Art des Stürmens mit einem lapidaren Verweis auf „Personenüberschuss“ abgehakt. Ein brasilianischer oder niederländischer Autor hätte wahrscheinlich anders gedacht.
Alles in allem aber ein kompakter Abriss über Strategien des Fußballs und somit empfehlenswert für alle, die sich außerhalb der Presseberichte auch einmal mit den Fragen der Trainer beschäftigen wollen.
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am 7. Januar 2003
Noch nie habe ich ein Lehrbuch (ich bezeichne es mal so) wie dieses in den Händen gehabt, dass einem gleichermaßen fundiertes Wissen vermittelt wie kurzweilig und zum Teil auch amüsant unterhält. Gratulation an die Autoren! Auch der letzte Kreisligatrainer wird danach so inspiriert sein, dass er seine Mannschaft im nächsten Training auf Raumdeckung umstellt und ihr genau erklärt, dass die Viererkette allein nicht das Maß aller Dinge ist.
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am 17. Juni 2002
Ein wunderbares Buch. Für Fußballprofis (Spieler, Trainer, Funktionäre) sollte es zur Pflichtlektüre werden. Für Fußballinteressierte bietet es jede Menge neue Erkenntnisse, und man bekommt auch eine Ahnung davon, wie eine intelligente Kommentierung eines im Fernsehen übertragenen Spiels sein könnte. Eine wahre Wohltat nach den unerträglichen Kommentaren während der laufenden WM. Wer sich für Fußball interessiert, muss das Buch lesen!
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am 30. Dezember 1999
Die Entwicklung des Fußballs vom 19. Jahrhundert an bis heute wird ausführlich geschildert und auf ihre nötigen oder bereits gezogenen Konsequenzen für den deutschen Fussball der Gegenwart und Zukunft eingegangen. Ein absolutes Highlight, wenn man auch einiges zweimal lesen muss und in Detailfragen uneins sein kann. Ich habe mehr über Fussball erfahren als in sechs Jahren Fernsehen und einem Dutzend Büchern, die durchschnittlich doppelt bis dreimal soviel gekostet haben!
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am 2. August 2009
Egal ob blutiger Laie oder kundiger Fußballfan: Dieses Buch ist ein Gewinn. Vor historischem und kulturellem Kontext gibt es einen Überblick über die Entwicklung von Stilen und Systemen, vom starren Positionshalten hin zum flexiblen Fußball der heutigen Zeit. Die Erklärungen und Beschreibungen kommen sprachlich nicht professoral daher, sondern vermitteln auf wunderbare Weise die Faszination des Spiels und die dahinterstehenden Anschauungen. Ein klasse Buch auch für Fans, die glauben, sie wüssten schon alles.

So wie die Autoren die Entwicklung des Spiels beschreiben, so wünscht man diesem Werk allerdings die nächste Entwicklungsstufe. Denn bei Ribbeck und Völler ist Schluss. Daher wirkt es ein wenig angestaubt. Fans wollen wissen, warum Klinsmann 2006 ein Sommermärchen inszenierte und 2009 bei Bayern München so gnadenlos scheiterte. Warum mussten die deutschen Fans bei der EM 2008 teilweise ein Gemurkse ertragen samt einem Finale, dass die Spanier grandios bestimmten? Waren wir beim Championsleague-Finale 2009 Zeuge der Perfektion des Spiels, als der FC Barcelona Manchester United zum Zuschauen degradierte? Wie konnte Felix Magath Wolfsburg zur Meisterschaft führen? Die Entwicklungen der letzten 8-9 Jahre sollten aufgegriffen werden.

Dieses Buch bedarf also der Fortentwicklung, dann gibt es verdiente 5 Sterne. So vergebe ich 4.
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am 15. Juli 2012
Ich als Fußball-Gelegenheitsinteressierter habe das Buch gekauft, um die moderne Taktik und die ganzen schönen Begriffe dahinter nachvollziehen zu können. Ich lese keinen "Kicker" und verfolge auch nicht das tägliche "Fußballtheater".

Ergebnis: Ich bin nachher genauso schlau wie vorher. Die Autoren wissen bestimmt ganz viel über Fußball ud seine Geschichte und wollten das Buch wohl nicht zu theorielastig und trocken ausgestalten. Am Ende ist es so geworden, dass der unkundige Leser wie ich sich total in den abschweifenden Geschichten über jenes Team und diesen Trainer verliert und kaum einen Wissensgewinn mitnimmt. Die entscheidenden Begriffe wie "Libero" oder "Mann-" / "Raumdeckung" werden erst ganz am Schluss in einem Glossar erklärt. Ich finde, ein Buch über Fußballtaktik kann man besser schreiben.
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am 14. Januar 2000
Wer modernen Fußball verstehen will, muss seine Wurzeln kennen. Und die werden in diesem Buch wunderbar dargestellt. Die Entwicklung von Spielsystemen, Taktiken und Ansichten des Spiels werden in diesem Buch wunderbar von den beiden Autoren dargestellt. Auch wenn einige Dinge etwas komplexer sind, wird sich ein jeder Fußbalfan die Zeit nehmen, sie zu verstehen. Für jeden, der etwas von Fußball verstehen will ein Muss!
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am 27. März 2001
Ein hervorragendes Buch, fast perfekt (es fehlt ein Personenindex und ganz besonders fehlen Literaturhinweise). Trotzdem ein phantastisches Buch für alle Fußballliebhaber. Selten hat mich ein Buch oder Lehrbuch dermaßen begeistert und einen so nachhaltigen "Aha-Effekt" ausgelöst, wie dieses preiswerte Tschenbuch. Es zeigt in kurzer und prägnanter Weise und immer verständlich die taktische und technische Entwicklung des Fußballs vom Ende des 19. Jahhunderts bis zum typisch modernen Stil des Fußballs der Gegenwart.
Dieses Buch macht jedoch Angst: Selten wurde so schonungslos offengelegt, wie weit taktisch und technisch unterlegen die jetzt aktiven deutschen Fußballnationalspieler den Franzosen oder Brasilianern hinterherstolpern und wie meilenweit der Fußball der deutschen Nationalmannschaft dem internationalen Spitzenfußball buchstäblich hinterherhinkt.
Dieses Buch macht allerdings auch Hoffnung: Es zeigt, dass der moderne Fußball der schönste, schnellste und spektakulärste Fußball ist, der jemals gespielt wurde. Man muss nur den Ball beherrschen und und Fußball spielen wollen!
Dieses Buch beschämt aber auch den Leser, denn er müsste nach der Lektüre dieses Buches einem verkannten Bundestrainer Abbitte leisten: Wie Unrecht haben die Fans, Funktionäre und vor allem die "Fach"-Journalisten in ihrer Sehnsucht nach vergangenen deutschen Fußballmythen dem ehemaligen Bundestrainer Berti Vogts getan, der mit seiner Auffassung vom modernen Fußball von den Kritikern in den Medien und im Verband missverstanden wurde und mit seinem taktischen und technischen Verständnis den zum Teil leider immer noch Fußball arbeitenden Dinosauriern unendlich weit voraus war.
Dieses Buch gehört außerdem in die Hand der selbsternannten Fußballgurus der Medien (u.a. Beckmann, Breitner, Delling, Kern, Lattek, Netzer und Wontorra): Vermittelt das Wissen den Fans!
Dieses Buch sollten aber auch die in der "ach so glorreichen" Vergangenheit schwelgenden Fans lesen, damit sie endlich eine Ahnung davon bekommen, wie moderner Fußball funktioniert: Fußball muss vor allem gespielt werden und sollte nicht mehr nur gearbeitet werden. Nur durch die Lektüre dieses Buches begreifen die Fans endlich, welch antiquiertem Gekicke sie immer noch nachtrauern - mir ging es ja ebenso!
Und ganz besonders sollte dieses Buch jedem Jugendtrainer in die Hand gedrückt werden!!!
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am 21. November 2013
Biermann und Fuchs liefern in diesem Buch aus dem Jahr 2002 eine
Grundkritik des in Deutschland (zumindest damals) gaengigen
Verstaendnisses von Taktik, und geben gleichzeitig eine
uebersichtliche Geschichte der Fussballtaktik und eine
Begriffsklaereung. Dabei konzentriert sich der text auf eine
fussballerische Mittel, das seit der Erscheinung dieses Buches
perfektioniert wurde: Ballorientierte Gegnerdeckung. Es geht darum,
dass in Defensivsituationen die ganze Mannschaft sich in die Richtung
verschiebt, wo der Gegner den Ball behaelt. Dadurch wird dafuer
gesorgt, dass der Gegner nur wenig Raum zum bespielen hat, und seine
Ideen nicht zur Entfaltung kommen koennen. Solch ein Spiel fordert von
den Fussballern nicht nur enorme Laufkraft -was durch verbesserte
Trainingsmethoden moeglich ist- aber auch sehr gute Koordination
innerhalb der Mannschaft. Es gibt keinen Platz mehr fuer grosse Egos
in einer Fussballmannschaft; sie muss als ganzes auftreten, in Abwehr-
sowie Offensivarbeit.

Von heutigem Blickpunkt scheint es unvorstellbar, dass in Deutschland
jemals solche moderne Ideen von Fussbal nicht ernstgenommen worden
sind. Die Autoren argumentieren aber, dass Deutscher Fussball bis in
die 2000er Jahre von einer sehr kruden Idee von Fussball beherrscht
wurde -- Fussball als eine Zweikampf-Sport, wo die "Wassertraeger" die
Baelle mit Willenskraft erobern, und ihn an den kreativen Spielmacher
weitergeben, der dann das Spiel gestaltet. Diese Aera kam zu Ende,
nachdem unterklassigere Mannschaften wie SC Freiburg und Mainz 05 mit
modernen taktischen Mitteln sich grosse Vorteile geschafft haben, was
den finanzstaerkeren Mannschaften irgendwann auch als wichtige Mittel
klar wurde, und nachdem die verkrusteten hierarchischen Strukturen in
den Klubs und DFB demontiert worden sind.

Das Buch ist hervorragend geschrieben. Von dem fliessend aber praezise
geschriebenen Text merkt man sofort, dass die Autoren Journalisten
sind, und ihr Thema sehr gut beherrschen. Eine andere Staerke dieses
Buches ist, dass die Autoren jegliche Ueber-Vereinfachungen
verschassen, und immer wieder auf Sachverhalte verweisen, die viel zu
buendige Taktikvorstellugen einfach als falsch enttarnen. Als Defizit
muss ich die Tatsache erwaehnen, dass es keine Quellenangaben gibt; es
gibt immer wieder Auszuege aus Interviews mit beruhmten Trainern, aber
diese werden ohne Quellenangaben zitiert, was fuer jemanden, der gerne
weiterlesen will, ziemlich nervig ist.
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am 17. September 2010
Fussball ist und bleibt ein Mannschaftsspiel. Allerdings hat sich im taktischen Bereich entscheidendes verändert: Sagte man früher 11 gegen 11, meinte man,nach Beobachtung der Verfasser, tendenziell eigentlich Mann gegen Mann auf jeweils relativ festen Positionen. So spielte der Aussenstürmer gegen den Aussenverteidiger usw.
Die These der Autoren ist, dass auf der Basis der athletischeren Ausbildung von Profifussballern in der Breite taktisch dem Ideal des "voetball total" der Ära Cruyff nachgeeifert wird. Feste Positionszuweisungen werden aufgelöst, Aufgabenbereiche werden geteilt. Man spielt heute als Team "gegen den Ball" usw. Die Wirkungszusammenhänge von Raum und Zeit und die Abläufe im Zusammenspiel mit den Mannschaftskameraden müssen von jedem Spieler jederzeit verstanden und in situationsangemessene Handlungen umgesetzt werden.
Die Verfasser erläutern den Siegeszug der Idee von einem auf Dominaz ausgerichteten Spielkonzept. Dabei wird dem Leser veranschaulicht, warum der klassischer Spielmacher a la Platini ausgestorben ist und das Revolutionspotential des Überlebenskampfes der kleinen Vereine gegen die großen Clubs beleuchtet.
Unterhaltsame Informationen für alle Fussballinteressierten, ob klein, ob groß und Denkanstoss für so manchen Übungsleiter der "alten Schule" im Jugend- und Amateurbereich.
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