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am 22. August 2009
"Tschandala" ist eines der problematischten Werke Strindbergs, vielleicht deswegen im deutschsprachigen Raum nur selten aufgelegt.
Ende des siebzehnten Jahrhunderts will Magister Andreas Törner seine Sommerfrische in Schonen in Südschweden verbringen. Er mietet sich in ein halbverfallenes Schloss ein, getrieben vom Interesse an den merkwürdigen Bewohnern des Hauses, einer heruntergekommenen Baronesse und ihrem Faktotum (und offensichtlich auch Liebhaber), dem "Tattare" (=Roma) Jensen. In der Folge wird das Beziehungsgeflecht zwischen den Bewohnern immer seltsamer, Törner steht mehr und mehr in einer aus Mitleid geborenen Abhängigkeit zu Jensen, aus der er sich nur mühsam befreien kann.
Strindbergs Novelle steht ganz unter dem Eindruck des Spätwerks Friedrich Nietzsches. Törner muss sein Mitleid überwinden, um sich aus der Abhängigkeit Jensens zu befreien, an der er sonst unweigerlich zugrundegegangen wäre. Problematisch ist dabei der offen rassistische Ton des Werks. Bei Nietzsche ist der "Übermenschen"-Begriff ein ethisch-normativer, der Übermensch ist einer aus seiner persönlichen Genese heraus. In "Tschandala" (übrigens ein Begriff, den Nietzsche in den Okzident eingeführt hat) hingegen ist dieser letztlich (auch) biologisch determiniert, Törner ist der schwedische Tatmensch, Jensen hingegen ein ethnisch minderwertiger Untermensch, aus dem selben "Sumpf" stammend wie die vermeintliche Baronesse, Tochter eines Zuhälters und einer Prostituierten.
Dieser sozialbiologische Determinismus ist aus heutiger Sicht natürlich ein kompletter "No-Go", man kann August Strindberg aber natürlich auch nicht die Geschichte des 20. Jahrhunderts vorwerfen. So bleibt ein durchaus interessantes kleines Büchlein, gut und spannend geschrieben (und auch, soweit ich's beurteilen kann, sauber übersetzt), nur mit einem bitteren Nachgeschmack (deswegen ein pc-Sternchen Abzug).
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am 27. Juni 2007
Das Buch ist wirklich einmalig..ich habe mir das Buch ohne jegliche Hintergrundinformation gekauft..Nur das Cover hat mich überzeugt und angespornt es zu lesen...Das Buch ist unheimlich interessant und spannend geschrieben..vor allem hat mich der Schreibstil begeistert...Ich möchte hier auch keine näheren Information über den Inhalt des Buches wiedergeben, da dies unfair wäre.
Das Buch ist aufjedenfall sehr interessant und spannend geschrieben.. Überhaupt gar nicht langweilig...Sehr empfehlenswert...
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