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Kundenrezensionen

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am 11. Juni 2005
Gullivers Reisen gehört zu den Klassikern der Weltliteratur und ist einer der ersten - und besten! - Fantasyromane überhaupt. Der Roman erhählt in vier Büchern von abenteuerlichen Reisen des englischen Schiffsarztes Lemuel Gulliver. Auf seinen Reisen lernt er die Inseln Liliput, Brobdingnag, Laputa sowie das Land der Hoyhnhnms kennen. Zahlreiche Passagen in diesem Klassiker sind mehr oder weniger verhohlene, satrische Anspielungen auf die sozialen und politischen Zustände in England zur Zeit von Königin Anna. Das Werk erschien erstmals 1726. Es zeigt den Skeptizismus Swifts gegenüber jeglicher Art von Utopie.
Das Verdienst dieser Ausgabe ist es, alle vier Reiseabenteuer Gullivers erneut - ungekürzt - vorzulegen. Die Ausgabe ist sehr preiswert. Leider enthalten die meisten kindgemäßen Ausgaben lediglich die Reisen Gullivers zu den Liliputanern und den Riesen. Die anderen beiden Reiseabenteuer, die Bücher 3 und 4, werden leider weggelassen. Dabei ist es doch interessant zu erfahren, dass die Internet-Suchmaschine Yahoo ihren Namen von den Menschen der vierten Inselstation Gullivers hat. Die Yahoos sind Menschen, die den Pferden (Houyhnhnmms) untergeordnet sind. Die Gründe, die viele Herausgeber alternativer Verlage dafür anführen, die beiden letzten Reiseabenteuer Gullivers in ihre Sammlungen nicht aufzunehmen, überzeugen letztlich nicht. Daher ist es das Verdienst dieser Ausgabe, die vier Reiseabenteuer Gullivers - versehen mit witzigen Zeichnungen - dem Leser wieder zugänglich gemacht zu haben. Das Buch stellt im übrigen eine gute Ergänzung zu dem kürzlich erschienen Hörbuch von "Gullivers Reisen" mit Rufus Beck dar, welches ebenfalls wärmstens - als Ergänzung - empfohlen werden kann. Mir hat die Lektüre des vorliegenden Buches eindeutig gezeigt: Gulliver ist eigentlich ein Buch für Erwachsene und - verdientermaßen - ein Klassiker der Welt- und der Märchen- und Fantasyliteratur. Leider fehlt in dieser - meines Wissens ungekürzten - Ausgabe ein Nachwort, welches angesichts der Bedeutung des Werkes in der Literaturgeschichte sowie der zahlreichen satrischen Anspielungen, die dem heutigen Leser jedoch nicht mehr ohne weiteres verständlich sind, unbedingt notwendig gewesen wäre. Daher vergebe ich nicht die volle Punktzahl.
11 Kommentar| 30 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Juni 2001
Dieses Buch hat mit dem Original von J.Swift nichts zu tun. Die Herausgeber/Übersetzer übersetzen ungenau und lassen nach eigenem Gutdünken wichtige und umfangreiche Passagen einfach aus, OHNE AUF DEM EINBAND ODER DER KURZBESCHREIBUNG darauf hinzuweisen, daß es sich um eine geküzte Fassung handelt. Lediglich im Nachwort wird die IGNORANZ o.g. Personen deutlich: "Auf die Wiedergabe der anderen Reisen wird ...meist verzichtet, weil die Erzählung in diesen beiden Teilen ... schwer verständlich und deutlich weniger spannend ist." Vielen Dank Frau Herausgeberin Dr. Freya Stephan-Kühn, daß Sie für uns unmündigen Leser entscheiden, was zu verstehen wir in der Lage sind und zu was nicht. Auch bei einem Buch das in einer Kinderbuchreihe erscheint, sollte klar und unmissverständlich darauf hingewiesen werden, daß es sich um eine gekürzte Fassung handelt.
22 Kommentare| 91 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Gulliver aus dem Jahr 1726 hat bei seinen Reisen neben Liliput auch viele andere Märchenwelten entdeckt, darunter das Land der Riesen, die fliegende Insel, das Land der Zauberer, die Unsterblichen oder die Houyhnhnms, bei denen die Pferde die Herrscher sind und die Menschen Arbeitstiere.
Für uns heute ist interessant, wie Gulliver seine Entdeckungen und die jeweiligen Gesellschaften immer wieder mit seiner englischen Heimat vergleicht. Dadurch erfährt man viele Details aus dem Alltagsleben von 1700. Und natürlich passieren viele lustige und auch dramatische Dinge, die besonders Kinder erfreuen werden (man stelle sich nur vor, wie er in Liliput auf's Klo muss :-). Doch Gulliver bzw. Swift, eigentlich überzeugter Monarchist, wird zum Ende hin recht ernster: im Land der Geister im Gespräch mit verstorbenen berühmten Persönlichkeiten stellt er erschreckt fest, wie sehr Geschichtsschreiber die Fakten verfälscht haben. Und bei den friedlichen und glücklichen Pferden erkennt er die Unart der Menschen, sich mit Kriegen und Korruption stets selbst ihr Unglück bereiten. Botschaft dieser Passage: moralisch stehen die Pferde weit über den Menschen! Als er von dieser letzten Reise nach England zurückkehrt, muss er sich erst mühsam und widerwillig wieder an die Menschen gewöhnen.
Das Buch, das sich laut Swift an junge, englische Aristokraten richtet, ist eine geschickt verpackte Gesellschaftskritik. Anstatt gegen England zu schreiben, stellte er dem damaligen Leser unverbindlich alternative Gesellschaftsformen und Lebensweisen vor. Und mit dem zukünftigen "Führungsnachwuchs" sprach er die richtige Zielgruppe an. Meine Ausgabe war mit über 400 Radierungen fast auf jeder Seite geschmückt, ein Aufpreis, der sich lohnt. Gulliver eignet sich hervorragend als Vorlesegeschichte für viele lange Abende!
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HALL OF FAMEam 9. September 2001
Weil Gulliver nämlich gar nicht nur eine Geschichte für kleine Kinder ist, sondern zugleich eine hochironische Satire auf gesellschaftliche Zustände, ist es auch in fortgeschritteneren Lebensstadien immer wieder einmal interessant, einen genaueren Blick auf die im Prinzip bekannte Gulliver-Geschichte zu werfen - ganz gleich ob in deutsch oder in englisch. Wer ein bisschen Einblick in psychologisches Denken hat, wird zudem entdecken, dass im riesengroßen Gulliver, mit dem sich der kindliche Leser oder Zuhörer bei der ersten Begegnung natürlich identifiziert, - dass dieser Gulliver dabei hilft, die Umgebung als klein und unwichtig zu empfinden: eine wunderbare Umkehrung des alltäglichen Schreckens aller Kinder, die scheinbar ewig Kleinen, Hilflosen, Machtlosen am unteren Rang der gesellschaftlichen Einfluß-Skala zu sein und womöglich zu bleiben. Die Gulliver-Gestalt versöhnt mit den Machtlosigkeitsgefühlen der Kindheit. Als Jonathan Swift diesen Stoff schrieb, war es um die Situation der Kindheit in Europa allerdings auch noch erheblich schlechter gestellt als heute - obwohl, Irland - dort scheint immer noch nicht alles im Lot. Interessant bei aller Liebe zu Gullivers Reise ins Land der Liliputaner ist, dass die gleich darauf folgende Swift'sche Erzählung, die alles gerade Gefühlte probeweise einmal auf den Kopf stellt, nämlich als bienengroßes Wesen sich unter lauter Riesen (im Lande BROBDINGNAG) aufhalten zu müssen: - interessant ist, dass diese Texteinheit sich längst nicht solch liebevoller Rück-Erinnerungen rühmen darf wie die Liliput-Sektion - das Wort BROBDINGNAG hat sich keinesfalls gleich stark eingeprägt, auch gibt es nachgebaute Liliput-Dörfer, nie aber BROBDINGNAG-Sraßenviertel, in denen man sich einmal so richtig nichtig vorkommen könnte. Alles in allem: ob in deutsch oder erst recht in englisch: Swift hat wie ein spöttischerer Nachfahre des Homer mit seiner Odyssee einen grundlegenden, für menschliches Denken ewig aktuellen, hoch-ironischen und die Gefühlswelt eines jeden Lesers mobilisierenden Text geschrieben...
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am 1. Juli 1999
Die Geschichte von Gullivers Reisen kennt wohl so ziemlich jeder. Gulliver fährt zur See, das Schiff erleidet Schiffbruch und er findet sich bei winzig kleinen Menschen auf einer Insel wieder. Deren Bemühung, ihn zu fesseln sind allseits bekannt. Und daß er sich, trotz seines für diese Menschlein ungeheuren Appetits doch noch als nützlich erweisen kann wissen wir auch alle.
Weniger Leuten ist bekannt, daß er sich, nachdem er von den Winzlingen weggefahren ist, auf einer Insel mit genau umgekehrten Verhältnissen wiederfindet. Dort findet ihn ein riesiger Bauer, der ihn mit auf den Markt nimmt, um ihn dort vorzuführen. Dabei erlebt Gulliver so manches Abenteuer und landet bald bei der Königstochter. Hier hört dann aber das Wissen um den weiteren Weg Gullivers auf. Daß er auf einer Insel mit sprechenden Pferden landet, oder auf einer Insel, wo Menschen die unterentwickelte Rasse sind, die von Tieren zu Sklavendiensten herangezogen werden oder zu einer Welt kommt, die fliegen kann und so auf verschiedene Ebenen gehoben werden kann, das alles ist wohl nur noch wenigen bekannt. Und dabei wird die vermeintliche nette Kindergeschichte zu einer ernsthaften politischen und moralischen Auseinandersetzung Jonathan Swifts mit den Zuständen im England des 18. Jahrhunderts. Bereits in den eher bekannten Geschichten finden sich Anspielungen beispielsweise auf den Sinn des Krieges.
Swift benutzt die Erzählungen über seinen Helden Gulliver, um politische Ansichten zu verbreiten und das in einer sehr anspruchsvollen und intelligenten, oft ironischen Art. Das Buch ist also nicht nur ein Buch für Kinder, sondern gerade auch für den politisch-historisch Interessierten. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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TOP 500 REZENSENTam 13. September 2014
Erich Kästner begann 1961 mit der Nacherzählung des Romans von Jonathan Swift, der 1726 unter dem Titel Reisen in verschiedene ferne Länder der Erde (von Lemuel Gulliver, zuerst Wundarzt, später Kapitän verschiedener Schiffe in England). Kästner wählte aus Swifts Roman die ersten beiden Teile, die Reisen nach Liliput und nach Brobdingnag, aus und erzählte sie unter dem Titel Gullivers Reisen für Kinder nach, auf sprachlich sehr hohem Nivea. Ein wahresVergnügen für die ganze Familie
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Swifts 'Gullivers Reisen' ist in einem Atemzug zu nennen mit Cervantes' Don Quijote. Beide Werke sind bissige Kommentare zu den politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten der jeweiligen Zeit. (Don Quijote entstand zu Beginn des 17. Jahrhunderts, Gullivers Reisen gut 100 Jahre später.) Beide Titelhelden sind nicht nur bei den Lesern der Romane, sondern in beinahe allen Köpfen der westlichen Welt verankert. Zumindest Teile ihrer Erlebnisse sind nahezu jedermann bekannt, bei Gulliver beispielsweise die Erlebnisse in Lilliput, bei Don Quijote zum Beispiel dessen Kampf gegen die Windmühlen. (Beides hat übrigens auch in die deutsche Sprache Einzug gehalten.)

Swift beschreibt in vier Reisen unterschiedlichste Begegnungen Gullivers, am bekanntesten sind seine Aufenthalte in Lilliput unter Einwohnern, die nur gut daumengroß sind und in Brobdingnag, dort unter Riesen, die im umgekehrten Größenverhältnis zum Protagonisten stehen. Weniger bekannt - aus den zu Kinderbüchern umfunktionierten Versionen - sind die beiden weiteren Reisen nach Laputa (u.a.) und in das Land der Houyhnhnms.

In jeder Reise stehen existenzielle Gedanken im Mittelpunkt. So wird beim Lesen der Reise nach Lilliput deutlich, dass Gullivers Sichtweise sehr ähnlich derjenigen, die manche Zeitgenossen ihr eigen nennen: Größenwahn oder auch nur Überheblichkeit versperrt den wichtigen Blick auf viele Details. Umgekehrt ist aus der Reise zu den Riesen erkennbar, dass aus einer derartigen Perspektive viele Dinge sichtbar werden, auf die man gerne verzichten könnte. Hilflosigkeit, Ausgeliefertsein usw. sind die Folge, wenn man so unterlegen ist wie Gulliver oder sich wenigstens so ausgeliefert fühlt.

Bei der Reise nach Laputa, Balnibarbi, Glubbdubdrib und andere stehen philosophische Überlebungen, wie beispielsweise der immer wiederkehrende Wunsch nach dem ewigen Leben, im Mittelpunkt. Sehr intelligent, wie Swift mit solchen Fragen umgeht. Auch der Drang der Menschheit nach Neuem, der sich viel später in unendlichen sinnigen und unsinnigen Erfindungen niederschlägt, wird von Swift vorweggenommen.

Im letzten Anschnitt, der Reise ins Land der Houyhnhnms, in dem Pferde (Houyhnhnms) die Herrschaft haben, rechnet Swift mit seinem Heimatland, England, ab. An Regierungsmitgliedern, Rechtsanwälten, Richtern, Ärzten und vielen anderen mehr wird kein gutes Haar gelassen. Swift erweist sich vor allem hier als Misanthrop.

Eine sehr empfehlenswerte Lektüre. Ich kann alle Leser nur darauf hinweisen, dass der eigentliche Roman mit den aus Kindertagen bekannten Geschichten nur noch Rudimentäres gemeinsam hat. Die Ausgabe aus dem Insel-Verlag weist Hunderte von liebevollen Illustrationen auf, die zur Verdeutlichung des Gelesenen Wertvolles beitragen.
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am 25. April 2012
Auf sprachlich sehr hohem Niveau erzählt Kästner die Geschichten von Gullivers Abenteuer. Ein echtes Vergnügen für die ganze Familie. Auch die Bilder - wie bei Kästnerbüchern gewohnt - sind wieder toll gemacht. Ein echter Genuss.
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Dieses Meisterwerk der Aufklärung, welches gnadenlos mit der verblendeten Menschheit abrechnet, ist einfach kein Kinderbuch. Ich persönlich fand es als Kind todlangweilig. Kein Wunder, denn das Thema ist nicht kindgerecht.

Meinem Sohn ging es nun beim Lesen anscheinend ähnlich. Er (9 Jahre) fand die Lilliputaner und den Aufenthalt in Brobdignan unterhaltsam...Zwerge und Riesen kommen ja nun mal in der Kinderwelt und in vielen Geschichten vor. Aber die Abrechnung mit der menschlichen Dummheit und der abstoßenden Menschheit bei der fliegenden Insel, den Huynhums und den Jahus war für ihn einfach nur sehr seltsam. Als Gulliver am Schluß nur noch Ekel für seine eigene Familie empfand und seine Kinder nicht mehr an die Hand nahm war für ihn das Fazit klar: der ist doof.

Mein Fazit: ja, ein Kind kann das Buch verstehen und auch abstrahieren, was gemeint ist. Es schadet auch nichts, mal was zu lesen, was den Horizont einf wenig überschreitet. Aber aus meiner Sicht ist das Thema einfach gar nicht der Kinderwelt entsprechend. Das Buch sollte man als das nehmen was es ist - anspruchsvolle Literatur, die ungekürzt gelesen werden sollte.
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am 15. Dezember 2014
Wie bei allen Büchern, aus denen man vielleicht seinen Kindern vorlesen will, sollte man auf jeden Fall vorher prüfen, ob das nicht doch zu starker Tobak oder die Sprache für Kinder zu kompliziert ist. Dies Buch kann ich empfehlen - unsere Kinder sind 7 und 9. Für jüngere ist das womöglich noch zu schwere Kost.
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