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am 17. August 2014
Ich finde das Thema an sich hochinteressant und man findet nicht viel -unabhängige- Literatur dazu.
Der Verweis eines anderen Rezenssenten auf die "Religionswissentschaft" kann ich nicht nachvollziehen.
Die schmoren doch in der Regel im eigenen Saft und betreiben geistige Inzucht mit der Theologie.
Nach so einem Satz ist schon deutlich geworden, dass ich bzw.meine schlechte Kritik an diesem Buch
nicht aus der Ecke der anderen 1-Sterne-Rezensenten mit religiösem Hintergrund kommt.
Ich gestehe, dass ich das Buch nicht zu Ende gelesen habe - nicht zu Ende lesen konnte.
Das Vorwort der deutschen Auflage deutet das Grundproblem des Buches schon an.
Nach eigenem Bekunden hat der Autor das Buch an den amerikanischen Leser gerichtet.
Viele, viele Worte - viele, viele Fragen (ein eigenartiger Stil) - unendliche Wiederholungen.
Mir war es auch nicht möglich, das Buch durch die vielen Beispiele und (Verzeihung) das viele Geschwätz quer zu lesen.
Ich habe immer auf echte Aussagen gewartet.
Ich denke, für einen aufgeklärten Menschen können die Aussagen auf eine DinA4 Seite zusammengefasst werden.
Ich kann leider nur von dem Buch abraten.
Dass die "Erfindung/Entwicklung" der Religion/Religionen eine Ursache hat, graduell erfolgt sein muss und evolutionär aus der Entwicklung des Bewusstseins begründbar ist, ist für mich trivial.
Es gibt IMMER URSACHE und WIRKUNG.
Genauso einfach ist die Einsicht, dass Religionen auf vielen Ebenen ein menschliche Grundbedürfnisse befriedigen bzw. diese Bereitschaft auch zur Kontrolle von Gruppen und zur Etablierung einer Macht-Hierarchie genutzt wurde. Und das ist überhaupt nicht negativ, sondern war erfolderlich.
Aber brauchen wir das heute noch ?
Können Menschenrechte iA. diesen letzten Teil nicht übernehmen, wenn auf ihrer Basis die Regeln menschlichen Zusammenlebens formuliert werden ? Ups, jetzt hat der Stil auf mich abgefärbt :-)
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am 11. Mai 2014
Gleich vorweg: Ich bin ein "Katholiban", deshalb liegt es nahe, dass mir das Buch nicht viel sagt. Trotzdem renne ich nicht gleich zum nächsten Exorzisten, wenn jemand auf den Glauben oder die Kirche flucht. Mag ja sein, dass ich mit meinem Glauben völlig falsch liege - bis ins Letzte schlüssig beweisen kann man ihn offensichtlich nicht, sonst würde ja niemand darüber streiten.

Was ich partout nicht verstehe ist jedoch, wie ein vernünftiger Mensch so ein durch und durch flaches Gefasel schlucken kann!
Dennett versteht sich als "Bright", d.h. als jemand, der für sich in Anspruch nimmt, klüger als andere Leute zu sein (z.B. als "Religioten" wie ich). Warum auch nicht? Ungebildet ist er sicher nicht und m.E. schreibt er auch ziemlich gut.

Auch sein grundlegender Ansatz klingt ja durchaus vernünftig: Wenn man Religion als natürliches Phänomen nachweisen kann, d.h. als etwas, was nur Folge einer natürlichen Ursache ist, dann "gilt es nicht". Spricht z.B. der Hl. Ambrosius im Traum zu mir, so kann dies potentiell nur so lange als Mitteilung einer höheren Wahrheit gelten, wie nicht feststeht, dass dieser Traum etwa durch das Essen von zu viel Hummersalat verursacht wurde.

Bis hierher komme ich mit.

Aber was, wenn man die Betrachtung ausweitet und nicht nur über Träume nachdenkt, sondern z.B. auch über die Gedanken Herrn Dennetts, die er in seinem Buch aufgeschrieben hat?
Auch diese Gedanken können doch nur so lange gültig sein, wie sie nicht ebenfalls zu 100% als Folge natürlicher Prozesse zu erklären sind! Wäre er ein (selbst-)kritischer Geist, müsste Herr Dennett doch deshalb einen Nachweis dafür führen, dass im Gegensatz zu meiner Religion sein Naturalismus NICHT auf natürliche Ursachen reduziert werden kann.
Dass damit dann aber sein Naturalismus erledigt wäre - genau dies kommt ihm gar nicht in den Sinn: Er behauptet fröhlich, alles und jeder könne auf natürliche Ursachen reduziert werden. Warum dies lediglich der Religion den Boden unter den Füßen wegziehen soll, seiner eigenen Weltanschauung aber nicht, bleibt sein Geheimnis ...

Das ist doch alles Dünnbrettbohrerei, ebenso wie z.B. seine ganze Religionskritik:
Wie sämtliche sog. "Brights" ist er der Überzeugung, die Religion habe jede Menge Schaden angerichtet und sei deshalb falsch. Diese Meinung kann doch nur solange vernünftig sein, wie die Religion eben KEIN natürliches Phänomen ist, wie z.B. ein Erdbeben oder eine Pestepidemie, sondern die perfide Verschwörung einiger Dunkelmänner, die ihre armen Mitmenschen ausbeuten wollen. Was soll denn bitteschön an einer Epidemie "falsch" sein? Sie tötet viele von uns, aber das ist doch absolut "natürlich"!

Dennett erinnert mich mit seinem Rauschebart an Karl Marx - der war ebenfalls ungeheuer belesen und ein ziemlicher Flachkopf. Zuerst wies er nach, die Kapitalisten MÜSSTEN die Proletarier ausbeuten, weil dies der vorbestimmte Lauf der Weltgeschichte sei, und dann regte er sich mächtig darüber auf, dass sie es taten.
Wahrscheinlich auch ein "Bright" ...
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am 4. September 2011
Daniel Dennet spielt mit Worten. Religion will er angeblich endlich mit dem Blick wissenschaftlicher Ananlyse auseinandernehmen. Eine groteske Forderung: Nichts anderes tun Religionswissenschaftler seit Jahrhunderten. Tatsächlich zielt seine Forderung auf Gott und eine Theologie rationalen Anspruchs. Sie sind es, die er mit den Methoden der Wissenschaft umfassend beschreiben will. Dass eine vernünftige Theologie voraussetzen muss, dass ein allmächtiger Schöpfergott das Fassungsvermögen menschlicher Erkenntniskraft übersteigt, dass will Dennet nicht akzeptieren. Argumente dazu liefert er nicht. Die Feststellung rationaler Theologie bleibt in seinem Buch unbestritten: Wenn es Gott gibt, wenn er alles geschaffen hat, wenn er jeden unserer Schritte geleitet und das All erfüllt, dann kann kein menschliches Erklärungsmuster auch nur annähernd ausreichen, um ihn zu "subsummieren". Ein Gott, dessen "Funktionsweise" sich rational begreifen lässt, ist kein Gott.
Dass sich Menschen an die Stelle Gottes setzen wollen, ist übrigens keineswegs neu. Die Geschichte der Gottkönige, Frankensteine und Herren der Geschichte zählt zu den grausigsten Kapiteln der Menschheit. Ich hatte mir das Buch gekauft mit der Erwartung, Neues zu erfahren über die Grenzlinie zwischen Glauben und Erkenntnis. Statt dessen lese ich eine rationalistische Religionskritik, die mit den Worten der Gegenwart den Voltaire des 18. Jahrhunderts aufs Neue aufgießt. Hätte es mir sparen können. Ich gebe dem Buch trotzdem einen Punkt, weil es auf aggressive Rhetorik verzichtet. Wenn man den atheistischen Mainstream kennt, scheint das bereits eine anerkennenswerte Leistung zu bezeugen.
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