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am 8. August 2011
Sammelbände mit Erzählungen sind wie die meisten Pralinenschacheln: sie enthalten wenige echte Köstlichkeiten, viel leckere Standardware aber auch ein paar Stücke, die man nicht mag. 41 Erzählungen sind in diesem Band zusammengetragen, obgleich für einige der Werke der Begriff "Erzählung" unpassend ist - es sind Bruchstücke, nicht einmal eine Seite lang.
Wie so oft bei derartigen Bänden erschließen sich die Auswahlkriterien nicht: "Die schönsten isländischen Erzählungen des 20. Jahrhunderts" steht am Anfang des Buches, im Nachwort heißt es dann, der größte Teil des Materials stamme aus der zweiten Hälfe des 20. Jahrhunderts und die Verfasser seien bekannte und unbekannte Autoren - wie repräsentativ das Gebotene für die isländische Literatur ist, kann ich nicht beurteilen.
Die meisten der Erzählungen spielen in Island, 15 werden entweder aus der Sicht von Kindern erzählt oder haben Kinder als Hauptpersonen. Offenbar ist das Leben eher freudlos, für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen - der Leser begegnet kaum glücklichen Menschen. Männer sind meistens schwach und/oder untüchtig, und/oder unzuverlässig, und/oder versoffen, und/oder brutal, Frauen gleichgültig, passiv, stille Dulderinnen. Der Grundton ist eine verhaltene Melancholie. Die unbändige Energie und Lebenskraft der Sagas scheint unwiderbringlich verloren. Nur wenige Geschichten sind heiter, humorvoll. Ein starker Impuls, mich nun intensiv mit isländischer Literatur zu befassen, geht von dem Buch nicht aus, aber das ist Geschmacksache.
Stark finde ich die allererste Geschichte, in der ein kleiner, einsamer Junge in einem kautzigen Handwerker, der auf ihn eingeht und sich mit ihm befasst, ein Vorbild findet und so ganz nebenbei ein paar Lebensweisheiten von ihm lernt (Autor: Ólafur Jóhann Sigurdsson). Amüsant ist die Erzählung vom Skaldenmet, einer eher eigenwilligen Interpretation eines dry Martini (Bödvar Gudmundsson), und Gyrdir Eliassons "Inferno" bestärkt mich in meinem Entschluss, mich von einer bekannten schwedischen Möbelhauskette fernzuhalten.
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am 2. Oktober 2011
Ich wollte mich auf das Gastland Island der diesjährigen Buchmesse vorbereiten. Zuvor kannte ich nicht einen einzigen Namen eines Literaten aus Island. Ich wußte nur, dass Island nicht nur das Land der Bankencrashs ist, sondern eine reiche Ausbeute an Literatur hervorbringt. Was liegt da näher als einen Sammelband zu erstehen. Ich hatte die Hoffnung, dass mir ein oder zwei Autoren so gut gefallen, dass ich mehr von diesen lesen würde.
Ich habe mein Ziel erreicht. 1.) Ich kenne eine Erzählung des isländischen Literaturnobelpreisträgers Halldor Laxness (Name sollte man kennen).
2.) Ich habe Geschichten gelesen, die in mir einen "Nachhall" erzeugt haben, dies sind zum Beispiel die Eröffnungsgeschichte von Sigurdsson "Die Errichtung der Pyramiden", von Eldjarn "Der Klang der Wörter", von Simonarson "Funken".
Die Geschichte über den "Klang der Wörter" handelt von einer Stadt, in der jeder Einwohner seine eigene Sprache spricht. Die Menschen verstehen sich, denn sie gehen aufeinander ein, beobachten Mimik und Gestik und verstehen einander eben "wortlos". Das alles hat ein Ende, als ein Sprachwissenschaftler in die Stadt kommt und die verschiedenen Sprachen schriftlich fixiert.Von da an achten die Menschen nicht mehr auf die Kommunikation und ihren Gesprächspartner sondern schlagen im Wörterbüchern die Bedeutung der Worte nach. Von da an war die Leichtigkeit des Zusammenlebens und die Freude an dem Erzählen mit klangvollen Sätzen erloschen.
Zuletzt sei erwähnt, dass es eine wahre Wonne ist, die Erzählungen im Buch zu lesen, die in der Natur spielen und so einen mir gänzlichen fremden Erlebenshorizont in arktische Umgebung ausdrücken. Das alles macht dieses Buch lesenswert.
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am 3. Oktober 2011
Klappentext: Die schönsten isländischen Erzählungen des 20. Jahrhunderts Vom Land im hohen Norden, seiner gewaltigen Natur, vor allem aber von seinen Bewohnern erzählen die Geschichten in diesem Band. Sie vermitteln ein Bild des modernen 20. Jahrhundert - eines, das weit über die alten Mythen von Elfen und über stolze Wikindersagas hinausgeht.

Cover: Schön in blau mit einem roten Farbtupfer gehalten, strahlt es eine beruhigende und doch interessante Atmosphäre aus. Ohne dieses Cover wäre ich wahrscheinlich nie auf dieses Buch aufmerksam geworden.

Meinung: Es ist schwer dieses Buch zu bewerten, denn hier handelt es sich nicht um eine große Geschichte, sondern um viele kurze Erzählungen. Um genau zu sein 41 Einzelstücke, die in 5 verschiedene Kategorien unterteilt sind: Mensch und Natur; Der komische Alltag; Die phantastische Wirklichkeit; Von Frauen und Männern und Familienbilder. Dazu kommt noch ein Nachwort und ein Autorenverzeichnis.

Wie das bei Sammelbänden so ist gibt es vereinzelte Leckerbissen, viele durchschnittliche Kostproben, aber auch Werke, die mir schwer im Magen lagen. Eins haben viele Geschichten gemeinsam, es gibt kaum fröhliche, unbeschwerte Menschen. Jeder trägt sein eigenes Problem mit sich herum und versucht dieses auf seine eigene Art zu lösen.

>>Guter Gott! Dann wäre sicher gewesen, daß wir jedes Menschenkind in diesem Bezirk in die Sklaverei gzwungen und bewaffnete Soldaten und Geißeln geholt hätten, um einen Tempel für den Tod zu errichten, einen Tempel für Leichen und Knochen, Skelette und Totenschädel.<< Zitat von S. 27
Ich möchte noch meine Lieblinge und meine (kurze) Meinung mitteilen. Schnee in Paris: Thor Vilhjalmsson beschreibt die Zeit von verschiedenen Personen während der erste Schnee fällt. Die unterschiedlichsten Schicksale haben mir deutlich vor Augen geführt wie verschieden Menschen sind. Der Klang der Wörter: Eine Stadt in der jeder eine andere Sprache spricht. Sie verstehen sich auch ohne Worte, bis ein Sprachwissenschaftler auftaucht. Diese Geschichte hat mir gezeigt, dass Menschen auch ohne Worte auskommen und falsch verstandene Worte viel Unheil anrichten können. Dann gibt es noch Alles vergeht einmal, Der Zauber der Kindheit und Der Sprung.

Nun möchte ich noch etwas zum Schreibstil der Autoren schreiben. Ich möchte behaupten, dass dieser recht schwer zu lesen ist. Manchmal musste ich Abschnitte neu lesen um zu verstehen, manchmal eine komplette Seite und manchmal habe ich die ganze Geschichte nicht verstanden. Nur selten war ein Werk richtig verständlich für mich, von denen ihr auch welche oben bei meinen Lieblingen findet.

Fazit: Wer sich für isländische Kultur interessiert wird seinen Gefallen daran finden, aber für mich waren zu wenige schöne Erzählungen dabei, die mich wirklich interessiert und berührt haben, daher erhält Die schönsten Geschichten Islands 3 von 5 Punkten.
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am 19. November 2013
Gerade packe ich das Buch voll Vorfreude aus, mal wieder richtig in meinem Traumland Island schwelgen. Bisher war ich erst einmal eine Woche dort. Ich öffne das Buch zufällig, fange an zu lesen und lese: Erotik in der Mittsommernacht: Eine Geschichte, in der ein Mann seine Ehefrau vergewaltigt. Jetzt bin ich echt geschockt.....Was soll der Titel? Das sollte sich bis zum Insel Verlag herumgesprochen haben, daß Vergewaltigung nichts mit Erotik zu tun hat, sondern mit Machtausübung und Gewalt.
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